Warum ist die Demokratie keine Ideologie?

In einer meiner ersten selbstgegebenen Unterrichtsstunde sollte ich meinen Schülern in Geschichte nahebringen, was eine Ideologie ist. Ich stellte mehrere ideologische Syteme vor, allesamt sehr negativ konnotiert: den Faschismus, den Stalinismus und ging auch auf fundamental-religiöse Ideologien ein. Meine Schüler arbeiteten klasse mit und schnell standen die Merkmale einer Ideologie fest: ein gesellschaftliches Idealbild, das als einzig richtig gilt, keine anderen Bilder zulässt und wo das eigene mit allen Mitteln verteidigt wird, auch mit Gewalt, wenn nötig. Somit schloss ich den Unterricht mit einem Zitat meines eigenen Geschichtslehters ab: "Ideologie ist notwendig falsches Bewusstsein zur Legitimation ungerechter Herrschaftsverhältnisse".

Alles schien auf ein wundervolles Unterrichtsende hinauszulaufen, bis von einem Schüler dann eine verrückte Frage kam und mir meine ganze Unterrichtsstunde total um die Ohren flog: "Ist die Demokratie nicht auch nur eine Ideologie? Auch bei uns gibt es große Ungerechtigkeit. Wir sehen die Demokratie als die beste Herrschaftsform an und kämpfen mit unseren Soldaten sogar in anderen Ländern, um sie dort durchzusetzen. Alles, was sie gesagt haben, könnte man auch über unseren eigenen Staat sagen."

Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und das Klingeln erlöste mich als Lehrer von der Peinlichkeit. Ich gab noch schnell zu, dass es vielleicht auch gute Ideologien gibt, die weit weniger ungerecht sind als andere, aber so richtig zufrieden war weder der fragende Schüler und am allerwenigsten ich selbst.

Nun meine Frage: was hättet ihr geantwortet?

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Weil Demokratie ohne zwang ist und sie vom volke aus entstand !

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Weil er ein großer drahtzieher vielen unheiles auf der erde ist und zur zion. Elite zählt.

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Hallo ! Du springst nicht ! Du gehst zur Polizei ! Hör auf mit so einer sch*** !

Das bringt dir nichts, glaub mir ! :)

Gehst zur Polizei? ??

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