Frage von askingyou22, 185

Was hat Astrologie mit dem Christentum zu tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 49

Hallo askingyou22,

Christentum sollte mit Astrologie eigentlich gar nichts zu tun haben. Gott warnte schon die Juden vor Astrologie mit folgenden eindringlichen Worten: "Es sollte sich in dir nicht jemand finden, der sich mit Wahrsagerei beschäftigt..., der Magie treibt, oder jemand, der nach Omen ausschaut, oder ein Zauberer oder einer, der andere mit einem Bannspruch bindet, oder jemand, der ein Geistermedium befragt, oder ein berufsmäßiger Vorhersager von Ereignissen oder jemand, der die Toten befragt. Denn jeder, der diese Dinge tut, ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges(5.Mose 18:10-12). In diesem Text wird zwar nicht ausdrücklich der Begriff "Astrologie" erwähnt, doch dieser ist eine Form des Wahrsagens, die hier ausdrücklich verurteilt wird.

Warum aber sollte sich ein Christ von der Astrologie fernhalten? Kurz gesagt, weil sie nicht auf Wahrheit beruht. Die Astrologie behauptet ja, unser Leben würde teilweise von den Sternen bestimmt und man könne anhand der Sternenkonstellationen gewisse Ereignisse vorhersagen. Beides ist falsch! Auch wenn manchmal Unglücke geschehen, die ihre Ursache darin haben, dass jemand einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist, haben wir unser Leben doch weitgehend in unserer eigenen Hand. Die Bibel sagt: "Was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galater 6:7). Das bedeutet, dass das, was wir tun Folgen hat und nicht vom Schicksal oder von den Sternen bestimmt wird. Außerdem haben wir einen freien Willen, wir können also Entscheidungen eigenverantwortlich treffen und sind Gott gegenüber rechenschaftspflichtig (siehe Römer 14:14).

Das sind alles Dinge, die im Widerspruch zur Astrologie stehen und sollten von Christen daher abgelehnt werden.

LG Philipp

Antwort
von Hamburger02, 97

Darüber streitet sich die Fachwelt, wobei diejenigen, die behaupten, Astrologie und Bibel haben nichts miteinander zu tun, nur sehr wenige sind, in der Regel kirchlich gebunden sind und keine echten Argumente haben.

Dagehgen ist bei der Mehrzahl der Forscher, an erster Stelle wäre Kocku von Stuckrad zu nennen, die Auffassung verbreitet, die Bibel enthielte von vorne bis hinten jede Menge Astrologie und begründen das auch sehr gut. Das wissenschaftliche Hauptwerk zu diesem Thema ist "Das Ringen um die Astrologie" von Kocku von Stuckrad.

Was auf jeden Fall dafür spricht: die alten Juden/Israeliten betrieben sehr intensiv Astrologie, was auch in außerbiblischen Quellen deutlich nachzulesen ist. Abgelehnt wird lediglich die Stundenwählerei (babylonische Astrologie, Horoskopastrologie), nicht jedoch die Mundanastrologie, wie sie z.B. auch in Ägypten betrieben wurde. Die Mundanastrologie wurde sowohl bei den Israeliten wier auch bei den Ägyptern Prophetie genannt und die Astrologen nannten sich in beiden Ländern Proph. Im Gegenteil, die Texte aus Qumran sowie viele gnostische Texte beziehen sich ausdrücklich auf die jüdische Astrologie.

Der offensichtlichste astrologische Text im NT ist die Weihnachtsgeschichte mit den 3 Weisen aus dem Morgenland. Die haben astrologisch die Geburt Jesu erkannt. Worüber sich die meisten Gachleute ebenfalls einig sind ist die Auffassung, dass auch die Apokalypse des Johannes reine Astrologie ist. Auf diesem Gebiet forsche ich selber und kann das nur bestätigen. 

Die Astrologie, insbesondere die Horoskopie, wurde später vom Vatikan verboten, woran sich aber selbst viele Päpste nicht gehalten haben.

Kommentar von Hamburger02 ,

Da ist einiges an Text verschwunden....sollte heißen:

Die Mundanastrologie wurde sowohl bei den Israeliten wie auch bei den Ägyptern verbreitet und wurde in beiden Ländern Prophetie genannt und die Astrologen nannten sich in beiden Ländern Propheten. Es ist auch bekannt, dass sich ägyptische und israelitische Propheten ausgetauscht haben.

Kommentar von helmutwk ,

Es ist auch bekannt, dass sich ägyptische und israelitische Propheten ausgetauscht haben.

Woher ist das bekannt?

Kommentar von Hamburger02 ,

Dafür gibt es eine ganze Reihe antiker Autoren, die mehr oder weniger direkt die Querverbindungen bis zurück zu Abraham aufzeigen.

Einige davon wären: Artapanos, Aristobulos, Philo von Alexandria, Pseudo-Eupolemus, Testamentum Salomonis, Schrift des Sem, die Oraculae Sybillae aus jüdischen Quellen und keinesfalls zu vergessen, die Schriften aus Qumram.

Kommentar von helmutwk ,

Dafür gibt es eine ganze Reihe antiker Autoren, die mehr oder weniger
direkt die Querverbindungen bis zurück zu Abraham aufzeigen.

Querverbindungen zu Abraham? Da handelt es sich offensichtlich um Legenden. Was auch die Liste deiner Quellen nahelegt.

Diese Leute (einschließlich Qumran) konnten über Abraham auch nicht mehr wissen als was im AT steht!

Also einen ägyptischen Papyrus, in dem ein Ägypter erwähnt, dass er mit jüdischen Propheten astrologisch gefachsimpelt hat, oder so ähnlich - so was hast du nicht. Sondern nur spekulative (Philo) bzw. esoterische (Sybille) oder unter falschem (meist "uralten") Namen herausgegebene Schriften (TestSam. Sem, Pseudo-) und ungenannte Qumran-Schriften. Na, da kann ich ja auch gleich in das "Große Evangelium Johannis" von Lorber schauen, dass ein Helmut7 immer mal anpreist ;)

Kommentar von Hamburger02 ,

Ob Mythos oder Realität spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, Religion und Astrologie sind ja selber Mythen. Und wenn z.B. als Mythos angegeben wird, dass Abraham mit Astrologie zu tun gehabt habe, spiegelt das die Gedankenwelt innerhalb des Judentums um die Zeitenwende herum wieder.

In der Tat ist es so, dass die angegebene Quellen nur Indizien, aber mit Sicherheit keine Beweise liefern. Die Quelle, die den Beweis liefert, habe ich auch, aber die werde ich hier natürlich nicht benennen...der Ideeklau lauert überall.

Jetzt nur mal engenommen, der Beweis würde gelingen, dass z.B. die Prophetenberichte sowie die Apokalypse astrologische Schilderungen wären...hätte das für Gläubige überhaupt eine Bedeutung?

Kommentar von helmutwk ,

Abraham ist vermutlich kein Mythos. Die Namensform (die in der Zeit, in der es ein jüdisches Volk gab, vollkommen ungebräuchlich war) ist echt, die politische Konstellation des Konflikts in 1.Ms 14 ist auch nur im frühen 2. Jahrtausend v.Chr. vorstellbar und nicht in der Königszeit etc. Was die Bibel angeht, darf schon zwischen Mythos und Realität unterschieden werden, weil Vieles in der Bibel schlicht Realität war.

spiegelt das die Gedankenwelt innerhalb des Judentums um die Zeitenwende herum wieder.

Nur diese Gedankenwelt ist für Christen nur noch von historischem Interesse (z.B. um Hintergrundindfos für das NT zu erhalten). Bei der Frage, wie Astrologie aus christlicher Sicht zu betrachten ist, geht es um das AT bzw. NT. Und da ist die Beurteilung niemals positiv.

Kommentar von Hamburger02 ,

Was die Bibel angeht, darf schon zwischen Mythos und Realität unterschieden werden, weil Vieles in der Bibel schlicht Realität war

Obwohl Atheist, bin ich bei meinen Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bibel viel mehr Realität enthält, als oft angenommen wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Bei der Frage, wie Astrologie aus christlicher Sicht zu betrachten ist, geht es um das AT bzw. NT. Und da ist die Beurteilung niemals positiv.
Kocku von Stuckrad hat sehr schön herausgearbeitet, dass diese Auffassung nicht allgemein gültig ist. Er weist auch nach, dass diejenigen, die "wissenschaftlich" zu dem Ergebnis kommen, in der Bibel gäbe es keine Astrologie, dies von vornherein sozusagen als Axiom formulieren und dann nur noch nach Bestätigung dafür suchen. Im Frühchristentum gab es viele, die der Astrologie positiv gegenüberstanden. Die Ablehnung kam aus katholischen Kreisen und wurde erstmal 365 als Konzilsbeschluss formuliert.

Aber nochmal die Frage: angenommen, es könnte Astrologie in der Bibel bewiesen werden, hätte das überhaupt eine Bedeutung für Gläubige heutzutage? 

Kommentar von helmutwk ,

Im Frühchristentum gab es viele, die der Astrologie positiv gegenüberstanden.

Da stellst sich die Frage, was du alles zum "Frühchristentum" zähst. Astrologische Gedanken werden ja schon im Kolosserbrief bekämpft.


Kol 2,8 Gebt Acht, dass euch niemand mit der leeren Vorspiegelung einfängt, euch die wahre Religion zu bringen.2 Das beruht doch alles auf Menschenlehren und hat nur mit den kosmischen Mächten zu tun, aber nicht mit Christus.

Belege aus dem 2.Jh. sind (gerade für uns evangelische Christen) grundsätzlich mit Vorbehalt zu genießen, da da schon Entwicklungen anfingen, die in die falsche Richtung führten (z.B. die Trennung zwischen Ältesten ["Priestern"] und Aufsehern  ["Bischöfen"]). Positive Äußerungen zur Astrologie sind also schlicht ein Beleg für die beginnende Abweichung von der biblischen Wahrheit.

Aber nochmal die Frage: angenommen, es könnte Astrologie in der Bibel
bewiesen werden, hätte das überhaupt eine Bedeutung für Gläubige
heutzutage?

Sicher. Die Aussage der Bibel, dass Gestirne nur Geschöpfe Gottes sind, müsste neu überdacht werden. Die Ablehnung der Astrologie sowieso.

Antwort
von PWolff, 83

Von der reinen Lehre her kenne ich jetzt an positiver Korrelation nur den Besuch der Astrologen beim Jesuskind. (In der Folklore bekannt als "Heilige Drei Könige".) Das wird aber nur berichtet, ohne dass es bewertet wird.

Ansonsten ist Astrologie als Wahrsagerei verboten (müsste jetzt aber nachsehen, wo genau speziell im NT)

Lange Zeit hat man aber geglaubt, da die Sterne am "Himmel" stehen, seien sie Gott "nahe" und "wüssten" deshalb mehr über die Zukunft u. a. als wir hier "unten" auf der Erde, von daher galt Astrologie als mit dem Christentum vereinbar, vermutlich ähnlich wie die heutigen Naturwissenschaften. (Jetzt frag bitte nicht, warum man sich so wenig gefragt hat, wieso das so schlecht funktioniert hat. Und auch nicht, wieso die Leute die Bibel nicht besser gekannt haben - es gab ja im Prinzip genug Leute, die lesen konnten, und für eine Dorfgemeinschaft war eine Bibel auch nicht unerschwinglich.)

Kommentar von Franz1957 ,
wieso die Leute die Bibel nicht besser gekannt haben

Der Besitz von Bibeln, insb. nichtlateinischer Ausgaben, war zeitweise kirchlicherseits verboten. Mit dem Beginn der industriellen Buchproduktion wurde es dann schwerer, solche Verbote durchzusetzen. Der Übersetzer William Tyndale mußte noch im Untergrund arbeiten und wurde von der Inquisition ermordet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelverbot (Siehe besonders den Abschnitt "Bis zur Druckpresse")

Kommentar von PWolff ,

Gute Ergänzung

Kommentar von helmutwk ,

Das wird aber nur berichtet, ohne dass es bewertet wird.

Immerhin ist das die einzige Episode in Mt 1+2, bei der es nicht am Ende heißt: dies ist passiert, damit sich erfüllt, was der Herr durch den Propheten gesagt hat" und nachfolgend ein Zitat aus dem AT.

Matthäus hat manche subtile Hinweise, so reiht er Maria in die Liste der "Generationen" ein (ohne sie sind es im dritten Abschnitt nur 13 statt 14 Generationen, vgl. Mt 1,17), im Gegensatz zu den anderen im Stammbaum erwähnten Frauen, und deutet so subtil die Jungfrauengeburt an. Deshalb denke ich, dass das Fehlen eines "Schriftbelegs" bei den magoi (der sich ja durchaus finden ließe) eine subtile Distanzierung darstellt.

Kommentar von PWolff ,

Stimmt - das Weglassen einer Bemerkung, die bei den übrigen Ereignissen gemacht wird, ist auch eine.

Antwort
von SibTiger, 85

Sehr wenig. Es gab aber eine Zeit, in der bekannte Astronomen, wie beispielsweise "Johannes Kepler", der die Gesetze über die Planetenbahnen bestimmte, auch noch Astrologie betrieben (oft als Broterwerb).

 Kepler, wie auch andere Astronomen seiner Zeit waren oft sehr gläubige Menschen. Kepler war auch studierter christlicher Theologe.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Das war aber zu einer Zeit, alss man noch nicht wirklich den Mechanismus des Universums verstanden hatte und noch glaubte, dass man mit Hilfe der Astrologie irgendeine Information erhaltten könnte.

Kommentar von SibTiger ,

Ich kann mir ebenfalls kaum vorstellen, dass Kepler oder andere Astronomen im späten Mittelalter noch wirklich von der Astrologie überzeugt waren, auch nicht wenn sie christlich waren.

 Sie haben damit höchstens (zu Recht) etwas Geld verdient, ohne das sie vielleicht ihre astronomischen Forschungen nicht vorantreiben konnten. Kepler beschrieb die Astrologie ja auch selbst als "närrisch". Aber ich finde beispielsweise sein Walleinstein-Horoskop von der Aufmachung her sehr interessant.

https://geschimagazin.wordpress.com/2013/01/28/wallenstein-als-einfaltiger-stern...

Antwort
von diebabs7a, 97

Astrologie (Deutung der Sternkonstellation) ist unchristlich, wurde zu Zeiten sogar mal vom Christentum bekämpft.

Kommentar von Moooses ,

Genau! Astrologie ist Aberglaube. Echte Christen glauben solchen Humbug nicht.

Antwort
von arevo, 65

Genau genommen wenig.Astrologie,Alchemie, Wahrsagerei, Handlesen, schwarze und weiße Magie wurden vom Christentum von Anfang bekämpft. Besonders stark im frühen Mittelater.Wobei die Astrologie bei Personen hohen Standes immer eine Sonderstellung eingenommen hat.




Antwort
von tinimini, 14

Die Weisen aus dem Morgenland sind dem Stern von Betlehem gefolgt und haben das Jesuskind gefunden,Wenn das keine Sterndeuterei ist , weiß ich es nicht.Und wären damals keine Sterndeuter da gewesen, dann gäbe es wohl auch kein Jesuskind im Stall von Betlehem.

Antwort
von Eselspur, 66

Nichts.
Es gibt aber Astrologen, die Christen sind und Christen, die die Astrologie gut finden. Der katholische Weltkatechismus sieht Astrologie kritisch.

Antwort
von Marigoldi, 11

Eigentlich nichts wesentliches. Astrologie ist eine Beobachtungswissenschaft die wohl zuerst das verhalten von Pflanzen bei bestimmtem Mondstand beobachtet hat. Beobachtungen sind zuerst mal mit Vorsicht zu geniesen weil jeder andere Schlussfolgerungen ziehen kann. ich habe schon des öfteren gelesen das Astrologie im Mittelalter auch in den christlichen Klöstern praktiziert wurde. Wenn man es für gute Dinge einsetzen will und es als Gottgegebenes Naturesetz ansieht dann finde ich ist für Christen kein Grund vorhanden es nicht zu probieren.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Die Astrologie hat nichts Wissenschaftliches an sich, auch wenn das ihre Anbieter gerne so klingen lassen. Dass sich Pflanzen nach dem Mondphasen richten ist eine Legende der Mond Kalender.

Kommentar von Marigoldi ,

Das mit dem Mondkalender und den Pflanzen hab ich auch noch nicht selber probiert, aber man sollte nicht Behaupten das es eine legnde ist wenn man es nicht selbst probiert hat.

Antwort
von hummel3, 65

Nichts! - Du wirst in der Bibel im Neuen Testament keinen Hinweis finden, wonach der Mensch sich mit Astrologie befassen soll.

Antwort
von RobinsonCruesoe, 50

Nichts, denn Gott ist Herr auch über die Sterne, die er ans Himmelsgewölbe "pappt". Nur er kennt ihre Zahl und ruft sie alle mit Namen (Psalm 147,4).

Antwort
von JensPeter, 39

Nichts, Askingyou22, überhaupt nichts.

In der Bibel gibt es nur einen Berührungspunkt zu Astrologie - das ist der Stern von Bethlehem.

Dazu folgender Nachweis:

Matthäus 2:1, 2 . . .Nachdem Jesus in Bẹthlehem in Judạ̈a in den Tagen des Königs Herodes geboren worden war, siehe, da kamen Astrologen aus östlichen Gegenden nach Jerusalem 2 und sprachen: „Wo ist der als König der Juden Geborene? . . .

Halten wir fest: 

Jene beteten weder den Gott der Bibel an, waren keine Juden und lasen die Zukunft "aus den Sternen". Sie suchten einen "König", nicht Gott und schon gar nicht den Sohn Gottes.

Gingen sie zu Jesus? Nein, sie gingen in die Hauptstadt, nach Jerusalem, nicht nach Bethlehem. Dann sprachen sie mit Herodes - und der wollte Jesus sofort umbringen und töten lassen. 

Matthäus 2:7, 8 7 Dann berief Herodes heimlich die Astrologen und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit der Erscheinung des Sterns; 8 und er sandte sie nach Bẹthlehem und sprach: „Geht und stellt genaue Nachforschungen nach dem kleinen Kind an, und wenn ihr es gefunden habt, so meldet es mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.“  

Die Folge?

Matthäus 2:12 . . .Weil sie aber im Traum eine göttliche Warnung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

Matthäus 2:16 Als Herodes nun sah, daß er von den Astrologen überlistet worden war, geriet er in große Wut, und er sandte hin und ließ in Bẹthlehem und in dessen ganzem Gebiet alle Knaben im Alter von zwei Jahren und darunter umbringen, entsprechend der Zeit, die er von den Astrologen genau ermittelt hatte. 

Bis zu zwei Jahren. Da ist es schon sehr fraglich ob sie tatsächlich direkt nach der Geburt dort waren, denn sie tragen Jesus nicht im Stall sondern in einem Haus an.

Nochmal: Ihr Weg führte zuerst zu Herodes, dann zu Jesus.

Gott offenbart seien Willen, wie man der Bibel entnehmen kann, durch Engel, Propheten oder seine Schrift. Das war schon immer so:

3. Mose 19:26 . . .Ihr sollt nicht nach Omen ausblicken, und ihr sollt nicht Magie treiben.

Alles Gute

JensPeter

Kommentar von Hamburger02 ,

"In der Bibel gibt es nur einen Berührungspunkt zu Astrologie - das ist der Stern von Bethlehem."


Oh je, da ist die Forschung aber deutlich weiter. Nur spasseshalber mal drei Stellen aus der Bibel, die auf Astrologie verweisen:


1. Das fängt schon in der Genesis an:

"Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;"
Hier wird das geschildert, was im nahen Osten ohne jegliche Ausnahme in allen Kulturen galt: die Sterne dienten zur Bestimmung der Zeit und gaben Zeichen, was nichts anderes bedeutet, dass aus den Sternen der göttliche Wille ermittelt wurde. Das war bei den Israeliten ein echter Fortschritt, denn zuvor versuchten Sie den göttlichen Willen mit Würfeln zu ermitteln. 


2. Und hier eines der schönsten und klarsten Beispiele bei Hiob, der schildert, worauf er sich bezieht:
"Kannst du knüpfen das Gebinde des Siebengestirns, oder lösen die Fesseln des Orion?"
"...der den großen Bären gemacht hat, den Orion und das Siebengestirn und die Kammern des Südens;"


3. Der Prophet Habakuk ist der einzige Prophet, der näheres darüber schreibt, wie er zu Prophezeiungen kommt bzw. wie er sich auf den Empfang einer Prophezeiung vorbereitet:
"Auf meine Warte will ich treten und auf den Turm mich stellen, und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird, und was ich erwidern soll auf meine Klage"
Prophezeiungen werden also in einer Sternwarte empfangen. 


Nur nebenbei: Im Gegensatz zu den babylonischen Horoskop-Astrologen, die sich  magoi nannten, nannten sich die Vertreter der Mundanastrologie sowohl in Ägypten als auch in Israel Propheten. Und genau die Magie der magoi, also die falsche heidnische Astrologie wird in der Bibel verurteilt, nicht aber die Prophetie.

Kommentar von helmutwk ,

was nichts anderes bedeutet, dass aus den Sternen der göttliche Wille ermittelt wurde

Hm, im ganzen AT kenne ich kein Beispiel, dass die Israeliten das so gemacht haben. Die Bedeutung, dass die zeit an den Zeichen (z.B. Mondphase) ablesbar ist, liegt da doch wesentlich näher als eine Bedeutung, die offenbar Null Wirkung hatte.

Und hier eines der schönsten und klarsten Beispiele bei Hiob, der schildert

Ja, was schildert er denn?

Gott fragt, ob Hiob etwa den Gürtel des Orions (die drei hellen Sterne in der Mitte) lösen kann, oder das Siebengestirn (großer Wagen? Plejaden?) zusammenhalten kann. Es geht also darum, ob ein Mensch Sternbilder verändern kann. Was hat das mit Astrologie zu tun?

Prophezeiungen werden also in einer Sternwarte empfangen.

Dumm nur, dass in dem Vers von keiner Sternwarte die Rede ist.

Warte ist im heutigen Deutsch (laut Duden):

  1. (gehoben) hoch gelegener Platz, von dem aus die Umgebung gut zu überblicken ist
  2. (im Mittelalter) [zu einer Burg, einer Befestigungsanlage gehörender] befestigter Turm zur Beobachtung des umliegenden Geländes und als Zufluchtsstätte

Entsprechend heißt es in anderen Übersetzungen auch "Wachtturm", "Posten", "Turm an der Stadtmauer" o.ä.

Wobei das hebräische Wort mischmeret zunächst mal "Wache" bedeutet, und das mit "Turm" wiedergegebene Wort mit "Belagerung" zusammenhängt (Belagerungsturm?) ...

nannten sich die Vertreter der Mundanastrologie sowohl in Ägypten als auch in Israel Propheten

Wie gesagt, ich sehe keinen Beleg dafür, dass die Propheten Mundanastrologie praktizierten. In Jes 47,13 werden die Mundanastrologen Babylons, die das Schicksal dieser Stadt nicht vorhersagen konnten, verspottet. Eine positive Aussage über diese Praxis in der Bibel kenne ich nicht.

Kommentar von Hamburger02 ,

"Hm, im ganzen AT kenne ich kein Beispiel, dass die Israeliten das so gemacht haben."

Dafür kenne ich umso mehr, nämlich sämtliche Prophetenberichte. Und das schöne: viele geben einen exakten Ort und eine exakte Zeit an, wann sie was gesehen haben, sodass man das in einem Planetarium betrachten kann und dabei feststellt, dass immer zu einer bestimmten Umschreibung auch immer dieselben Sternenkonstellationen am Himmel zu sehen sind. Und das sind teils Konstellationen, die sich nur alle paar Hundert Jahre wiederholen.

Seit wann gab es in Babylon Mundanastrologie? Das wäre mir ziemlich neu.

Ob der Ausguck Habakuks nun Wachtturm, Sternwarte, hoher Turm oder sontwie übersetzt wird, ist doch egal...jedenfalls steigt er auf einen Turm um zu sehen, was Gott ihm mitteilen möchte.

Kommentar von helmutwk ,

Dafür kenne ich umso mehr, nämlich sämtliche Prophetenberichte.

Ach, nehmen wir doch mal einen Prophetenbericht:

Jer 1,11 Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sagte: Ich sehe einen Mandelzweig.

12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde über meinem Wort wachen, es auszuführen. 13 Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe einen siedenden Topf, dessen Oberfläche von Norden her geneigt ist. 14 Da sprach der HERR zu mir: Von Norden her wird das Unglück losbrechen über alle Bewohner des Landes. 15 Denn siehe, ich bin im Begriff, alle Stammesgruppen der Königreiche des Nordens herbeizurufen, spricht der HERR, dass sie kommen, und jeder seinen Thron aufstellt am Eingang der Tore Jerusalems und gegen all seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas. 16 Und ich werde meine Urteile über sie sprechen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den Werken ihrer Hände niedergeworfen haben.

Das hat offensichtlich nichts mit Astrologie zu tun. Kannst du mir einen Prophetenbericht in der Bibel zeigen, in dem erkennbar ist, dass der Prophet astrologisch vorgegangen ist? Aber bitte nicht wieder solche Fehlinterpretationen wie im ersten Beitrag (z.B. die als Sternwarte interpretierte "Warte", s.u.)!

Und das sind teils Konstellationen, die sich nur alle paar Hundert Jahre wiederholen.

Ach, und deshalb gab es auch innerhalb weniger Jahrhunderte hunderte Prophezeiungen, von über einem Dutzend Propheten.

Eine genaue Zeitangabe ist die Ausnahme. Meist sind Prophezeiungen nicht datiert, oft nur mit der Angabe des Jahres (die gar nichts über Konstellationen aussagt). Prophezeiungen, die so genau sagen, wann sie gemacht wurden, dass Aussagen über Konstellationen möglich sind, gibt es nur bei Ezechiel, Haggai und Sacharja (und eine bei Daniel, dem babylonischen "Weisen"). Dass am 1.6.2; 24.6.2; 21.7.2; 24.9.2; 24.11.2 und  4.9.4 (nach damaligen Kalender, die Jahreszahl ist das Regierungsjahr von Dareius) jeweils einen Konstellation war, die nur paar alle Hundert Jahre auftaucht (und am 24.9.2 zwei ganz verschiedene!), will mir nicht ganz einleuchten, ebenso wenig bei den Dutzende von datierten Prophezeiungen in Ezechiel.

jedenfalls steigt er auf einen Turm um zu sehen, was Gott ihm mitteilen möchte

Sofern das wörtlich zu nehmen ist, schließlich wird da nicht das übliche Wort für Turm benutzt (migdal), sondern eins (macowr) das wörtlich so was wie "Belagerung" bedeutet. Jedenfalls nach dem "Strongs"-Wörterbuch, in das ich geschaut habe. Soll ich noch versuchen, ein professionelles Wörterbuch zu befragen?

Seit wann gab es in Babylon Mundanastrologie?

Gegenfrage: wer ist damit gemeint (angeredet wird Babylon):

Jes 47,13 Du bist müde geworden durch die Menge deiner Beratungen. Sie sollen doch auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die Sternebeschauer, die an jedem Neumond wissen lassen, was über dich kommen soll!

14 Siehe, sie sind wie Strohstoppeln geworden, Feuer hat sie verbrannt! Vor der Gewalt der Flamme haben sie ihr Leben nicht gerettet - es gab keine Kohle, um sich zu wärmen, kein Feuer, um davor zu sitzen. 15 So sind dir die geworden, für die du dich abgemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an. Sie taumeln, jeder nach seiner Seite hin; niemand rettet dich.

In der von mir (grundsätzlich, nicht nur hier) bevorzugten Übersetzung steht sogar was von Himmelsdeutern, die Babylon Horoskope stellen. Aber ich hab lieber die wörtliche Elberfelder genommen, da ist weniger "Interpretation" drin.

Kommentar von JensPeter ,

Astrologie ist etwas ganz anderes als Astronomie.

Wenn ich mir im Fernrohr den Mars ansehe wird kein vernünftiger Mensch schlussfolgern ich würde danach schauen was den Kriegsgott Mars anbelangt. Die Aufzählung der Sternbilder als Hinweise auf Astrologie zu beziehen ist grob falsch.

Allerdings bezeichnet die Bibel an einigen Stellen Engel als Sterne. Deswegen werden Sterne noch lange nicht zu Engeln. (Oh verdrehte Welt!)

Natürlich enthält die Bibel Angaben über Sterne (Astronomie), und das hat aber mit Astrologie überhaupt nichts zu tun.

Daneben ist zu beachten, das die Bibel kein naturwissenschaftliches Lehrbuch ist und keins sein soll.

Sterndeuter und Astrologen kommen in der Bibel durchweg schlecht davon. Daran hat sich seither nichts geändert.

Kommentar von Hamburger02 ,

Astrologie ist etwas ganz anderes als Astronomie.

Das gilt aber erst für die Moderne. In der Antike bildeten Astronomie, Astrologie, Mathematik und Religion eine Einheit.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 42

Der Glaube an die tiefere Bedeutung der Stern ist für das Christentum von besonderer Bedeutung, war es doch der Legende nach der "Stern von Betlehem", der die drei Weisen aus dem Morgenland zur Geburtsstätte Jesu führte.

Sie glaubten, unter diesem Stern werde ein König geboren werden. Ohne den Glauben an solche himlischen Zeichen hätte es die Bibelstelle über den Besuch der drei Weisen vermutlich nicht gegeben.

Später wurde die Astrologie von der Kirche jedoch abgelehnt, unter Verweis auf mehrere Bibelstellen. Ich habe hier nur mal zwei rausgepickt

Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Gräuel dieser Völker zu tun, dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir. Du aber sollst untadelig sein vor dem HERRN, deinem Gott.

(Quelle: 5. Mose 18, 9-13)

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

(Quelle: Galater 5, 19-21)

Wenn man also diesen Auslegungen folgt, dann muss man okkulte Praktiken wie die Sterndeutung offenbar als unchristlich ansehen.

Antwort
von helmutwk, 16

Christen warnen vor Astrologie, weil sie Betrug ist, entweder betrügen Menschen (manche erst sich und dann auch andere) oder Dämonen.

Jes 47,12 So tritt nun auf mit deinen Beschwörungen und der Menge deiner Zaubereien, um die du dich von deiner Jugend auf bemüht hast, ob du dir helfen und es abwenden kannst.

13 Du hast dich müde gemacht mit der Menge deiner Pläne. Es sollen hertreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde!

5.Ms 18,10 

Keiner von euch darf seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer auf dem Altar verbrennen. Ihr dürft keine Wahrsager und Wahrsagerinnen unter euch dulden, niemand, der aus irgendwelchen Zeichen oder mit irgendwelchen Praktiken die Zukunft voraussagt

Das ist auch eine

Beziehung

. Nur vermutlich nicht das, was du gedacht hast.

Kommentar von helmutwk ,

Ups, hab zu spät gesehn, dass GF im letzten Satz überflüssige Zeilenumbrüche eingebaut hat.

Antwort
von AlbatrossFLIGHT, 6

Mit dem Christentum hat sie nichts zu tun. Schon in den hebräischen Schriften weißt der Schöpfer JHWH darauf hin, daß Spiritismus und Astrologie in seinen Augen abscheulich sind. Dann ist es das für immer - JHWH ändert sich nicht.

Antwort
von josef050153, 9

Astrologie hat mit dem Christentum genauso wenig zu tun wie der Papst.

Antwort
von 1988Ritter, 57

nichts.....macht halt nur Spass

Antwort
von hdb2011, 30

GA nix

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community