Beidnennungen in Schrift und Sprache?

Neben dem sog. Gendersternchen (oder Doppelpunkt etc.) findet auch die Beidnennung immer mehr Verwendung in geschriebenen und gesprochenen Texten. (Beispiele: Bewohnerinnen und Bewohner, Ärztinnen und Ärzte, Kundinnen und Kunden etc.)

Ich muss gestehen, dass mich das langsam ziemlich nervt. Es klingt fies, aber immer öfter frage ich mich, wie geistig beschränkt man denn eigentlich sein muss, dass es erst Beidnennungen braucht, um zu kapieren, dass ja auch alle gemeint sind. Bei direkten Ansprachen kann ich das noch verstehen. Meinetwegen kann man auch am Anfang eines Artikels die Beidnennung verwenden.

Aber wenn ich in einem einzigen Medizinartikel zum 6. Mal "Patientinnen und Patienten" lese, schreie ich schon innerlich: "IST DOCH KLAR, ICH HABS KAPIERT!!!".

Ich finde das Ganze ist nicht der richtige Weg. Genauso wie das Gendersternchen wird auch die Beidnennung damit gerechtfertigt, dass auch alle angesprochen werden sollen.

Jedoch sehe ich es so: wenn immer nur Beidnennungen verwendet werden, dann wird es DADURCH tatsächlich irgendwann so sein, dass sich durch das generische Maskulin nicht mehr alle angesprochen fühlen werden - somit hat das Gegendere dieses Problem erst verursacht, (was es ja eigentlich beheben wollte).

Das ist doch völlig crazy. Die Weiterentwicklung der Sprache zielt doch vorallem auf die Erhöhung ihrer Effizienz ab. Doch Texte durch Beidnennungen unnötig länger zu machen ist alles andere als effizient und ist für mich auch eine Beleidigung an die Intelligenz der Leser, da man ihnen immer wieder und immer wieder klar macht, dass ja auch Männlein und Weiblein gleichermaßen mitgemeint sind.

Wie steht ihr dazu? (Möglichst Leute, die nicht an irgendwelchen für mich zweifelhaften Studies teilnehmen/arbeiten).

Deutsch, Sprache, Politik, Grammatik, gendern