Erzieher ausgebrannt, Erfahrungen?

Liebe Community,

ich suche Rat.

Ich arbeite seit 9 Jahren als Erzieher. Vielmehr als Erzieherin. Vor 3 Jahren habe ich mich entschieden, als Mann zu leben und nehme seither Testosteron.

Meine Arbeitsstelle ist ein Traum. Super Leitung, super Kollegen und Kolleginnen, klasse Haus, klasse Betreuungsschlüssel.

Und trotzdem. Ich fühle mich seit ca. 2 Jahren völlig ausgebrannt, tendenz steigend.

Nach der Arbeit komm ich fix und fertig nach Hause, möchte nurnoch meine Ruhe.

Ich bin ständig krank (Kopfweh, Durchfall, Erkältung...).

Mittlerweile schleppe ich mich zur Arbeit und mir graut es davor, wie ich den Tag überstehen soll.

Das schlimmste ist der Lärm (der ist sicher noch niedriger als in anderen Häusern). ich habe das Gefühl, nicht mehr belastbar zu sein.

Nun sehe ich da einen Zusammenhang mit dem Testosteron und habe das Gefühl, dass diese Lärmintoleranz vorher schon vorhanden war, jetzt sich noch verstärkt hat.

Ich überlege auch den Beruf zu wechseln, weil ich echt keine Zukunft mehr sehe.

Wenn ich darüber nachdenke, in einen anderen sozialen Beruf zu wechseln, dann stellt sich da innerlich keine Besserung ein. Gibt es hier Menschen, denen (ausser Testosteron) es ähnlich geht und einen kompletten Neuanfang gewagt haben?

Entspannungstechniken wie Achtsamkeitsübungen lindern, ändern jedoch nichts an der Ursache. Und psychopharmaka deshalb zu nehmen, bin ich definitiv nicht bereit.

Es ist so schade, denn ich habe diesen Beruf mit größter Leidenschaft ausgeübt. Jetzt habe ich das Gefühl, dass da nicht mehr viel übrig ist.

Danke liebe Community für Eure Erfahrungen.

Liebe Grüße noschpik

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Ich arbeite inzwischen schon seit 10 Jahren als Erzieherin und mir geht es ähnlich, ohne Testosteron genommen zu haben.

Die Kinder in unserer Kita kommen aus den verschiedensten Ländern und aus Familien, in denen es so viele Kinder gibt, das wenig Zeit für das einzelne Kind bleibt.

Dementsprechend fordernd sind sie und wollen permanent die alleinige Aufmerksamkeit der Erzieherinnen.

Wir haben einige Kinder, die verhaltensauffällig und oder nicht altersgemäß entwickelt sind.

Da wir in einem Wohnhaus als Provisorium zwischen Mietwohnungen untergebracht sind, gibt es auch keinen Lärmschutz.

Die Lärmbelastung macht mir auch schwer zu schaffen, besonders seit gegenüber gebaut wird und man dank der praktisch nicht isolierten Fenster alles hört.

Zeitweise wollte ich am Abend nur noch essen und schlafen, niemanden sehen und hören.

Das hat sich gebessert, seit ich mich mehr um Entspannung (Thermalbadbesuche, Ausflüge...) kümmere und meine Interessen pflege.

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Ich kenne das Problem nur zu gut. Meine alten Nachbarn waren unmöglich laut. Die haben zu allen Tages- und Nachtzeiten die Haustür so laut zu geknallt, dass ich aufgewacht bin. Der Fernseher und Musik liefen in voller Lautstärke bis in die frühen Morgenstunden und laute Gespräche um drei Uhr Morgens kamen oft vor. Ihre Kinder rannten ständig durch die Wohnung und machten ein Geschrei, das war nicht zum Aushalten.

Ich bin nicht zimperlich. Ich arbeite als Erzieherin. Aber ich finde, man sollte etwas Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen. Irgendwann konnte ich überhaupt nicht mehr schlafen. Ich habe die Polizei wegen Ruhestörung geholt, die haben sie natürlich gesehen und dann war kurz Ruhe. Die Beamten meinten, wir hätten halt dünne Wände und da könne man nichts machen. Alles reden half nichts, also bin ich ausgezogen und schlafe seitdem mit Ohropax.

Versuche mit den Nachbarn zu sprechen und ihnen deine Situation deutlich zu machen. Ab einer gewissen Uhrzeit sollte man sich an Zimmerlautstärke halten und je nachdem wie alt die Kinder sind, sollten sie meiner Meinung auch nicht um diese Uhrzeit noch wach sein.

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Genieße die gemeinsame Zeit mit deinem Vater die euch noch bleibt. Unternehmt viel zusammen, sagt euch all die Dinge, die ihr euch schon immer sagen wolltet. Es gibt gute Psychotherapeuten, die sowohl Krebskranke, als auch deren Angehörige behandeln. Suche Kontakt zu Menschen, die ein ähnliches Schicksal haben. Deine Eltern sollten aufs Amt gehen und sich beraten lassen, sich absichern für die Zeit, wenn dein Vater nicht mehr lebt. Dann solltet ihr schauen, dass deine Mutter einen deutschen Pass bekommt oder alternativ in ihr Herkunftsland ziehen. Ein schönes Buch zum Thema: "Vergiss den Sommer nicht".

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Ich denke deine Mutter ist einfach unzufrieden mit sich selbst und ihrer Situation und das lässt sie an dir aus. Ich weiß ja nicht, warum deine Eltern sich scheiden ließen, aber vielleicht hat dein Vater ja eine Neue und mit der ev. auch Kinder und deine Mutter hadert mit dieser Situation. Ich würde das Gespräch mit ihr suchen, versuchen ihr klar zu machen wie du dich fühlst etc. Wenn das nichts bringt, würde ich mir Hilfe suchen. Kann sein, dass deine Mutter mit dir und mit der Tatsache alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter zu sein überfordert ist. Das gibt ihr aber nicht das Recht dich so runter zu putzen. Wenn sie meint, dass du zu wenig im Haushalt machst, dann erstellt doch zusammen einen Haushaltsplan, da hat sie dann Schwarz auf Weiß, wer wann was macht.

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Bist du im ersten oder im letzten Ausbildungjahr? Bei uns waren die Schülerinnen und Schüler bei den Anleitertreffen nie anwesend, sondern nur die betreuende Lehrkraft. Welches Ziel hat denn dein Vortrag? Welchen Inhalt soll er haben?

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Google mal "Haus der kleinen Forscher" Die haben viele tolle Experimente, welche ich täglich im Kindergarten anbiete und mich im Rahmen der Aktion fortbilde.

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Verhunzt der Kindergarten mein Kind?

Hallo, ich bin etwas ausser mir und frage mal lieber nach, bevor ich überreagiere. Meine Tochter ( 6 Jahre) geht seit 3 Jahren in den Kindergarten und ist jetzt ein Vorschulkind. Sie ist immer gerne gegangen. Nun haben wir seit längerer Zeit ein Problem mit dem Essen. Meine Tochter mag nicht alles ( wer mag das schon) , probiert aber von dem was man ihr gibt. Damit bin ich voll zufrieden. Nun ist es im Kindergarten so das sie 2 mal in der Woche Pause selber machen. Der Kindergarten kauft die Zutaten, verarbeitet diese mit den Kindern und dann essen sie alle gemeinsam. Soweit alles ok. Es gab vor 2 Monaten u.a. einen Ananasquark. Meine Tochter hasst Quark und Quark oder Joghurt mit Stückchen geht gar nicht. An dem Tag hat meine Tochter gesagt, sie möchte keinen Quark, nur Obstsalat ( den gab es auch noch). Man klatschte ihr einen Löffel Quark auf den Teller und sagte das sie probieren müsse. Gut hat sie gemacht. Dann hieß es aber von seiten der Erzieherin, sie müsse alles aufessen, was meine Tochter aber verweigerte. Dann hat man sie alleine in die Küche gesetzt mit ihrem Teller und sie durfte erst wieder zu den anderen Kindern wenn sie aufgegessen hatte. Das war ein riesen Drama, seit dem isst meine Tochter gar keinen Joghurt o.ä. mehr. Ich habe mit der Erzieherin gesprochen das es so nicht geht, probieren ok, aufessen - nein, schon gar nicht wenn meine Tochter sich die Portion nicht selber genommen hat.

Da stieß ich auf total taube Ohren, auch die Leitung meinte das aufgegessen werden muss. An den Tagen wo es selbstgemachte Pause gibt im Kiga, habe ich echt zu kämpfen sie überhaupt zu überreden das sie geht. Immer ein Drama.

Seit dem Vorfall isst meine Tochter auch nur noch ausgesuchte Lebensmittel ( wo sie weis das sie sie mag) zuhause, probiert nichts neues mehr.

Heute war dann wieder das Problem das meine Tochter unter Bastelarbeiten geweint hat und nach mir verlangte. Da sagte man zu ihr das so weinendes Baby gar nicht reif ist für die Schule und sie sich umschauen würde , in der Schule herrscht ein anderer Ton!

So, nun mag meine Tochter nicht mehr in die Schule, weil sie Angst hat. Bis jetzt hat sie sich riesig gefreut auf die Schule! Ich wollte ein Gespräch mit der Erzieherin führen, man verwies mich auf einen Termin in !!2!! Monaten. Es sind nur noch 4 Monate Kindergarten, ich habe aber echt Angst das bis dahin der Kiga mein Kind so verhunzen das ich mühe habe sie in die Schule zu bringen!!

Leitung ist diese Woche nicht im Haus. Alle Aussagen und Darstellungen kamen übrigens nicht von meiner Tochter, sondern von den Erzieherinnen. Ich frage mich ob ich noch den Kindergarten wechseln soll?? So kann es ja nicht weiter gehen.

Reagiere ich über?

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Ich selbst bin seit etwas mehr als 7 Jahren Erzieherin und ich würde ein Kind niemals dazu zwingen, etwas aufzuessen was es nicht mag. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es anrichten kann, wenn man dazu gezwungen wird immer den Teller leer zu essen - egal ob etwas mag oder nicht oder schon längst satt ist. Einen Gesprächstermin in zwei Monaten empfinde ich nicht gerade als kundenfreundlich und würde auf einen zeitnahen Termin bestehen, schließlich häufen sich gerade die Probleme und die Einschulungstermin nahen. Schön wäre es natürlich, wenn die Erzieherinnen die Kinder in die Gestaltung der "Pause" miteinbeziehen würden. In der Kita in der ich sechs Jahre lang gearbeitet habe, wurde immer Freitags gemeinsam mit den Kindern gekocht. Wir haben gemeinsam mit den Kindern entschieden, welches Hauptgericht und welches Dessert es geben soll und haben zusammen mit ihnen eingekauft und das Essen zubereitet. Der Spruch bei den Bastelarbeiten rutscht einem schnell über die Lippen und wurde vermutlich aus Überforderung oder Hilflosigkeit dahergesagt. Normalerweise fragt man nach, warum das Kind weint und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden. Nach drei Jahren Kindergarten müssten die Erzieherinnen deine Tochter eigentlich ganz gut kennen. Mag sein, dass sie vielleicht keine Lust darauf hatte weiterzubasteln. Vielleicht hatte sie auch Streit mit einem Kind, ihr tat etwas weh oder etwas anderes. Darüber kann man jedoch mit ihr sprechen und muss nicht solch einen Spruch raushauen, der das Kind abwertet. Ich würde darauf bestehen, mit der betreffenden Erzieherin und wenns sein muss auch mit der Leitung zu sprechen und mir notfalls Hilfe seitens des Elternbeirats zu holen, bevor sich die ganze Sache nochmehr hochschaukelt.

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Bekannte/"Freundin" hat Kind geschlagen - was tun?

Hallo Zusammen! Ich bin derzeit in einem kleinen Dilemma und brauche objektive Meinungen (manchmal soll ein anderer Blickwinkel ja helfen...)

Wir (Mama Papa Tochter 11 und Sohn 5) wohnen seit drei Jahren in einem kleinen Kaff und fühlen uns hier auch pudelwohl, haben tolle Freunde gefunden, etc. Seit letztem Jahr ist noch eine Familie mit zwei Jungs zugezogen (4 und 5 Jahre alt), soweit ganz nette Leute, leider ist die Mutter etwas schwierig.

Sie hat prinzipiell immer recht und alles schon erlebt, kann bei jedem Thema mitreden und ist leicht reizbar/aufbrausend, wenn jemand anderer Meinung ist, als sie selbst, bzw. etwas anders macht, als sie. Dazu kommt, dass sie bei jedem über den anderen (der gerade nicht da ist) ablästert, egal ob gerechtfertigt, oder nicht (dann erst recht!). Der Respekt anderen gegenüber fehlt ihr leider genauso, wie die Liebe und das Gefühl für ihre Kinder.

Letzten Mittwoch trafen wir uns wie immer alle zusammen nachmittags auf dem Spielplatz. Die meisten Kinder waren auch nur unterwegs, in ihrer kleinen Abenteuerwelt gefangen. Ihr großer Sohn ist eher ein ruhiges Kind, manchmal geniesst er es einfach, nur bei uns zu sitzen und nicht mit den anderen herumzurennen. Zunächst ignorierte sie ihn noch vollkommen und hielt ein nettes Schwätzchen mit anderen Mamas und fing dan urplötzlich an, ihren Sohn auf´s Übelste zu beschimpfen, weil er nicht wie die anderen spielen gehen wollte. Audrücke wie "Idit, Dpp, Affenclown" und die Frage, ob er in die Geschlossene will, sind nur ein kleiner Auszug aus dem, was sich ihr 5Jähriger anhören durfte. Sie schrie ihn solange in Grund und Boden, bis er bitterlich weinend von dannen zog und sich zu seinem kleinen Bruder gesellte, weiterhin laut schluchzend.

Nachdem wir beschlichtigend mit ihr gesprochen hatten, dachten wir uns nichts dabei, als sie kurze Zeit später zu ihren Söhnen ging. Im nächten Moment sehen wir nur, wie ihr Großer immernoch heulend auf uns zukommt. Mir fällt sofort auf, dass er blutet, ich springe hin, und will ihm ein Tempo reichen, da kommt besagte Mutter, drängt sich zwischen uns und schreit" Und wenn du jetzt nicht still bist, fängts du dir noch ein paar...!" Ich weise sie noch darauf hin, dass sie mal runterfahren soll, der Junge würde doch bluten, vielleicht schauen wir erstmal, was passiert ist - da meint sie, sich im Recht fühlend: "das war ich, und ich weite das noch aus, wenn der Bl.mann net endlich die Klppe hält!".

Leider war jeglicher Versuch, dann noch mit ihr zu sprechen sinn- und zwecklos, da sie ihre Söhne schnappte und sich auf den Heimweg machte. Wir saßen erstmal noch ne Minute schweigend und peinlich berührt da, ob einer solchen Kaltschnäuzigkeit und Brutalität dem Jungen gegenüber. Jetzt weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll, sie hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Es wäre an ihr sich zu melden, ich verstehe aber warum sie es nicht tut, will sie (und die Kinder)aber auch nicht ausgrenzen, ich war Hauptkontaktperson

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Freundschaft hin oder her, es ist in Deutschland verboten seine Kinder zu schlagen und das kannst du deiner Freundin gerne mal so sagen. Egal ob sie mit ihren Kindern überfordert ist, andere Erziehungsansichten hat oder ihre Probleme gerne an ihren Kindern auslässt - keines dieser Argumente gibt ihr das Recht dazu ihr Kind so zu behandeln! Das Wohl des Kindes ist in meinen Augen wichtiger als eure Freundschaft. Das Kind brauch Erwachsene, die nicht wegschauen, sondern handeln und dafür sorgen, dass für sein Wohl gesorgt wird, wenn die Eltern dazu offenbar nicht oder nicht mehr in der Lage sind. Wenn niemand die Mutter zur Rede stellt und ihr zum Beispiel rät, alleine oder gemeinsam eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen und sich Hilfe zu suchen, wird sie weiter so mit ihrem Kind umgehen. Ich arbeite seit 6 Jahren als Erzieherin und würde die Mutter wäre es meine Freundin oder Bekannte auf jeden Fall zur Rede stellen und sie dabei begleiten sich Hilfe zu suchen.

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Ich habe sechs Jahre lang in einer offenen Kita mit 106 Kindern (5 Gruppen) gearbeitet. Wir hatten ein Bistro (Frühtücksbereich und Raum für das Mittagessen und Angebote wie kochen und backen), einen Kreativbereich, in welchem man malen, kleben, basteln, mit Wasserfarben malen und kneten konnte.

Dann hatten wir ein Rollenspielzimmer, in dem sich die Kinder verkleiden konnten und Dinge wie z.B. Vater, Mutter,Kind spielen konnten.

Im Bauzimmer konnten sie bauen und konstruieren, mit Autos etc.spielen. Dann hatten wir noch eine Forscherwerkstatt, in der die Kinder experimentieren konnten, eine Holzwerkstatt zum Werken, ein Musikzimmer, einen Bewegungsraum und einen Garten.

Im Haus gab es für jedes Kind genug Rückzugsmöglichkeiten, Nischen etc.,was bei so vielen Kindern wichtig ist. Der Vorteil an der offenen Arbeit ist meiner Meinung, dass die Kinder vieles ausprobieren können und je nach Interesse an Themen dranbleiben konnten.

Kam ein neues Kind in den Kindergarten, wurde es erstmal von der Bezugserzieherin eingewöhnt, d.h. diese begleitete das Kind während seiner Zeit in der Kita und ist immer Ansprechpartnerin und Bezugsperson. Wenn das Kind sich von Vater oder Mutter, welche die Eingewöhnung begleitet haben gelöst hat, begleite ich es im Altag, bis es alleine oder mit anderen Kindern spielt und behalte es weiterhin im Auge.

Während der Eingewöhnungsphase nahm die Bezugserzieherin bei uns in der Kita auch nicht an Angeboten außer Haus wie Ausflügen tc. teil, damit das neue Bezugskind eine kontante Bezugsperson im Haus hat. Erst wenn das Kind eingewöhnt ist, ging sie wieder mit auf Exkursionen. In der Kita gab es sogenannte Bezugsgruppen, in denen sich die jeweilige Bezugserzieherin mit ihren 12 Kindern traf und z.B. Fingerspiele, Kreisspiele oder andere Angebote anbot. So lernten die Kinder sich untereinander besser kennen und verbrachten als Gruppe Zeit miteinander. Bei uns musste niemand fragen wo er spielen darf. Die Kinder suchten sich von sich aus aus, in welchem Bereich sie gerne spielen möchten und gingen dorthin. In jedem Bereich ist eine Erzieherin, die mit den Kindern spielt, arbeitet und besondere Vorkommnisse z.B. wenn ein Kind über mehrereTage hinweg den gleichen Spielpartner oder einen Lernerfolg o.Ä. hat an die Bezugserzieherin weiterleitet.

Wir stehenständig in Kontakt und tauschen uns über die Kinder aus. Die Kinder dürfen sich zu regelmäßigen Angeboten wie Ausflügen, Schwimmen, Judo, Theaterbesuch, Waldtag etc selbst in Listen eintragen. Oft bilden sich kleine Interessengruppen und neue Freundschaften entstehen Ein Mal im Jahr werten wir das sogenannte Soziogramm aus. Hierzu wird über den Zeitraum von z.B.einer Woche jedes Kind gefragt, mit wechem Kind es gerne spielt. Die Bezugserzieherin stellt dem Kind diese Frage und notiert das oder die bis zu zwei genannten Kinder. Das Ganze wird vom Team in eine Grafik übertragen. Anhand dieser können wir sehen, welche Kinder sich gegenseitig gewählt haben, wo de Wunsch nach einer gemeinsamen Freundschaft besteht etc. So kann man oft beoachtete Freundschaften bestätigen und genau erkennen, welche Kinder noch Hilfe etc. brauchen. Das 3-jährig Kindernicht zwingend einen festen Spielpartner habe ist normal, da in diesem Alter nicht zwingend feste Freundschaften geschlosse werden. Das Kind muss sich erstmal im Haus zurechtfinden und mit vielen neuen Bezugspersonen/Ansprechpartnern zuerecht kommen. In der neuen Umgebung werden erste Kontakte geknüpft, Interessen entdeckt etc. Jedes Kind ist individuell und so ist es auch die Zeit, die es brauch, um Kontakte zu knüpfen.

Ich würde mich als Mutter in einer offenen Kita bei den Erzieherinnen über das Konzept der offenen Arbeit erkundigen, meine Bedenken äußern und Fragen stellen, denn nur so kann man Vertrauen aufbauen und Mißverständnissen vorbeugen.

Du kannst dir in meinen Augen sicher sein, dass dein Kind nicht im Alltag untergeht, denn überall in der Kita ist geschultes päd. Personal, welches aufmerksam für die Wünsche und Bedürfnisse deines Kndes ist.

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Ich arbeite als Erzieherin und spezielle Arbeitskleidung trage ich nicht. Klar werden die Kleider öfter schmutzig (z.B. wenn man mit den Kindern malt, klebt, kocht, bäckt, draußen ist oder ein weinendes Kind in den Arm nimmt und sich dabei der Rotz auf den eigenen Kleidern verteilt), aber die kann man ja waschen. Ich trage jetzt nicht meine besten Sachen im Kindergarten und auch bei Schuhen achte ich darauf, dass es nicht gerade die Teuersten sind. Wir sind mit den Kindern ganzjährig viel draußen und da brauche ich einfach ein paar vernünftige Schuhe und Gummistiefel etc. Warum möchtest du denn Arbeitskleidung tragen? Kauf dir doch einfach ein paar Kleidungsstücke, die nicht zu teuer sind und bei denen es dir nichts ausmacht, wenn mal Flecken daruf sind und die trägst du dann im Kindergarten.

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Hallo Sommerbriese!

Ich arbeite als Erzieherin in einer städtischen Kita und dort arbeiten wir nach Infans: http://www.infans.net/pages/index.php?chapter=A&page=1

Jede der Erzieherinnen hat je nach Einrichtungsgröße ca. 12 Kinder, für die sie die sogenannte Bezugserzieherin ist, d.h. sie ist für die Eingewöhnung des Kindes zuständig, führt die Elterngespräche, ist die Ansprechpartnerin für das Kind und baut eine Beziehung zu ihm auf und sie führt für jedes Kind einen sogenannten Portfolioordner, der von Kita zu Kita und von deren Standort unterschiedlich aussehen kann.

Das Porfolio ersetzt den "Bildersammelordner", der früher angelegt wurde, um nett aussehende Fotos und Werke des Kindes abzuheften, was zwar für die Eltern schön anzusehen ist, aber keinen wirklichen pädagogischen Hintergrund hat. In unserer täglichen Arbeit arbeiten wir mit sogenannten Beobachtungsbögen und bei uns läuft das folgendermaßen ab: Wir legen für einen bestimmten Zeitraum fest, welches Kind oder welche Kinder wir beobachten möchten und alle Kolleginnen, bei denen das Kind in dieser Zeit im Bildungsbereich engagiert etwas tut, beobachten es und schreiben die beobachtete Situation auf. Z.B. kommt das Kind in den Baubereich und spielt mit einer Freundin zusammen mit Tierfiguren und Holzbausteinen oder im Turnraum porbiert es gerade verschiedene Geräte aus, schaut sich im Bücherzimmer Bilderbücher an etc. Wir fragen das Kind, ob wir aufschreiben dürfen was es gerade spielt und wenn es bejaht schreiben wir etwa zehn Minuten lang auf, was das Kind gerade spielt, was die Beiden miteinander sprechen etc. So kommen nach dem Beobachtungszeitraum etwa 4 Beobachtungen zusammen, die wir dann gemeinsam im Team auswerten. Wir beobachten, um zu sehen, mit wem das Kind gerade gerne spielt, ob unser Material und die Raumgestaltung den Interessen und Bedürfnissen der Kinder entsprechen etc. Solche Beobachtungen sind hilfreich um zu schauen, wo das Kind gerade steht, was es gerne macht, wo es Hilfe oder neue Impulse brauch etc. und geben uns wertvolle Hinweise für unsere Arbeit.

Des Weiteren erstellen wir zu jedem Kind sogenannte Grenzsteine der Entwicklung. Dieser Entwicklungsbogen ist in verschiedene Entwicklungsbereiche gegliedert und zeigt auf, welche Dinge ein Kind in einem bestimmten Alter schon können sollte. Kann es sich zum Beispiel schon beim Namen nennen, kann es Dreirad fahren, hält es den Stift richtig, hat es Freunde und kann längere Zeit ohne die Mutter in einer bekannten Umgebung bleiben etc. Diese Grenzsteine füllen wir immer dann aus, wenn das Kind gerade Geburtstag hat und tauschen uns im Elterngespräch dann mit den Eltern darüber aus. Die Grenzsteine helfen uns dabei zu sehen, wie weit das Kind in seiner Entwicklung ist, wo seine Stärken liegen und wo es noch Hilfe von uns oder seinen Eltern brauch. Sie geben uns Ansatzpunkte dafür, wie wir unsere Angebote und unser Material gestalten sollten, um den Interessen und der Entwicklung der Kinder gerecht zu werden und geben den Eltern Hinweise dafür, was diese z.B, daheim noch mit ihrem Kind machen können und ob das Kind einen individuellen Förderbedarf wie z.B. eine Sprachförderung oder Ähnliches brauch.

Zusätzlich ziehen wir die Beller Entwicklungstabelle zu Rate, um zum Beispiel zu schauen, wie die Motorik oder die Sprache des Kindes entwickelt ist und wo es Hilfen brauch. Unsere aus diesen Bögen gewonnenen Kenntnisse nutzen wir nur für unsere pädagogische Arbeit und geben sie nicht an das Jugendamt weiter. Wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt z.B. durch Verwahrlosung, Gewalt oder Mißbrauch wird immer zuerst das Gespräch mit den Eltern gesucht. Wir bieten ihnen Hilfen an und wenn das Kind akut gefährdet ist und die Eltern zu keiner Kooperation bereit sind, dann müssen wir den Sozialen Dienst einschalten.

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Ihr könntet einen Tierpark besuchen, Schlitten fahren, Schlittschuh laufen, Brettspiele spielen.... Ihr lest den Kindern Geschichten vor, geht mit ihnen ins Kino oder in ein Weihnachtstheatherstück für Kinder. Ihr könntet zusammen backen, töpfern, basteln... Oder ihr macht einen Tagesausflug zu einem Ausflugsziel wie einem Indianermuseum oder etwas Anderem in eurer Nähe, was für Kinder interessant ist.

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