Bei einer Nulllinie ist die Defibrillation nicht effektiv. AEDs lösen daher bei Nulllinie auch nicht aus. Man kann in der Tat nur immer weiter drücken und Medikamente geben, in der Hoffnung, dass das Herz mit Sauerstoff (durch Drücken und beatmen) und Medikamente wieder in Gang zu bringen ist.

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Nein, da hast du keine Chance. Nach nicht mal 30 Sekunden wirst du weg sein, versprochen.

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Kortison wird im allgemeinen gut vertragen. Ob man zunimmt oder nicht liegt nicht nur an der Einnahmedauer sondern auch an der Dosierung. Je höher, desto eher nimmt man zu. Allerdings reden wir hier nicht unbedingt über 10kg, so dass du nicht zwingend Angst um deine Figur haben musst. So weit ich weiß gibt es Kortison nicht als Tropfen, lediglich als Tablette oder intravenöses Medikament. Für dich wird aber eigentlich nur die orale Einnahme infrage kommen, da Kortison meist mehrmals täglichen genommen wird. Dreimal am Tag zum Arzt wäre wohl doof.

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Bei übergewichtigen Menschen mit weit höherem Fettanteil sinkt im Laufe der Zeit die Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren an den Zellen. Um die gleiche Menge Zucker in die Zellen aufzunehmen sind dann höhere Konzentrationen an Insulin notwendig. So lange der Körper auf diese Veränderungen noch reagieren kann, schraubt er die Insukinproduktion hoch, so dass beim gleichem Blutzucker wesentlich höhere Insulinkonzentrationen im Blut von Fettleibigenzu finden sind. Dies ist übrigens der erste Schritt zum Diabetes Typ 2. Irgendwann kann nämlich die Insulinproduktion nicht mehr dem Bedarf angepasst werden. Es ist zwar Insulin da, aber der Körper ist so derart unempfindlich dagegen geworden, dass es eben nicht genug ist. Wir haben also einen relativen Insulinmangel, obwohl noch welches pro du ziert wird, und das ist dann Diabetes Typ 2 mit entsprechend hohem Blutzucker. Das ganze ist etwas vereinfacht dargestellt, veranschaulicht aber das Prinzip.

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Einfach formuliert wird der schlecht heilende Bereich mit medizinischen Instrumenten so lange bearbeitet, bis er blutet. Klingt fies, aber nur in durchblutetem Gewebe kann eine Heilung stattfinden. Im Überschuss gebildetes schlecht heilendes Bindegewebe oder abgestorbenes Zellmaterial muss daher entfernt werden. Blutet der Wundbereich nach dieser "Reinigung" wieder, bestehen bessere Chancen auf Heilung.

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Prinzipiell darf man ab 16 selbst in medizinische Behandlungen einwilligen oder diese ablehnen. Vom Alter her könnten beide Minderjährige aus deinen Beispielen also den Transport verweigern, sogar gegen den Willen der Eltern. Nun das Aber: der Rettungsdienst ist in dem Dilemma, dass er einer hilfsbedürftig erscheinenden Person diese Hilfe natürlich zukommen lassen will und auch muss - als speziell geschultes medizinisches Personal sind Rettungsassistenten im Gegensatz zum Normalbürger eher in der Lage, einen Notfall zu erkennen und eine Gefahr für den Patienten abzuwenden. Willigt der Patient in diese Hilfe nicht ein ist das okay und das Risiko des Patienten. Die Pflicht zur Hilfeleistung steht hinter dem Willen des Patienten zurück (der ausreichend über die Risiken der Behandlungsverweigerung aufzuklären ist). Das wäre zunächst einmal in deinem zweiten Beispiel so: Der Schüler kann gegen seinen Willen nicht gezwungen werden, ins Krankenhaus zu fahren. Die Fürsorgepflicht der Schule erlaubt auch keinen Zwang. Beim ersten Beispiel sieht die Lage schwieriger aus. Auch hier gibt es das Dilemma, dass geholfen werden müsste, die Patientin aber nicht will - aber die Patientin ist alkoholisiert. Dadurch ist sie vermindert einsichtsfähig, also nicht zurechnungsfähig. Klingt blöd, aber wenn die Behandlung nötig und dringlich ist, kann der Rettungsdienst in diesem Fall die Patientin gegen ihren Willen mitnehmen, da ihre Äußerung wegen des Alkohols nicht gilt und stattdessen der sogenannte "mutmaßliche Wille" des Patienten als Basis für die Entscheidung abgenommen wird - und das ist in der Regel der Wunsch nach Behandlung. Kurz gefasst kann der Rettungsdienst einfach eine Behandlung gegen den nicht gültigen Wunsch eines nicht zurechnungsfähigen Patienten durchführen, egal ob minderjährig oder volljährig - sogar gegen den Willen von Eltern, übrigens. Wann man nun nicht zurechnungsfähig ist - ja. Das is nun nirgends wirklich geklärt und führt dazu, dass mit einer geeigneten medizinischen Begründung beinahe jeder zu einer Erstbehandlung gegen seinen Willen gezwungen werden kann. Der Junge aus dem zweiten Beispiel könnte auch als nicht zurechnungsfähig gelten, wenn der Rettungsdienst den Verdacht hat, er sei wegen eines Krampfanfalles zusammen gebrochen, denn danach ist man schon ziemlich durch den Wind. Geht schnell... Der Rettungsdienst steht sehr unter Druck, in kürzester Zeit muss die Entscheidung für oder gegen Behandlung getroffen werden. Da meist keine Zeit dafür ist, stundenlang zu ergründen, ob der Patient voll da oder was sein mutmaßlicher Wille ist, kann ein Patient schnell mal gegen seinen Willen im Krankenhaus landen, wo man etwas mehr Zeit hat, sich mit der Situation auseinander zu setzen.

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Was für ein Koma meinst du?

Im sogenannten Wachkoma sind alle Reflexe erhalten, der Patient ist aber nicht kontaktierbar, sondern Vollpflegefall - da kann er schnarchen oder auch nicht.

Im medizinischen Schlausprech meint Koma eine besonders tiefe Bewusstlosigkeit mit Erlöschen aller wichtigen Reflexe - manchmal auch der Atmung. Ein Komapatient atmet womöglich gar nicht mehr, kann also auch nicht schnarchen. Auch nicht ganz so tief Bewusstlose sind zumindest in der Atmung gestört und würden eher kurzfristig daran sterben, weswegen sie immer künstlich beatmet werden. Dabei schnarcht man nicht. In der kurzen Zeit, bis man beatmet wird, die Atmung aber schon eingeschränkt ist, kann es sich durch die zurückfallende Zunge durchaus wie Schnarchen anhören. Das mit der künstlichen Beatmung gilt übrigens auch für das sogenannte "künstliche Koma", das im Prinzip eine lang andauernde Vollnarkose ist.

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Nein, wenn sie selber ausreichende Versorgungskapazität und das Know How haben, müssen sie natürlich nicht überweisen. Haben sie das nicht, werden sie das aber wohl tun, aber das wird wohl jedes kleinere Haus machen, das auf die Postreanimationstherapie nicht ausgelegt ist, nicht nur Privatkliniken

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Ein Flowmeter ist en Durchflussmesser oder -regler. In der Medizin sind es meistens Gase, die fließen, also Sauerstoff etc. In der Notfallmedizin ist mit Flowmeter vermutlich der Regler für den Sauerstoff gemeint, den man aufdreht und dann sehen kann, wieviele Liter Sauerstoff pro Minute zum Patienten strömen. Alternativ können auch die Gas-Flowmeter an etwas älteren Beatmungsgeräten in Schockraum oder OP gemeint sein.

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