Schwarzer Humor ist ja letztlich eine Art Ventil, über das zu lachen und zu verarbeiten, was in der Gesellschaft tabu ist. Per se zu sagen, ob bestimmte Sorten von Humor OK oder nicht OK sind, ist unmöglich. Es ist letztlich nur ein Spiegel der Gesellschaft und die Resonanz darauf. Wenn sich der Witz nur über die Tatsache an sich lustig macht, aber niemand verletzt oder kränkt, ist schwarzer Humor in unserer Gesellschaft meistens akzeptiert.

Beispielsweise wären Witze über behinderte Personen ziemlich fragwürdig, da man sich gedanklich über sie stellt. Macht aber eine solche Person selbst Witze über ihre eigene Behinderung, kann niemand sagen, dass es moralisch unvertretbar ist, da diese Person es ja selbst am besten wissen muss! Genauso verhält es sich mit anderen Tabuthemen, wie z.B. Sex, Rassismus, Tod usw. Also kommt es letztlich immer auf individuell auf die Situation selbst drauf an.

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Der Grund des Lachens reicht laut Forschern weit in unsere Evolution zurück. Herauskristallisiert hat sich diese “Reaktion “ des Humors bzw. des Witzes aus dem Spielen untereinander. Daraus entstand allmählich der heutige Humor. Also konnte man sagen, dass Witze im evolutionsbiologischen Prozess einen sozialen Daseinsgrund haben.

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Über den Berg ist kurzer als zu fuß

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  • Lieber einen Sitzen haben und nicht mehr stehen können als andersrum!
  • Im Sommer ist's wärmer als überall
  • Im Winter ist es kälter als Nachts
  • Nachts ist's kälter als draußen
  • Draußen ist im Winter kälter als im Winter drinnen
  • Cola schmeckt besser als aus der Dose
  • Bei diesem Durst könnt' ich ein ganzes brot essen, so müde bin ich
  • Über den Berg ist es kürzer als zu Fuß
  • Mit dem Fahrrad ist's kürzer als durch den Wald
  • Lieber 8 Stunden arbeiten als gar keinen Schlaf
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Aus der Cartoon-Welt: "Uli Stein - Das hätt nicht kommen dürfen!"

Wenn Du eher auf Taschenbücher stehst: "Dirk Bernemann - Ich hab' die Unschuld kozen sehen". Da gibt's auch mehrere Teile davon.

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Ouu, ouuu, seeehr komplexes Thema, das ganze ;-) Da machst Du jetzt ein großes Fass auf! Im Ernst, die Wissenschaft der Humorforschung gibt es schon seit vielen Jahren, aber man hat noch nicht komplett rausfinden können, warum der eine jetzt so und der andere so lacht bzw. worüber man lacht. Das hat viele Ursachen. Im Prinzip gibt es 3 Arten von Komik (worüber sich Wissenschaftler jedoch nicht 100% einig sind!):

  • "Inkongruenz-Auflösungs-Witze", also Witze, die sich erst am Schluss der Story auflösen, nachdem man den Zuhörer zunächst auf eine falsche Fährte gelockt hat.
  • "Nonsens-Witze" (Z.B. Kommt ein Mann um die Ecke und tritt auf 'nen Keks!)
  • "Sexuelle Witze", die Abhandlungen über dieses Tabu in der heutigen Gesellschaft beinhalten. Diese Informationen habe ich von einer Frau, die Ihre Doktorarbeit auf dem Gebiet der Humorforschung macht und sich auf Aussagen von Wissenschaftlern stützt.

Ein Theoriemodell von Kant, Schopenhauer und Suls geht zudem davon aus, dass Humor aus einem Überraschungsmoment besteht. Die Pointe und somit auch der Witz ergeben sich aus der Neuinterpretation des zuvor gehörten oder gesehen. Manche Patienten mit Schäden am Frontallappen des Gehirns verstehen Witze überhaupt nicht, denn sie haben Schwierigkeiten mit der Neubewertungsphase dieses Vorgangs.

Welche Gehirnregionen jetzt bei welchen Witzen stimuliert werden und wie eine bestimmte Person auf Witze reagiert, ist allerdings noch nicht erforscht. Geschweige denn die Typisierung des Klienten aufgrund seinem Muster, welche Art von Humor er witzig findet und welche nicht.

Du sprichst auch das Thema "Intelligenz" an. In einem Gespräch mit zwei hauptberuflichen Comedians, habe ich einmal gefragt, ob für Humor die Intelligenz notwendig ist. Sie haben daraufhin gemeint, dass zwar eine gewisse Intelligenzbasis vorhanden sein muss, um sich die lustige Situation überhaupt vorzustellen, aber zu viel Intelligenz verhindere sogar Humor, weil man zu sehr verkopft ist und nicht locker genug, um den humorvollen Aspekt jener Situation zu verstehen. In sofern stimme ich dem Beitrag von "Butzelbaer" zu.

Es kommt auch darauf an, in welchem Rahmen sich der Humor zu diesem Zeitpunkt befindet, also wann, wo und vor allem wie er rübergebracht wird. Es liegt auf der Hand, dass es Situationsabhängig ist und sich die Grenzen dann verschieben, wenn sich die Art von Gesellschaft, in der Du Dich befindest, ändert. Ein Stammtisch-Humor in vertrauter Atmosphäre ist sicherlich woanders angesiedelt, als in Situationen, bei denen Du die Menschen in Deinem Umfeld nicht kennst oder der Rahmen anders gesetzt ist (beispielsweise einem Leichenschmaus). Also kann man sagen, dass der Humor:

  • Ortsabhängig ist (regionale Unterschiede)
  • Gesellschaftsabhängig ist
  • Kulturabhängig ist und
  • Abhängig vom eigenen Bewusstsein und welchen Standpunkt man gegenüber gewissen Situationen einnimmt

So, ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Es gibt auch eine Humorstudie von Corporate Research, über was die Deutschen am häufigsten Lachen. Auf Deluxefun im Link unten ist die PDF-Datei zu finden. Viel Spass!

http://www.deluxefun.de/_Humorforschung.html

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