Was heißt "zwangsgeführt" bei Sicherheits-Endschaltern?

2 Antworten

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Eine Zwangsführung von Kontakten ist gegeben, wenn alle kontakte eines Schaltgerätes mechanisch so miteinander verbunden sind, dass stets Öffner und Schließer nicht gleichzeitig geschlossen sein können. Redundanz ist vorhanden, wenn mehr Steuer,- oder Antriebsstränge vorhanden sind als zur Erfüllung einer Funktion benötigt wird. Durch Redundanz ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass ein einziger Fehler zum Verlust der funktionellen Sicherheit führt.

Der Endschalter hat doch ein Öffner und Schließer und die sind zwangsgeführt, heißt das nie beide gleichzeitig geschlossen oder geöffnet sein kann, der Öffner ist für den Sicherheitskreis und der Schließer für die Meldung, welcher Endschalter angesprochen hat.

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@dietmar632

Habe deine Frage ein wenig kompliziert verstanden zum Anfang Gruß Dietmar

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@dietmar632

Zwangsgeführt heißt also das EIN und AUS gegenseitig verriegelt sind. Bzw. nicht gleichzeit offen oder geschlossen sein kann. - AHA!

PS: Wobei das eigentlich für jeden Schalter theorethisch zutrifft. Endweder er schaltet durch oder nicht. - Ich nehme aber mal an das eine Feder den Schalter in einer Zwangslage hält. Im Fehlerfall löst diese aus, und der Schaltvorgang ist nicht mehr Reversibel (eigenständig).

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@jouknow

ja, sind beide mechanisch verbunden, die Feder ist nur das er eine Endlage hat, (Grundstellung) Die Feder lößt nicht aus, die kann brechen dann ist der Schalter nicht mehr in Grundstellung, kommt direkt eine Störung, aber ist noch nie bei mir vorgekommen, meist bricht was anderes als die Feder.

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Für sicherheitsrelevante Schaltungen entsprechend der Maschinenrichtlinie gibt es sogenannte Not-Aus-Schaltgeräte (nicht zu verwechseln mit Notaus-Tastern). Diese gewährleisten mit doppelt vorhandenen, in Reihe liegenden Kontakten das sichere Abschalten einer Maschine entsprechend der erforderlichen Sicherheitskategorie. Sie enthalten, auch durch zwangsgeführte Kontakte, sichere Selbsthalteschaltungen zum Anschluss von Notaus-Tastern, Starttasten und Endschaltern (zum Beispiel von Schutztüren) oder Lichtvorhängen. Manchmal enthalten sie auch die erforderlichen Schütze bzw. Lastrelais.

Um das Abfallen der Relais bzw. Schütze überwachen zu können, sind diese mit zwangsgeführten Kontakten ausgeführt: falls ein Kontakt verschweißt und nicht öffnet, bleiben auch alle anderen Schließer-Kontakte geschlossen und verhindern ein Wiedereinschalten, welches zu diesem Zweck über die Öffner-Kontakte erfolgt.

Aber was ist daran das "Zwangsgeführte". Zwei Kontakte heißt für mich dann einfach nur Redundant und Einzelfehlersicher, dietmar.

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