Welche goldene Zeit der Nationalmannschaften findet ihr am beeindruckendsten?

Uruguay gewann die olympischen Spiele 1924 und 1928 und zudem 1930 die allererste Weltmeisterschaft im eigenen Land. Außerdem konnte die WM 1950 gewonnen werden, jedoch nach 20jähriger Abstinenz.

Italien gewann in den 1930ern zweimal infolge die WM mit dem damaligen Trainer Vittorio Pozzo, der bis heute als einziger Trainer zwei aufeinander folgende Weltmeisterschaften gewinnen konnte.

Brasilien hatte seine erste Demonstration im Weltfußball ab 1958, wo die Nationalmannschaft bis 1970 dreimal die Weltmeisterschaft gewann, dazu mit Pelé den besten Fußballer aller Zeiten in ihren Reihen hatte. Pelé gewann als bisher einziger Spieler dreimal eine WM und Brasilien bekam nach ihrem dritten WM-Triumph 1970 den Jules-Rimet-Pokal dauerhaft geschenkt, da Brasilien zu dem Zeitpunkt öfter als jede andere Mannschaft die WM gewann und ab 1974 mit einem neuen Pokal gespielt wurde.

Bei der WM 1974 gewann Deutschland im eigenen Land die Weltmeisterschaft, zwei Jahre zuvor konnte man erstmalig Europameister werden. Außerdem erlebte in diesen Jahren der FC Bayern München eine seiner erfolgreichsten Epochen, dreimal infolge wurde der Europapokal der Landesmeister gewonnen.

Frankreich zeigte zwischen 1998 und 2000 eine beeindruckende Dominanz, erst wurde man 1998 Weltmeister, 2000 Europameister.

Ähnlich spektakulär und dominierend lief es bei Spanien zwischen 2008 und 2012 ab, als man sogar zweimal hintereinander Europameister wurde, was bisher keiner anderen Mannschaft gelang. Dazwischen konnte Spanien 2010 sogar erstmalig die Weltmeisterschaft gewinnen.

Sonst fallen mir noch die goldenen Zeiten der Ungarn ein, die 1938 und 1954 Vize-Weltmeister wurden und mit Ferenc Puskás und anderen Spielern über weltklasse Spieler verfügten. Weltmeister oder Europameister ist Ungarn bisher noch nicht geworden, jedoch konnte dreimal die olympische Goldmedaille gewonnen werden.

Die Niederlande hatten in den 1970ern schnellen und attraktiven Fußball gespielt ("Fußball total" mit u.a. Johan Cruyff), jedoch wurde man zu der Zeit lediglich zweimal Vize-Weltmeister und dies konnte 2010 wiederholt werden. Immerhin konnte 1988 der Gewinn der Europameisterschaft gefeiert werden.

Welche goldenen Äras von Nationalmannschaften fallen euch noch ein?

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Sollte man Sport mit Politik vermischen?

Die olympischen Spiele 1936 in Berlin, die Fußball-WM 1978 in Argentiniens Diktatur und nun auch bei den letzten beiden Fußball-Weltmeisterschaften ging es immer mehr um Politik.

Und nun bei der jetzigen EM knien sich die Spieler einiger Nationalmannschaften vor dem Anpfiff in Anlehnung der "Black lives matter"-Bewegung nieder, auch die Schiedsrichter. Wie findet ihr das? Sollte man den Sport bzw. den Fußball als Plattform nutzen, um politische Themen zu behandeln und Zeichen zu setzen?

Ich selber finde, dass man mal hier und da ruhig Zeichen setzen kann. Aber mittlerweile scheint es doch etwas übertrieben. Gerade in der Bundesliga wird an fast jedem Spieltag gegen Schwulenfeindlichkeit und für Toleranz geworben. Irgendwann ist auch mal gut. Was aber nicht heißt, dass ich schwulenfeindlich oder intolerant sei, aber natürlich wird es mal wieder ein paar spezielle Leute geben, die mir das vorwerfen, auch wenn ich mich noch so gut erkläre, wie es nur geht.

Und auch wenn der Tod von George Floyd sehr brutal und sehr furchtbar war. Das war ganz klar Mord eines Polizisten in Uniform und ich bin auch gegen Polizeigewalt, auch wenn meistens die Demonstranten den ersten Stein werfen, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber warum wird um einen Kriminellen getrauert? Klar geht es um die Geste und da es (leider wieder mal) ein Farbiger war, der getötet wurde, waren die darauffolgenden Demonstrationen umso heftiger. Und diesmal wird es eine Verurteilung gegen die Verantwortlichen geben und keinen Freispruch wie z.B. bei Freddie Gray vor einigen Jahren. Aber es gibt Berichte, dass George Floyd ein Drogenabhängiger war und gefälschte Banknoten bei sich hatte. Außerdem soll er Drogen an Kinder verkauft und einer schwangeren Frau zur Drohung eine Pistole auf den Bauch gesetzt haben.

Wie findet ihr die Hinknien-Geste? Gehören für euch Politik und Sport zusammen?

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Wie findet ihr den Eurovision Song Contest? Verfolgt ihr ihn (noch)?

Schönen Pfingstsonntag euch! Habt ihr gestern den ESC geschaut? Und wie findet ihr den Wettbewerb?

Ich selber finde, - obwohl ich ihn fast nie ganz durchgeguckt habe oder nur mal reingeschaltet habe - dass er vor 10-15 Jahren noch gut war. Mit Musik, die Spaß machte von Künstlern, die wirkliche Unterhaltung brachten, z.B. die beiden Iren mit den hohen, grüngefärbten Frisuren oder die sieben, acht russischen Omas. 2010 fand ich natürlich Lenas "Satellite" super und den französischen Beitrag von Jessy Matador, welcher damals auch zur WM-Stimmung passte.

Seit einigen Jahren geht es irgendwie nur noch um Politik und darum, Zeichen zu setzen. Mit Conchita Wurst sah ich den Untergang des Wettbewerbs, da ich glaube, dass er/sie/es 2014 nicht wegen ihrer/seiner Musik, sondern wegen ihrem (oder seinem, keine Ahnung) Erscheinungsbild gewonnen hat, mit dem er/sie/es ein Protest setzen wollte für geschlechtliche Gleichberechtigung.

Beim ESC in Tel Aviv 2019 wurde gepfiffen, als bei der Punktevergabe einmal palästinensische Fahnen gezeigt wurden.

Und gestern gewann wieder ein Protestsong. Wie findet ihr das? Es soll doch um Musik gehen und nicht als Plattform für Proteste und Zeichen genutzt werden, obwohl die Musik dafür auch genutzt wird. Aber Zeichen werden doch woanders schon zugenüge gesetzt und beim ESC will man doch sicher einfach nur internationale Unterhaltung erleben, die einem die Alltagssorgen vergessen machen.

Und abgesehen von 2018 hat Deutschland gestern - wie schon in den letzten Jahren - wieder mal schlecht abgeschnitten.

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