Ja, ich finde die Vergangenheit meiner Partnerin wichtig. Zum einen, weil ich keine Freundin, Frau und eventuell ja auch Mutter meiner Kinder haben möchte, die schon bei sonst wie vielen anderen Männern im Bett gelegen hat oder im Internet sich für Geld auszieht. Möchte ich einfach nicht. Zum anderen gehen da einfach die Wertansichten und Einstellungen auseinander. Für mich ist Sex etwas, was ich nicht mit jedem mache, sondern mit einer Frau, die ich gern mag, die mir wichtig ist. Und nicht mit jeder halbwegs sympathischen Frau, die mir auf irgendwelchen Partys begegnet.
Es kann immer vorkommen, dass ich im Leben, wenn ich auf der Suche bin, dass ich an den falschen Partner bekomme, das passiert einmal, vielleicht zwei oder drei Mal. Aber sicher keine zwanzig, dreißig, vierzig Mal. Das ist dann kein "Ja, bin an den Falschen geraten" mehr, sondern ein promiskuitiver Lifestyle. Den kann sie ja haben, wenn sie das so will. Aber ich will dann definitiv keine Beziehung mehr mit ihr, weil sie da einfach A) schlicht uninteressant und unattraktiv für mich wird und B) die Werte und Ansichten keine gemeinsamen sind.
Später erfahrt ihr, dass sie in der Vergangenheit Geld mit Inhalten oder Tätigkeiten im Erwachsenenbereich verdient hat.
Damit wäre das Thema Beziehung für mich vom Tisch. Daraus mach ich auch keinen Hehl. Wenn sie damit leben kann, kann man locker befreundet bleiben - was erfahrungsgemäß meistens nicht funktioniert - aber weiter nichts. Fall erledigt. Ich möchte das einfach nicht in meiner Beziehung. Und ja, wenn ich sie gerne hab, dann tut das weh... aber ich nehme zur Partnerwahl mein Hirn und mein Herz mit. Und da kann das Herz noch so sehr schreien, wenn das Hirn weiß, dass da Ärger vorprogrammiert ist, dann hat sich das.
Würde das eure Meinung über sie verändern? Würde es einen Unterschied machen, was genau sie gemacht hat oder warum sie es getan hat?
Meinung verändern, begrenzt. Sie ist ja deswegen kein schlechter Mensch oder nicht liebenswürdig... ich möchte halt nur keine Beziehung mit ihr, aber ich möchte auch keine Beziehung mit meinen besten Kumpels oder meinen Eltern XD. Was genau sie gemacht hat wäre mir gleich und ehrlich gesagt würde ich das so genau nicht wissen wollen. Es ist alles derselbe Topf und da ist es egal was daraus sie gemacht hat. Das warum würde vielleicht für Verständnis sorgen, wobei ich in Deutschland absolut keinen anderen Grund als die persönliche Entscheidung und den Wunsch das zu tun als "Warum" sehe, aber ändern würde das alles nichts.
Würde es eure Sicht beeinflussen, wenn diese Frau aus einem eher konservativen Land oder Kulturkreis stammt, in dem solche Dinge gesellschaftlich stark tabuisiert sind (zum Beispiel Indien)? Würdet ihr das anders bewerten als bei jemandem, der in einem deutlich liberaleren Umfeld aufgewachsen ist?
Nicht wirklich. Wie gesagt vielleicht wäre das Verständnis ein anderes, aber das ändert am Ergebnis ja nichts.
Wäre das für euch ein Hindernis für eine Beziehung oder sogar für eine spätere Ehe?
Definitiv ja und ja.
Würdet ihr eine Frau, die komplett unerfahren bzw. noch Jungfrau ist, eher positiver, negativer oder neutral sehen?
Naja, ich finde das immer etwas problematisch, weil viele sofort denken, wenn man(n) sagt, dass man eine Frau mit eher niedrigem Bodycount will - ich nenne das Kind jetzt mal beim Namen - dass man dann eine Jungfrau fordere. Und nein, das ist nicht so. Zwischen Jungfrau und Bodycount 50 liegt ein breites Spektrum. Ja, wenn ich die direkte Wahl hätte, zwischen Jungfrau und Bodycount 50, dann würde ich natürlich lieber die Jungfrau nehmen, weil sie schlicht näher an dem dran ist, was ich selber möchte und womit ich mich selber identifiziere. Ich bin 28, solange ich keine 16-jährigen daten ... wird die Frau schon ein oder zwei gehabt haben oder mehr. Aber wie gesagt, zwischen Jungfrau und Bodycount 50 liegt ein breites Spektrum. Wir müssen aufhören da in Extremen zu denken.
Mich interessieren ehrliche Meinungen, keine Verurteilungen.
Und darum geht es auch nicht. Wenn eine Frau gerne OF machen will oder Promiskuitiv leben will, dann soll sie das bitte tun und auch tun dürfen. Und keiner hat sie deswegen als Sch**** oder ähnliches zu beleidigen. Das ist alles ihre Entscheidung, was sie mit ihrem Leben anfängt. Aber eben, weil es ihre Entscheidungen sind - und nichts wofür sie nichts dafür kann - muss sie halt auch damit leben, dass es Männer gibt, die sagen: "Uff, also für eine Beziehung, nein danke". Das heißt ja nicht, dass sie deswegen ein schlechter Mensch ist oder nicht liebenswert. Ich mein den ganzen Frauen, die Männer reihenweise korben oder in die Friendzone stecken, weil es halt nicht die Männer sind, die sie für eine Beziehung interessant finden, denen wirft man ja auch nicht vor, dass sie irgendwen verurteilen würden.
Jo, das ist meine Meinung dazu (!!!) und hoffe ich konnte dir helfen.