Belgien

Alle drei Staaten sind ein lohnendes Ausflugsziel.

In Luxemburg war ich erst kurz vor Corona für einen Städtetrip gewesen. Die Hauptstadt liegt sehr schön auf zwei Hügeln mit dazwischen sich befindenen Tal. Auf den Brücken hat man eine schöne Sicht auf die Unterstadt.

Reste der ehemaligen Befestigungsanlagen, wie die Kasematten zeugen von der einstigen militärischen Bedeutung der Stadt.

Auf dem Weg in die Hauptstadt fuhr der Zug durch eine schöne hügelige, bewaldete Landschaft.

Der ursprünglich geplante erste Besuch von Luxemburg scheiterte noch daran, dass man für die Fahrt mit eigenen PKW die grüne Versicherungskarte benötigte. Das war in den frühen 70er Jahren und in Österreich, Italien und Frankreich war es nicht mehr nötig und Vater hatte sich wohl ausnahmsweise zuvor nicht danach speziell erkundigt gehabt.

Die Niederlande sind für mich relativ leicht zu erreichen. Dementsprechend habe ich schon drei Tagestouren nach Amsterdam gemacht. Es ist eine relativ bemütliche Stadt. Die Altstadt mit den Grachten hat mir sehr gut gefallen.

Der Badeurlaub auf der Insel Texel mit Familie in meiner Kindheit war auch schön, große weite Sandstrände.

Am besten gefallen hat mir eine Rundreise zusammen mit Bruder und Schwägerin auf einen Hausboot. Die Räder hatten wir dabei für kleine Tagesausflüge am Land. Zufällig fand gerade die Elfia statt https://www.kasteeltuinen.nl/de/evenementen/elfia-2/ Es war bisher das schönste Festival, welches ich erlebt habe.

In Belgien war ich erst zwei Mal. Das erste Mal war es bei einer Busfahrt nach England auf dem Hin- und Rückweg.

Wirklich schön war die Rundfahrt durch Flandern. Die hatte ich mit eigenen PKW alleine geplant und durchgeführt. Damals gab es noch kein Internet und kein Navi. Ich hatte zuvor mir Autokarten einschließlich Stadtpläne besorgt. Auch bei den Bed and Breakfast Unterkünften hatte ich mich zuvor schriftlich angemeldet und mir mit Hilfe des Belgischen Tourismusbüros die dafür nötigen Adressen heraus gesucht. Das bedeutete ein paar Monate Vorbereitungszeit. Ich war froh, dass Vater mir mit seinen Erfahrungen guten Rat geben konnte, so wurde es eine gelungene Rundfahrt. Die Städte in Flandern sind wirklich jeweils eine Reise wert.

Ich stimme Giovanni47 zu, Belgien ist sicher von den drei Staaten am vielseitigsten. Es bietet vom Flachland in Flandern bis zum Bergland in der Wallonie sehr unterschiedliche Natur und auch Kultur.

...zur Antwort

Ich gehe gerne zwischendurch ins Museum, wenn es sich ergibt.

Ich mag Museen mit speziellen Themen. Die ganz großen städtischen Museen, wo alles zusammen gekauft wurde, möglichst kostbar, die interessieren mich weniger.

In meiner Heimatstadt mag ich beispielsweise das Wilhelm-Busch Museum. Das ist übersichtlich und hat einen besonderen Themenschwerpunkt.

In Bremerhaven gefällt mir das Klimahaus und das Auswanderermuseum. Beide Museen haben sich auf etwas spezialisiert, sind didaktisch auf den neuesten Stand und dementsprechend spannend.

Wenn ich ägyptische Kunst betrachten möchte, gehe ich lieber in Hildesheim in das Roemer-Pelizaeus Museum, als in Hannover ins Kestnermuseum, da ich dort den Aufbau besser gelungen empfinde. Das Kestnermuseum hat viel zu viele verschiedene Themen aus zu vielen, wie ich finde, nicht zusammen passenden Teilen: Münzkabinett, Möbel und Gegenstände des Art Deko, Vasen der griechischen Antike, einzelne Fragmente aus der ägyptischen, römischen Antike und europäischen Mittelalters etc.

Spannend finde ich das extrem skuriele Museum in der Iserhatsche, wobei dieses schlossartige Gebäude samt ihrer Anlage schon extrem ist https://de.wikipedia.org/wiki/Iserhatsche

...zur Antwort

Wird Angola bald ganz unabhängig werden oder wird dort ein Krieg ausbrechen?

Kommt es in Viertnam nun endgültig zum Frieden? Wird es nun Kommunistisch bleiben?

Ist Nixon der schlimmste Präsident den die USA je hatte? Ist Watergate nur die Spitze des Eisberges?

Wird der Bürgerkrieg in Nordirland nach der Abstimmung eskalieren? Ist das Abstimmungsergebnis anzuerkennen, wenn so viele nicht zur Wahl gingen? Ist die Abstimmung gefälscht?

Warum muss die DDR keine Wiedergutmachung an Israel zahlen und wir so viel?

Wann ist endlich der Krieg in Vietnam vorbei?

Wird Griechenland nun eine Demokratie?

Wie soll es jetzt ohne ausreichend Öl weiter gehen? Was kann gegen die OPEC-Staaten unternommen werden, damit der Ölpreis wieder sinkt?

Ist der Tunnelbau im Ärmelkanal nicht reine Geldverschwendung? Wird der Tunnel nicht gleich wieder voll Wasser laufen? Werden die Fähren pleite gehen?

...zur Antwort

Vom flair her gefällt mit Hamburg mit seinen schönen Parkanlagen und weltoffenheit am besten.

Von den historischen Gebäuden gefällt mir Köln am besten. Ich hatte nicht erwartet wie viele romanische Kirchen (25!) wirklich in Köln zu entdecken sind https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6rderverein_Romanische_Kirchen_K%C3%B6ln. Nach meinen ersten Städtetrip dorthin hatte ich mich daher für einen zweiten längeren Aufenthalt entschlossen.

Wenn es nicht auf Deutschland beschränkt ist, würde ich Rom wählen. Da gibt es für mich einfach alles: Tolle antike Gebäude, eine schöne Altstadt aus der Renaissance bis Barock, den Park der Villa Borghese für die Erholung und sehr viel zu sehen und zu bestaunen.

...zur Antwort

Es gibt eine Preisliste und da kannst du erkennen, welche Annehmlichkeiten dir wichtig sind und wo du Geld einsparen kannst.

Ich war nur einmal im Center Parc, da hatte ich nur die Übernachtung gebucht gehabt.

Es stellte sich heraus, dass der Aufpreis, die Brötchen morgens frisch vor die Haustür geliefert zu bekommen sich lohnt, so haben wir es nach gebucht. Achtung: Das wissen dort die Vögel und die gehen an die Tüten, wenn man diese zu lange draussen stehen lässt (:

Bettwäsche, Handtücher etc. nehmen Platz im Koffer weg. Da solltest du zuvor schauen, wie viel Stauraum du hast.

Schwimmbadnutzung hatten wir vor Ort nach Bedarf gebucht. Das war nicht jeden Tag.

...zur Antwort

Bis zum 3. Grad habe ich mit einigen Verwandten Kontakt. Beim 4. Grad finde ich interessant, wo die überall leben und ich versuche da möglichst alle Daten zu sammeln, wie auch bei dem 5. Grad.

Dank Internet konnte ich für meine Ahnentafel/Stammbaum fast 7000 Menschen entdecken mit denen ich blutsverwandt bin.

...zur Antwort
Rom

Ich habe mich für das grüne Rom und nicht für das gelbe Rom entschieden (:

Rom bietet alles für einen interessanten Städtetrip.

Von den aufgezählten Städten ist es die einzige Stadt mit bedeutenden Bauwerken aus der Antike (z.B. Kolosseum, Pantheon und Ostia Antica). Sehr schönes Stadtzentrum aus der Renaissance bis Barock mit bedeutenden Kirchen (z.B. Santa Maria Maggiore), bedeutenden Palästen (z.B. Lateranpalast) und bedeutenden Plätzen mit Brunnenanlagen (z.B. Trevi-Brunnen).

Weite Bereiche des Stadtzentrums sind Fußgängerzone. Hier laden noch kleinere Geschäfte zum shoppen ein.

Zur Erholung dient der Park der Villa Borghese, eine grüne Parkanlage, die direkt am Nordrand des Stadtzentrums sich befindet.

Ich habe schon mehrfach Rom besucht, auch für mehrere Tage und entdecke jedes Mal etwas Neues.

...zur Antwort
Schweiz

Der öffentliche Nahverkehr ist einfach unschlagbar. Die Vielseitigkeit erleichtert das Erkunden des Landes.

Die unterschiedliche Kunst und Kultur macht Besichtigungstouren immer wieder spannend. Gerne bin ich in der deutschsprachigen Schweiz unterwegs, denn da kann ich mich am besten verständigen. Auch geht es von Baden-Würtemberg aus auch als Tagestour. Die Schweiz ist leider sehr teuer.

Mir gefällt auch das Tessin sehr. Dort war ich mehrfach mit den Eltern.Sehr schönes Klima und blühende Landschaft, gerade im Frühling.

...zur Antwort
Sonstiges?

Das hängt bei mir davon ab, wo die Reise hin gehen soll. Ich mache am liebsten Rundreisen, damit ich sehr viel vor Ort mir ansehen kann.

Meine Rundreise zu den Kanarischen Inseln bin ich mit einen Reisebus bis Marsaille und dann weiter mit dem Schiff. So konnte ich auch unterwegs die schöne Landschaft genießen und habe so Dornbirn (Zwischenstation mit Übernachtung) ansehen können. Gerade weil für die einzelnen Inseln je ein halber Tag bis ganzer Tag vorhanden war, kamen die Unterschiede der einzelnen Inseln gut zum Vorschein.

Bei meiner Rundreise durch Flandern bin ich mit eigenen Auto unterwegs gewesen mit Bed and Breakfast und war so unabhängig. Da konnte ich mir auch einzelne Punkte intensiver ansehen, welche mir besonders gefallen haben.

Bei meiner Reise nach England war es Reisebus und Fähre von Oostende nach Dover. Das ist schon ewig her.

Bei meiner Rundreise durch Nordzypern war es das Flugzeug und dann auf der Insel ein Kleinbus. Das war auch in vielen anderen Ländern der Fall.

Bei Städtetripps mache ich es auch gerne mit den Zug.

...zur Antwort
Echnaton

Die Wahl zwischen Friedrich II. und Echnaton fiel mir schwer. Ich finde, dass beide sehr faszinierende Persönlichkeiten in ihrer Zeit waren.

Ich habe mich für Echnaton entschieden, da ich die historische Entwicklung während der Amarna-Zeit https://de.wikipedia.org/wiki/Amarna-Zeit besonders spannend finde.

Echnaton führte eine neue Staatsreligion ein. Schon sein Vater hatte dafür vorarbeit geleistet, denn die Ammonpriester wurden immer mächtiger und beeinflussten immer mehr durch ihre wirtschaftliche Macht auch die Politik in Ägypten, auch gegen den regierenden Pharao.

Diese neue Staatsreligion war eine Vorform des Monotheismus. Es war somit gedanklich etwas völlig Neues. Zu dieser Zeit hatten die Juden Kontakt zu Ägypten, wie natürlich auch schon zuvor, somit kann eine Beeinflussung im Glauben angenommen werden, auch von moderne Historiker es teilweise wieder bezweifeln. Aton als die Kraft der lebendspendenden Sonnenstrahlen ist meines Erachtens eine interessante Gottheit, da eher transzendent und obendrein ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Sonnenstrahlen für das Leben auf der Erde wirklich mit eine Grundvoraussetzung sind.

Mir gefällt der Sonnenhymnus von Echnaton sehr gut. Es ist das bekannteste Gedicht über die Aton-Verehrung seiner Zeit.

https://youtu.be/jlg0FxMhsMM

...zur Antwort
Island

Ich war schon in Helsinki (Finland) sowie in Stockholm und Visby (beides Schweden), dementsprechend fehlt noch Norwegen, Dänemark und Island.

Während die Rundreisen seit Corona erheblich allgemein gestiegen sind, hat mein Lieblingsreiseunternehmen ausgerechnet für Island die Preise noch nicht erhöht. Es ist der Grund, dass ich mich dafür angemeldet habe.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten werden mir dort in einer Woche gezeigt und ich freue mich auf die interessante Natur mit Heißwasserquellen, Gesyren und Vulkanen.

...zur Antwort

Da niemand antwortet hier meine subjektive Antwort zu These 2:

Rundungen werden als weich empfunden und gerade Linien eher als starr bzw. hart.

Wenn ein Übermaß an Rundungen vorhanden ist, wie bei Bauwerken und Malerei im Rokkoko, dann kann es auch als kitschig empfunden werden, da die Reize zu stark wirken und es dann eher gefühlt unruhig macht.

Gerade das geziehlte Einsetzen von Rundungen, wie es im Jugendstil geschah, wirkt auf viele Menschen positiv.

Gerade Linien und Formen wirken hingegen beruhigend, wenn geziehlt auch Rundungen dabei sind. So wirkt gerade das Lächeln der Uta vom Naumburger Dom so besonders, da die Rundung des Lächelns bei der sonst eher aus geraden Linien bestehenden Plastik hervor sticht.

Wenn jedoch nur noch gerade Linien vorhanden sind, wie im Bauhausstil und noch extremer im Brutalismus, dann wirkt so ein Gebäude/Malerei sehr kalt und weckt dementsprechend eher negative Gefühle. Die Plattenbauten vor allem der 60er Jahre sind dafür ein abschreckendes Beispiel.

...zur Antwort

Es stimmt, früher wurde erwartet, dass jüngere Menschen zuerst grüßen. Das kenne ich so noch aus meiner Kindheit.

Mein einer Opa war bis 1956 Lehrer gewesen und ging dann aus Altersgründen in Pension. Er wäre beleidigt gewesen, wenn ihm jemand bei seinen Rundgängen nicht gegrüßt hätte. Meist hoben die Herren zum Gruß den Hut und die Damen deuteten einen Knicks an. Das war in der Kleinstadt in den 60er und frühen 70er Jahren dort noch üblich.

Heute ist es in Städten meist nur noch üblich sich zu grüßen, wenn man sich kennt und das Alter spielt keine Rolle mehr, wer zuerst grüßt.

...zur Antwort

Die schönste Stadt in Niedersachsen ist Lüneburg. Die Stadt wurde durch Salzvorkommen im Untergrund sehr reich und als Mitglied der Hanse noch reicher. Die Stadt ist in der Norddeutschen Backsteingotik erbaut und die einzige Großstadt in Niedersachsen, welche nicht im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Besonders interessant ist eine Führung durch das Rathaus, da teilweise noch mit vollständiger Inneneinrichtung aus dem Mittelalter.

Die tollsten Museen bietet Bremerhaven, siehe dazu die Antwort von Giovanni47. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Eine skurile Besonderheit ist die Iserhatsche bei Bispingen in der Lüneburger Heide https://de.wikipedia.org/wiki/Iserhatsche

Wenn ihr an Kunst interessiert seit, dann lohnt eine Fahrt nach Jesteburg-Lüllau zum Gesamtkunstwerk Bossard https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstst%C3%A4tte_Bossard

Für Kinder sicher interessant der Heidepark Soltau und wie ich finde noch schöner der Serengeti-Park Hodenhagen https://de.wikipedia.org/wiki/Serengeti-Park da ist Spass auf jeden Fall für die ganze Familie gegeben.

...zur Antwort

Es gibt viele sehr schöne Landschaften und einiges hat mich begeistert. Ich entscheide mich für Nordzypern, denn es besitzt sehr vielfältige Natur auf engsten Raum.

Das Besondere an Nordzypern ist, dass durch eine Einreiseboykott für Touristen von Seiten der EU dort zeitweise sehr wenige Touristen waren. Dadurch hat sich die Natur gut erholen können.

Zwischen Strand und den Bergen gibt es eine Flachlandzone blühenden Wiesen. Dort befinden sich viele endemische Pflanzen. Diese Wiesen sind voller Leben. Da gibt es vor allem Schmetterlinge und auch andere Insekten in einer Vielzahl, wie ich sie zuvor kaum kannte.

Die Bergkette ist mit Mischwald bedeckt und auch hier blühen endemische Geophyten. Der Spaziergang war sehr interessant. Besonders toll war, dass die Reiseleiterin Geschichte und Biologie in Deutschland (Bayern) studiert hatte und schon lange in Nordzypern lebt. Sie konnte einfach so viele Interessantes zeigen und erklären. Mich hat das stark beeindruckt.

...zur Antwort

Fällt es dir als Deutschen schwer das Wort "Jude" in den Mund zu nehmen?

Es war nach dem 2 Weltkrieg ein langer Lernprozess, der einige Jahre benötigte um die deutsche Bevölkerung aus ihrer festen Verankerung mit dem NS-Regime zu holen und ihnen das Bewusstsein für die Aufarbeitung mit diesem Teil der Geschichte zu geben. Aufgrund dieser langen Wege ist es gelungen der heutigen Bevölkerung die grausamen Taten eines verbrecherischen Systems näher vor Augen zu führen, als es in den direkten Jahren nach Kriegsende und weit darüber hinaus möglich war. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat in den 90er Jahren ergeben, das 81 % der deutschen Bevölkerung die Geschichte der Judenverfolgung und die Verbrechen des Nazi-Regimes hinter sich lassen möchten ("am besten vergessen"). Allein die Aussage "am besten vergessen" zeigte hierbei, das es diesen Personen dabei nicht um die Reduzierung der Medienberichte und ähnlichem ging, sondern pauschal um einen kompletten Schlussstrich unter diesen Teil der deutschen Geschichte. Die Akzeptanz der Bevölkerung sich mit dieser Geschichte, auch unser Großeltern und Ur-Großeltern weiterhin auseinanderzusetzen und den Zusammenhang mit der Gegenwart zu erkennen, hat sich seit der immer präsenten Erinnerungskultur in Deutschland fast verdoppelt. Das hat nichts mit Gehirnwäsche gemein, sondern mit der Erkenntnis, das unsere direkten Vorfahren in gewaltiger Anzahl, Täter und Mitwisser waren. Nur der deutliche Blick in die Vergangenheit erklärt die Gegenwart, das vergessen viele!

Die Verantwortung in Deutschland ist eine besondere, denn es war schließlich hier, wo Juden aus ihren Wohnungen gezerrt wurden, um in Ghettos oder Konzentrationslager deportiert zu werden, wo sie erschöpft und systematisch ausgehungert starben oder in Gaskammern ermordet wurden. Wer in Deutschland lebt und Teil dieser Gesellschaft ist, wer das Land verstehen will, muss den Nationalsozialismus und den Holocaust kennen. Nicht im Sinne von Schuld, sondern von Verantwortung.

Hat die immer wieder präsente Erinnerungskultur in Deutschland (die ich als richtig und wichtig empfinde) dafür gesorgt, dass du selbst schon ein "schlechtes Gewissen" bekommst wenn Du das Wort "Jude" aussprechen musst?

...zur Frage
Andere Antwort zu diesem Thema

Erst einmal vielen Dank für den sehr gut formulierten Textbeitrag bei deiner Frage.

Bei mir in der Familie wurde immer über die Zeit erzählt. Natürlich zu Beginn eher die positiven Ereignisse und die wichtigen Eckpunkte. So erfuhr ich im Elternhaus viel mehr, als in der Schule.

Wichtig waren die persönlichen Erfahrungsberichte. Meine Mutter hatte beispielsweise eine Vierteljüdin als gute Freundin gehabt, was ihr mein Opa, also ihr Vater erst nach 1945 erzählte. Meine Mutter hatte sich immer gewundert, warum der Opa nie das Haus verließ.

Mein Vater hat sogar Einzelheiten seiner Familiengeschichte aus der Zeit in der Lokalzeitung in den 80er Jahren veröffentlicht. Auch die Verfehlungen werden erwähnt und ich weiß, wer aus meiner Verwandtschaft sich wie verhalten hatte.

In den 90er Jahren wurde mein Vater dann vom polnischen Fernsehen als Zeitzeuge eingeladen, um die Zerstörung Warschaus 1944/45 aus Sicht eines Deutschen Soldaten dort live zu erzählen mit Simultanübersetzung. Mein Vater fand es sehr wichtig, dass es eine Aufarbeitung dieser schlimmen Zeit gibt. Vater wäre fast 1945 noch von besonders extremen Nazis erschossen worden und hatte bis in die 60er Jahre schlimme Albträume aus dieser schrecklichen Zeit.

Bei uns in der Familie wurden mit Freunden viel politisch diskutiert. Das kenne ich aus meiner Kindheit und Jugend so. Dabei waren meine Eltern und ihre Freunde sehr weltoffen. Sie nahmen jährlich an den internationalen Treffen im Sommer zur Politischen Bildung im Jagdschloss Göhrde teil.

Für mich ist ein Jude einfach eine Glaubensrichtung, wie Moslem oder Christ. Ich arbeite in einem Pflegeheim mit einer moslemischen und einer jüdischen Bewohnerin, mit katholischen, evangelischen und freikirchlichen hilfsbedürftigen Bewohnern. Ich rede natürlich alle mit Namen an und auch wenn über betreffende Bewohner geredet wird, dann mit Namen. Ich käme nicht auf die Idee, die "Jüdin" oder die "Moslemin" zu sagen. Wenn konkret nach Religionszugehörigkeit gefragt würden, dann natürlich, doch ohne Wertung.

...zur Antwort

Habt ihr in der Schule bei einem Austausch mitgemacht?

Hallo,

Habt ihr in der Schule bei einem Austausch mitgemacht bzw. Wollt ihr das machen? Falls ja, welche Länder?

Bei uns gab es z.B. Austausche mit Frankreich, Israel und Polen und an einer anderen Schule mit Finnland. Ich war beim Polenautausch dabei. Bei Finnland nur zur Hälfte. Ich hab nur eine Autauschschülerin aufgenommen, aber war nicht in Finnland.

Der Polenautausch hat mir nicht gefallen. Meine Austauschschülerin wirkte bei ihrer Ankunft erst nett. Später kam raus, dass das voll die arrogante Diva ist. Viele meinten nach dem Austausch zu mir, was ich für eine Tusse hatte und dass die total fies zu mir war. Die hat meine Mutter zu Beginn gefragt, ob sie Eva Braun mag und hat mir Bilder von ihrer Schule mit Hakenkreuzen gezeigt und gelacht. Die hat gemacht, was sie wollte, sich total daneben benommen und wollte mich rumkommandieren. Die wollte immer saufen und rauchen und hat sich cool dabei gefühlt. Die hat sich beschwert, dass Zigaretten erst ab 18 sind. Ein paar Mal sollte ich ihre Zigarette halten. Ich kam mir total blöd dabei vor. Fast die ganze Gruppe wollte ständig saufen. Einer wollte sich mal auf die Bahngleise stürzen und meine Austauschschülerin ist besoffen vor ein Taxi gefahren. Wir waren zu der Zeit alle 16 bis 17. Der Abschied war sowieso lieblos.

In Polen hab ich mich auch unwohl gefühlt. Am Bahnhof wurden wir von einigen böse angeschaut, als rauskam, dass wir Deutsche sind. Wir haben auch KZs besichtigt. Die Eltern meiner Austauschschülerin waren mega reich. Ich fand die nett, aber die Tochter war dermaßen verwöhnt und eingebildet. Die hatte ihren eigenen riesigen Wohnbereich, hat immer teure Sachen getragen und ihre Sonnenbrille dazu. Einmal hat sie Kaugummi genommen und der Vater hat auf Polnisch geredet. Plötzlich hat sie mir einen angeboten. Ich hab dankend abgelehnt. Beim Bierkaufen hab ich ihr Geld gegeben und sie hat das ganze Rückgeld behalten. Als wir in einem Schrebergarten gegrillt haben, musste sie auf die Toilette und hat mich weggescheucht, als wäre ich ein Hund: "Move!" und dazu so eine Handbewegung.

Ich fand beim Polenaustausch nur Danzig und Berlin richtig cool. Da waren wir nur mit unserer deutschen Gruppe. Ich war echt froh, als ich diese Leute nicht mehr sehen musste bzw. meine Austauschschülerin. Wir haben uns zwar noch auf Facebook, aber schon lange keinen Kontakt mehr.

Die finnische Austauschschülerin war hingegen mega höflich und nett. Überhaupt kein Vergleich zu der Polin. Wir haben immer noch Kontakt und sie hat mir erst heute wieder geschrieben. Ich hoffe, dass ich die irgendwann wieder sehe oder sie auch mal besuchen kann.

LG!

...zur Frage
Ja, und zwar: ...

Ich war zum Schüleraustausch in Bristol (England). Ich hatte Glück in eine nette Familie gekommen zu sein. Die haben extra für mich vegetarisch gekocht. Das war in den 70er Jahren nicht selbstverständlich. Der Vater war begeistert, dass ich mich sehr für Geschichte interessiere und so machten wir viele Familienausflüge zu den historischen Stätten der Umgebung mit seinen Threewheeler. Einen für maximal 6 Personen zugelassenes Auto mit nur drei Rädern. In Großbritannien gab es eine Radsteuer, daher gab es auch große Autos mit nur drei Rädern.

...zur Antwort
Rom

Rom besitzt einen geschlossenen Stadtkern aus der Renaissance bis Barock mit schönen Palästen, prachtvollen Kirchen, Plätzen und Brunnenanlagen.

Große Bereiche sind Fußgängerzonen. Das Stadtzentrum besitzt keine extrem breiten Straßen, die meines Erachtens ein Stadtbild zerstören.

Ich liebe die Architektur der Antike und da besitzt Rom sehr vieles. Besonders schön ist das gut erhaltene Ostia Antica. Dieser ehemalige Hafen von Rom wurde wegen Malaria verlassen und verfiel dann. Dort sind viele Gebäude dementsprechend noch bis zur ersten Etage erhalten.

Der Park der Villa Borghese im Norden des Stadtzentrums bildet einen schönen Kontrast. In der Natur dieser Parkanlage kann man sich gut nach einen Tag mit vielen neuen Eindrücken erholen.

In München und Barcelona sind die schönen Stadtzentren sehr klein und das drumherum ist nur teilweise schön.

In Paris stören mich die 6 (oder sogar 8) spurigen Straßen, welche das Stadtbild für mich eher unattraktiv macht.

In St. Petersburg haben mich bei meinen Besuch vor einigen Jahren die vielen Militärs gestört. Das mag ich im Urlaub nicht sehen. Da möchte ich abschalten.

London und Wien sind definitiv auch einen mehrtägigen Reisetripp wert. Was Architektur der Antike angeht, da ist dort natürlich wesentlich weniger zu sehen, daher fiel mir meine Entscheidung leicht.

...zur Antwort
nur antworten (nie/fast nie Fragen stellen)

Das mache ich zumindest am meisten.

Ich chatte mit einigen sehr lieben Menschen hier auch gerne. Chatten ist eine tolle Möglichkeit, welche bei der Frage-Antwort-Plattform ask.fm Geld kostet und dementsprechend fast gar nicht von irgend einer Person dort genutzt wird.

...zur Antwort