Die Verwaltungsvorschriften zur Allgemeinen Prüfungsordnung der Sekundarstufe I (VVzAPO-SI) legen zu §6 APO-SI in VV 6.1.2 fest:


"Schriftliche Klassenarbeiten werden soweit wie möglich gleichmäßig auf die Schulhalbjahre verteilt, vorher rechtzeitig angekündigt, innerhalb von drei Wochen korrigiert, benotet, zurückgegeben und besprochen. Sie werden den Schülerinnen und Schülern zur Infor mation der Eltern mit nach Hause gegeben. Erst danach darf in demselben Fach eine neue Klassenarbeit geschrieben werden."


Für die Oberstufe regelt VVzAPO-GOSt 14.51 zu §14 Abs.5 der APO-GOSt, dass Klausuren sobald wie möglich zurückgegeben werden sollen, und dass vor Rückgabe und Besprechung oder am selben Tage der Rückgabe und Besprechung keine neue Klausur in diesem Kurs geschrieben werden darf.

Viele Grüße
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Hallo, coockie,

Deine Frage ist leider etwas unpräzise gestellt. Erst einmal wäre es hilfreich gewesen, zu wissen, in welchem Bundesland Du zur Schule gehst. Ich kann Dir zum Beispiel nur die Rechtslage für NRW erklären, auch wenn ich davon ausgehe, dass speziell in diesem Fall die Regelungen in den anderen Ländern ähnlich sein werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Antworten auf Deine Frage.

- Erstens: Falls es so ist, dass der Lehrer einen Sammeleinkauf für die SuS einer Klasse oder Stufe tätigt und die Waren oder Dienstleistungen für denselben wie seinen Einkaufspreis weitergibt, handelt es sich natürlich nicht um ein problematisches Verhalten.

- Zweitens: Falls aber der Lehrperson zum Beispiel selbst hergestellte Waren in der Schule zum Kauf anbietet oder verkauft, insbesondere an SuS oder deren Eltern, handelt um eine rechtswidrige Tätigkeit. Das Schulgesetz NRW ist hierzu eindeutig:

Der Vertrieb von Waren aller Art und andere wirtschaftliche Betätigungen sind mit Ausnahme des Vertriebs von Speisen undGetränken, die zum Verzehr in Pausen und Freistunden bestimmt sind, in der Schule unzulässig.

§55 Abs.1 S.1 SchulG NRW (meine Hervorhebungen)

Wenn eine Lehrperson allerdings sogar besagte Waren in ihrem Unterricht feilbietet, dann stellt sich die Situation natürlich noch komplexer dar. Eine Weigerung zu kaufen, könnte tatsächlich Niederschlag in der Note finden. Selbst wenn dies nicht als Drohung ausgesprochen wird, so wird doch allein durch das Abhängigkeitsverhältnis Druck erzeugt. Eigentlich darf sich die Lehrperson bei der Festlegung von Noten nicht von sachfremden Erwägungen leiten lassen, aber sie hat ja mit dem Verkauf im Unterricht bereits gezeigt, dass ihr rechtliche Fragen nicht so wichtig sind. Dir selbst bleiben an der Stelle nur die offene Weigerung mit möglichen Notenfolgen oder der Kauf. Das ist natürlich auch abhängig von der Preisfrage der angebotenen Ware.

Handelt es sich um einen Artikel im unteren einstelligen Euro-Bereich würde ich wahrscheinlich sogar kaufen. Damit hast Du dann aber auch den Beweis für das wirtschaftliche Handeln der Lehrperson in der Hand. Am besten verlangst Du eine Quittung mit der Begründung, dass Deine Eltern dies bestimmt als Aufwendung für die Ausbildung Deinerseits von der Steuer absetzen wollten. Auch das könnte eine abschreckende Wirkung auf den verkaufenden Lehrer haben.

Aber egal ob mit oder ohne Beweis kannst Du entweder anonym oder namentlich entweder bei der Schulleitung vorstellig werden, oder, falls diese nichts unternimmt und das Verhalten der Lehrkraft billigt, Dich an die jeweils zuständige Behörde der unteren oder oberen Schulaufsicht, also das städtische Schulverwaltungsamt oder die Bezirksregierung hier in NRW, abhängig von Deiner Schulform, wenden. Dabei sollten dann auch Deine Eltern eingebunden sein, falls möglich.

Viele Grüße!

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Diese Frage ist völlig unvollständig. Für welche Jahrgangsstufe ist diese Stunde gedacht? Handelt es sich um eine Einstiegsstunde in eine Unterrichtsreihe (ich vermute schon)? Welches Vorwissen haben die SuS?

Du könntest Michelangelo und die Medici verbinden, indem als Einstieg eine Nebeneinanderstellung von drei Skulpturen machst: die Venus von Milo, eine mittelalterliche Skulptur und M.'s David, welcher bekanntlich in Florenz steht. Die erste und der letzte sind nicht nur nackt (der einzige der im MA nackt sein durfte war Jesus), sind entsprechen auch den Kriterien der Ästhetik. Du könntest so auf das Mantra des goldenen Schnittes kommen und die Verbindung zwischen Antike und Renaissance. Vor allem würde in dieser Stunde wohl der Unterschied zwischen MA und Renaissance betont werden. Spontan macht mir aber die Formulierung der Leitfrage noch ein wenig Kopfzerbrechen.

Wenn Du Spass haben willst, würde ich als Einstieg das unten stehende Bild als stummen Impuls verwenden, mit der Leitfrage, wie wir überhaupt zu unserem heutigen Weltbild kommen. Die Sprache wird unweigerlich auf die richtige Zeit kommen, wahrscheinlich kommt auch Galileo vor, aber dann bewegst Du Dich wenigstens in die richtige Richtung.

Mit etwas mehr Info, helfe ich auch gerne weiter, bin heute weiter online....

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Dieses Wort ist einer der so genannten Operatoren. Früher wurden in Klausuren und Hausaufgaben, aber auch Schulbüchern "W-Fragen" gestellt, also "was wurde gemacht", "wie ist das zu verstehen" usw.. Heute werden vor allem jene Operatoren verwendet, damit die Schülerinnen und Schüler ein klareres Bild davon haben, was von ihnen verlangt wird. Dazu sollte natürlich auch eine klar definierte Operatorenliste den SuS zugänglich sein.

Grundsätzlich sind die Operatoren leider von Fach zu Fach und wahrscheinlich auch von Bundesland zu Bundesland ein wenig abweichend definiert, aber hier die aktuelle Definition für das Fach Pädagogik in NRW (Geschichte finde ich leider gerade nicht):

"erläutern, erklären, entfalten (Anforderungsbereich II): einen Sachverhalt, eine These etc. ggf. mit zusätzlichen Informationen und Beispielen nachvollziehbar veranschaulichen"

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Prinzipiell vertreten beide Parteien dieselben Ideale. Der Unterschied besteht in der Geographie. Die CDU tritt in ganz Deutschland zu Wahlen an, mit Ausnahme von Bayern. Dort übernimmt die CSU diese Aufgabe. Da die beiden Parteien nicht gegeneinander im gleichen Wahlbezirk antreten, dürfen sie nach dem deutschen Parteienrecht auf Bundesebene, also im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft eingehen.

So kommt es, dass wir aktuell eigentlich 3 Regierungsparteien haben, die CDU, die CSU aus Bayern und die FDP. Aus diesem Grunde hat auch Gerhard Schröder im Jahre 2005 nach der Bundestagswahl behauptet, er sei Vertreter der Partei mit den meisten Stimmenanteilen, da bei den Unnionsfraktionen ein gewisser Anteil auf die CSU entfällt. Auch in der so genannten Elefantenrunde nach der Wahl saß ein Edmund Stoiber als Vertreter der CSU, was verdeutlicht, dass es sich in der Tat um zwei verschiedene, wenn auch mit einander verquikte Parteien handelt.

DIe Eskapaden des Horst Seehofer zeigen auch deutlich, dass in der aktuellen Regierung 3 Parteien beteiligt sind.

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Das Verbot der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gem. §86a StGB, welches PatrickLassan hier angesprochen hat, greift in diesem Zusammenhang nicht. Für einschlägig halte ich in diesem Falle das Verbot der Unterstützung und Werbung für terroristische Vereinigungen gem. §129a StGB. Das Aufhängen der Fahne dieser Organisation könnte als Werbung für diese aufgefasst werden und somit allein schon eine strafbare Handlung konstituieren. Des weiteren könnte es sein, dass Du dadurch in den Fokus von Ermittlungen gerätst, um herauszufinden, ob Du diese Vereinigung auch in irgendeiner Form unterstützt oder ihr sogar angehörst. Und nur um der Frage vorzubeugen, die LTTE wurde mit Beschluss des Rates der EU vom 31. Mai 2006 zu einer terroristischen Vereinigung erklärt. http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/cfsp/89790.pdf

Das gilt auch für Deutschland. Ich würde also zu der Meinung neigen, dass das Zeigen dieser Fahne in der EU (Europa ist ein sehr ungenauer Begriff) wohl illegal ist.

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Auch wenn diese Frage eher außerhalb meiner üblichen Expertengebiete zu liegen schient, möchte ich darauf hinweisen, dass es für den Verzehr von Mettbrötchen unumgänglich ist, frische Zwiebeln vorrätig zu halten und zu diesem Zwecke auch manchmal zu schneiden...

Mein persönlicher Lieblingstrick ist sehr einfach, kostenneutral und benötigt weder Planung noch Zeitaufwand.

Nimm' Dir einen Löffel, eine Gabel oder ein anderes Küchengerät mit Stiel und klemm es Dir quer in den Mund, ähnlich einer Pferdetrense oder eines Piratenmessers. (Wer mag kann auch eine Pferdetrense oder ein Piratenmesser verwenden..) Der Effekt ist jedenfalls, dass Du aufgrund des Löffelstiels beginnst durch den Mund zu atmen, und so die lästigen ätherischen Dämpfe der Zwiebel größtenteils einfach wegpustest, bevor sie Deine Augen erreichen können.

Natürlich funktioniert das nicht bei allen Menschen und Du kannst diesen Trick auch ohne Löffel versuchen, also einfach so nur durch den Mund atmen, aber ich garantiere Dir, nach der Hälfte der Zwiebel hast Du das wieder vergessen und fängst an zu flennen...;-)

Probieren geht über studieren sagt der Volksmund, und ich glaube, hier hat eben jener ausnahmsweise mal nicht Unrecht...

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So unglaublich bedrückend die Grundvoraussetzung für Deinen letzten Satz die Zeiten in denen wir leben uns vor Augen führen mag, so ermutigt Dein Statement auch zur Hoffnung. Es ist gut, dass Du nicht aufgrund Deiner Religion pauschal etwas gegen die Angehörigen einer anderen Religion hast. Wenn wir uns nur weltweit alle darauf einigen könnten...

Judenfeindlichkeit ist in der Tat ein altes Phänomen, und es tritt in vielschichtiger Weise auf. Eine besondere Konkurrenz ist zwischen den drei Religionen festzustellen, die alle eigentlich an den gleichen Gott glauben. Der Monotheismus trägt seltsame Blüten. Ich weiß, dass es auch biblische Geschichten über die bösen Ägypter und weiß der Deibel wen gibt, aber ich möchte mich einfach mal auf die letzten beiden Jahrtausende beschränken, da in dieser Zeit die Aktenlage besser ist, als in den 8 Jahrhunderten des Judentums vorher (Nach eigener Zeitrechnung ist der jüdische Glaube allerdings ca. 5000 Jahre alt, belegbare Diskrimierungen gibt es nicht. Das heißt nicht, dass es keine gegeben haben kann, nur die Belegbarkeit leidet mit den Jahrtausenden...)

Ähnlich wie der Islam sich von seinen Vorgängerinnen distanzieren musste um als einzigartig wahrgenommen zu werden, hatte das frühe Christentum das gleiche Problem gegenüber dem Judentum. So wurden bereits in der Antike die Juden pauschal als Mörder Jesu Christi stilisiert. Dieser frühe christliche Hass hat zwar zu Einschränkungen der Juden im christlichen mittelalterlichen Europa geführt (z.B. Verbot der Ausübung von Handwerksberufen), aber über weite Strecken der Zeit nicht zu gewalttätigen Exzessen. Man lebte in Verhaltenheit nebeneinander. Es gab natürlich auch im europäischen Mittelalter immer wieder Exzesse gegen Juden, vor allem wurden die großen jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz im Zuge der sich ausbreitenden Pest als Schuldige benannt und teilweise vernichtet.

Allgemein und sehr grob formuliert gab es immer wieder lange Phasen in Europa in denen Juden nicht nur toleriert, sondern auch hofiert wurden, bis dann entweder die Kredite fällig wurden (die meisten europäischen Fürsten hatten mehr oder weniger gigantische Schulden bei den, aufgrund des Handwerksverbots zu Geldgeschäften gezwungenen Juden Schulden) oder Krankheiten ausbrachen. Auch gerne kolportiert wurde das Bild des babymordenen Juden. Völlig abstruse Verirrung!

Eine lange Zeit waren die islamisch geprägten Reiche wesentlich liberaler, was den Konfessionsunterschied anging. Nicht zufällig war die erste medizinische Fakultät Europas in Sevilla beheimatet, bevölkert von maurischen und vor allem jüdischen Gelehrten. Bis ins 19. Jahrhundert waren Muslime und Juden bei weitem nicht so verfeindet wie sie es heute sind. Auch in Europa gab es im 19. Jahrhundert ein Phase der interreligiösen Entspannung. Nationale Interessen überwogen gegenüber den religiösen Erwägungen. Und die liberalen Vorstellungen des aufkeimenden Bürgertums hatten sowieso wenig mit Religion zu tun.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kippte diese positive Stimmung jedoch langsam. Auch in der arabischen Welt, die bis dahin weltoffen war, begann der politisch-radikale Wahabitismus um sich zu greifen. War es noch für Süleyman den Prächtigen normal Wein zu trinken und sich mit vielen Frauen zu umgeben, verwandelte sich der einstmals liberale Islam (ich weiß, "den Islam" gibt es nicht) unter dem Eindruck der militärischen und wirtschaftlichen Überlegenheit Europas. Es entstanden panarabische Strömungen, die vor allem nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches Fuß zu fassen versuchten jedoch alle an der inneren Zerrissenheit der Araber scheiterten.

Als dann 1948 Israel als Staat ausgerufen wurde, war sämtliche jemals vorhandene Liberalität in den islamisch geprägten Ländern dahin. Noch am Gründungstag wurde das von der UN geschaffene Land überfallen. Spätestens mit der Staatsgründung Israels begann der muslimische Hass auf die Juden.

Dies ist eine sehr verkürzte Darstellung die natürlich an allen Stellen ergänzt werden könnte. Aber ich hoffe sie zeigt, wie willkürlich doch der unsinnige, und glücklicherweise von Dir nicht weitergeführte Hass, zwischen den drei monotheistischen Religionen ist.

So, und allein für Deinen letzten Satz, also das Statement darin, hast Du Dir auch den Daumen für die Frage verdient!

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Da hast Du Dir ein schönes Thema ausgesucht, das auch durchaus relevante Gegenwartsbezüge aufweist. Allerdings würde ich Dir gundsätzlich empfehlen, eine konkretere Fragestellung herauszuarbeiten, denn erfahrungsgemäß ist eine solche Überblicksarbeit, wie es bei Dir jetzt noch den Anschein macht, ausgesprochen kompliziert, und Du läufst sehr leicht Gefahr, etwas wichtiges zu vergessen. Daher ist eine Eingrenzung immer empfehlenswert. So könntest Du Dich zum Beispiel mit einer konkreten Institution, also einem psychiatrischen Krankenhaus in Deiner Nähe, auseinandersetzen. Das gibt auch eine ganz neue Verbindung zu so einem Thema. Und vielleicht gibt es dort ja auch eine Ausstellung dazu. Auch eine interessante Frage wäre, wie sich der Übergang zur Bundesrepublik vollzogen hat, welche strafrechtlichen und personellen Konsequenzen wurde aus dem Verhalten im Nationalsozialismus gezogen wurden. Dafür sind die Seiten ZStL sehr hilfreich: http://www.zentrale-stelle.de/servlet/PB/menu/1193201/index.html

Des weiteren ist es sehr interessant zu untersuchen, wie die Rassenhygienegesetze in der kommunalen Gesundheitsverwaltung umgesetzt wurden. Das ist aber evtl. zu komplex.

Aber zu Deiner Frage nach Literatur kann ich Dir gerne weiterhelfen:

Ernst Klee: "Euthanasie" im Dritten Reich. DIe "Vernichtung unwerten Lebens", Frankfurt am Main, 2010. Klee ist zwar kein Historiker, aber er ist ein Kenner der Materie und dieses Buch bietet zweifelsohne einen aktuellen Überblick über den Forschungsstand.

Des weiteren gibt es regelmäßige Fachtagungen, die einen Tagungsbericht herausgeben, auch dieser kann sehr hilfreich sein, allerdings nur zu Spezialthemen, da bei den anwesenden Herrschaften eine gewisse Grundkenntnis der Materie vorausgesetzt werden darf: Tödliches Mitleid. NS-"Euthanasie" und Gegenwart ; Fachtagung vom 24. bis 26. November 2006 im Deutschen Hygiene-Museum, Dresden.

Peter Weingart: Rasse, Blut und Gene. Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland, Frankfurt am Main, 2006. Weingart ist nun auch wieder kein Historiker, aber Soziologe und mir hat diese Arbeit persönlich ganz gut geholfen.

Zur weiteren Fachlietratur gehört auf jeden Fall: Klaus-Dietmar Henke (Hg): Tödliche Medizin im Nationalsozialismus. Von der Rassenhygiene zum Massenmord, Köln (u.a), 2008.

Aber ich habe Dir jetzt ca. 2000 Seiten zu lesen gegeben, das wird Dir ohne eine konkrete Fragestellung, die Dir das Herangehen erleichtert einfach nicht helfen! So leicht es mit tut.

Dennoch viel Glück und viel Spass, so schwer das bei einem solchen Thema auch fallen wird, aber ich meine natürlich die historische Arbeit an sich...

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Diese Frage gehört in meine Kategorie: Tolle Frage! Dafür jibbet erstma den Knopf! Viele, sehr wichtige Punkte hat stonedog bereits erwähnt, was mir die Freiheit lässt, ohne das gesamte Grundgerüst darstellen zu müssen, auf die mir wichtigen Punkte eingehen zu können. Das Wort selbst ist entlehnt aus dem Italienischen von pirata, welches wiederum eine Entlehnung aus dem Griechischen darstellt, peirates zu peiran wagen, unternehmen, das Substantiv hierzu lautet peria Versuch, Wagnis. ((Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von: Seebold, Elmar, Berlin/ New York, 1999, Seite 633.) Sprachlich ist also jeder moderne Unternehmer eigentlich ein Pirat...;-)

Es hat natürlich zu allen Zeiten der Seefahrt Überfälle auf Schiffe gegeben, die von anderen Schiffen aus geführt worden sind. Doch gibt es drei verschiedene Formen des Überfalls. Und diese Form ist ausschließlich rechtlich definiert und diese seerechtliche Einstufung gilt bis heute. Schon einmal darüber nachgedacht, warum es so wichtig ist "unter welcher Flagge" ein Schiff fährt? Und was es mit der Piratenflagge auf sich hat? Diese Seezeichen sind materieller Ausdruck des tiefer liegenden Rechts. Ganz grob: der Staat, der einem Schiff erlaubt unter seiner Flagge zu fahren erhält dafür nicht nur eine Abgabe, in welcher Form auch immer, sondern dieses Schiff wird in internationalen Gewässern (also außerhalb der 12-Meilen-Zone) zum Hoheitsgebiet dieses Staates, und damit durch dessen Recht geschützt. Ein Angriff auf ein Schiff, das zum Beispiel im 17 Jahrhundert unter spanischer Flagge fuhr, konnte durchaus eine Vergeltung durch die Armada auslösen.

Internationale Abkommen haben seit langer Zeit auch die Integrität dieses Rechtsgebietes auf Schiffen geschützt, sodass ein Angriff auf ein Schiff unter bestimmter Flagge mitunter als Angriff auf den Staat selbst gewertet werden konnte. Umgekehrt, wenn ein Schiff unter keiner Flagge fährt darf es in internationalen Gewässern ohne rechtliche Konsequenzen aufgebracht werden. Piraten im rechtlichen Sinne sind Besatzungen jener Schiffe, die ohne Beflaggung fahren und diese Besatzungen dürfen von einem beflaggten Schiff festgenommen und unter das Recht des Staates gestellt werden, der das aufbringende Schiff beflaggt hat.

Wie stellte sich dies also in Zeiten vor der Staatenexpansion dar? Grundsätzlich war jedes feindliche Schiff ein Piratenschiff, also stimmt die Aussage mit den Normannen zum Beispiel. Das waren Piraten. Ein Piratenhafen entsteht dadurch, dass auch Piraten irgendwo an Land gehen und für Nachschub sorgen müssen. Das ist, aufgrund der guten Beute der Piraten ein gutes Geschäft, und wenn wir es mit Brecht betrachten, dann kommt zuerst das Fressen und dann die Moral. Bis heute überall zu beobachten. Dort konnte also unbeflaggte Schiffe einlaufen, ohne rechtliche oder justizielle Konsequenzen fürchten zu müssen. Inwieweit diese demokratische Räume waren muss offen bleiben, eine autokratische Verwaltung scheint eher zutreffend.

Der dritte Punkt, der zu erwähnen bleibt sind die Freibeuter. Auch dies hat stonedog angedeutet. Freibeuter fahren zwar auch unbeflaggt, aber sie haben sich vertraglich gegenüber einem Staat verpflichtet, dessen Schiffe unangetastet zu lassen. Dafür, und für die Aushändigung eine gewissen Teils der Beute bekamen und bekommen sie Schutz im Hoheitsgebiet der den Kaperbrief ausstellenden Staaten. Das ist im Prinzip eine Form der geheimdienstlichen Sabotage. "Wenn Sie geschnappt werden, streiten wir ab, dass wir sie kennen...." Schonmal in einem Film gehört? Genau das machen Freibeuter, sie attackieren die Nachschublinien des Feindes, ohne direkt als Beteiligter des eigenen Staates erkannt werden zu können und damit einen internationalen Zwischenfall zu vermeiden. Das Risiko für diese Damen und Herren (meist wohl Herren, Damen waren auf solche Schiffen nicht unbedingt gern gesehen) war immens, aber auch der Ertrag war nicht unbedeutend. Und als Freibeuter bestand immerhin die Möglichkeit sich später in dem Staat niederzulassen, der den Kaperbrief ausgestellt hat.

Das ist natürlich alles sehr grob und normativ, es gab immer Ausnahmen und Regierungen oder Piraten die sich nicht an die Vereinbarungen gehalten haben.

Aber eins ist klar: Frauen wollen Piraten, keine Prinzen....;-)

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Dafür werden ja diese Operatoren-Kataloge veröffentlicht. Teilweise werden die Operatoren sogar noch in den Klausuren selbst auf den Arbeitsblättern hinzugefügt, damit die SuS sich über den/die Arbeitsaufträge völlig im Klaren sind und nicht etwas völlig falsches machen. Wenn, so wie hier, ein klare offizielle Definition vorliegt, dann ist davon auszugehen, dass diese Definition ernstgemeint ist und Du Dich daran halten solltest. Auch wenn Du selbst immer etwas anderes unter diesem Begriff verstanden hast. Das, was Du als "beurteilen" betrachtest wird hier definiert als "bewerten". In diesem Fall hier gilt ganz klar: auswendig lernen und an die Vorgaben halten. Sonst schießt Du über's Ziel hinaus oder verfehlst es vielleicht völlig. 

 

Wenn Du also aus BW bist ist dieser Katalog für Dich verbindlich, ansonsten informiere Dich auf der Seite des Kultusministeriums Deines Bundeslandes.

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Das ist unter anderem eine beliebte Betrugsstrategie. Da kommst Du aber ganz einfach wieder heraus. Sobald ein Gebot einmal überboten wurde, verliert es seine Unmittelbarkeit und damit für Dich den Zwang zu diesem Preis die Sache herzugeben. Das findet sich in jeder Einführung zum Sachenrecht. Ich schaue mal ob ich irgendwo einen Internetbeleg finde. Aber Du kannst auch einfach mal in eine Einführung schauen, die sind heute wirklich nicht mehr schwer zu verstehen. Ich habe Rainer Wörlen('s Einfürhungen) zuhause (auch bei ebay gekauft) und der erklärt hervorragend. Also keine Scheu vor'm Papier...

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Da sie ganz einfach hoch reaktiv sind. Ihnen fehlt nur ein Elektron für die Vollständigkeit der Valenzschale, daher reagieren sie unter anderen sehr heftig mit anderen Stoffen und gehen sehr leicht Bindungen ein, sodass sie nicht mehr in elementarer Form vorliegen, sondern erst durch aufwendige Prozesse isoliert werden müssen. Fluor ist zum Beispiel so reaktiv, dass es nur in speziellen Gefäßen gelagert werden kann, die nicht so schnell zersetzt werden. Eine häufige Verbindung von Halogenen ist mit Metallen, mit diesen verbinden sie sich zu Salzen.

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Erstens ist natürlich der hygienische Aspekt zu berücksichtigen, auf den Du aber nur begrenzten Einfluss hast, da Du das Produkt ja nicht herstellst. Wobei Du das auch machen kannst, wenn Du einen Fleischwolf zuhause hast. Der muss aber auch immer sehr gründlich gereinigt werden. Grundsätzlich gilt für jede Form von Lebensmittel: frisch ist besser! Vor allem da bei durchgelassenem Fleisch in der Tat die Angriffsfläche für eventuelle Keime größer ist. Ein weiteres Risiko sind Parasiten. In nicht völlig gekochtem Fleisch, also auch Steaks, können sich Würmer und vor allem Wurmeier befinden, die nicht abgetötet sind. An sich kannst Du Dich allgemein auf die Regel verlassen: solange es gut und frisch aussieht, keine unangenehme Farbe oder Geruch aufweist, ist das Fleisch höchstwahrscheinlich in Ordnung.

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Du darfst auch nicht vergessen, dass wir ständig Keime und Krankheitserreger aufnehmen und das sogar gut für uns ist, damit unser Immunsystem in Schwung bleibt. Nur eine zu große Dosis jener Erreger ist nicht gut. Dann kannst Du nämlich eben daran erkranken.

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Platon benennt diesen Kameraden, also Gott, als den Demiurg, den unbewegten Beweger. Das kann man sich eigentlich ganz gut vorstellen. Oder auch nicht. Er selbst war immer da und hat irgendwann die Welt angestoßen. Man könnte lange streiten, welche Religion recht hat, aber hier ist ein logisches Konzept (das nicht weniger des Glaubens bedarf in letzter Instanz). Aber es kann helfen gewissen Tendenzen in der menschlichen Entwicklung zu verstehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Demiurg

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Du musst sowieso zu einer Beratungsstelle, bevor Du eine Abtreibung vornehmen lassen kannst. Und die Leute da stehen erstens unter Schweigepflicht, zweitens beraten sie unabhängig Deiner Religion oder Staatsangehörigkeit, und drittens wissen diese Leute alle Möglichkeiten, die Dir zur Verfügung stehen. Und falls Du gesetzlich versichert bist, sollte es eigentlich keinen Brief nach Hause geben. Falls Doch wissen die Damen und Herren der Beratungsstelle auch in so einem Fall Rat, die hören nicht zu ersten Mal von so einem Fall. Du bist nicht allein mit Deinen Sorgen, wende Dich an so eine Stelle und die helfen Dir auch mit den Problemen, die sich durch und nach der Terminierung der Schwangerschaft ergeben. Und das, wie gesagt, unabhängig von Deiner Herkunft.

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Am schlimmste hat diese Entwicklung, so wie bei allen Inflationen in Industrieländern, die Mittelschicht getroffen. Alle, die kein Geld in Gold oder Immobilien oder anderen nicht-pekuniären Mitteln angelegt hatten, haben ihr gesamte Vermögen, ihre Altersvorsorge verloren. Alle Sparguthaben des "kleinen Mannes" waren dahin. Krupp hatte seine Fabriken, die Arbeiter hatten "sowieso" nicht viel zu verlieren, die wöchentliche Lohntüte konnte sofort investiert werden, Ersparnisse gab es kaum. Das trifft auf praktisch alle industrialisierten Gesellschaften zu, die Extrem-Inflationen erleben.

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Hab meine an der Uni kennengelernt. Ich denke mal, in den Cafeten, Mensen oder anderen Gemeinschaftsräumen ist ein guter Anlaufpunkt. Ebenso wie sämtliche Clubs, Vereine oder alles andere, was sich so an der Uni anbietet.

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Gibt auch so etwas wie Deutsch-Chinesische oder Deutsch-Japanische Gesellschaften. Ob es das auch für andere asiatische Länder gibt weiß ich nicht, aber da kannst Du auf jeden Fall mal mit beginnen. Und soziales Engagement ist sich immer gut. Egal, ob Du eine Freundin abbekommst oder nicht.

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Brandts Kniefall war eine richtige Geste

Man mag es einen genialen Schachzug nennen, obwohl auch seine engsten Vertrauten angaben, von diesem Vorhaben seinerseits nichts gewusst zu haben, aber es eine Geste von echter Größe. Dieses Symbol, egal ob es als Bitte um Vergebung, als Zeichen der Anerkennung des Leids oder als Friedensangebot gewertet wurde, war einfach so wirkmächtig, das es nicht wegzudiskutieren war. Egal, ob im Westen oder im Osten. Letzten Endes hat Brandt damit einer der wesentlichsten Beiträge zum Beginn der Ost-West-Annäherung und damit zum Ende des Kalten Krieges geleistet.

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Als Einstieg solltest Du Dir über einige Dinge klar werden: Der Kalte Krieg war eine Auseinandersetzung zwischen den USA und ihren Verbündeten mit der UdSSR und ihren Verbündeten. Diese Auseinandersetzung wurde unter anderem kriegerisch ausgetragen, aber niemals haben sich Truppen der USA und UdSSR direkt gegenüber gestanden. Wenn die eine Seite direkt in einen Konflikt eingegriffen hat, stellte die andere "lediglich" Waffen, Geld, Logistik und KnowHow zur Verfügung. Beispiele hierfür sind Korea, Vietnam und Afghanistan. Zudem fallen die meisten postkolonialen (Bürger-)Kriege in Afrika in die Kategorie "Stellvertreterkriege".

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Die beiden zentralen Akteure, also USA und UdSSR unterschieden sich vor allem in zwei Punkten, einerseits dem politischen System und andererseits dem wirtschaftlichen System. In den USA wurde und wird eine Demokratie betrieben mit einem marktwirtschaftlichen oder auch kapitalistischen Wirtschaftssystem. In der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR oder CCCP in kyrillisch) wurde im Zuge der Oktoberrevolution 1917 eine sozialistische Räterepublik (faktisch ein Einparteienstaat) eingeführt mit einer Zentralverwaltungswirtschaft, das was so gemeinhin als Planwirtschaft bezeichnet wird.

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Beide Seiten haben militärische Bündnisse auf mehr oder weniger freiwilliger Basis gebildet, die UdSSR den Warschauer Pakt, die USA die NATO. Einer der wichtigsten Gründe für die Etablierung des Marschallplanes war, die BRD so stärken, dass sich diese nicht an die UdSSR annähert. Aus diesem Grunde vielen z.B. auch viele Urteile in Kriegsverbrecherverfahren z.B. in den Frankfurter Prozessen besonders milde aus, die USA wollten die (West-)Deutschen nicht gegen sich aufbringen.

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Am Ende hat die Zentralverwaltungswirtschaft nicht mit der Dynamik und Produktivität der Marktwirtschaft mithalten und hat dazu geführt, dass die Sowjetunion sich im Rüstungswettlauf mit den USA übernommen und völlig verausgabt hat. Dieses war einer der wichtigsten Gründe für den Zusammenbruch der UdSSR und des Warschauer Paktes.

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Natürlich dürfen viele mutige Menschen nicht vergessen werden, deren Zutun maßgeblich zum Fall des Eisernen Vorhanges beigetragen hat. So zum Beispiel die Akteure des Prager Frühlings, oder wesentlich erfolgreicher: die Gewerkschaft Solidarnosc in Polen mit ihrem Friedensnobelpreisträger Lech Walesa, die mit ihren Protesten in Polen praktisch den Anfang vom Ende der Diktatur der UdSSR eingeläutet hat.

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Es spielen also viele Faktoren eine wichtige Rolle. Die wichtigste Antwort für Dich ist, die Marktwirtschaft hat sich am Ende behauptet.

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Das ist kein einfaches Referat, vor allem für jemanden, der gar keine Ahnung davon hat. Alle Begriffe, die ich fett geschrieben habe kannst Du einfach im Internet zB. bei wikipedia nachschauen. Alle dort gebotenen Informationen werden Dir auf jeden Fall für Dein Referat weiterhelfen. Es gäbe viel Literatur, von deren Nennung ich aber bewusst Abstand nehme, da Dich die Fülle des Materials, das ich nennen würde, tendenziell überfordern würden. Falls jemand eine gute Zusammenfassung auf drei bis vier Seiten kennt, bitte den Link posten.

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