Die alten Bundesländer gehören auch dazu. Art. 23 aF Grundgesetz war eher eine Beschränkung des Geltungsbereiches auf die in ihm genannten Ländern und ließ die Möglichkeit zu, dass weitere deutsche Gebiete dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beitreten können.

Im Einigungsvertrag zwischen BRD und DDR wurde unter dem Passus "einigungsbedingte Änderungen des Grundgesetzes" festgelegt, dass mit Wirkung der deutschen Einheit, also ab 3. Oktober 1990, bestimmte Teile des Grundgesetzes geändert und § 23 aufgehoben wird.

Von einer Aufhebung durch den US-Außenminister am 17.7.1990 kann keine Rede sein, auch wenn es noch so oft behauptet wird.

Das Amtsgericht Duisburg hat 2006 in dieser Frage Rechtsgeschichte geschrieben. Es stellte in einem Urteil aus diesem Jahr folgendes fest:

Amtsgericht Duisburg, 46 K 361/04 Datum: 26.01.2006

Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichsregierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. …

Die Erinnerung des Schuldners vom 18. Januar 2006 gegen den Beschluss des Rechtspflegers vom 10. Oktober 2004 (Anordnung der Zwangsversteigerung) wird auf Kosten des Erinnerungsführers zurückgewiesen.

Es führt weiter aus:

Anderslautende Behauptungen und Rechtsansichten beruhen auf ideologisch bedingten Wahnvorstellungen. Sie werden gemeinhin allenfalls von rechtsradikalen Agitatoren (vgl. dazu BVerfG, Urteil vom 23. Oktober 1952 – 1 BvB 1/51, BVerfGE 2, 1, 56 f.; Verfassungsschutzbericht 2003, hrsgg. vom Bundesministerium des Innern, 2004, S. 55, 89 f.) oder von Psychopathen vertreten.

Jetzt stellt sich die Frage, ist der Widerspruchsführer ein Psychopath oder gehört er dem rechtsextremen Lager an, wobei das eine das andere nicht unbedingt ausschließt.

Der Mann hat nicht Recht und muss die Gebühren zahlen. Sollte er den Klageweg beschreiten wollen, würde das bedeuten, dass er die angeblich nicht existierenden Gerichte anerkennt, es sei denn, er klagt vor dem Reichsgericht. Aber wo hat das seinen Sitz?

Das Urteil kannst du hier nachlesen:

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/12/28/ag-duisburg-deutschland-existiert/

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Je massereicher eine Sonne ist, desto kurzlebiger ist sie. Die geht mit ihrem Energievorrat alles andere als sparsam um.

Unsere Sonne hat eine Lebenserwartung von 10 Milliarden Jahren. Etwas weniger als die Hälfte hat sie davon zurückgelegt. Massereiche Sonnen werden deutlich weniger alt, zum Teil nur wenige Millionen Jahre, bevor sie, meist als Supernova, vergehen.

Dagegen können Rote Zwerge, die noch viel weniger Masse als die Sonne haben, ein Alter von hundert Milliarden Jahren oder gar mehr erreichen.

Hier kannst du einiges dazu finden:

http://www.sternwarte-hoefingen.de/astroeinfuehrung/sterne.html

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Vor 500 Jahren hörte das Sonnensystem bereits bei Saturn auf. Uranus wurde erst 1781 und Neptun 1846 entdeckt.

Dass die Erde eine Kugel ist, war bereits um 500 v.Chr. bekannt gewesen, und kein Gelehrter bezweifelte dies. Von der Erde als Scheibe gingen vielleicht noch einige leibeigenen Bauern auf der schwäbischen Alp, im Bayrischen Wald und in sonstigen von der Zivilisation fast unberührten Gegenden aus. Man muss sich aber auch vor Augen halten, dass diese Menschen andere Vorstellungen haben, als über die Gestalt der Erde nachzudenken.

Selbst die christlichen Kirchen haben zu keiner Zeit behauptet, dass die Erde eine Scheibe sei. Für die galt zunächst das ptolemäische Weltsystem, bei dem die Erde im Zentrum ist und Sonne und Planeten um sie kreisen. Mit diesem System konnte man nämlich die Standorte der Planeten für die Zukunft recht genau berechnen. Aber die Erde wurde auf alle Fälle als Kugel angesehen.

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Schon mal an Staub auf der Optik gedacht? Bei den Sonnenfleckenbildern von SOHO ist seit vielen Wochen fast in der Sonnenmitte ein hart begrenzter Fleck zu sehen, der sich nicht bewegt. Dabei handelt es sich allem Anschein nach um einen Pixelfehler im Chip.

Wenn sich auf den SOHO-Bildern irgendwas auf der Sonnenoberfläche innerhalb eines Tages nicht bewegt hat, gehört dieses Objekt nicht zur Sonne, sondern seine Ursache ist im Satelliten selbst zu suchen.

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die ISS kann man am besten mit bloßem Auge sehen. Auch im Fernglas lässt sie sich verfolgen. Mit dem Teleskop, das ist so ne Sache. Eigentlich ist sie viel zu schnell dafür. Aber sie im Teleskop zu sehen, ist sehr schwer. Wenn sie zufällig durchs Gesichtsfeld fliegt, kann man einen Blick auf sie erhaschen. Allerdings, es gibt auch Amateure, die sich auf sie spezialisiert haben. Wenn man die Bahndaten genau kennt, und das Teleskop eine entsprechende Nachführung hat, kann man sein Teleskop danach ausrichten. Hier ein Ergebnis: http://tinyurl.com/39ekwz6

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Schau dir mal dieses Foto an:

http://jewelya.de/wp-content/uploads/2009/08/erde-und-mond.jpg

Es zeigt Erde und Mond aus einer Entfernung von einigen Millionen Kilometer. Die Erde ist rund viermal größer als der Mond. Mal abgesehen vom System Pluto - Charon hat die Erde den größten Mond im Sonnensystem, wenn ich das Größenverhältnis Planet - Satellit berücksichtige.

Sicher, Jupiter und Saturn haben Monde, die noch größer sind als unser Mond, aber gegenüber ihren Planeten (140.000 bzw. 120.000 km Durchmesser) sind sie direkt mickrig.

Auch hat der Mond merkliche gravitative Einflüsse auf die Erde, wie man an Ebbe und Flut deutlich sehen kann.

Deshalb hat man irgendwann einmal den Begriff "Doppelplanet" und das Größenverhältnis von Erde und Mond zu verdeutlichen.

Doppelplant würde noch besser auf Pluto / Charon passen, denn Pluto ist nur doppet so groß wie Charon. Aber Pluto ist ja jetzt ein Zwergplanet. Und Doppel-Zwergplanet klingt irgendwie komisch.

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Da ist ein bisschen was schief gelaufen. Kassiopeia ist ein Sternbild, und das pflegt nicht zu explodieren. Aber in diesem Sternbild wurde in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts eine starke Radioquelle, Cassiopeia A, entdeckt. Sie entpuppte sich als Überrest einer Supernova, die im Jahre 1680 auf der Erde hätte gesehen werden können. Tatsächlich registrierte der britische Astronom Flamsted dort einen Stern 6. Größenklasse, also mit bloßem Auge gerade noch sichtbar, der später nicht mehr zu sehen war. Die Supernova fand wohl hinter dichten Staubwolken und damit gewissermaßen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Entfernung des Supernovarests wird mit 11000 Lichtjahren angegeben. Ich gehe davon aus, dass die seit 1680 vergangenen 330 Jahre noch im Bereich der Unsicherheit der Messungen liegen, und man durchaus sagen kann, dass das Ereignis vor 11000 Jahren stattgefunden hat.

Das Licht dieser Supernova wurde in viele Richtungen abgestrahlt, und traf so auch eine dichte Gas- und Staubwolke. Und diese reflektierte das Licht in Richtung Erde, wo es im Jahr 2008 angekommen ist. Und so konnten die Astronomen von dieser vor über 300 Jahren auf der Erde kaum sichtbaren Supernova doch noch mit modernsten Messgeräten Daten sammeln und die Lichtkurve der Supernova auswerten.

Amateurastronomen haben von diesem reflektierten und somit umgeleiteten Supernovalicht nicht viel mitbekommen.

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Bei einem neueren Mikroskop sollte eigentlich nichts passieren, da die neuen Geräte über einen Anschlagschutz verfügen. Bei älteren Geräten, die das eventuell noch nicht haben, kann der Objektträger, zumindest das Deckgläschen, die Frontlinse des Objektivs berühren. Das Deckgläschen ist dann auf jeden Fall hin, und die Frontlinse kann einen oder mehrere Kratzer abbekommen. Deshalb sollte man den Tisch kontrolliert bis unter das Objektiv anheben und dann durch Senken des Tisches scharf stellen. Und man sollte mit den schwachen Objektiven beginnen, wo der Objektiv-Objekt-Abstand ausreichend groß ist, so das eine Gefährdung beider nicht zu befürchten ist. Allerdings ist es ratsam, Objektive der gleichen Serie zu benutzen. Man muss dann bei einem Objektivwechsel die Schärfe nur geringfügig verändern.

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Die Firma Müller verkauft zwar Teleskope, Herr Müller scheint allerdings wenig Ahnung davon zu haben. Es handelt sich bei beiden Teleskopen um Refraktoren, wohl des chinesischen Herstellers Synta. Gemeinsam ist ihnen die Brennweite von 900 mm und die Höchstvergrößerung von 675fach. Diese 675fache Vergrößerung sind eine irreführende Werbeaussage und sollte verboten werden. Das kleinere Teleskop hat eine Öffnung von 70 mm. Daraus ergibt sich eine sinnvolle Maximialvergrößerung von 140 fach. Bei 150fach kann man auch noch ein Auge zudrücken, aber 675 sind deutlich überzogen. Das größere Teleskop verfügt über 80 mm Öffnung, die sinnvolle Maximalvergrößerung beträgt hierbei 160fach (stets das zweifache der Öffnung in Millimeter).

Du wolltest auch wissen, was man mit diesen Teleskopen sehen kann. Nun ja, viele Einzelheiten der Mondoberfläche wirst du erkennen, bei günstiger Stellung die Polkappen auf dem Mars, die größeren Wolkenbänder des Jupiter und seine vier großen Monde und den Ring des Saturn. Bei 80 mm ist sogar die Cassini-Teilung im Bereich des Möglichen.

Die Bonner Durchmusterung, ein bekannter Sternenkatalog aus der Anfangszeit des 19. Jahrhunderts, wurde mit einem 70-mm-Refraktor erstellt.

Ich würde mir allerdings bei dieser Bezugsquelle kein Teleskop kaufen, sondern einen Händler bevorzugen, der auch weiß, was er verkauft.

Google mal zum Spaß nach Skywatcher. Dann wirst du die Adressen mehrerer Händler finden, die auch seriös sind.

Viel teuerer sind diese Händler auch nicht.

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So schlimm ist die Frage doch nicht verstümmelt. Selbstverständlich kann es vorkommen, dass Weltraumschrott auch mal vor einem Stern vorbeifliegt. Ob er ihn bedeckt, hängt dann sehr vom Standort des Beobachters auf der Erde zusammen.

Die Bedeckung dauert allerdings allenfalls Bruchteile von Sekunden und wird vom Beobachter in der Regel gar nicht wahrgenommen.

Beim Fotografieren von Sternfeldern kann es allerdings schon mal passieren, dass ein Stern von einer Linie durchschnitten wird. Diese Linie ist dann u. U. von einem Stück Weltraumschrott verursacht worden. Oft sind es allerdings ganz normale Satelliten, die sich auf diese Weise auf dem Fotochip oder dem Film verewigt haben.

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Ja, es ist möglich. Am 1. und 2. September 1859 ist es passiert. Durch einen Sonnensturm wurde die Erde mit Sonnenteilchen überflutet. Polarlichter waren in Rom und Havanna zu sehen. Die noch junge Telegraphie fiel überall auf der Erde aus.

Ansonsten waren die Schäden eher gering. Es gab nichts, was kaputt gehen könnte.

Sollte ein ähnlich starker Sonnensturm jetzt die Erde erreichen, wären die Schäden doch viel umfangreicher. Von den Stromleitungen werden die Sonnenteilchen wie von einer Antenne aufgefangen, die Spannung erhöht sich blitzartig, Sicherungen brennen durch, elektrische Einrichtungen werden beschädigt. Und das weltweit. Autofahren wäre auch erschwert, denn Ampelanlagen könnten nicht mehr arbeiten, und ohne Elektrizität funktioniert bei uns auch keine Tankstelle.

Würde uns so was im Winter treffen, hätten viele Familien keine Heizung mehr.

1989 hat ein stärker Sonnenwind zu tagelangen Stromausfällen in Kanada geführt. Bei einem richtigen Sonnensturm wären die Auswirkungen auf der ganzen Erde zu beoachten.

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Wenn du in einem Auto fährst, und ein Krankenwagen mit Martinshorn kommt auf dich zu, wirst du mit den Ohren feststellen, dass der Ton in der Annäherungsphase höher wird. Sobald der Krankenwagen dich passiert hat und sich wieder von dir entfernt, wird der Ton sofort wieder dunkler. Das hängt damit zusammen, dass die Schallwellen bei der Annäherung zusammengepresst werden, sich also verkürzen. Und das bedeutet nun mal einen helleren Ton. Wenn sich das Objekt wieder von dir entfernt, werden die Schallwellen wieder auseinandergezogen, der Ton wird dunkler. Auch Licht breitet sich als Welle aus. Und es reagiert so ähnlich wie der Schall. Wenn sich eine Lichtquelle auf dich zubewegt, werden die Wellen verkürzt, das Licht wird bläulicher, wenn sie sich von dir wegbewegt, werden die Wellen verlängert, das Licht wird rötlicher. Dies entspricht dem höheren bzw. dem tieferen Ton. Das ist als Dopplereffekt bekannt, benannt nach einem österreichischen Physiker, der ihn bei Schallwellen beschrieben hat. Bei irdischen Objekten sind die Farbverschiebungen so gering, dass sie keine Rolle spiele. Geht man aber ins Universum, sieht die Sache anders aus. Bei den meisten Sternen und bei Galaxien ist durchaus eine Rotverschiebung zu beobachten, ein Zeichen dafür, dass sich diese Objekte von uns fort bewegen. Die Rotverschiebung wird anhand der Lage der Fraunhofer'schen Linien im Spektrum des Sterns oder der Galaxie gemessen. Der Grad der Verschiebung ist ein Maß für die Geschwindigkeit. Es kann auch sein, dass sich Sterne auf uns zubewegen. In diesen Fällen verschiebt sich das Licht in Richtung blau.

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Dieses WOW-Signal wurde ein einziges Mal aufgenommen, und zwar vom Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico. Die nicht beweigliche Antenne hat einen Durchmesser von 304,80 m. Deutlich größer ist das russische RATAN 600-Teleskop mit einem Durchmesser von 576 m. Dieses Teleskop (beides sind Radioteleskope) hat eine Auflösung von 2 Bogensekunden, was für ein Radioteleskop hervorragend ist. Das Arecibo-Teleskop dürfte auf eine Auflösung von knapp 4 Bogensekunden bringen. Die Sendequelle des WOW-Signals dürfte eine Ausdehnung im Bereich von hundertstel oder tausendstel Bogensekunden gehabt haben. So genau weiß man das nicht. Das ist im Bereich der Auflösung von Arecibo nur ein winziges Pünktchen. Und unter diesen Umständen ist die Quelle auch ohne gravitatorische Störungen nur schwer wieder zu finden. Stellt euch einen Sportplatz vor (kein Rasenplatz), und darauf sollt ihr ein Steinchen finden. Der Sportplatz ist das Auflösungsvermögen des Radioteleskops, das Steinchen die Größe der Sendequelle. Macht euch mal an die Arbeit.

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Wer einen Stern "verkauft", betrügt. Denn an einem Stern kann kein Eigentum erworben werden. Und was soll man mit einem Stern im Eigenbesitz machen? Er ist zu weit weg, als das man mal hinfliegen könnte, und außerdem viel zu groß.

Aber es gibt Sternenpatenschaften, die von Planetarien und Volkssternwarten angeboten werden. Hier kann man eine Patenschaft für einen Stern erwerben. Der Preis ist auch abhängig von der Helligkeit des Sterns. Sterne mit 6 mag sind eigentlich für jeden erschwinglich.

Wenn man eine solche Sternenpatenschaft bei einer Volkssternwarte oder einem Planetarium eingeht, weiß man, dass man mit seinem Geld keinen skrupellosen Geschäftemacher bereichert, sondern eine Einrichtung unterstützt, die das eingenommene Geld zur Ausstattung der Sternwarte bzw. des Planetariums verwendet und somit einen wertvollen Beitrag für die Volksbildung leistet.

Google mal nach Sternpatenschaften.

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Im Weltall finden wir oft sehr große Ansammlungen von Gas und Staub. Diese werden als Nebel bezeichnet. Wenn in diesem Nebel sehr heiße Sterne sind, wird durch deren Licht der Nebel zum Leuchten angeregt. Das funktioniert so ähnlich wie bei einer Leuchtstoffröhre.

Wir haben dann einen Emissionsnebel. Oft stehen Sterne in der Nähe einer Nebelmasse, die den Nebel beleuchten. Jetzt haben wir einen Reflektionsnebel vor uns.

Nebel, die weder Licht emittieren noch von einem Stern beleuchtet werden, fallen kaum auf. Wenn sie sich allerdings vor eine dichte Sternensammlung oder einen leuchtenden Nebel stellen, werden sie doch bemerkt. Man spricht dann von einer Dunkelwolke oder Dunkelnebel. Bekannestes Beispiel ist der Kohlensack im Sternbild Kreuz des Südens oder der Pferdekopfnebel im Orion.

Planetarische Nebel sind Gasmassen, die von einem Stern von etwa Sonnenmasse bei seinem Erlöschen ausgestoßen werden (z. B. M 57, M 27).

Der Krabnebel (M 1) ist der Überrest einer Supernova.

Auch Sternhaufen und Galaxien werden bisweilen als Nebel bezeichnet. Als die Teleskop noch etwas kleiner waren als heute, konnte bei diese Objekte oft nicht in Einzelsterne auflösen. Man erkannte nur ein nebelartiges Objekt, was es genau war, wusste man nicht. Es kam den Astronomen ziemlich nebulös vor. Und Nebuleuse heissen diese Objekte heute noch in Frankreich.

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Die Erde hat wohl wesentlich mehr Einschläge verkraften müssen als der Mond. Im Gegensatz zum Mond hat die Erde eine Atmosphäre. Und daher konnten Wind und Wasser etliche Einschlagkrater einebenen. Die größten Krater auf dem Mond sind wenigstens eine Milliarde alt, einige können auf ein Alter von mehr als drei Millarden zurückblicken. In dieser Zeit hat sich die Oberfläche der Erde mehrmals durch die Plattentektionik gewaltig verändert. Eine Plattentektonik kennt der Mond nicht. All dies macht es so schwer, Einschlagkrater auf der Erde auszumachen. Auf dem Mond werden sie konserviert.

Die Fussabdrücke der Astronauten werden wohl noch in hunderten von Jahren zu finden sein. So lange halten Spuren auf der Erde meist nicht.

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Im September 2005 wurde jenseits der Plutobahn Eris entdeckt, dessen Durchmesser rund 100 km größer ist als der von Pluto. Zunächst wurde er als der zehnte Planet bezeichnet, aber 2006 hat die Internationale Astronomische Union die Gattung der Zwergplaneten eingeführt. Offenbar befürchtete die IAU, dass sich jenseits der Neptunbahn noch weitere Himmelskörper herumtreiben, die Pluto an Größe gleichkommen oder ihn gar übertreffen, und würde man sie alle als Planet klassifizieren, wäre es irgendwann zu unübersichtlich. Deshalb schuf man die neue Gruppe der Zwergplaneten, die sich im hydrostatischen Gleichgewicht befinden, also annähernd Kugelgestalt haben, aber ihre Umlaufbahn um die Sonne nicht dominieren. Neben Pluto und Eris zählen auch Ceres, Makemake und Haumea zu den Zwergplaneten. Mal ne Frage. Sind Zwergplaneten keine Planeten? Was sind denn Zwergwale?

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Wenn du Sonnenflecken sehen willst, schau mal hier nach: http://tinyurl.com/3b3xwt

Es gibt welche, aber die sind zu klein, als dass sie in deinem Teleskop besonders auffallen. Was das Sonnenbild von Soho an Sonnenflecken zeigt, ist fast schon direkt viel. Für Sonnenbeobachter ist es schon frustrierend. Normalerweise sollen sich jetzt schon häufiger und größere Flecken zeigen. Aber du siehst ja, was auf einem Satellitenfoto zu sehen ist. Ich kann dir nur zur Geduld raten. Sonnenflecken solltest du eigentlich mit jedem der genannten Okulare sehen können, wenn welche da sind. Wähle das Okular, in dem die Sonne noch vollständig sichtbar ist. Ich hoffe doch, dass du ein Objektivsonnenfilter verwendest, und keines dieser unsicheren Okularfilter.

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Jeder Planet, jeder sonstige Körper, hat eine Anziehungskraft. Massen ziehen sich nun mal gegenseitig an. Das heißt, nicht nur die Erde zieht dich an, du ziehst auch die Erde an. Um deine Anziehungskraft auf die Erde auszudrücken, wird man außer der Null vor dem Komma noch etliche Nullen hinter dem Komma schreiben müssen. Mit anderen Worten, deine Anziehungskraft ist verschwindend gering und kann vernachlässigt werden. Die Gravitation des Mondes ist schon etwas größer und wirkt sich auch auf die Erde aus. Ebbe und Flut wird durch sie bewirkt. Man muss also nicht unbedingt zum Mond fliegen, um dessen Anziehungskraft zu sehen.

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SibTiger möchte ich darauf hinweisen, dass es solch schnelle Läufer zur damaligen Zeit nicht gab. Erastosthenes hatte den Schatten, den die Sonne am Tag der Sommersonnenwende zur Mittagszeit warf, in Alexandria und in Syene, das weiter südlich liegt (heutiges Assuan) vermessen. Vermessen musste er in Syene eigentlich nicht, denn ihm war bekannt, dass die Sonne zur Sommersonnenwende um 12 Uhr mittags in Syene genau im Zenit steht und keinen Schatten warf. In Alexandria war jedoch ein Schatten von ca. 7° messbar. Was er noch benötigte, war die genaue Entfernung zwischen Alexandra und Syene. Und damit konnte er den Umfang der Erde ausrechnen. Auf die Kugelgestalt der Erde kam man in Griechenland schon lange vorher. Wenn Schiffe am Horizont auftauchen, ist zunächst die Mastspitze sichtbar. Man hat den Eindruck, dass das Schiff einen Berg hinauf fährt. Und bei Mondfinsternissen stellte man fest, dass der Erdschatten stets kreisförmig ist. Nur eine Kugel wirft unter allen Umständen einen kreisförmigen Schatten. Die Mondentfernung konnte im Altertum trigonometrisch ausgemessen werden. Man benötigte zwei in Nord-Süd-richtung weit auseinander liegende Orte auf der Erde und maß zur gleichen Zeit von jedem dieser Orte aus den Winkel, unter dem der Mond am Himmel stand. Und mit einer relativ einfachen Rechnung konnte man dann die Entfernung zum Mond ausrechnen. Es war zwar nix genaues, aber die Größenordnung traf doch schon zu. Die Menschen des Altertums wussten zwar lange nicht so viel wie wir heute, aber ganz auf den Kopf gefallen waren sie jetzt auch nicht.

Und dieses "weniger wissen" trifft nur auf den direkten Vergleich der gebildeten Schichten von damals und heute zu. Ich gehe davon aus, dass heute in unserem Land viele Menschen leben, die von Astronomie und Mathematik deutlich weniger Ahnung haben, als ein gebildeter Grieche aus der Antike.

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Ich denke, man kann auf jeden Fall sagen, dass das Universum unbegrenzt ist, wohingegen die Frage, ob es unendlich ist, wohl verneint werden muss. Unbegrenzt und unendlich sind zwei verschiedene Eigenschaften. Man schaue sich die Oberfläche einer Kugel an, meinetwegen eines Balles. Eine Ameiser, die auf ihr entlang läuft, wird wohl kaum an eine Grenze stoßen, es gibt keine. Dennoch wird niemand behaupten, die Kugeloberfläche sei unendlich groß. So ähnlich verhält es sich mit dem Universum.

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Carl von Ossieztky war Jurnalist und Herausgeber der Zeitschrift "Weltbühne". 1929 veröffentlichte er dort einen Beitrag zur nach dem Versailler Friedensvertrag verbotenen Aufrüstung der Reichswehr. Diese Aufrüstung widersprach auch deutschen Gesetzen. Dies wurde als Geheimnisverrat ausgelegt, und er wurde 1931 deshalb zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.

Der Haftantritt erfolgte erst im Jahre 1932. Am 22. Dezember 1932 wurde er aufgrund einer Weihnachtsamnestie aus der Haft entlassen.

1933 wurde er von den Nazis wieder inhaftiert und in ein Konzentrationslager eingeliefert.

Im KZ infizierte er sich mit Tuberkulose. Ob er absichtlich infiziert worden ist, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. 1938 ist er an Tuberkolose gestorben.

Seine Straftat bestand also darin, dass er offen auf einen Gesetzesverstoß durch die Reichswehr hingewiesen hat. Die Nazis betrachteten ihn als politischen Gegner.

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Das ist ganz einfach. Ein Parsec ist die Entfernung, unter der der Erdbahn-Radius einen Winkel von einer Bogensekunde hätte. Parsec ist die Abkürzung von Parallaxen-Sekunde. Und dies ist nun mal bei einer Entfernung von 3,2616 Lichtjahren der Fall.

Der nächste Stern, Alpha Centauri, eigentlich ein Doppelstern, hat eine Distanz von 1,3 Parsec. Derartig kleine Winkel konnten erst Anfang des 19. Jahrhunderts einigermaßen genau gemessen werden. 1838 gelang es Bessel erstmals, die Entfernung eines Sterns zu bestimmen.

In der Astronomie werden interstellare Entfernungen stets mit Parsec bzw. Kiloparsec oder Megaparsec angegeben. Die Angabe "Lichtjahr" wird praktisch nur in Veröffentlichungen für Laien verwendet.

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Verwendest du einen Zenitspiegel? Der stellt das Bild nämlich auf den Kopf und zeigt es auch seitenverkehrt.

Wenn nein, schau mal genau nach, ob du statt der Umkehrlinse nicht etwa die Barlowlinse eingesteckt hast.

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"Schrödingers Katze" ist ein Gedankenexperiment, in dem es eigentlich um die Übertragung quantenmechanischer Probleme auf die Makrowelt geht. Schau mal bei Wikipedia nach "Schrödingers Katze". Vielleicht kannst du damit ja was anfangen. Man muss allerdings zehnmal schlucken, bevor man es einmal nicht so ganz verstanden hat. Da der Mond eh ein totes Gebilde ist, stellt sich bei ihm die Frage, tot oder lebendig, nicht.

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Von der Erdatmosphäre wird man noch in einigen hunderten Kilometer Höhe etwas nachweisen können,aber man hat irgendwann mal ne feste Grenze festgelegt, aber der das Weltall beginnt.

Es sind 100 km.

Wenn diese Höhe überschritten wird, gilt der Weltraum als erreicht.

Man hätte sich auch auf eine andere Höhe einigen können, vielleicht 100 Meilen.

Aber die Frage lautet ja eigentlich, ab wieviel Metern der Kosmos anfängt. Kosmos heißt auf Deutsch übersetzt Ordnung. Das Gegenteil wäre Chaos. Und die Erde ist ein Teil dieses Kosmos. Kann man dann überhaupt eine Höhe festlegen, bei der der Kosmos beginnt? Entschuldigt bitte, dass ich beginne zu philosophieren. Das gehört hier eigentlich nicht her.

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Gib es auf. Das schaffst du nicht.

Die Astrologie, egal ob europäisch, chinesisch, indisch oder indianisch, geht von gewissen angenommenen Grundvoraussetzungen aus, die nicht hinterfragt werden dürfen. Sonst würde das ganze Gebäude zusammen brechen.

Wirklich Astrologiegläubige lassen sich ein Horoskop erstellen und leben auch danach. Und dann behaupten sie stolz, dass das meiste in ihrem Horoskop gesagte eingetroffen ist. Und wenn der Lottogewinn, der vorausgesagt wird, mal nicht eintrifft, nun ja, eine kleine Fehlerquote wird gerne toleriert.

Mit naturwissenschaftlichen Argumenten kannst du den Astrologiegläubigen nicht kommen. Die kontern dann mit Shakespeare: "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumt." Damit kann man alles erklären, wen man daran glaubt.

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Merkur und Venus haben keinen Mond. Die Erde ist der sonnennächste Planet mit einem Mond. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren von Jupiter erst vier Monde bekannt. Man schloss daraus schon im 18. Jahrhundert, dass Mars zwei Monde haben muss, die, weil man sie nicht fand, sehr klein sein müssen und deren Umlaufbahn in geringer Höhe über der Marsoberfläche liegen muss. Diese Ansicht hat Jonathan Swift in seinem Buch "Gullivers Reisen" als Tatsache ausgegeben, und alle Welt rätselte nach der Entdeckung der Marsmonde, wo Swift sein Wissen schon über 100 Jahre vorher her hatte.

Was Monde an extrasolaren Planeten angeht, so bitte ich zu bedenken, dass die Existenz dieser Planeten nur mit komplizieren Messungen und aufwändigen Beobachtungen nachweisbar ist. Die Existenz von Monden liegt da noch weit unterhalb der Nachweisgrenze. Es dürfte sich allerdings so verhalten wie in unserem Sonnensystem. Es gibt Planeten mit Trabanten, und es gibt Planeten ohne.

Oder, um deine Frage kurz und bündig zu beantworten: N E I N !!

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Ob die Logotech Webcam C600 für Astrofotografie ideal ist, weiß ich jetzt nicht. Im Astronomiehandel gibt es eine extra fürs Teleskop adaptierte Webcam von Philips. Aber auch andere Webcams sollten verwendet werden können.

Für Deep-Sky sind Webcams nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Aber bei Mond und Planeten können damit sehr überzeugende Ergebnisse erzielt werden.

Schau dir mal diese Seite an:

http://www.svenwienstein.de/HTML/webcam1.html

Vielleicht findest du etwas, was dich interessieren könnte.

Frohe Weihnachten.

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Zwergplaneten gibt es erst seit 2006, Planeten sind schon etwas älter.

Aber Spaß beiseite. Es ist letztlich eine Definitionsfrage. Laut Wikipedia (solltest du öfters mal konsultieren, gelten als Zwergplaneten im Sonnensystem jene Himmelskörper, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne befinden und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht (hydrostatisches Gleichgewicht), die jedoch im Unterschied zu Planeten ihre Umlaufbahn nicht von anderen Objekten freigeräumt haben.

Diese Definition ist aber nicht ganz unumstritten. Vor der Einführung der neuen Planetenklasse gehörte Pluto zu den Planeten, er war einer von neun. Mit der Entdeckung von Himmelskörper jenseits der Plutobahn, die mit Pluto in der Größe durchaus vergleichbar sind, fürchtete mal wohl, dass das Planetensystem schnell aufgebläht werden könnte. Mit neun Planeten könnte man ja noch leben, aber mit 20 oder gar 30? Wer soll die alle im Kopf behalten? So entschied man sich, die Klasse der Zwergplaneten einzuführen und Pluto zu einem Zwergplaneten zu degradieren. Von der Größe her kommt er in dieser Klasse an zweiter Stelle. Noch.

Dass Planeten ihre Umlaufbahn freigeräumt haben, stimmt so übrigens nicht. Selbst Jupiter, der größte der Planeten, hat es nicht geschafft. Auf seiner Umlaufbahn halten sich auch die Trojaner auf, eine Gruppe von Asteroiden.

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Musst du an Nikolausabend eine so schwere Frage stellen? Ich habe Google eingesetzt. Über ein Anguistralobe nur sehr wenig zu finden. Es soll im 18. Jahrhundert eingesetzt worden sein. Entfernungen zwischen Gestirnen konnte man damit mit Sicherheit nicht feststellen, allenfalls Winkelabstände. Darauf würde der Name hindeuten. Aufgrund der Bilder, die ich im Internet gefunden habe, bezweilfe ich jedoch, dass damit Winkelmessungen durchgeführt wurden. Auf einer runden Scheibe mit Markierungen am Rand sind zwei Ringe exzentrisch befestigt. Offenbar sind diese Ringe drehbar. Es sind offenbar noch mehr bewegliche Teile angebracht. Sind sie eine Art Planetarium, auf dem der Stand von Planeten dargestellt werden soll? Ein ernsthaftes astronomisches Instrument war es im 18. Jahrhundert auf keinen Fall. Man hatte damals schon sehr genaue Winkelmessgeräte, mit denen die Winkelabstände der Gestirne zueinander und die Höhe über dem Horizont auf wenige Bogensekunden genau, später auf die Bogensekunde genau, gemessen werden konnten.

Das Anguistralobe konnte diese Genauigkeit nicht erreichen. Zur Winkelmessung am Himmel hatte man bereits im Mittelalter genauere Instrumente zur Verfügung (Quadranten, Astrolabium).

Es spielt offenbar heute eine gewisse Rolle als Schmuckanhänger. Im 18. Jahrhundert dürfte es auch als Spielzeug für Reiche gedient haben, oder für astrologische Belange, die mit Astronomie nichts zu tun haben.

Darauf deutet auch folgende Aussage hin, die ich auf einer Schweizer Website entdeckt habe:

"Das Miniaturanfertigung eines Instruments aus dem 18. Jahrhundert, mit welchem der direkte Schicksalsweg zwischen einzelnen Himmelskörper gemessen wurde. Aus Zinn und Messing."

Von einem Schicksalsweg zwischen einzelnen Himmelskörpern habe ich im Zusammenhang mit der Astronomie bisher noch nichts gehört. Offenbar war es schon von Anfang an der Esoterik zuzurechnen.

In keinem meiner Astronomielexikons kommt das Wort "Anguistralobe" auch nur ansatzweise vor. Auch in meinem Fremdwörterlexikon ist es nicht zu finden.

Um die genaue Funktionsweise zu ermitteln, müsste ich so ein Ding mal in der Hand halten.

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Die Frage ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Die Zwerggalaxien im Löwen dürften zumindest zu den kleinsten unserer Lokalen Gruppe gehören. Zum einen werden öfters mal Zwerggalaxien entdeckt, die unserer Milchstraße sehr nahe sind, zum anderen findet man nicht in jeder Zwerggalaxie Sterne vom Typ der Cepheiden, ohne die eine einigermaßen genaue Entfernungsbestimmung schier unmöglich ist. Und ohne die Entfernung zu kennen, fehlt jeder Anhaltspunkt, auf die wahre Größe einer Galaxie zu schließen.

Bei den Größenangaben wird ab und zu mal auch revidiert. Bis vor kurzem war die Andromedagalaxie (M 31) die größte der Lokalen Gruppe. Jetzt musste man aber sowohl Größe als auch Masse unserer Milchstraße ein schönes Stück nach oben verändern, so dass M 31 möglicherweise nur zweiter Sieger bleibt. Und vielleicht versteckt sich noch eine größere Galaxie im Band der Milchstraße. Denn die Milchstraße mit ihrem Sternengewimmel ist ein hervorragendes Versteck für Galaxien.

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wie Brombärin schon schreibt, sind die Sonne und die Planeten aus einer rotierenden Scheibe von Gas und Staub entstanden. Und Scheiben pflegen üblicherweise flach zu sein.

Die Abweichungen von der Ekliptik deuten in etwa die Dicke der Hauptmasse in dieser Scheibe an. Viele Asteroiden und Kometen halten sich übrigens bei ihren Umläufen nicht an diese Ebene, sondern können erheblich davon abweichen.

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Hunde haben in der Tat in ihrem Speichel bakterienhemmende Substanzen. Ihr Ahnherr, der Wolf, lebt nicht nur von frisch gerissenem Wild, sondern auch von Aas, wir würden sagen, von verdorbenem Fleisch. Damit er davon nicht krank wird oder gar stirbt, hat die Natur ihm eben antibiotische Stoffe in seinem Speichel mitgegeben. Sein Magen enthält auch mehr Magensäure als die unsrige, eine weitere Schranke für Bakterien.

Es ist übrigens bekannt, dass der Mensch in seiner Mundschleimhaut wesentlich mehr Bakterien hat als der Hund. Lass dich also nie von deinem Nachbar beißen.

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Fotos unserer Milchstraße von außen sind uns nicht möglich. Vielleicht machen sie irgendwelche Astronomen, die auf einem Planeten in der Andromedagalaxie leben.

Aber Dank der systematischen Durchsuchung des Himmels mit Teleskopen im optischen, infraroten und Radio-Bereich hat man eine recht genaue Vorstellung davon, wie unsere Milchstraße von außen aussieht. Und dann braucht man noch ein entsprechendes Grafikprogramm dazu, und schon entsteht am Computer ein Bild unserer Milchstraße.

Das Bild muss gelegentlich korrigiert werden, sei es, dass man einen weiteren Spiralarm entdeckt, oder dass man feststellt, dass die Milchstraße doch nicht eine normale Spiralgalaxie ist, sondern eine Balkenspirale.

Stellt euch mal vor, ihr sitzt in einem Hochhaus, eingesperrt in einem Zimmer. In diesem Zimmer ist ein Fenster. Und jetzt sollt ihr das Hochhaus, das ihr nie zuvor gesehen hat, beschreiben.

Ihr könnt aus dem Fenster schauen und soviel wie möglich von diesem Haus zu sehen. Und ihr seht beim Schauen aus dem Fenster ander Hochhäuser. Und aus dem, was ihr von dem Haus, in dem ihr eingeschlossen seid in einem einzigen Zimmer, sehen könnt, schließt ihr, dass euer Haus nicht so viel anders aussehen kann als die anderen.

Ich weiß, es ist verrückt, sich dies vorzustellen. Aber genau in dieser Situation sind die Astronomen, wenn sie unsere Milchstraße beschreiben sollen.

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Nach meinem Astronomieprogramm CyberSky ist Sonnenuntergang am 10.12. um 16:31:58 Uhr, am 11.12. um 16.31:55 Uhr, am 12.12. um 16:31:55 Uhr, am 13.12. um 16:31:59 Uhr und am 14.12. um 16:32:06 Uhr.

Am 11. und 12. Dezember dürfte sich der Unterschied beim Sonnenuntergang auf Bruchteile von Sekunden beschränken. Ich würde diese beiden Tage gleichrangig nebeneinander stehen lassen.

Übrigens gelten die Zeiten nur für den Standort der Volkssternwarte Zweibrücken, auf der ich engagiert bin. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass am 11. und 12. Dezember die Sonne am frühesten untergeht.

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Die Erde dreht sich einmal in 23 Stunden 56 Minuten und 4 Sekunden um sich selbst. Diese Zeitspanne nennt man "Sternentag". Und alle 23 Stunden 56 Minuten und 4 Sekunden stehen die Sterne und somit auch die Sternbilder an exakt der gleichen Stelle des Himmels. Durch die Wanderung der Erde um die Sonne wandert die Sonne vor dem Sternenhintergrund langsam in östliche Richtung und erreicht im Durchschnitt drei Minuten und 56 Sekunden nach einem Sternentag ihren Höchststand. Unsere Uhren sind auf diesen Höchststand der Sonne eingestellt.Dies führt dazu, dass die Sterne für uns jeden Tag knapp vier Minuten früher aufgehen; dies gilt auch für die Sternbilder. Und so kommt es, dass Sternbilder, die im Sommer abends hoch am Himmel stehen, im Winter, also ein halbes Jahr später, in der Nähe der Sonne über den Himmel wandern, und neben der Sonne haben sie keine Chance, gesehen zu werden. Die knapp vier Minuten machen in zwei Wochen rund eine Stunde, in einem Monat zwei Stunden und in einem Jahr einen Tag aus. Das normale Jahr hat also 365 Sonnentage, aber 366 Sterntage. Die Schrägstellung der Erdachse spielt dabei keine Rolle. Sie ist entscheidend für die Jahreszeiten.

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Von einer gewissen Masse an sorgt schon die Schwerkraft dafür, dass der Planet in etwa Kugelform bekommt. Bei Körper mit geringerer Masse kann die Form weit von der Kugelform abweichen. Man sehe sich nur mal Bilder von Asterooiden an, die von der Form her mehr oder weniger an eine langgestreckte Kartoffel erinnern.

Ab ungefähr 800 km Durchmesser wird ein hystrotatisches Gleichgewicht erreicht, wodurch die Kugelform entsteht. Dieses Merkmal ist ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung von Asteroiden und der neuen Gattung der Zwergplaneten, zu denen auch Pluto gehört.

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M 31, die Andromedagalaxie, ist das weiteste Objekt, das mit bloßem Auge gesehen werden kann. 3 Millionen Jahre ist ihr Licht unterwegs.

In sehr dunklen Gegenden soll es möglich sein, auch die Dreiecksgalaxie, M 33, mit bloßem Auge zu erkennen. Mir ist es noch nicht gelungen. Selbst im Teleskop macht sie oft genug Probleme.

Wenn du mal Urlaub in Kenia, Namiba, Südafrika, Australien oder auch Sri Lanka machst, siehst du ohne Probleme die große und die kleine Magellansche Wolke. Sie haben einen Abstand von ca. 200.000 Lichtjahren und sind Satelliten unserer eigenen Galaxie. Selbst bei Vollmond soll man sie noch sehen können.

Um andere Galaxien zu sehen, benötigt man wenigstens ein Fernglas.

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Welches Teleskop hast du?

Mir sind auf die gleiche Art nämlich recht gute Aufnahmen der Mondoberfläche gelungen. http://www.mayerw.de/astronomie/mond2.jpg ist ein Beispiel davon. Ich habe die Digitalcam auf Programmautomatik gestellt und dann bei einem C 14 durch das Okular hindurch fotografiert, und das frei Hand. Außerdem habe ich den stärksten optischen Zoom (4fach) verwendet, den die Cam zu bieten hatte. Damit vermeidet man hässliche Vignettierungen. Versuch mal dein Basteltalent zu erproben und konstruier eine Klemmvorrichtung für deine Kamera, mit der du sie vor dem Okular genau ausrichten kannst. Sowas gibt es auch zu kaufen, kostet aber um die 50 Euro.

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Hast du auf deinem PC ein Astronomieprogramm? Dann solltest du dir eine Sternkarte aus dem Bereich um Andromeda herum ausdrucken. Dann kannst du dich mal in Starhopping versuchen.

Ich empfehle dir auch das Buch "Atlas für Himmelsbeobachter" von Karkoschka, Kosmos-Verlag.

Versuche in einer dunklen Nacht (der Mond stört zur Zeit ziemlich), die Andromedagalaxie mit bloßem Auge zu erkennen. Sie sieht wie ein kleines Wölkchen aus. Dann weisst du eher, in welcher Richtung du mit dem Teleskop suchen musst.

Einzelne Sterne wirst du wohl kaum sehen, sondern nur ein Lichtfleckchen. Es handelt sich dabei um den Kern der Galaxie. Die Außenbereiche werden erst bei Fotografien erkennbar. Dann sieht man auch die Spiralarme. Aber für solche Aufnahmen ist dein Teleskop nicht geeignet.

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Hallo Roman,

du hast ein Spiegelteleskop, Bauart Newton. In dieser Größe werden sie sehr preiswert verkauft. Der Spiegel erfüllt nicht unbedingt die höchsten Qualitätsansprüche, sollte aber für Vergrößerungen bis 120fach ausreichend gute Bilder zeigen. Aber schon bei niedrigeren Vergrößeungen solltest du die beiden größten Wolkenbänder auf Jupiter sehen können.

Wenn nicht, ist eventuell der Spiegel verstellt oder die Schärfeneinstellung stimmt vorne und hinten nicht.

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Um die Sache ein für allemal zu klären:

Es war Jupiter. Am 6. August stand Jupiter etwas links vom Mond. Beide befanden sich im Steinbock. Am 7. August ist Jupiter immer noch im Steinbock zu finden, der Mond ist aber in den Wassermann gewandert. Daher steht Jupiter am 7. rechts vom Mond.

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