Verzweifelt nach epileptischem Anfall im Job. Sollte ich jetzt dem Arbeitgeber gegenüber ehrlich sein?

Liebe Community,

ich arbeite seit fast zwei Monaten in einem Altenheim als Betreuungskraft. Ich war so froh, nach ein paar Jahren Arbeitsuche diesen Job gefunden zu haben.

Letzte Woche hatte ich ein unangenehmes Gespräch mit der Leitung vom sozialen Dienst. Die Mitarbeiterin sagte, ich sei noch zu unstrukturiert in den Arbeitsabläufen und vergesse zu viel. Wenn ich meine Leistungen nicht gravierend verbessern könne, müsse man sich von mir trennen.

Daraufhin habe ich alles drangesetzt, bloß nicht mehr negativ aufzufallen. Ich plante sorgfältig und kontrollierte meine Dokumentation dreifach. Ich bemerkte, dass mich die Leiterin vom sozialen Dienst sehr genau beobachtete.

Jetzt ist mir am Donnerstag etwas wirklich Schlimmes passiert. In der Mittagszeit dachte ich noch ständig daran, bloß nicht den Transfer von Bewohnern nach dem Kaffee zum Singen zu vergessen. Ich war sehr verkrampft an dem Tag, weil ich mich seltsam fühlte und irgendwie total neben mir stand. Ich besuchte ein paar bettlägerige Bewohner und dann passierte es. Als ich in einem Zimmer am Bett saß, sah ich plötzlich schwarze Kreise mit einer leuchtend blauen Umrandung. Dann weiß ich nichts mehr. Als ich wieder zu mir kam, lag ich neben dem Stuhl und mein Kopf brummte und eine Schulter tat furchtbar weh. Ich war wie erstarrt und erst mal nicht in der Lage aufzustehen.

Es war vielleicht eine halbe Stunde vergangen, vielleicht auch mehr, als ich ins Büro gehen konnte. Eine Kollegin machte mir Vorwürfe, weil ich nicht beim Transfer war. Ich sagte, mir ging es plötzlich nicht gut. Von ihr kam nur ein Schulterzucken. Klar, meine Vergesslichkeit ist im Team bekannt. :-((

Vor drei Jahren wurde bei mir eine Epilepsie festgestellt, die ich aber nirgendwo angebe. So ist also auch dem jetzigen Arbeitgeber nichts bekannt. Ich dachte, sie würden mich sonst nicht einstellen.

Letzte Woche bekam ich auch noch ein Gespräch mit, dass die Leiterin vom sozialen Dienst auch Epilepsie hat. Mich hatte schon gewundert, warum sie einen Führerschein hat, aber betonte, dass sie kein Auto fahre. In dem Moment bereute ich, die Erkrankung verschwiegen zu haben.

Nächste Woche findet wieder ein Gespräch mit ihr statt und bis dahin wird es zu einer Entscheidung gekommen sein, ob man mich weiter beschäftigen wird oder nicht. Natürlich wird sie mir die Sache mit dem verpassten Transfer vorhalten.

Sollte ich auf ihr Verständnis hoffen, wenn ich ihr sage, dass ich einen Anfall hatte?

Oder kann das zur fristlosen Kündigung führen, weil ich die Epilepsie verschwiegen habe?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf
4 Antworten
Könnte mir Ärger durch diese Kollegin drohen?

Liebe Community,

ich arbeite in der Betreuung in einem Altenheim.

Vor einer Woche habe ich über einen Bewohner geschrieben, der schon sehr überschwänglich reagierte, wenn ich ihn besuchte. Er suchte auffällig den körperlichen Kontakt.

Ich habe mich daraufhin etwas von ihm distanziert und das hat er wohl bemerkt. Seitdem behandelt er mich wie eher wie eine Enkelin. Inzwischen finde ich sein Verhalten schon richtig putzig.

Heute habe ich ihn nur kurz nach dem Mittagessen besucht, weil er eigentlich in erster Linie durch eine andere Kollegin betreut wird, was aber im Allgemeinen kein Problem darstellt. Wir führten kurzen Smalltalk über das Essen im Heim und das Wetter. Dann nahm er meine Hände und sagte, süß, wie klein die sind. Ich antwortete, dass es Kinderhände sind und ich genauso kleine Füße habe. Er lachte darüber so herzlich, dass es echt ansteckend war. Er meinte, dass ich wirklich "etwas ganz Liebes" sei. Also nichts, was man als Flirt auslegen könnte.

Ich fühlte mich anschließend nach einem stressigen Morgen besser und das hat man mir wohl angesehen. Als ich vor Feierabend ins Büro vom sozialen Dienst kam, sprach mich eine Kollegin darauf an, dass ich ja richtig strahle. Ob es mir so gut gehe. Da sagte die Kollegin, die den besagten Bewohner betreut in säuerlichem Ton, dass das nur der Herr M..... schaffe.

Ich habe jetzt ein ungutes Gefühl, weil sie ihn heute nach meinem Besuch auch noch betreut hat (das konnte ich aber vorher nicht wissen).

Könnte sie mir Probleme machen, weil sie bemerkt hat, dass ich zu diesem Bewohner einen engeren Kontakt habe?

Am Mittwoch ist Teambesprechung und ich habe Angst, dass sie da negativ über mich sprechen wird. ICH werde nämlich nicht teilnehmen, weil es mein freier Tag ist.

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Liebe und Beziehung
6 Antworten
Bewohner im Altenheim bildet sich ein, sich in mich verliebt zu haben - was tun?

Liebe Community,

ich habe am 01.02. als Betreuungskraft in einem Altenheim angefangen. Der Job, in dem ich bisher keine Erfahrung habe, macht mir Spaß. Klar, es gibt immer Menschen, mit denen man besser zurecht kommt als mit anderen. Ich habe den Eindruck, dass es einige Kolleginnen und ein paar Bewohner stört, dass ich ein sehr zurückhaltender Mensch bin.

Ich besuche auch gern einen alten Herrn von Ende 80 in seinem Zimmer, das er fast nie verlässt. Er möchte keine Gesellschaft. Mir fiel auf, dass er sich jedes Mal sehr freute, wenn ich ihn besuchte. Er nahm dann schon mal meine Hände, die meistens kalt sind und wärmte sie. Das war für mich noch in Ordnung.

Doch dann kam es zu einer Steigerung. Am Wochenende gab er mir einen Klaps auf den Po. Daraufhin habe ich ihn schnell abgelenkt und auf das Fernsehprogramm aufmerksam gemacht.

Gestern aber war es die Krönung. Ich kam in sein Zimmer, wo gerade eine Pflegekraft ihn waschen wollte. Er hatte keine Lust dazu und schnauzte sie an. Als er mich sah, strahlte er aber gleich. Doch ich kam dann später wieder. Er nahm wieder meine Hände und ich ließ es zu. Nur unglücklicherweise kam eine Pflegekraft rein, um das Mittagessen abzuräumen. Sie sah also, wie wir gerade Händchen in Händchen dort saßen. Natürlich war es mir sehr unangenehm und ich versuchte wieder ihn abzulenken. Doch dieses Mal klappte es nicht. Er kam ganz dicht an mich ran und ich hatte schon Angst, dass er versuchen würde, mich zu küssen. Er meinte, er würde mich am liebsten knuddeln. Ich wehrte ab und er fragte, warum ich mich denn schäme. Ich antwortete, dass ich nur jobbedingt zu ihm Kontakt haben dürfe und wolle. Dann nahm ich ein Foto vom Nachttisch, auf dem er mit seiner verstorbenen Frau zu sehen ist. Ich wiederholte dreimal, dass sie ein schönes Paar waren und er sicher eine sehr liebe Frau gehabt habe. Er ging überhaupt nicht darauf ein und sagte, dass sie beruflich viel unterwegs gewesen sei. Er konzentrierte sich dann sofort wieder auf mich.

Vielleicht erinnert er sich auch einfach nicht mehr gut an seine Frau. Er ist leicht dement, aber man kann sich noch ganz normal mit ihm unterhalten.

Für mich ist es schwer, ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Doch ich möchte nicht, dass er weitere Annäherungsversuche macht.

Was soll ich tun? Mit einer Kollegin über dieses Problem sprechen?

Oder was kann ich tun, um das Problem aus der Welt zu schaffen?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Freundschaft, Liebe und Beziehung
3 Antworten
Komisches Verhalten einer Vorgesetzten bevor ich den Job überhaupt angetreten habe?

Liebe Community,

ich fange am 01.02. in einem Altenheim als Betreuungskraft an. Als ich die Zusage bekam, habe ich mich zuerst riesig gefreut. Denn ich suche schon seit 3 Jahren nach einer entsprechenden Tätigkeit.

Leider gab es schon ein erstes Problem und ich habe schon einen leichten Rüffel deswegen bekommen. Ich benötigte ein Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis und hatte beides rechtzeitig zusammen. Nur wusste ich nicht, dass ich diese Unterlagen erst einreichen musste bevor überhaupt ein Arbeitsvertrag fertig gemacht werden konnte. Als ich im Altenheim anrief und nach einem Termin für den Vertrag fragte, hieß es nach Tagen von der Leiterin des sozialen Dienstes vorwurfsvoll, dass ich außer meinen Bewerbungsunterlagen ja noch gar nichts eingereicht habe!

Letzte Woche bekam ich nun den Arbeitsvertrag, den ich heute von mir unterschrieben dort einreichte. Gleichzeitig wollte mir die Leiterin des sozialen Dienstes meinen Dienstplan für Februar geben.

Als ich in ihr Büro kam, meinte sie, sie habe leider keinen ausgedruckten Plan für mich, da ich den Arbeitsvertrag zu spät eingereicht habe. Ich müsse mir nun die ganzen Dienstzeiten abschreiben. Was echt Shit war, da ich meine Lesebrille nicht dabei hatte und ich sie teilweise frage musste, weil ich es nicht lesen konnte! :-(

Sie fragte mich, ob ich mit dem Bus oder dem Auto komme. Ich antwortete, mit dem Bus. Sie wollte wissen, ob ich Autofahren könne. Ich sagte, dass ich einen Führerschein habe. Da wurde sie schon ungeduldig und meinte, das heiße doch nichts. Sie habe auch einen Führerschein und fahre nicht. Keine Ahnung, warum das relevant war. Das Problem ist, dass ich Epilepsie habe (nur kurze Bewusstseinspausen, keine Krampfanfälle) und im Moment noch ein Fahrverbot habe. Nun ja, Asche auf mein Haupt - ich habe die Erkrankung nicht angegeben! :-(

Außerdem schien sie sich nicht mit meinen Unterlagen beschäftigt zu haben. Sie wollte wissen, ob ich Berufserfahrung habe, was ich verneinte. Dann wollte sie wissen, ob ich den Betreuungsschein vor kurzem gemacht habe. Ich gab zur Antwort, dass das 3 Jahre her sei. Sie fragte, ob ich seitdem arbeitslos sei. Ich antwortete, ja, dass ich aber einen Minijob hatte. Sagte nicht, dass es nur eine Putzstelle war. Das war echt blöd, weil noch eine Pflegekraft anwesend war.

Was würdet ihr davon halten? Es hat schon irgendwie unglücklich angefangen, oder?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Ausbildung und Studium
3 Antworten
Wie war eure Reaktion, als ihr die Diagnose Epilepsie bekommen habt?

Liebe Community,

erst einmal ein frohes neues Jahr an alle! :-)

Keine Ahnung, heute ist so ein trostloser Tag und ich denke wieder vermehrt über meine Probleme und mein Handicap nach.

Vor 3 Jahren bekam ich die Diagnose idiopathische Epilepsie (also Auslöser unbekannt) und kann bis heute nicht richtig damit umgehen. Nach der Untersuchung sprach der Neurologe erst mal nur verharmlosend von Absencen, doch im weiteren Gespräch hieß es dann Epilepsie. Diese Erkrankung in Verbindung mit mir war ein Schock! Allerdings habe ich mich gleichzeitig auch geschämt. Ich habe sofort gedacht, was muss der Arzt jetzt wohl von mir halten und in welcher Apotheke soll ich nur die verordneten Tabletten holen. In meiner Stammapotheke bestimmt nicht, wo sie beim Abgeben des Rezepts genau sagen, wofür das Medikament genommen wird und ob der Arzt einen über die Einnahme aufgeklärt hat.

Ja, mir ist es auch peinlich, dass es jetzt in der Akte bei meinem Hausarzt steht. Wer weiß, wer es schon gelesen hat. Mein Hausarzt ist seidem auch überbesorgt, fragte mich bei der Grippeschutzimpfung, ob ich mich hinlegen möchte. Eine Arzthelferin sprach mich vor kurzem darauf an, weil sie auch Epilepsie hat und was das für ein großer Mist ist.

Meinen Eltern habe ich es bis heute nicht gesagt. Meine Mutter sagte neulich, wie denn wohl die Arzthelferin an den Job gekommen ist. Doch sicher nur über Beziehungen, denn man muss so etwas vor einer Einstellung sagen.

Das ist auch ein Thema für sich. Ich habe ab 01.02. einen neuen Job und habe natürlich nichts davon erwähnt, dass ich Epilepsie habe. Ich bin sicher, man sich nicht für mich entschieden hätte, weil ich die Verantwortung für alte und hilfsbedürftige Menschen habe werde. Ich möchte aber arbeiten, bin allerdings aufgrund meiner Defizite (Langsamkeit, Konzentrationsschwäche) nicht besonders flexibel.

Wie habt ihr es empfunden, als ihr diese Diagnose bekommen habt?

LG

Moonandsun

Gesundheit und Medizin
3 Antworten
Darf mich das Jobcenter zur einer berufspraktischen Förderung zwingen?

Liebe Communtiy,

ich befinde mich bis Freitag in einer zweimonatigen Weiterbildung. Sie dient zur Auffrischung von Kenntnissen im kaufmännischen Bereich. Wir hatten u.a. Mathe, Deutsch, PC-Grundlagen, Buchführung.

Ich habe Speditionskauffrau gelernt, aber nie mehr in diesem Beruf gearbeitet, weil ich in der Ausbildung gewaltige Probleme hatte. Während meiner ganzen Berufstätigkeit (25 Jahre) habe ich nur wenige Jahre im Büro gearbeitet und dabei immer wieder festgestellt, dass ich mich dafür nicht eigne.

Ich machte eine Weiterbildung als Betreuungskraft in der Altenhilfe, habe aber bisher keine Stelle gefunden. Ich sehe mich eher im sozialen Bereich als am Schreibtisch.

Leider ist aber meine Arbeitsvermittlerin davon überzeugt, dass mir Büroarbeit liegt und es bei mir nur am mangelnden Selbstbewusstsein scheitert. Dem ist aber nicht so.

Heute hatte ich nun in der Weiterbildung ein Gespräch, wie es jetzt weitergehen soll. Der Lehrgangsleiter empfiehlt mir eine berufspratkische Förderung. Sie beinhaltet drei Monate Unterricht mit Vertiefung kaufmännischer Kenntnisse und ein Praktikum von drei Monaten. Ich habe ihm gesagt, dass es mir wenig bringen wird, da mir der kaufmännische Bereich nicht liegt. Er meinte, ich könne doch ein Praktikum in einem Altenheim machen! Ja, und was soll mir dann Unterricht in Mathe, Buchführung, BWL und PC-Unterricht bringen?

Ich soll mich bis morgen entscheiden. Im Grunde habe ich mich schon entschieden. Meine Angst ist jetzt, dass ich Ärger mit dem Jobcenter bekomme, wenn sie erfahren, dass man mir diese berufspraktische Förderung angeboten hat und ich abgelehnt habe!

Darf das Jobcenter mich zwingen, eine Maßnahme zu machen? Muss ich mit Santkionen rechnen, wenn ich ablehne?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Schule, Hartz IV, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
2 Antworten
Unterstellt mir die Dozentin, dass ich mich nicht genügend um Arbeit bemühe?

Liebe Community,

ich mache im Moment eine Fortbildung, die vom Jobcenter angeleiert wurde. Es ist eigentlich eine Fortbildung für Kaufleute, obwohl ich sehr sicher bin, nie mehr im kaufmännischen Bereich zu arbeiten. Es hat sich oft genug bestätigt, dass ich mich für diesen Beruf nicht eigne.

Ich wollte eigentlich als Betreuungskraft in der Altenhilfe arbeiten und habe vorletztes Jahr den Betreuungsschein gemacht. Leider habe ich keinen Job gefunden, denn es gibt nur sehr wenige Stellenangebote in dem Bereich.

Gestern wollte eine Dozentin von uns wissen, wie es bei uns beruflich weitergehen soll, was wir den ganzen Tag zu Hause machen, etc.

Als ich sagte, dass ich als Betreuungskraft arbeiten möchte, aber keine Stelle finde, wirkte sie so skeptisch. Sie meinte, das könne nicht sein. Altenheime würden immer Personal suchen. Ich habe geantwortet, dass Pflegepersonal immer gesucht würde, man aber an Personal für die Betreuung sparen würde.

Dann wollte sie wissen, ob ich mich denn auch initiativ bewerbe. Ich sagte, dass ich oft genug Initiativbewerbungen geschrieben, aber nur Absagen erhalten habe. Daraufhin meinte sie, ich könne doch auch bei diversen Heimen gleich persönlich vorstellig werden. So hätte man gleich einen Eindruck von mir.

Ich weiß nicht, ob das ein gutgemeinter Rat sein sollte, aber ich finde, dass nicht jeder Mensch dafür geeignet ist, gleich bei einer Firma oder einem Heim vor der Tür zu stehen. Dazu benötigt man schon eine gute Portion Selbstbewusstsein. Für mich ist es leichter, erst einmal Bewerbungen zu verschicken oder dort anzurufen und nachzufragen, ob Bedarf besteht.

Hättet ihr an meiner Stelle auch den Eindruck, dass mir die Dozentin indirekt unterstellt, mich nicht genügen um einen Job zu bemühen?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Hartz IV, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
4 Antworten
Darf das Jobcenter einem eine sinnlose Ausbildung aufzwingen?

Liebe Community,

ich nehme im Moment an einer Maßnahme vom Jobcenter teil. Es handelt sich um einen Kurs, wo Deutsch, Mathe, BWL, Rechungswesen und Power Point unterrichtet werden.

Meine Sachbearbeiterin sagte mir vorher, ich solle einfach mal meine PC-Kenntnisse etwas auffrischen. Daher hat es mich gewundert, dass der PC-Unterricht eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Jetzt habe ich aber erfahren, dass es sich um eine VORmaßnahme handelt. Wie der Name schon sagt, soll im Anschluss daran noch mehr erfolgen. Es sieht so aus, dass man auf eine kaufmännische Ausbildung festgenagelt werden soll!

Ich verstehe diese Sinnlosigkeit nicht! Ich bin Ende 40 und habe immer wieder versucht, in einem Bürojob Fuß zu fassen. Das ist auch mein erlernter Beruf. Doch dieser Job liegt mir überhaupt nicht. Es sind nicht nur Probleme im Umgang mit dem PC, sondern ich kann mich auch nicht organisieren und bin zu langsam und verpeilt. Deshalb ist mir überall gekündigt worden.

Meine Arbeitsvermittlerin wollte mir anscheinend nicht glauben, denn sie schickte mir weiterhin Stellenangebote fürs Büro zu. Zwischendurch musste ich auch als Servicekraft in einem Wellnessclub probearbeiten. Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen.

Tut mir leid, wenn ich das so schreibe, aber in dem Kurs sitzen auch die letzten Leute. Ein gescheiterter Kneipenwirt, ein Mann, der Epileptiker ist und das auch überall herumposaunt, ein unwahrscheinlich kindischer Typ und ein Ausländer, der die meiste Zeit nicht erscheint. Nur einer ist halbwegs in Ordnung.

Was ist, wenn der Maßnahmeträger nach Ablauf der zwei Monate behauptet, ich würde mich super für eine kaufmännische Ausbildung eignen? Schließlich sind die doch nur daran interessiert, an einem zu verdienen.

Dürfte mich das Jobcenter zu einer sinnlosen Ausbildung zwingen?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Schule, Hartz IV, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
7 Antworten
Ist man dumm, wenn man nicht mal in einem Callcenter eingestellt wird?

Liebe Community,

ich hatte letzte Woche die Möglichkeit, mir einen Eindruck für die Tätigkeit in einem Callcenter zu verschaffen. Klar, ich wusste, dass es nicht gerade ein Traumjob ist. Doch ich bin nicht mehr wählerisch, nachem ich herausgefunden habe, dass ich weder für Jobs im Büro, als Betreuungskraft in einem Altenheim und als Hauswirtschaftshelferin in einer Küche geschaffen bin. Als Reinigungskraft habe ich mich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, obwohl ich da mein Bestes gegeben habe.

Mein Hauptproblem in allen Jobs war meine Langsamkeit.

Letzte Woche Mittwoch gab es eine Schulung und anschließend sollten 4 Probearbeitstage folgen. Die ersten beiden Probearbeitstage waren schon ziemlich entmutigend, weil die beiden Mitarbeiterinnen schnell ungehalten wurden, als ich nicht schnell genug im System auf die entsprechenden Felder klickte. Ich musste mich aber erst mal zurechtfinden und das gelang mir eben nicht auf Anhieb. Auch als ich schon erste Gespräche mit Kunden führen musste, war ich verunsichert und versprach mich einige Male. Eine Mitarbeiterin schnitt schon ständig Grimassen. :-((

Am Montag, am 3. Probearbeitstag, schickte man mich sofort wieder nach Hause, als ich zur Spätschicht kam. Es hieß, ich sei den Anforderungen nicht gewachsen, gleichzeitig das Kundengespräch zu führen und die entsprechenden Schritte im System vorzunehmen. Das müsse ich nun aber schon selbständig auf die Reihe bekommen. Ich würde mich nicht für eine Tätigkeit im Callcenter eignen, weder in-noch outbound.

Zur Not hätte ich mir noch sagen können, dass der Arbeitgeber schon zu viel erwartete. Hätte man mir mehr Zeit gegeben, hätte es sicherlich funktioniert. Doch mich hat sehr runtergezogen, dass man erwähnte, dass die anderen Bewerber schon viel weiter waren als ich. Sie sind bestimmt alle eingestellt worden.

Ist man also dumm, wenn man es nicht einmal schafft, in einem Callcenter eingestellt zu werden?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
5 Antworten
Kann diese Symptomatik mit meiner Epilepsie zusammenhängen?

Hallo liebe Community,

ich habe eine generalisierte, idiopathische Epilepsie, wahrscheinlich schon seit meiner Kindheit, ist nur nie diagnostiziert worden. Ich habe die Diagnose erst seit 2,5 Jahren.

Ich habe einfach ständig das Gefühl, dass bei mir alles viel langsamer abläuft als bei anderen Menschen! Ich bin beim Essen, Hausarbeiten, in Jobs, etc. immer extrem langsam, selbst wenn ich mich bemühe, mich zu überschlagen. Das geht anderen natürlich unwahrscheinlich auf den Senkel.

Ich komme insgesamt sehr trantütig daher. Manchmal merke ich selbst, dass ich zu lange brauche, um zu antworten. Teilweise bekomme ich Dinge, die mir erklärt werden, nicht mit, vor allem, wenn ich nervös bin. Ich gucke dann wohl ganz verständnislos und verwirrt, so zumindet die Rückmeldung, die ich bekomme. Außerdem bleibe ich ab und zu, wenn ich mit jemandem zu Fuß unterwegs bin, einfach kurz stehen, rede auch weiter. Nur bemerke ich gar nicht, dass ich stehenbleibe. So halte ich manchmal regelrecht den Verkehr auf.

Es kommt auch vor, dass ich aufgefordert werde, etwas zu machen (z.B. irgendwelche Handgriffe) und ich weiß in dem Moment nicht, wie ich das ausführen soll. Deshalb stelle ich mich dann richtig unbeholfen an und blamiere mich damit auch!

Ich soll auch sehr langsam und langgezogen sprechen. Eine gehässige Teilnehmerin in der Weiterbildung hat mal behauptet, ich spreche wie eine Demenzkranke und hat mich bei WhatsApp imitiert.

Ich habe meinen Neurologen darauf angesprochen und gefragt, ob diese Auffälligkeiten mit der Epilepsie zusammenhängen können. Er meinte, nein, das habe nichts damit zu tun und außerdem würde er es bei mir nicht beobachten. Ich spreche seiner Ansicht nach normal und würde auch prompt antworten. Außerdem wirke ich eher wie eine Person, die sich gut konzentrieren kann. Wobei ich in Jobs andere Erfahrungen gemacht habe!

Was meint ihr?

Können meine Defizite nicht doch mit der Epilepsie zusammenhängen? Beobachtet ihr oder andere an euch evtl. auch solche Probleme?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Medizin, Gesundheit, Psychologie, Epilepsie, Gesundheit und Medizin
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