Gab es Elly Kedward wirklich?

3 Antworten

Alles erfunden. Entstehungsgeschichte [Bearbeiten]

Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, zwei Filmstudenten der University of Central Florida, kennen sich seit 1990 und verbrachten einen großen Teil ihrer Studienzeit damit, gemeinsam kurze Amateurfilme zu drehen. Im Jahre 1993 kam ihnen die Idee, einen Horrorfilm zu drehen, der als Dokumentation dargestellt werden sollte. Sie waren damals sehr angetan von der TV-Dokumentations-Serie „In Search of...“ aus den Siebzigerjahren, in der eine unheimliche Stimme den Zuschauer durch Sendungen voller – angeblich echter – Fotos von Ufos, Außerirdischen und anderen Monstern führte. Dadurch wurden Myrick und Sanchez inspiriert und wollten den Kinobesuchern ein ähnliches Gefühl vermitteln, wie die Reihe es damals bei ihnen geschafft hatte.

Im Laufe des Jahres 1996 suchten sie sich unter 2000 Bewerbern drei unbekannte Jungschauspieler aus, die unter ihren richtigen Namen – Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams – die Hauptrollen in „The Blair Witch Project“ spielen sollten.

Gedreht wurde in Burkittsville, im Seneca Creek State Park und dem Patapsco Valley State Park (jeweils in Maryland). Dabei wurden die drei Schauspieler, die zuvor einen Einführungskurs in die Kameraführung besuchten, ausgerüstet mit einer 16mm- und einer Hand-Videokamera allein in den Wald geschickt und hatten dort acht Tage Zeit, um den Film in den Kasten zu bringen. Ihre einzige Verbindung zu den Regisseuren war ein Walkie-Talkie, über das sie genauere Informationen erhielten, wo ihr nächster Drehort sein würde. Diesen konnten sie mit Hilfe eines GPS-Navigationssystems erreichen. Am Drehort angelangt fanden die Schauspieler jeweils die Nahrung für den nächsten Tag sowie einen Zettel, auf dem ungefähr stand, wie die folgenden Szenen aussehen sollten. Ein genaueres Drehbuch gab es nicht, der gesamte Text wurde improvisiert. Im Laufe der Drehtage wurden die Essensrationen, die Heather, Josh und Mike zugespielt wurden, ständig reduziert, so dass sich ihre körperliche und geistige Verfassung realitätsgetreu verschlechterte. Nur auf diese Weise konnte der langsame Verlust der Nerven und der geistigen Anwesenheit so realistisch gespielt werden, wie es in der Endfassung von „The Blair Witch Project“ zu sehen ist. Tatsächlich aber unterschied sich die Lage der Schauspieler insofern klar von der ihrer Rollen, als sie für den Notfall „Fluchtrouten“ und Walkie-Talkies hatten.[1]

Ursprünglich hatten die beiden Regisseure vor, das von den Schauspielern gedrehte Material mit einer Hintergrundgeschichte zu kombinieren. Dazu sollten die in der Filmhandlung vorkommenden fiktiven Wochenschauen der Vierziger Jahre und eine (angebliche) Fernsehsendung, die mysteriöse Geschehnisse aufklärte, benutzt werden. Diese technisch höherwertigen Aufnahmen hätten die improvisierten Hi-8-Handkamera-Szenen ergänzt. In acht Monaten im Schneideraum entstanden zwei sehr verschiedene Filmversionen – eine von jedem Regisseur –, danach gaben Myrick und Sanchez die Idee auf und benutzten nur das Material der Schauspieler.[1]

Im August 1998, zehn Monate, nachdem der Film gedreht war, stellten Dan Myrick und Ed Sanchez eine Webpräsenz ins Internet, auf der sie – als Tatsachenbericht getarnt – über das Verschwinden dreier Filmstudenten im Jahre 1994 in den Wäldern um Burkittsville und die Suche nach ihnen sowie den Fund ihrer Ausrüstung – einschließlich der Filmmaterialien – informierten. Auch die Sage der Hexe von Blair wurde genauestens erklärt und geschildert. Fiktive Interviews mit Familienmitgliedern und Bekannten der Verschwundenen machten die Täuschung komplett. Bald schon erreichte die Webpräsenz die Eine-Million-Besucher-Marke.

Im Januar 1999 wurde das fertige Produkt „The Blair Witch Project“ auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt. Im Juni 1999 schließlich lief der Film in vorerst nur 27 US-Kinos an. Durch den riesigen Zuschaueransturm fanden sich allerdings weitere Kinos, und schließlich war das Werk in insgesamt 1.100 Kinos zu sehen. Die Kosten beliefen sich auf lediglich 60.000 Dollar, wovon der größte Teil für die beiden Kameras und die Reise zu den Drehorten investiert worden war. Bereits am ersten Wochenende hatte der Film knapp 29 Millionen Dollar eingespielt, die weltweiten Gesamteinnahmen betrugen Ende 1999 über 248 Millionen Dollar.[2] Damit ist „The Blair Witch Project“ einer der Filme mit den höchsten Einnahmen im Verhältnis zu seinen Kosten. Lediglich der US-amerikanische Pornofilm „Deep Throat“ von Gerard Damiano aus dem Jahr 1972 weist mit einem Umsatz von 600 Millionen Dollar gegenüber Kosten von 25.000 Dollar eine noch bessere Umsatzrentabilität auf. Im Guinness-Buch der Rekorde löste Blair Witch Project den damaligen Rekordhalter Mad Max ab.

In Deutschland hatte der Film seine Premiere auf dem Fantasy Filmfest. Angeblicher Mythos [Bearbeiten]

Nicht nur der Film täuscht seinen dokumentarischen Charakter vor, auch der unheimliche Mythos von einer Hexe in Blair, einem verlassenen Ort im Norden von Maryland, entsprang der Vorstellungskraft der Filmemacher. Mit akribischer Phantasie entwickelten sie eine historische Zeittafel. Dabei gingen sie 200 Jahre in der Geschichte zurück. Im Mittelpunkt steht eine rätselhafte Frau, die später nur noch die Hexe von Blair genannt wird. Im Laufe der Jahre ranken sich immer mehr Legenden um diese Person.

Auch historische „Beweise“, wie die Ausgabe eines 1809 veröffentlichten Buches, das den Titel „The Blair Witch Cult“ trägt, oder ein angeblich filmisches Dokument von ca. 1940, das über einen Serienmörder berichtet, der im Auftrag der Hexe handelte, wurden durch die Produzenten in die Welt gesetzt. Der Mythos stützt sich auch auf Fotos von Schauplätzen, die mit Ereignissen rund um das Blair-Witch-Phänomen in Verbindung gebracht werden.

„The Blair Witch Project“ spinnt diese Legende nun weiter – mit neuen, fiktiven Dokumenten vom mysteriösen Verschwinden von Heather und ihrer Filmcrew. Mit Heathers Tagebuch, das von ihr während des Aufenthalts in den Wäldern geschrieben wurde, mit Polizeifotos von Tatorten, mit dem Fund der Filmrollen und Joshuas Auto, geparkt auf der Black Rock Road, das voll von Hinweisen zu sein scheint. Dazu kommen „echte“ Interviews mit Detektiven und den Eltern der Filmcrew, die nach ihrem Verschwinden aufgezeichnet wurden. Der Mythos der Hexe von Blair ist ein verschachteltes, vielschichtiges Rätsel mit vielen Fragen – und mehr als einer möglichen Antwort.

Alle Geschehnisse rund um die drei Studenten zwischen dem 20. und 25. Oktober wurden angeblich auf Filmspulen gefunden, verarbeitet und sind nun als Film „The Blair Witch Project“ bekannt.

Die Produzenten haben die Legenden um diesen Film absichtlich komponiert und dabei eine Mischung aus Fakten und fiktionalen Elementen verwendet. Auf manchen Film-Webseiten sind immer noch die teilweise erfundenen Biografien zu finden.

(wikipedia.de)

Schlicht NEIN, das ist ein kreierter Mythos

"Nicht nur der Film täuscht seinen dokumentarischen Charakter vor, auch der unheimliche Mythos von einer Hexe in Blair, einem verlassenen Ort im Norden von Maryland, entsprang der Vorstellungskraft der Filmemacher. Mit akribischer Phantasie entwickelten sie eine historische Zeittafel. Dabei gingen sie 200 Jahre in der Geschichte zurück. Im Mittelpunkt steht eine rätselhafte Frau, die später nur noch die Hexe von Blair genannt wird. Im Laufe der Jahre ranken sich immer mehr Legenden um diese Person.

Auch historische „Beweise“, wie die Ausgabe eines 1809 veröffentlichten Buches, das den Titel „The Blair Witch Cult“ trägt, oder ein angeblich filmisches Dokument von ca. 1940, das über einen Serienmörder berichtet, der im Auftrag der Hexe handelte, wurden durch die Produzenten in die Welt gesetzt. Der Mythos stützt sich auch auf Fotos von Schauplätzen, die mit Ereignissen rund um das Blair-Witch-Phänomen in Verbindung gebracht werden.

„The Blair Witch Project“ spinnt diese Legende nun weiter – mit neuen, fiktiven Dokumenten vom mysteriösen Verschwinden von Heather und ihrer Filmcrew. Mit Heathers Tagebuch, das von ihr während des Aufenthalts in den Wäldern geschrieben wurde, mit Polizeifotos von Tatorten, mit dem Fund der Filmrollen und Joshuas Auto, geparkt auf der Black Rock Road, das voll von Hinweisen zu sein scheint. Dazu kommen „echte“ Interviews mit Detektiven und den Eltern der Filmcrew, die nach ihrem Verschwinden aufgezeichnet wurden. Der Mythos der Hexe von Blair ist ein verschachteltes, vielschichtiges Rätsel mit vielen Fragen – und mehr als einer möglichen Antwort.

Alle Geschehnisse rund um die drei Studenten zwischen dem 20. und 25. Oktober wurden angeblich auf Filmspulen gefunden, verarbeitet und sind nun als Film „The Blair Witch Project“ bekannt.

Die Produzenten haben die Legenden um diesen Film absichtlich komponiert und dabei eine Mischung aus Fakten und fiktionalen Elementen verwendet. Auf manchen Film-Webseiten sind immer noch die teilweise erfundenen Biografien zu finden."

http://de.wikipedia.org/wiki/BlairWitchProject

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