Frage von Regulus123, 62

Was genau ist ein Vorwurf?

Handelt es sich um Kritik? Weist man die Schuld von sich? Möchte man selbst keine Verantwortung übernehmen? Verletzt man damit einen anderen Menschen? Kann ein Vorwurf berechtigt sein? Oder sind es Vorwürfe nie? Sollte man besser äußern, was man sich gewünscht hätte, aber nicht in Erfüllung gegangen ist?

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Beziehung & Partnerschaft, 41
  • Ein Vorwurf ist eine Äußerung, dass jemand einen Fehler gemacht oder sich falsch verhalten hat. Im allgemeinen ist mit einem Vorwurf eine Zuordnung von Schuld und Verursachung verbunden.
  • Selbstverständlich können Vorwürfe berechtigt oder unberechtigt sein, je nach dem, ob das Verhalten wirklich falsch war oder der Fehler wirklich begangen wurde. Selbstverständlich darf man einem anderen sein Fehlverhalten vorwerfen.
  • Ein Vorwurf ist vor allem dann gerechtfertigt, wenn der andere eine Pflicht gehabt hätte, anders zu handeln. Dies kann zum Beispiel moralisch sein ("sie wirft ihrer Mutter heute noch vor, dass sie sie nicht vor den Übergriffen ihres Vaters geschützt hat") oder gesetzlich sein ("Man wirft Ihnen vor, am 3. Mai die Vorfahrt nicht beachtet zu haben, als sie...").
  • Vorwürfe können natürlich andere Menschen verletzen. Erstens natürlich immer dann, wenn sie nicht gerechtfertigt sind, zweitens aber auch dann, wen dem anderen dadurch seine Schuld vor Augen geführt wird. Hat der andere die Schuld wirklich auf sich geladen, muss er mit der Gefahr der Verletzung natürlich selbst fertigwerden.
  • Ich finde nicht, dass man Vorwürfe kategorisch vermeiden sollte. Im Gegenteil erfordert klare Kommunikation auch klare Aussagen. Besser man weiß, woran man ist und was der andere empfindet, als aneinander vorbei zu reden.
  • Aufgrund des letzten Satzes der Titelfrage stelle ich meinen letzten Absatz in den Kontext partnerschaftlicher und eher harmloser Streitereien: Ja, natürlich ist es unter Freunden und Partnern ein besserer Stil, brüske Vorwürfe zu vermeiden und stattdessen vorsichtiger zu formulieren, welches Verhalten zu Problemen geführt hat und wie man es sich gewünscht hätte. So oder so bleibt ja aber der Charakter des Vorwurfs irgendwie immer enthalten, wenn man Verhalten wie auch immer bemängelt. Insofern sind Vorwürfe auch in Partnerschaften erlaubt und nötig. Ich würde eher sagen, "der Ton macht die Musik" und dazu raten, freundlich zu formulieren, aber inhaltlich schon Klartext zu reden.
  • Umgekehrt denke ich, dass es erheblich konstruktiver auch für einen selbst ist, sich Fehler einzugestehen, sich für Fehlverhalten zu entschuldigen und Besserung zu geloben, als auch noch darüber zu diskutieren, ob der Geschädigte es nett genug ausdrückt. Wer was falsch gemacht hat, muss dann eben auch mal die kleineren Brötchen backen und sich seine Schuld eingestehen.
Antwort
von skipworkman, 43

Einen Vorwurf ,finde ich, hat eine gewisse persönliche Wertung.

Kritik sollte sachlich sein und die Person außen vor lassen. 

Gibt ein Satz : nur die Sache kritisieren, nicht den Menschen. Wenn der Mensch mit kritisiert wird, wäre das für mich, ein Vorwurf. 

Lg

 

Antwort
von FeeGoToCof, 38

Letztendlich beinhaltet ein Vorwurf Kritik und die Botschaft, dass der Kritisierte im Zusammenhang einen Nachteil für einen Beteiligten herbeigeführt hat.

Antwort
von superlolly, 30

Wenn du jemandem etwas vorwirfst,heißt das,dass du ihm etwas (eigentlich immer negativ) sagst,was auf seinen Gewohnheiten beruht. "......Du änderst dich doch eh nie!",zum Beispiel.

Lg

Antwort
von FakerLol, 34

wen dir jemand irgendwas sagt,was du gemacht,gesagt haben sollst etc. eher im negativen sinne. normalerweise handelt es sich da bei um was,was derjenige nicht sicher weiss

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