Soll die Schlange im Garten Eden der Teufel sein und wenn nicht, was hat sie für eine Motivation?

Im Zusammenhang mit der Figur des Teufels/Satans/Luzifers treffe ich häufig auf die Ansicht, dass es sich bei der Schlange im Garten Eden um den Teufel bzw. sein Sprachrohr handelt.

Das einzige Werk, das ich gefunden habe und das diese Ansicht unterstützt, ist Paradise Lost von John Milton.

In der Bibel selbst zu der Schlange aber nur: Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. (1. Buch Mose)

Wenn nun aber der Teufel aus der Schlange gesprochen hat, warum bestraft dann Gott nur gezielt die Schlange: Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse. (1. Buch Mose)

Satan/der Teufel kann man aber danach in allen Darstellungen noch sehr gut aufrecht gehen. Das Verhalten von Gott hätte dann sowas von Shooting the Messenger.

Falls es aber nicht der Satan war, was war denn dann überhaupt die Motivation der Schlange, den Sündenfall auszulösen?

Religion, paradies, Glaube, Gott, Mythologie, Satan, Schöpfung, suende, Teufel, Adam und Eva
Hat Faust Gretchen wirklich geliebt?

Vor einiger Zeit hatte ich eine ziemliche Diskussion mit meiner Lehrerin darüber, ob Faust Gretchen wirklich geliebt hat.

Sie war der Meinung (soweit ich mich erinnere), dass er anfangs noch eher von Lust gesteuert war und dann in der ersten Szene in ihrer Wohnung anfängt, wirklich Liebe für sie zu empfinden.

Ich dagegen bin der Meinung, dass er die ganze Zeit nur von Mephisto manipuliert wird. In der Hexenküche wird gesagt:

Du siehst, mit diesem Trank im Leibe,

Bald Helena in jedem Weibe.

Nach meiner Interpretation soll der Zaubertrank auch sein Verlangen nach Frauen wecken und ihn dazu bringen, sich zu verlieben. Dass ihm dann Gretchen über den Weg läuft und zum Objekt davon wird, ist ein unglücklicher Zufall. Für wirkliche Liebe halte ich das aber nicht, da er eben nur durch den Trank dazu gebracht wird.

Im Nachfolgenden hilft ihm Mephisto weiter, weil er will, dass Faust das Glück und Zufriedenheit findet und zum Augenblicke sagt: "Verweile doch, du bist so schön.". Dann wäre ja die Wette gewonnen und könnte Faust versklaven.

Die ganze Liebesgeschichte halte ich also für sehr wenig romantisch, sondern für die Manipulation des Teufels, die schließlich dafür sorgt, dass ein unschuldiges Mädchen zu Tode kommt.

Gibt es einen Fehler in meiner Interpretation?

Was ist eure Meinung zu der Beziehung?

Deutsch, Schule, Faust, Goethe, Liebe und Beziehung, Literatur, Gretchen, Mephisto, Gretchentragödie
Weitere Inhalte können nur Nutzer sehen, die bei uns eingeloggt sind.