Zerstörungswut labrador wie dagegen steuern?

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12 Antworten

Was bringt dem Hund frei auf dem Hof herum laufen? Absolut nichts.

Wie viel seit ihr mit dem Hund unterwegs und wie beschäftigt ihr ihn seiner Natur und eigentlichen Aufgabe entsprechend? Am Fahrrad laufen ist zudem in dem Alter noch schädlich und lastet einen Labrador nicht aus. Das ist ein Jagd und Apportier Hund.

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Kommentar von Zockiii
02.11.2016, 10:01

1. Das ist nicht mein Hund 

2 habe ich einen Hund und kenne sowas nicht in der Form 

3. Deswegen meine frage zu anderen alternativen die ich dem Besitzer sagen kann .  

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Zerstörungswut labrador wie dagegen steuern?

Der Hund fühlt sich nicht ausgelastet und versucht, auf diesem Weg seine Energie abzubauen.

Damit hast du auch gleich die Lösung: Dein Schwager sollte den Hund auslasten. Körperlich. Aber auch geistig. 

Er kann frei auf den Hof Rum laufen

Da gibt's Rum? Für den Hund? Nein, im Ernst: "Freies Rumlaufen auf dem Hof" ist für einen Hund sterbenslangweilig. Das Revier ist klein, es passiert praktisch gar nix Neues, ... 

... kurz gesagt: Es ist so, als würdest du jeden Tag die gleiche Zeitung immer und immer wieder lesen sollen. Spätestens ab dem dritten Tag würdest du vor lauter Langeweile anfangen, daraus Papierflieger zu falten...

Und dem Hund geht's nicht viel anders...

jedem abend läuft er mehrere Kilometer am Fahrrad 

Wie etliche hier schon gesagt haben: Der Hund ist noch nicht wirklich "reif" fürs Radfahren. Anders als die meisten anderen sehe ich es aber nicht so kategorisch: Wenn die Belastung (Strecke & Geschwindigkeit) sich in Grenzen hält, ist es eine mögliche Option. 

Abgesehen davon: Abends. Ja. Und den Rest des Tages? Soll der Hund die Zeit bis zum nächsten Abend im Koma verbringen; oder was ist der Sinn dieser Aussage?

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Was kann man noch machen ?

Auslastung. Sinnvolle Beschäftigung. Körperlich. Und geistig. 

Es ist schwierig, hier einen konkreten Zeitplan aufzustellen, aber ein paar fundamentale Dinge kann man erwähnen:

  • Spaziergänge. Morgens UND Abends. (Und idealerweise mittendrin auch noch mal.) Jeweils etwa 1 Stunde. Gern auch jeweils 2 - 3 Stunden, wann immer es sich eintakten lässt. (etwa am Wochenende) Das "Wandern" ist den Hunden genetisch eingebaut. Sie brauchen es. Es entspannt sie.
  • Arbeit fürs Futter. Wenn der Hund frei auf dem Hof laufen kann, dann ist es sicherlich interessant, das Futter nicht in einer Schüssel zu servieren, sondern es auf dem ganzen Hof "zu verstecken", so dass er sich eine Weile daran aufhält, sein Futter zusammensuchen zu müssen. Anfangs keinesfalls unkontrolliert, denn das kann verschiedenes Fehlverhalten entwickeln, das dann wieder mühsam korrigiert werden muss. Aber mit Geduld kann das zu einem anregenden Spiel ausgebaut werden, das seine Nase eine ganze Weile beschäftigt, so dass er nach dem Frühstück das erste Mal müde wird und sich ganz freiwillig entspannt, ohne Flausen im Kopf zu bekommen.
  • Geistige Auslastung. Labradore sind Arbeitstiere. Sie lieben das Apportieren. Und sie lieben das Wasser. Vor allem aber wurden sie gezüchtet, um dem Menschen bei der Jagd hilfreich zur Hand zu gehen. Sie brauchen also diese Beschäftigung - quasi die "Ersatz-Jagd" - durch den Menschen. Hier gibt es unzählige Dinge, die man mit dem Hund anstellen kann. Beispielhaft sei das "Hütchen-Spiel" genannt: Zwei, drei Becher umgekehrt aufstellen. Aber nur unter einem wird Leckerlie "versteckt". Erst offen, so dass der Hund sieht, unter welchem es ist; später verdeckt. Der Hund darf dann raten, unter welchem Becher sich das Leckerlie befindet; indem er die Pfote auf den passenden Becher legt oder den Becher selbst umstoßen darf, um an das Leckerlie zu kommen. (Das klappt nicht sofort und braucht ein bisschen Übung; aber wenn er die Spielregeln erst mal rausbekommen hat, dann macht er das sicherlich leidenschaftlich mit.) Sowas fordert den Hund geistig enorm und setzt ihm in kurzer Zeit mehr zu, als ein langweiliger Spaziergang im Schritttempo.
  • Enge Rudelbindung. Labradore sind durch die Zuchtkriterien besonders stark "anlehnungs- und führungsbedürftig". Das heißt: Sie wollen "Beschäftigung mit Ansage" und sind nicht imstande, sich dauerhaft selbst zu beschäftigen. Sie wollen ultimative Bindung", also am liebsten 24 Stunden am Tag engen Kontakt zum Rudel. Jede Minute, die davon abgeht, ist aus der Sicht des Hundes eine verlorene Minute, die den Frust verstärkt.

Dein Schwager sollte sich also einen "Schlachtplan" zurecht legen, in dem jede Minute seiner Freizeit auf den Hund ausgerichtet wird. Er sollte mindestens "dabei sein" dürfen. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass dein Schwager sich ausgiebig mit ihm beschäftigt und ihm "Alternativ-Verhalten" anbietet; ihn also so sehr beschäftigt, dass der Hund gar nicht mehr auf die Idee kommt, irgendwas zerstören zu wollen, weil er schon genug ausgelastet ist...

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Geheim-Rezept: ausreichend körperliche Belastung + viel geistige Herausforderung = ausgeglichener, ruhiger Hund

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Kommentar von SusanneV
02.11.2016, 17:48

Tolle Antwort......

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Der Hund ist nicht erzogen und ihm fehlt die Auslastung.

Ein Labrador eignet sich sehr gut fürs apportieren, der will nicht nur stur am Fahrrad mitlaufen und den Rest des Tages auf dem Hof rumliegen.

Außerdem sollte ein Hund mindestens ein Jahr alt sein bevor man mit ihm Fahrrad fährt.

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Hi,

Dein Schwager müsste erstmal anfangen den Hund artgerecht zu halten ;) Ein Labbi ist ja kein selbstständiger Hofhund. Sondern ein sehr intelligenter Jagdhelfer, also ein Gebrauchshund der mit seinen Halter zusammen arbeitet. Den muss man im wesentlichen kopfmässig auslasten und vor allem auch sein Wesen berücksichtigen, er braucht dringend menschliche Führung. 

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Klingt stark nach Unterforderung. Etwas Laufen bringt dem Hund nichts. Nasen- und Kopfarbeit sind die Stichworte.
Ich versteh nicht, wieso dein Bekannter sich einen Labrador (Arbeitslinie?) zugelegt hat...

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Hi,

mit 8 Monaten am Fahrrad mehrere Kilometer, ich glaub es hackt. Der Hund ist noch nicht erwachsen, die Knochendichte nicht ausgereift. Wenn ihr demnächst hohe Ta. Kosten habt müßt ihr euch nicht wundern.

Euer Hund muss ausgelastet werden, es sind Handlungen, die durch nicht geistige Auslastung in sogenannte Übersprungshandlungen einher gehen.

Macht Suchspiele oder sonstiges, lasst ih sich sein Futter durch Such- Kopfarbeit verdienen. Wenn dein Schwager es nicht rafft, dann besser in ein zu Hause geben wo er es besser hat.

Keine schönen Grüße uwe4830

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Hallo, erstmal würde ich nicht sagen, dass es dem Hund generell an Erziehung mangelt. Es ist schon was, wenn er neben dem Rad laufen kann. Im Gegensatz zu den bereits gegebenen Antworten ist am Rad laufen nicht schädlich. Eine gleichmäßige Bewegung ist sogar sehr gut, gerade bei Rassen wie dem Labrador. Am besten aber nicht nur auf Asphalt sondern auf weichem Boden wie Gras oder Erde, Sand ist zu weich. Stöckchen spielen hingegen ist Gift für die Gelenke und kann zudem auch schwere Verletzungen bei einem tollpatschigen Labbiwelpen verursachen. Die Besitzer sollten aber lieber morgens statt abends fahren, damit der kleine Tagsüber ausgelastet ist und nicht zur Nacht hin. Dann würde ich es unterbinden den Hund unkontrolliert auf dem Gelände rum laufen zu lassen, ich würde ihn anbinden und mehrmals täglich zu einer kleinen Aufgabeneinheit holen.15 - 30 min. spazieren gehen und dann Spielzeug oder Leckerchen suchen. 10 min reichen da schon aus um den Hund vom Kopf her auszulasten. Und das so 3-5 mal über den Tag verteilt. zu einer Hundeschule würde ich trotzdem raten, aber eher damit der kleine mit Artgenossen raufen kann und man vielleicht die ein oder andere Aktivität für sich entdeckt die dem Hund auch spass macht. mantrailing oder zugsport, dogdancing, Agility oder longieren nur um mal ein paar Sachen anzuschneiden.und zu guter Letzt bietet sich natürlich bei dieser Rasse das apportieren an, ausschließlich aus dem Wasser, wegen der Gelenke. Ich hoffe meine Tipps sind hilfreich viel Glück mit dem kleinen vorallem dem Schwager 😉

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Kommentar von Berni74
02.11.2016, 12:57

Im Gegensatz zu den bereits gegebenen Antworten ist am Rad laufen nicht
schädlich. Eine gleichmäßige Bewegung ist sogar sehr gut, gerade bei
Rassen wie dem Labrador.

Aber nicht mit 8 Monaten!

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Der Hund Deines Schwagers ist hoffnungslos unterfordert und unerzogen. Er sollte sich dringend eine gute Hundeschule suchen und anfangen, mit dem Hund zu arbeiten.

Auf dem Hof rumrennen und Fahrradfahren lastet den Hund nicht aus. Letzteres ist für einen 8monatigen Labrador sogar eher schlecht, da seine Knochen und Gelenke noch gar nicht dafür ausgelegt sind. Damit überlastet Ihr den Körper des Hundes. Er braucht geistige Auslastung.

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Kommentar von Unsinkable2
02.11.2016, 12:31

Ach Bernie74, es wäre wirklich gut, wenn du diesen Textbaustein ("Hundeschule! Hundeschule! Hundeschule!") nicht überall einfügen würdest. Wir zwei Beide wissen, dass die meisten Leute eben NICHT zu einer Hundeschule gehen, weil sie zu lustlos, zu desinteressiert, zu geizig, zu [hier-negativ-konnotierte-Adjektive-einsetzen] sind. 

Denn WÜRDEN sie es tun, würden sie hier nicht nachfragen: Es ist stets der erste Gedanke, sich Hilfe zu suchen, wenn etwas die eigenen Möglichkeiten übersteigt und trotzdem der Korrektur bedarf. Mithin ist schon die Frage an dieser Stelle (also auf dieser Plattform) ein deutlicher Indikator für ... nun, sagen wir, "anderweitige Orientierungssuche".

Hilf ihnen - aber vor allem den Hunden -, indem du Vorschläge machst, die wenig bzw. gar kein Geld kosten und sich motivations-bezogen wenigstens ansatzweise realisieren lassen. 

Denn der Rat "Hundeschule!" verhallt nicht nur (nahezu) ungehört und ist damit überflüssige Zeichen- und Stromverschwendung; er ist obendrein auch noch kontraproduktiv: Die große Mehrzahl der Leute, die zu einer Hundeschule geschickt werden (nicht: jene, die aus Eigenantrieb entsprechende Hilfe suchen), glauben, ein Hund ließe sich wie eine Waschmaschine reparieren: Man gibt ihn bei der Hundeschule in Reparatur, danach ist er dauerhaft funktional korrekt eingestellt oder man erwartet Garantieleistung.

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Das oben Gesagte beeinflusst jedoch nicht, dass dein Rat ansonsten ausgesprochen sinnvoll und richtig ist und vollumfänglich meine Zustimmung als "guter Rat" findet.

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Hundeschule dort kann Mensch & Tier lernen

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Erziehung - sowohl vom Hund als auch vom Herrchen.
Der Labrador ist ein schnell lernender Hund, vor allem wenn man mit Leckerchen arbeitet (muss aber jeder selbst wissen).

Ein Labby ist eine Fress- und Knabbermaschine, da muss man rigoros unterbinden, das er irgendwo rein beißt.   
Ein Bekannter hat seinem Labby sofort einen Schuh zum Spielen gegeben und der Hund zerlegt noch heute jeden Schuh seines Besitzers, den er zu fassen bekommt.
Unserem Labrador interessieren Schuhe überhaupt nicht, weil wir direkt darauf reagiert haben.  Er liegt maximal darauf, aber das war es schon.
Ist natürlich gerade bei so einer Rasse eine riesige Aufgabe, aber es lohnt sich.

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Vielleicht haben sie ja die Möglichkeit, in ihrem Hof ein  paar für den Hund interessante Dinge zu errichten, zum Beispiel Leckerlis so verstecken, dass er ein wenig springen muss. Vielleicht spielen sie mit ihm des Öfteren ein paar ausdauernde Spiele, zum Beispiel das alt bekannte Stöckchen holen. Am Fahrrad nebenherlaufen lastet die Hunde nicht ganz aus, da sie für ihre Verhältnisse ein relativ normales Tempo standhalten.

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Kommentar von Zockiii
02.11.2016, 10:03

Das macht er leider nicht . Habe ihm schon ein futterball mitgebracht .  Dafür interessiert es sich überhaupt nicht 

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Kommentar von Berni74
02.11.2016, 10:13

Vielleicht spielen sie mit ihm des Öfteren ein paar ausdauernde Spiele, zum Beispiel das alt bekannte Stöckchen holen.

Stöckchenholen ist höchst gefährlich für Hunde und daher absolut nicht zu empfehlen.

Ich würde mit einem Apportierhund lieber Dummyarbeit machen. Aber auch dafür braucht er erstmal eine Grunderziehung, die er sehr wahrscheinlich nicht hat.

Am Fahrrad nebenherlaufen lastet die Hunde nicht ganz aus,

Am Fahrrad laufen überlastet einen 8 Monate alten Labrador.

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Bringt dem Hund Erziehung bei!

DRINGEND ab in die Hundeschule und professionelle Hilfe suchen!

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