Grundsätzlich ist es gefährlich, was hier passiert. Man kann keine vernünftige Antwort auf Deine Frage geben, weil die Diagnose nicht bekannt ist. Rheumatische Schmerzen, ok. Aber was für Rheuma, wie sehr ist der Entzündungsprozess fortgeschritten und welche sonstigen Medikamente nimmst Du? Sind andere Krankheiten bekannt? Was heißt denn "helfen nicht wirklich"? Welche anderen Produkte hast Du schon genommen? Wie nimmst Du die Ibuprofen ein, wann und sind es die schnell wirksamen oder die retardierten? Als Antwort auf Deine Frage einfach irgendwelche Arzneimittel in den Raum zu werfen ist sinnlos, wenn nicht gar kontraproduktiv.

Wieso gehst Du nicht in ein Fachgeschäft und holst Dir da eine passende Antwort? Oder Du besprichst das mit Deinem Arzt?! Der kennt auch noch andere Medikamente als das von Dir genannte Ibuprofen.

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Paracetamol ist in einer* Einzel*dosierung ab etwa acht Gramm toxisch, das ist gleichbedeutend mit sechszehn 500 mg-Tabletten. In diesem Fall gehen dem Körper die Substanzen aus, um das Paracetamol zu entgiften, weshalb in der Folge Substanzen aus der Zellmembran der Leberzellen zerstört werden. Die Leber geht dabei zu Grunde. Ein Vorredner schrieb bereits, dass das sehr langsam und sehr schmerzhaft ist.

Bei einer Überdosierung mit Paracetamol lohnt es zunächst, Erbrechen herbeizuführen. Das bringt aber nur etwas, wenn die Einnahme nicht mehr als eine halbe Stunde zurück liegt und natürlich auch nur, wenn derjenige, der die Tabletten geschluckt hat, dazu in der Lage ist. Desweiteren sollte man ACC-Tabletten mit 600mg (die Dinger gegen Husten) in Wasser auflösen und trinken. ACC ist das Gegengift zu Paracetamol. Erst reicht eine Tablette, dann eine Stunde später eine weitere.

In jedem Fall ist der Gang ins Krankhaus angezeigt, um den weiteren Verlauf zu überwachen.

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Katjusha88 hat es richtig genannt: für PTA im Praktikum (d.h. sechs Monate Arbeitsdauer) sind es zwölf Tage Urlaubsanspruch, nachzulesen beispielsweise bei der Website der Apothekengewerkschaft Adexa.

Grundsätzlich gibt es einen tariflichen Urlaubsanspruch. Der ist jedoch oft Teil der Vertragsverhandlungen in Apotheken, so daßß der Urlaub geringer oder höher ausfällt. Man kann hier leider nicht von einem grundsätzlichen Anspruch reden, ähnlich wie beim Gehalt.

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Ich will gerne versuchen Dir ein wenig Rat zu erteilen. Ich bin ausgebildeter und praktizierender Apotheker und als Filialleiter tätig, außerdem Dozent an einer PTA-Schule und bis vor zwei Jahren auch an der Uni. Ich halte mich mal an Deine Fragen. :)

Welche Berufschancen hat man später und in welchen Gebieten.

Sehr gute Berufschancen. Apotheker werden gesucht ohne Ende. Wir hatten zwei Wochen lang eine landesweite Stellenanzeige laufen und gemeldet hat sich nur einer (trotz guter Verkehrsanbindung der Apotheke und auch insgesamt guter Lage im Bereich Bergisches Land-Rheinland-Niederrhein-Ruhrgebiet). Zwar dürfte sich die Situation durch zu erwartende Schließungen von Apotheken geringfügig verschlechtern, aber Apotheker werden immer gebraucht. Mit dem Job bist Du aber nicht auf die öffentliche Apotheke angewiesen: Krankehausapotheken (deutlich wissenschaftlicherer Ansatz), Buindeswehrapotheken, forschende Industrie, selbst Journalismus kommt in Frage! Die Felder sind zu viele, um sie hier aufzuzählen.

Wie sind die Arbeitszeiten und der Gehalt (Stundenlohn) geregelt?

Sehr verschieden. Gehen wir von einer öffentlichen Apotheke aus: die meisten öffnen zwischen 8:30 und 18:30/19:00. 40 Wochenstunden sind üblich in einer Sechs-Tage-Woche. Im ersten Berufsjahr verdienst Du knapp 3000,- Brutto, also ohne Steuerabzug. Je nach Steuerklasse kommen da etwa 1600,- netto bei raus. Das aber ist nur der Tariflohn! Aufgrund des Apothekermangels sind Löhne mit bis zu 30 % über Tarif, Sonderprämien, Dienstwagen etc. nicht unüblich. Als Filialleiter kannst Du durchaus mit über 4000 € brutto rechnen.

Wie ist das Studium (Praxis, Theorie) ?

Hart. Sehr hart. Es ist einer der kürzesten Studiengänge (Acht Regelsemester) mit dehr viel Stoff. 35 Wochenstunden reine Unizeit (Mo. - Fr.) waren nicht selten, dazu musst Du aber noch Lernzeit daheim rechnen (im Schnitt sicher zwei Stunden täglich plus Wochenenden). Es stellt sich also die Frage: gibt es ein Leben neben dem Pharmaziestudium? Ja, gibt es. Aber es geht vielleicht zu Lasten der Studiendauer. Zehn bis zwölf Semester Studienzeit stellen nach meinem Gefühl die Regel dar. Das Studium läuft vier Semester, dann kommt das erste Staatsexamen (Multiple Choice, fünf Fächer). Nach weiteren vier Semestern kommt das zweite Stex (fünf Fächer, mündlich), dann das einjährige Praktikum, dann das dritte Stex (ein Fach, mündlich). Das Studium selbst ist ziemlich Chemie-lastig. Entgegen anderer Meinungen ist das Latein nicht ganz so präsent wie noch vor Jahren, heute dominiert eher das Englische.

Würdet ihr mir diesen Studiengang empfehlen?

Das war zwar Deine erste Frage, aber ich nenne sie zum Schluß. Würde ich heute noch Pharmazie studieren? Gute Frage. Wohl eher nicht, allerdings nur aus Interessensgründen. Grundsätzlich arbeitest Du in einem sehr interessanten Job, aber Dir muss klar sein, dass Du - für einen Akademiker mit der Verantwort, die Du trägst, nicht wirklich adäquat entlohnt wirst - die jeweiligen Regierungen aufgrund der scheinbar noch vorherrschenden Meinung, den Apothekern gehe es zu gut, ständig Gesetze zum Nachteil der Pharmazeuten erlässt (Stichwort AMNOG) - Du hauptsächlich mit alten und kranken Menschen zu tun hast - Du mehr und mehr als Abzocker und Profiteur in der Öffentlichkeit stehst (bestes Beispiel ist der Kommentar vom User Mucker)

Dem gegenüber stehen - absolut sichere Jobaussichten - sehr vielfältige Situationen in der Apotheke, die Deine Kreativität fordern - gute Arbeitszeiten - oft nicht unangenehme Arbeitsverhältnisse

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Bei näheren Fragen schreibe mich einfach an. So oder so: viel Erfolg für die Zukunft :)

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Nein, stimmt nicht. Das ist vollkommen abhängig vom Land, in das Du auswanderst.

In Irland ist es zum Beispiel so, dass das deutsche Studium dort voll anerkannt wird. Du könntest dorthin auswandern und gleich eine Stelle antreten (vorbehaltlich eventueller Bürokratie bezüglich der Auswanderung selbst). Diese Information stammt vom Präsidenten der irischen Apothekergesellschaft persönlich, mit dem ich mal in E-Mail-Kontakt stand.

In Australien als Gegenbeispiel musst Du vorher noch eine medizinische Qualifikation erreichen, denn das Studium ist wesentlich medizinischer orientiert.

Die Schweiz inseriert ja pausenlos in der pharmazeutischen Fachpresse, dass dort Apotheker aus DEutschland gesucht werden. PTA zum Beispiel können mit ihrer deutschen Ausbildung dort anfangen. Das Problem ist eher eine generelle Berufserlaubnis. Dort hat die Schweiz einige besondere Regularien, zum Beispiel kannst Du nicht einfach so dorthin, sondern musst eine Arbeitsstelle nachweisen (bzw. der Arbeitgeber muss das tun.)

Es ist sicherlich am besten, Du informierst Dich über die Pharmazeutischen Verbände Deines Wunschlandes. :)

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Das Pharmaziestudium besteht vor allem in den ersten vier Semestern zu 75 % aus chemischen Lernthemen. Von meinen Vorrednern konnte man entnehmen, dass man "gut sein muss in Chemie". Dazu will ich sagen: als ich anfing mit dem Pharmaziestudium, hatte ich Chemie in der Jhgst.11 abgewählt und konnte mich dafür auch nie begeistern. Ich war also zum Startzeitpunkt des Studium weit davon entfernt, gut in diesem Fach zu sein. Die Unis bieten für Leute wie mich allerdings zahlreiche Aufbaukurse an. Natürlich ist das eine Rosstour - man muss vielleicht viel mehr lernen als ein Kommillitone, der Chemie-LK mit 15 Punkten gemacht hat. Aber es ist zu schaffen.

Physik und Mathe waren bei uns einzelne Themen im ersten (Mathe) bzw. zweiten (Physik) Semester. Mathe war eine einstündige Vorlesung ein mal pro Woche, am Ende hat man eine sogenannte Kofferklausur geschrieben (man daref alle Unterlagen mitbringen). Die Durchfallquote war wegen des vollkommen abgehobenen Matheprofs dennoch sehr hoch. In Physik war das besser. Zu diesem Thema musst Du wissen, dass es nach den ersten vier Semestern im 1.Staatsexamen ein Teilfach ist (von insgesamt 4). Physik wird Dich also eine zeitlang begleiten.

Gute Unis in BaWü kenne ich nicht wirklich, ich selbst habe in Bonn studiert. Ich weiß nur, dass Heidelberg und Freiburg den Anspruch an sich stellen, Eliteunis zu sein. Wenn Du weitere Fragen hast, maile mich ruhig an, ich helfe gerne.

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Weißt Du, wer da der richtige Ansprechpartner ist?? Die Apotheke!! Wieso fragst Du nicht dort nach, am besten gleich beim Kauf, falls Dir das dann nicht gleich gesagt wird?!

Die Paracetamol sind in der Tat ein Medikament gegen Fieber und Schmerzen. Beides tritt häufig in Verbindung mit einer Erkältung auf: das Fieber als Reaktion auf Bakterien, die Schmerzen bei einer vereiterten Stirnhöhle (zm Beispiel). Wenn Du außer den Schmerzen beim Husten nichts hast, würde ich die auch nicht nehmen. Zu Deinen Bedenken: die maximal zugelassene Tagesdosis sind 4000 mg, also acht Tabletten Paracetamol. Das mag Dir viel erscheinen, aber das verträgt der Körper. Alles darüber hinaus wird die Leber schädigen, das hast Du auch richtig im Kopf. Dabei handelt es sich aber tatsächlich erst um massiv erhöhte Dosen wie 20 Stück und mehr.

Ein guter (!) Hustensaft (Husten schleimig-prduktiv oder trocken?) ist da wichtiger. Gut ist auch ein Präparat zur kurzfristien Immunsteigerung, CuraZink zum Beispiel. Ansonsten viel Ruhe, viel trinken, nicht Rauchen und feuchte Luft.

Gute Besserung!

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Geht es um das halbjährliche Praktikum am Ende der Schulausbildung oder um das vierwöchige während der Ausbildung?

Im ersten Fall hast Du ja bestimmte Vorgaben, was die Rezepture und Defekturen angeht. Auf jeden Fall solltest Du Dich in der Rezeptur gut auskennen, ebenfalls mit allen Fragen der Gefahrstoffverordnung, soweit sie in der Praxis wichtig sind (was darf ich abgeben, was nicht, Gefahrstoffbuch etc.).

Der HV ist ein wichtiges Thema für das halbe Jahr. Du musst Rezepte lesen und korrekt beliefern können, Du musst zu den gängigsten Arzneimitteln (Rezept und OTC) was sagen können.

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Einstellungen ohne Arbeitsvertrag sind in der Apotheke (leider) nicht unüblich, ich als Apotheker musste bislang auch immer den Arbeitsvertrag einfordern.

Wenn Du ohnehin schon untertariflich bezahlt wirst (was ich befremdlich finde, denn PTA werden gesucht), dann kannst Du nicht erwarten, dass Du eine Erhöhung bekommst. Rechtlich steht Sie Dir ohnehin nur bei geltendem Arbeitsvertrag zu und wenn die Apotheke Mitglied der Tarifgemeinschaft ist.

Frage Deinen Chef freundlich nach einer Gehaltserhöhung. Wenn er ablehnt und Du auch sonst nicht irgendwelche persönlichen Vorteile aus der Apotheke ziehst (Wohnortnähe, tolles Arbeitsklima...), empfehle ich Dir, Dich mal nach einer neuen Stelle umzusehen. Du solltest mal bei ein paar Apotheken vorsprechen und im Laufe des Gesprächs mal nach dem Gehalt fragen. Dadurch bekommst Du einen Überblick über das, was bei Euch in der Region gezahlt wird. Sich bei anderen Apotheken vorzustellen, ist nicht ungesetzlich und Du musst Deinem Chef davon auch nichts sagen.

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