Wieso ist die innere Schönheit wichtiger als die äußere Schönheit in unserer Gesellschaft?

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7 Antworten

Wenn man sich im platonischen Dualismus eingeübt hat (Geist-Materie) kommt man von ihm so schnell nicht mehr los. Auch die unsinnige Alternative "innere Schönheit" - "äußere Schönheit" ist ja nur ein Ableger dieses unsinnigen Dualismus. Ich nehme ja nicht an, dass Du Deine innere Schönheit via Darmspiegelung feststellen lässt! Typisch für das platonische Denken ist das von der Erfahrung losgelöste definitorisch überzogene Denken. Was bitte ist Schönheit? Was zählt zum Inneren und was zum Äußeren? Wer misst es und womit? Was sind die Kriterien? Gibt es da überhaupt welche außer den zur Beruhigung selbstgestrickten. Ist innere Schönheit nur ein Rückzugsposten als Trost gegen das, was man im Spiegel sieht?

Ist der Wahn, ausschließlich das Spiegelbild als Maß für Selbstwertgefühl zu nehmen nicht Ausdruck einer geistigen Leere als falsche Orientierung an diesem ungelückseligen Dualismus? Darüber ließe sich ein Buch schreiben. Nutzt aber nix, wenn man die wertvollen Aussagen nicht in Apps umsetzt und damit eigentlich wieder die Gesamteinsicht zerfleddert. Unsere Kultur entwickelt sich zu einer Zerfledder-Kultur. Da ist der Dualismus von innerer und äußerer Schönheit nur ein Puzzleteilchen.

Epikureer sind Monisten, die diese unselige dualistische Aufteilung in Geist und Materie nicht akzeptieren. Für uns ist nach Parmenides das Sein ein Ganzes, auch unsere Persönlichkeit ist ein Ganzes, von den Zehennägeln bis zu unserer Gedanken- und Vorstellungswelt. Und als Ganzes reagieren wir auf das wie wir uns von außen spiegeln und rückgespiegelt werden und wie wir das innerlich empfinden und gedanklich verarbeiten. Die unglückselige dualistische Trennlinie in Innen und Außen (eigentlich nur eine Deckbezeichnung für Geist und Materie) spaltet uns auf und macht eine Persönlichkeit zu zwei sich hassenden Feinden. Daraus soll dann Seelenfrieden entstehen? Da glaube dran wer will.

Epikureer und Monisten sehen mit Heraklit das Sein als einen unendlichen Prozess, die Welt als Dynamik. Die Sehnsucht nach Statik, nach Beständigkeit ist groß und Schönheit ebenfalls nur eine verkleidende Bezeichnung dafür. Es gibt keine beständige Schönheit. Die gesamte Kulturgeschichte ist ein Beleg dafür. Die Menschen im Irak bewerten anderes als schön als abgehobene, überfütterte Intellektuelle in Paris. Im Barock hatte man ein anderes Schönheitsideal als in der Twiggyzeit. Statt in innere und äußere Schönheit zu zerteilen ist es besser, Frieden mit sich selbst zu schließen, auch wenn das einschließt, dass man sich mehr um Essens- und Bewegungsdisziplin im rechten Maß bemühen muss. Der Geist sollte integrieren und nicht auseinandertreiben. Zeit ist immer, denn das Sein ist immer im Fluss und startet in jedem Moment mit neuen Chancen.

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Was schreibst du da? Es ist definitiv umgekehrt. Äußere Schönheit ist für viele wichtiger als innere.

Und warum Oberflächlichkeit schlecht ist?

~Na weil es unglaublich primitiv und d*mlich ist einen Menschen auf sein Aussehen zu reduzieren. Wir Menschen sind tiefgründige und individuelle Wesen. Wie traurig wäre es,wenn jeder, wenn er jemanden sieht,der in seinen Augen hässlich ist,einfach meiden/ignorieren würde? Dann würde er zum Beispiel nie erfahren, was für einen wunderbaren und liebenswürdigen Charakter die Person haben könnte.

Also du hast da was völlig falsch verstanden. Die schöne/"perfekte" Menschen sind für die meisten "primitiven" Menschen wichtig. Schau dir Hollywood an,wie viele Übergewichtige haben schon abgenommen? Die Mode/-Fernsehindustrie : Germanys Next Topmodel,Fernsehmoderatoren, Schauspieler usw. Dicke/für die Gesellschaft Hässliche Mädchen bekommen entweder keine Chance oder werden in nicht ernst zunehmende Rollen gezwängt. Nicht immer und überall. Aber sehr oft.

Sag mal,was bezweckst du mit deiner Frage? Du weißt doch ganz genau,dass deine Aussage falsch ist.

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Kommentar von Neutralis
20.08.2016, 00:30

Hey, ich weiß natürlich, dass die meisten Menschen oberflächlich sind. Aber selbst oberflächliche Menschen benutzen Zitate wie "Nur innere Schönheit zählt." Ich frage mich wieso die meißten oberflächlich sind, aber unsere Gesellschaft trotzdem möchte, dass man es nicht ist.

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Kommentar von FelinasDemons
20.08.2016, 00:42

Das ergibt für mich keinen richtigen Sinn^^" Du meinst : Gerade weil die meisten Oberflächich sind,sollte man von ihnen nicht das Gegenteil erwarten. Aber GERADE weil sie so denken,sollten Sie diese Denkweise doch ändern. Findest du nicht? Oder hab ich dich falsch verstanden?

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Kommentar von FelinasDemons
20.08.2016, 00:50

Aaaaah...Okay,du hast recht,dass ist sogar sehr widersprüchlich. Jetzt wo du es erwähnst...Danke,jetzt hab ich was worüber ich nachdenken kann:D Aber eine wirkliche Antwort darauf wieso das so ist,weiß ich leider auch nicht:/

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Kommentar von knallpilz
20.08.2016, 16:54

Es geht ja nich nur ums Aussehen. Vermute ich mal. "Äußere Schönheit" steht da doch. Äußeres, das heißt, alle sichtbaren Dinge (wie jemand aussieht, sich verhält, wie er spricht, wie er lacht, wie er riecht, wie gut er rechnen kann, wie gut er sich ausdrückt, wie fleißig er ist), die nichts mit der Persönlichkeit eines Menschen (wie loyal er ist, wie hilfsbereit er ist, wie gutherzig er ist) zu tun haben. Schönheit bezeichnet ja bloß das, was individuell zu Anziehung führt.

Ich wäre da schon der Meinung, dass viele oberflächlich sind und andere so beurteilen. Ob jemand frisch rasiert, frisiert, geduscht, geschminkt ist, entscheidet oft, wie er von Fremden behandelt wird. Egal ob diese Fremden die Gründe für diese Zustände kenne. Oder wie jemandes Stimme klingt, wie seine Körperhaltung ist, wie sein Lächeln aussieht, wie groß seine Ohren sind, wie gewählt er sich ausdrücken kann, ob er einen Sprachfehler hat, einen Dialekt spricht, ob er spontan/schlagfertig ist, wie die Zähne aussehen, ob der Rücken gerade ist, seine Körpersrpache, wie athletisch er aussieht, wie komplex sein Satzbau ist, wie strukturiert die Verbalisierung seiner Gedanken wirkt, etc...

Ebenfalls bin ich der Meinung, dass das eine primitive Grundlage für zwischenmenschlichen Umgang ist.

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Lieber Neutralis, 

Würdest du denn jemanden mögen, der dauernd nur darüber redet, wie gut er/sie doch aussieht? Beziehungsweise der nur Gespräche führt, die keine Tiefe besitzen? Und hättest du etwas von der Beziehung zu einem hübschen Menschen, der aber einen total miesen Charakter hat?

Also ich nicht. Aber das musst du natürlich selbst entscheiden :)

Und ich denke es gibt nicht die eine Person, die entschieden hat, dass Oberflächlichkeit schlecht ist, sondern viele sehen das einfach so durch gesunden Menschenverstand, Aufgrund von Erfahrungen...

Allerdings widerspreche ich dir, wenn du sagst, in der Gesellschaft sei die äußere Schönheit weniger wichtig als die innere... Ich finde es SOLLTE EIGENTLICH so sein... Aber leider gibt es auch viele Menschen, für die das Erscheinungsbild alles ist und die sich gar nicht erst um jemanden bemühen, wenn er nicht dem entspricht, was sie als "schön" empfinden. 

Und auch in der Berufswelt gibt es Bereiche, wo Schönheit alles ist: Schau dir nur mal die ganzen Model-Agenturen an... Ich glaube kaum, dass bei denen der Charakter so viel zählt...

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Kommentar von Neutralis
21.08.2016, 01:28

ja genau, aber dann kommt die Frage auf.. 
Ich denke, auch wenn es keine Studie dazu gibt, kann man relativ sicher sagen, dass die mehr als 50% der Menschen oberflächlich sind. (Wie du schon sagtest), aber ich würde sagen, dass man sich auch darauf einigen kann, dass mehr als 50% der Menschen die Oberflächlichkeit verabscheuen und Zitate wie "Nur die innere Schönheit zählt." benutzen. Aber wie kann das sein, wieso muss die Gesellschaft sich selber anlügen ? 

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Leute, die nicht oberflächlich sind haben das entschieden.

Aber was für einen wichtiger ist, hat immer noch jeder selbst zu entscheiden.

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Wieso ist die innere Schönheit wichtiger als die äußere Schönheit in unserer Gesellschaft?

Weil es mehr hässliche als schöne Frauen gibt. Dadurch werden die Chancen von ihnen größer.

Wer hat entschieden, dass Oberflächlichkeit schlecht ist ?

Niemand, das weiß man. Bestenfalls ist es die Summe der menschlichen Erfahrungen.

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Wo lebst du denn? Es zählt doch das Äußere. Jegliche Werbung suggeriert das, jegliches Schönheitsideal auch.

Da muss man schon mit einem sehr gesunden Selbstbewußtsein gesegnet sein, um ganz normal durch sein Leben gehen zu können.

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Kommentar von Neutralis
20.08.2016, 00:11

Ja klar, aber die Gesellschaft probiert die Menschen trotzdem dazu zu bringen Oberflächlichkeit zu verabscheuen.

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Der logische menschenverstand hat das entschieden.

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Kommentar von Neutralis
20.08.2016, 00:02

Das bezweifel ich, sonst hätten nicht so viele Probleme damit, es zu befolgen.

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