Blödsinn mit dem "wo denn da?"! Mit der GPKE (April 2012) kannst du jeden Stromanbieter nutzen den du möchtest. Ich empfehle vorerst den Grundversorger zu nutzen (im Endeffekt kriegst du das wieder was du weniger verbraucht hast - oder zahlst nach was du mehr verbraucht hast). Du kannst jederzeit den billigsten Anbieter wählen ohne Schmerzen ;) wichtig zu beachten: - keine Straßenverträge! - keien Vorauskasse!

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(Seriöse) Stromanbieter werden einen Teufel tun und irgendwem eine Stromflatrate anbieten. Da ein Stromanbieter sich selbst in Cent / kWh entlohnt wäre dies der absolut falsche Weg - es sei denn er legt direkt 500€ im Monat fest.. was sich bei Standard-Kunden rentieren könnte. Weiterhin gibt es keine Stromproduktionsflatrate und überwiegend keinen oder nur mit hohem Aufwand verbundenem speicherbaren Strom.

Fasst man diese kleinen, aber feinen Informationen zusammen kommt man schnell auf die Begriffe "Energiedatenmanagement" und "Energiemengenbilanzierung". Hierbei geht es darum, dass weitestgehend die Menge an Strom bei Produzenten eingekauft wird, die auch tatsächlich verbraucht werden. Genau aus diesem Grund wollen Stromanbieter wissen was du ungefähr verbrauchen wirst, da sie eine gewisse Prozentzahl an Netzverlusten nicht überschreiten dürfen. Wenn sie für deine Stromflatrate also 10.000 kWh pro Jahr bereitstellen, du letztendlich aber nur 2.500 kWh verbrauchst, bleibt der Stromanbieter auf 7.500 ungenutzten kWh sitzen. Würdest du andersrum 12.500 kWh verbrauchen muss der Anbieter 2.500 kWh für teuer Geld an der Strombörse einkaufen. So oder so ist der Anbieter also stets bemüht auf +/- 0 zu kommen um jede gekaufte kWh 1:1 an den Mann zu bringen oder eben nicht etliche kWh teuer nachkaufen zu müssen.

Das ist der Grund warum es eine jährliche Ablesung und Abrechnung gibt und das ist auch (mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit) der Grund, warum du keine Stromflatrate auf seriösem Weg finden wirst. (Es sei denn du stellst dir deine eigene Produktion - PV, BHKW) in den Garten und bietest dir selbst eine Flatrate an.

Strom ist nicht mit beispielsweise Internet oder Telefonie zu vergleichen. Netzauslastung, Produktionsmöglichkeiten und Genauigkeiten der prognostizierten Verbräuche müssen berücksichtigt werden. Andernfalls kaufen wir wieder Strom aus Frankreich nach um eure "Flats" bedienen zu können ;)

Davon aber abgesehen hast du in gewissem Maße eh eine Flatrate. Da es eine Versorgungspflicht gibt kannst du so viel Strom verbrauchen wie du möchtest. Es wird immer welchen geben - insofern du im Nachhinein auch dafür zahlst! ;)

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Das ist so nicht ganz korrekt. Grundsätzlich wird seit der Liberalisierung des Marktes (speziell im Zuge von WiM - Wechselprozesse im Messwesen) unterschieden in Messstellenbetreiber und Messstellendienstleister. Zuvorwurden diese beiden neu entstandenen Marktpartnerpositionen meist vom Verteilnetzbetreiber innegehalten - quasi als eine Person.

Dieser besagte Verteilnetzbetreiber ist auch dafür verantwortlich, dass der Strom letztendlich bei dir durch die Leitungen jagen kann, während dein Lieferant dafür verantwortlich ist, dass der Strom auch stets ankommt.

Der Messstellenbetreiber hingegen ist für den schlichten technischen Aufbau und Betrieb deines Stromzählers zuständig. Er kann ein externer, unabhängiger Dienstleister für den Verteilnetzbetreiber oder Lieferanten oder der Verteilnetzbetreiber, Lieferant selbst sein.

Der Messstellendienstleister ermittelt, erfasst, verarbeitet und leitet Zählerstandswerte an das entsprechende Energieversorgungsunternehmen weiter. Auch hier kann es sich um einen externen, unabhängigen Dienstleister oder den Verteilnetzbetreiber, Lieferanten selbst handeln.

Sowohl Messstellenbetreiber als auch Messstellendienstleister sind heute vom Kunden sogar frei wählbar. Doch auch vor einiger Zeit schon waren sie bekannt, als die Smart Meter Einzug in die Welt des Messwesens erhielten. - Bekanntestes Beispiel ist hierbei Yello (Yello ist ausschließlich Lieferant, kein Verteilnetzbetreiber), die ihre eigenen Smart Meter Zähler betrieben und ausgelesen haben.

Aber genug der trockenen Theorie und zu deiner Frage:

Wie Peppie85 bereits mitgeteilt hatte: Die Ablesung erfolgt über den Messstellendienstleister, wobei es sich wie oben erwähnt um mehrere Personen handeln kann. Wie die Ablesung erfolgt ist unterschiedlich und abhängig von dem vorhandenen technischen Equipment.

Traditionell besucht dich jedes Jahr ein Mensch und schreibt die Zählerstände ab.

Neuere Zähler können fern ausgelesen werden, dies bedeutet, dass sich der Ableser nur in den Hausflur stellt und einen Knopf drückt, der ihm die aktuellen Zählerstände übermittelt.

Letztendlich kommt immer jemand bei dir vorbei und liest deinen Zähler ab, egal von wem er beauftragt wurde und für wen er arbeitet.

Die Möglichkeit der Selbstablesung gibt es auch, das ist vollkommen korrekt. Nur sind die Unternehmen verpflichtet nach spätestens 3 von dir eingereichten Zählerständen oder vom System geschätzten Zählerständen (für den Fall, dass du beispielsweise 3 Jahre hintereinander nicht die Tür aufmachst und er nicht bei dir ablesen kann) einen real abgelesenen Wert im System zu hinterlegen. Von daher ist für das Schummeln spätestens nach dem 3. Turnus Schluss. Viele Energieversorgungsunternehmen haben sogar ein kürzeres Intervall von 2 Jahren.

Die Ablesung an sich macht immer ein realer Mensch ;)

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