Frage von Hilfe018372, 79

Wie vertrugen sich Muslime , Juden und Christen in Spanien unter Muslimischer Herrschaft?

Antwort
von Karl37, 41

Zunächst gut, weil jeder Widerstand zwecklos war. Nichtmuslime mussten eine Extrasteuer zahlen und die Posten eines Bischofs z.B. wurde von den Muslimen vergeben. Nichtmuslime waren Menschen der Unterklasse und das ließen die Muslime den Menschen auch spüren. Grüßte ein Nichtmuslim auf der Straße nicht sofort untertänig, dann bekam er die Peitsche zu spüren.

Die Juden dienten sich den Herrscher als Finanzbeamten an, manchmal mit bösen Folgen. Baute sich doch der jüdische Finanzminister des Emir ein prunkvolles Haus in Grenada. Das führte zu Neid und damit zur Hinrichtung. Dieses Haus wurde erweitert und weiter ausgebaut und ist heute als Alhambra bekannt.

Kommentar von Grautvornix16 ,

Auch auf die Gefahr hin das ich jetzt als jemand dastehe,  der unbequeme Wahrheiten, ausgesprochen durch die AFD-Opfer der "Lügenpresse" diese "Opfer" ein weiteres mal zum "Opfer" mache: Was für ein Quatsch!!! die Herrschaft der Muslime dauerte roundabout 800 Jahre. Und es waren bislang die besten Spaniens - bezogen auf die Lebensqualität der Gesamtbevölkerung.

Kommentar von Karl37 ,

Deine "unbequeme Wahrheit" ist in Wirklichkeit Unkenntnis. Nimm doch einmal ein seriöses Geschichtsbuch zur Hand und lese sie Geschichte Spaniens nach. Ich empfehle dir den Großen Plötz.

711 A.D. eroberte Tariq die iberische Halbinsel, auch weil die Gotenfürsten untereinander sehr stark zerstritten waren. Die Eroberung kam 732 in der Schlacht bei Tours durch Karl Martell in Südfrankreich zum stehen. Jetzt erfolget die Rückeroberung, die in Schritten in drei Bereichen unterteilt werden kann. Einmal bis 1085 wurde in  Portugal und Nordspanien die Araber vertrieben. Zwischen 1086 und 1212 wurde fast die gesamte iberische Halbinsel mit Ausnahme des kleinen Teil um Grenada von den Arabern befreit. Hier ist vor allen die Schlacht bei Toledo 1086 zu nennen, die den Widerstand der Araber nachhaltig zerstörte und damit war bereits 75% Spaniens befreit. Den Rest besorgten dann die vereinigten Königreiche 1492.

Man kann also nur von 400 Jahre islamischer Herrschaft sprechen

Antwort
von josef050153, 15

Anfangs ganz gut.

Die Christen und Juden mussten eine Extrasteuer bezahlen, um sie wirtschaftlich in den Ruin zu treiben und damit Druck, Muslim zu werden, auzuüben.

In späteren Zeiten gab es Perioden des mehr oder weniger friedlichen Zusammenlebens und auch solche der gewalttätigen Exzesse. Der (jüdische) Finanzminister von Granada wurde z.B. rein aus Neid angeklagt und hingerichtet.

Solche Dinge trugen natürlich nicht gerade zum friedlichen Zusammenleben bei und bei der Reconquista konnten sich die Katholiken auf effektive Partisanenverbände stützen.

Natürlich werden hier jetzt alle Anhänger des Islamischen Staats & Co. behaupten, dass es die friedlichste und beste Zeit war, aber das war sie nicht. Viele der Emire waren nach heutigem Maßstab schlicht und einfach Verbrecher, bei denen durch Bestechung alles zu erreichen war - wie ja heute in muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien auch noch.

Antwort
von Dummie42, 50

Phasenweise sehr gut, phasenweise sehr schlecht. Du kannst nicht erwarten, dass da jahrhundertelang pure Harmonie herrschte.

Antwort
von voayager, 13

Meist, jedoch nicht immer, war der Islam toleranter als das Christentum und begnügte sich mit einer Kopfsteuer.

Antwort
von adabei, 34
Antwort
von Grautvornix16, 13

Hi,- einfache Antwort: Bestens. Nach der Rückeroberung durch die "Christen" sah die Sache schon ganz ander aus. (ich bin übrigens kein Muslim - nur mal so).

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