Fragt das Jobcenter/die Agentur für Arbeit nach, warum ein befristeter Vertrag nicht verlängert wurde?

Liebe Community,

ich arbeite seit Februar diesen Jahres als Betreuungskraft in einem Altenheim. Mein befristeter Vertrag läuft zum 31.01.2020 aus.

Der Job mit den älteren Menschen an sich macht mir Freude. Klar, es gibt immer einige, die das Ganze erschweren, aber viele sind liebenswert und dankbar.

Nur ist es so, dass ich inzwischen total unglücklich bin und zuhause oft weine.

Von Anfang an gab es eine Mitarbeiterin vom sozialen Dienst, die mich schikaniert hat. Es ist ganz offensichtlich, dass sie mich nicht leiden kann. Meine Vorgesetzte war mir gegenüber immer etwas geringschätzig, Fehler wurden aufgebauscht. Als sie mal einen Fehler im Dienstplan machte, bekam ich ihre volle Ladung Frust ab, dass ich das doch hätte bemerken und melden müssen.

Jetzt ist es ganz aus. Ich bin innerhalb weniger Wochen zweimal erkrankt. Zuerst hatte ich eine Ausschabung der Gebärmutter mit Verdacht auf Krebs (Befund vom Pathologen liegt immer noch nicht vor) und eine schwere Bronchitis. Auch da reagierte meine Vorgesetzte mehr als unfreundlich.

Ich kann und möchte in so einem feindseligen Arbeitsumfeld nicht mehr arbeiten, weil ich psychisch eh labil bin.

Ich schreibe schon Bewerbungen. Nur weiß ich nicht, ob ich bald einen neuen Job finde.

Für den Fall, dass ich ab Februar wieder arbeitsuchend gemeldet bin: Fragt man von der Arbeitsagentur bzw. Jobcenter bei dem Arbeitgeber nach, warum der Vertrag nicht verlängert wurde? Oder machen die sich die Arbeit nur im Falle einer Kündigung?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
2 Antworten
Sollte ich diese Bewohnerin ihn Zukunft einfach nicht mehr betreuen/ignorieren?

Liebe Community,

ich arbeite als Betreuungskraft in einem Altenheim. Der Job ist manchmal nicht einfach, weil einige Bewohner ein recht herausforderndes Verhalten an den Tag legen. Ich gebe mein Bestes, immer ruhig und geduldig zu bleiben und bisher ist es mir auch immer gelungen.

Gestern hatte ich allerdings ein Erlebnis, wo mich eine Bewohnerin wirklich angewidert hat! Ich habe das Bild die ganze Zeit vor Augen.

Es handelt sich um eine Bewohnerin, die bettlägerig ist. Sie soll nicht dement sein, wirkt aber geistig zurückgeblieben. Sie ist 53 Jahre alt und die Jüngste in "meinem" Wohnbereich. Da sie bettlägerig ist, muss ich sie zweimal wöchentlich betreuen. Ich versuche, meine Besuche für sie sehr angenehm zu gestalten. Ich führe basale Stimulationen durch, bringe CDs von zuhause mit, weil sie mit den CDs im Heim nichts anfangen kann, hole ihr Eis und Schokolade in der Cafeteria. Naiverweise dachte ich, dass ich inzwischen einen guten Zugang zu ihr hatte.

Sie hat schon längere Zeit die Angewohnheit, auf die Matten neben ihrem Bett oder an die Wand zu spucken. Versuche, sie davon abzubringen, scheiterten. Niemand weiß, warum sie das macht. Eine Mitarbeiterin vom sozialen Dienst meinte, dass es vielleicht mit ihrer Biografie zusammenhänge. Sie wurde als Junge geboren und hat sich zur Frau umoperieren lassen.

Im Laufe der Zeit schaffte ich es, diese ekligen Spuren zu übersehen. Gestern war es allerdings nicht mehr zu übersehen. Ich fragte sie, ob eine Massage der Arme möchte, denn ich möchte nichts gegen ihren Willen machen. Sie bejahte. Ich ging also mit dem Massageroller über ihre Arme und sie wirkte entspannt. Doch plötzlich setzte sie sich etwas im Bett auf und spuckte zweimal kräftig auf die Decke! Ich beendete die basale Stimulation natürlich eine Minute später, da ich Angst hatte, noch etwas abzubekommen! Ich gab ihr noch ein Stück Schokolade und verließ das Zimmer.

Ich berichtete einer Pflegekraft von dieser Sauerei. Sie meinte erstaunt, dass das doch bekannt sei. Sie war dann allerdings irritiert, weil diese Bewohnerin das noch nie im Besein von Personal gemacht hat.

Ehrlich gesagt, möchte ich mich mit dieser Person nicht mehr abgeben!

Würdet ihr beim sozialen Dienst sagen, dass ihr es ablehnt, so jemanden weiterhin zu besuchen? Oder einfach so tun als ob ihr denjenigen besucht und irgendwas dokumentieren?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf
3 Antworten
Ich glaube, ich bin im Job nur der "Notnagel". Kann das sein?

Liebe Community,

ich arbeite seit Februar als Betreuungskraft in einem Altenheim. Meine Probezeit endet am 31.07.

Die Leiterin vom sozialen Dienst gab mir bei jedem Mitarbeitergespräch die Rückmeldung, dass ich zu schüchtern sei und sehr an mir arbeiten müsse. Ich habe mich ein klein wenig gebessert, kann mich aber nicht um 180 Grad drehen. Wie in jedem anderen Job in der Vergangenheit hieß es auch, dass ich langsam sei, vor allem bei Transfers der Bewohner.

Vor 2 Wochen wurde mir gesagt, dass ich nach der Probezeit bis zum Ende des befristeten Vertrages im Januar weiterbeschäftigt werde. Die Heimleiterin fragte mich, ob ich das wirklich wolle. Ihr sei noch nie eine so schüchterne Mitarbeiterin begegnet. Ich habe geantwortet, dass ich mich freue, da ich den Job gern mache. Sie guckte skeptisch, aber ok, ich habe die Probezeit bald überstanden.

Irgendwie weiß ich aber nicht, ob ich wirklich glücklich darüber sein soll. Ich bekomme immer wieder vermittelt, dass mich die beiden Mitarbeiterinnen vom sozialen Dienst nicht schätzen, ebenso wenig die anderen Betreuungskräfte, bis auf eine. Manche grüßen mich nicht einmal oder sprechen sehr geringschätzig mit mir. Dabei sollen wir doch ein funktionierendes Team sein.

Ich habe sehr stark den Eindruck, dass fast alle an meiner Kündigung interessiert gewesen wären. Dass es aber nicht dazugekommen ist, weil sich die Leiterin vom sozialen Dienst für mich eingesetzt hat. Sie sagte mir, dass ich ihr sympathisch und immer zuverlässig sei. Ja, und ich springe, wenn sie es erwartet!

Vor ein paar Tagen hätte ich Spätdienst gehabt und wurde um 9.30 Uhr von der Leiterin angerufen, ob ich um 11 Uhr im Heim sein könne. Natürlich doof, wenn eine Strecke schon eine knappe Dreiviertelstunde beträgt... Jedenfalls musste ich helfen, die Bewohner zum Grillen in den Garten zu bringen und sie dann mit Essen und Getränken zu versorgen. Anschließen hieß es, das Personal dürfe sich mit an die Tische setzen und etwas essen. Nur kam es bei mir nicht dazu. Die Leiterin gab mir den Auftrag, in den Wohnbereich zu gehen und den Pflegekräften beim Anreichen des Essens zu helfen. Dabei dürfen wir Betreuungskräfte das nicht und ich habe am Anfang meiner Tätigkeit dort deswegen einen gewaltigen Anpfiff bekommen. Doch ich machte, was mir gesagt wurde.

Wie seht ihr das?

Bin ich nur ein Notnagel in dem Job? Jedenfalls fühle ich mich kein bisschen wertgeschätzt.

Liebe Grüße,

Moonandsun

Beruf, Ausbildung und Studium
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Darf mich das Jobcenter zur einer berufspraktischen Förderung zwingen?

Liebe Communtiy,

ich befinde mich bis Freitag in einer zweimonatigen Weiterbildung. Sie dient zur Auffrischung von Kenntnissen im kaufmännischen Bereich. Wir hatten u.a. Mathe, Deutsch, PC-Grundlagen, Buchführung.

Ich habe Speditionskauffrau gelernt, aber nie mehr in diesem Beruf gearbeitet, weil ich in der Ausbildung gewaltige Probleme hatte. Während meiner ganzen Berufstätigkeit (25 Jahre) habe ich nur wenige Jahre im Büro gearbeitet und dabei immer wieder festgestellt, dass ich mich dafür nicht eigne.

Ich machte eine Weiterbildung als Betreuungskraft in der Altenhilfe, habe aber bisher keine Stelle gefunden. Ich sehe mich eher im sozialen Bereich als am Schreibtisch.

Leider ist aber meine Arbeitsvermittlerin davon überzeugt, dass mir Büroarbeit liegt und es bei mir nur am mangelnden Selbstbewusstsein scheitert. Dem ist aber nicht so.

Heute hatte ich nun in der Weiterbildung ein Gespräch, wie es jetzt weitergehen soll. Der Lehrgangsleiter empfiehlt mir eine berufspratkische Förderung. Sie beinhaltet drei Monate Unterricht mit Vertiefung kaufmännischer Kenntnisse und ein Praktikum von drei Monaten. Ich habe ihm gesagt, dass es mir wenig bringen wird, da mir der kaufmännische Bereich nicht liegt. Er meinte, ich könne doch ein Praktikum in einem Altenheim machen! Ja, und was soll mir dann Unterricht in Mathe, Buchführung, BWL und PC-Unterricht bringen?

Ich soll mich bis morgen entscheiden. Im Grunde habe ich mich schon entschieden. Meine Angst ist jetzt, dass ich Ärger mit dem Jobcenter bekomme, wenn sie erfahren, dass man mir diese berufspraktische Förderung angeboten hat und ich abgelehnt habe!

Darf das Jobcenter mich zwingen, eine Maßnahme zu machen? Muss ich mit Santkionen rechnen, wenn ich ablehne?

Liebe Grüße,

Moonandsun

Schule, Hartz IV, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
2 Antworten
Meinem Date sagen, dass ich Epilepsie habe?

Liebe Community,

ich habe heute Nachmittag zufällig einen ehemaligen Kollegen in der Stadt getroffen. Wir haben uns für Freitagabend verabredet.

Damals hatte ich Interesse an ihm, bin aber nicht sicher, ob ich mir heute noch etwas mit ihm vorstellen könnte. Doch es gibt für mich einen wichtigen Grund, warum ich ihn gern wiedersehen und mich mit ihm unterhalten würde. Er hat vor unserem gemeinsamen Job als Pfleger in Bielefeld-Bethel, also in Europas größtem Epilepsie-Zentrum gearbeitet. Heute kam von seiner Seite auch kurz das Gespräch auf seine Berufstätigkeit dort.

Ich habe Epilepsie, wobei nicht ganz klar ist, ob ich tatsächlich unter einer Schlafepilepsie leide (nur die Absencen sind eine gesicherte Diagnose). Daher habe ich schon mal in Erwägung gezogen, mich zu einem Epilepsie-Zentrum überweisen zu lassen, um das genauer abzuklären. Für mich wäre Bethel das nächste.

Ich würde am Freitag gern mehr von ihm darüber erfahren. Nur: sollte ich ihm sagen, dass ich Epilepsie habe und es deswegen für mich interessant ist?

Mir ist klar, dass Epilepsie eigentlich eine tabuisierte Krankheit ist und ich spreche normalerweise nur mit meinen beiden Freundinnen darüber. Nicht einmal meine Eltern wissen von dieser Diagnose. So habe ich auch Angst, dass mein ehemaliger Kollege komisch darauf reagieren könnte (evtl. mit Ablehnung), da er vor Ort ja auch viele Härtefälle mitbekommen hat.

Was meint ihr?

LG

Moonandsun

Dating, Psychologie, Epilepsie
2 Antworten
Habe ich mich mit meinem Verhalten beim Chef blamiert?

Liebe Community,

ich arbeite seit 8 Monaten auf Minijob-Basis als Reinigungskraft von Büroräumen. Die Arbeit gefällt mir ganz gut, nur gibt es ein Problem mit den Fenstern. Zum Putzen müsste ich auf eine hohe Leiter steigen, da die Fenster sehr hoch sind und es zudem noch Oberlichter gibt. Seitdem ich aber einmal im Sommer auf der Leiter gestanden habe und sie mir nicht gerade stabil erschien und ich Angst bekam, habe ich mir immer anderweitig beholfen (auf einen Fensterabzieher einen Schrubberstiel gesteckt und so von einer kleinen Leiter aus gereinigt). Richtig zufrieden war der Chef aber nie mit dem Ergebnis.

Gestern nun hat er mich fertig gemacht wegen der Fenster in seinem Büro. So was dreckiges habe er noch nie gesehen und sie müssten unbedingt gereinigt werden. Dabei habe ich sie erst letzten Freitag geputzt und das sagte ich ihm auch. Da fing er eine sehr unangenehme Diskussion an, dass das nicht sein könne. Er habe sich schon gefragt, ob ich denn sooo schlecht sehe und eine Frau von über 40 müsse das doch besser können.

Ich habe mich nicht gleich getraut zu sagen, dass ich einfach auf der Riesenleiter nicht so hoch raufkomme, weil mir dann schwindelig wird. Er bestand darauf, dass ich die ellenlange Leiter morgen vom Dachboden hole und dann vernünftig putze.

Als er in seiner Wohnung über den Büroräumen war, war mir plötzlich alles egal. Ich habe bei ihm geklopft und musste leider auch gegen die Tür hämmern bis er mich endlich hörte. War mir egal, dass ich ihn beim Fernsehen störte. Ich sagte, dass ich mich bisher nicht den Mut hatte, ihn zu informieren, dass ich mich nicht so hoch auf die Leiter traue wegen meiner Angst und des Schwindelgefühls. Wie wir das nun regeln. Er meinte sehr abweisend, er würde sich nun überlegen, wie er verfahren würde. JETZT könne er das nicht sagen. Toll, denn vor nächsten Mittwoch sehe ich ihn nicht mehr! Vielleicht habe ich schon vorher die Kündigung im Briefkasten. :-((

Was meint ihr, habe ich mich mit meinem Verhalten sehr blamiert? Immerhin habe ich ihn privat mit so einem Mist behelligt, aber aus Verzweiflung. Ob ich jetzt bei ihm unten durch bin?

LG Moonandsun

Arbeit, Chef
4 Antworten
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