ich soll zu morgen meinem Lehrer erklären was der Unterschied aber auch die Gemeinsamkeiten von Arrhenius und Brönstedt nach der Einstufung von AMMONIAK ist?

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2 Antworten

Moin,

eigentlich wären korrekte Antworten auf deinen Beitrag

"Viel Spaß dabei..."

oder

"Du tust mir leid..."

oder (etwas klugscheißerisch)

"Dann fängst du zu spät mit deiner Arbeit an..."

denn dein mit einem Fragezeichen am Ende versehener Post ist eigentlich gar keine Frage! Ja, es ist noch nicht einmal ein deutscher Satz (von der grauenvollen Rechtschreibung einmal abgesehen).

Aber es ist schon spät, ich bin gut gelaunt und du hast offenbar keine Ahnung.
Darum gibt's auch noch etwas Hilfreicheres, als die bisherigen Belehrungen...

Arrhenius einerseits und Brönsted (und Lowry!) andererseits haben sich unter anderem mit Säure-Base-Konzepten befasst.

Dabei definierte Arrhenius eine Säure als einen Stoff, der in Wasser in Protonen (H^+-Ionen) und Säurerest-Anionen dissoziiert (zerfällt).
Nach Arrhenius ist dagegen eine Base ein Stoff, der in Wasser in Kationen und Hydroxid-Anionen (OH^–) dissoziiert (zerfällt).
Demnach konnte Arrhenius sehr wohl erkennen, dass Ammoniak (NH3) in wässrigen Lösungen eine basische Reaktion auslöst, aber erklären konnte er das eigentlich nicht, denn Ammoniak enthält gar keine Hydroxid-Anionen, in die er in Wasser dissoziieren könnte.

Nach Brönsted-Lowry sind Säuren dagegen Teilchen, die Protonen (H^+-Ionen) abspalten können (Säure = Protonendonator).
In diesem Konzept sind dann Basen Teilchen, die Protonen aufnehmen können (Base = Protonenakzeptor).

Das Brönsted-Lowry-Konzept hat gegenüber dem Arrhenius-Konzept drei entscheidende Vorteile:
1. ist es unabhängig vom Lösungsmittel Wasser. Arrhenius sprach immer nur über wässrige Lösungen; Reaktionen, die zum Beispiel in der Gasphase nach einem Säure-Base-Prinzip ablaufen, mussten dabei unberücksichtigt bleiben.
2. löst es sich von der Vorstellung, dass Basen Hydroxid-Ionen enthalten müssen, in die sie (in Wasser) dissoziieren können. Es geht nicht um Hydroxid-Ionen, sondern (einheitlich) sowohl bei Säuren als auch bei Basen um Protonen, die abgegeben (Säuren) oder aufgenommen (Basen) werden können...
3. es löst sich von der Stoffebene und betrachtet vielmehr einzelne Teilchen sowie deren Möglichkeiten in Bezug auf die Aufnahme oder Abgabe von Protonen. Damit wird "Sauersein" oder "Basischsein" nicht mehr als Eigenschaft von Stoffen betrachtet (wie es Arrhenius tat), sondern zu einer Funktion eines Teilchens in einer konkreten Reaktion mit anderen Teilchen.

Fazit: Die drei Vorteile des Brönsted-Lowry-Konzepts machen ihre Säure-Base-Theorie viel umfassender als es im (eingeschränkten) Konzept von Arrhenius der Fall war.

Was nun den Zusammenhang mit Ammoniak angeht, so kann man mit Hilfe des Brönsted-Lowry-Konzepts sehr leicht erklären, warum Ammoniak als Base reagieren kann, denn das Molekül NH3 ist dazu in der Lage, ein Proton aufzunehmen. Auch Reaktionen in der Gasphase sind damit problemlos einordbar, zum Beispiel:

NH3 (g) + HCl (g)  ---> NH4Cl (s)     //    [NH4^+ + Cl^–]

Das macht Ammoniak dann auch in Wasser:

NH3 (g) + H2O (l)  ---> NH4^+ (aq) + OH^– (aq)

Und da haben wir dann auch wieder eine Verbindung zum Arrhenius-Konzept, denn Ammoniak enthält zwar selbst keine Hydroxid-Anionen, aber es lässt in Wasser welche entstehen, so dass eine wässrige Ammoniaklösung basisch reagiert.

Ich hoffe, das hilft dir (in mehr als einer Hinsicht) weiter...

LG von der Waterkant.

ich hatte nichtmal viel platz um eine Frage vernünftig und vollständig zu stellen😉 aber danke trotzdem 

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Dann viel Erfolg! :-)

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