Wie ist der Begriff "Widrigkeitskoeffizient" im Sinne Sartres im Kontext "Sartres Freiheitsbegriff" zu verstehen?

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1 Antwort

Der sog. Widrigkeitskoeffizient (geprägt nicht von Sartre, sondern von Gaston Bachelard) setzt der Freiheit (als Willensfreiheit) durch dem vom volitiv Handelnden in dessen Zweck, Intention und der damit verbunden "Korrumpierung" durch den vom Akteur gesetzten Zweck zum Handeln eine Schranke – und zwar in der Weise, das bei aller Freiheit nie die Garantie besteht, das Zweck,  Intention und umgesetzte Aktion zum Erfolg führen müssen.

Anders formuliert: Die subjektiv durch den Willen gesetzte situative Freiheit – in seinen Beziehungs-, Bedeutungs- und Intentionsbedingungen (zum Zweck)  kann in der objektiven Faktizität der Umstände und Zustände (Widrigkeitskoeffizienten) restringiert, inhibiert oder gar eliminiert werden.

In der allerletzten Konsequenz und Zuspitzung für diese „Hinderung“ Sartre zum pessimistischen Verdikt das die „…Geschichte eines Lebens, wie es auch sei, ist die Geschichte eines Scheiterns“ (Sartre, Das Sein und das Nichts, S.833)

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