Frage von Marie18gym, 266

Was findet ihr besser western oder englisch reiten?

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 92

Hallo, 

ich sehe in beiden Vor - und Nachteile. 

Ich bin daher immer nach "freestyle" geritten. Westernsättel sind vielleicht bequemer als Englischsättel, allerdings sind die Westernsättel schwerer und belasten den Rücken viel mehr. Habe daher auch lieber spanische Sättel genutzt - bequem und nicht zu schwer. 

Beim Englischreiten legt man ja Wert darauf, dass eine Verbindung zwischen Reiterand und Pferdemaul besteht. Das hat mich irgendwie doch schon gestört. Ich habe lieber mit Gewichtsverlagerung und Schenkeldruck gearbeitet. Zügelhilfen kamen nur bei Dressur zum Einsatz. 

Ich denke das viele relativ individuell reiten und die wenigsten streng Western oder streng Englisch. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von friesennarr ,


allerdings sind die Westernsättel schwerer und belasten den Rücken viel mehr

Muß ich dir wiedersprechen - ein Westernsattel ist zwar schwerer, belastet aber den Rücken weit weniger. Ein Westernsattel verteilt das Reitergewicht flächig auf mehrere Muskeln, der Englischsattel nur auf 4 relativ kleine Punkte.

Von der Rückenfreundlichkeit siegt ganz klar der Westernsattel.

(Das passen vom Sattel natürlich immer vorausgesetzt)

Der spanische Sattel liegt auf wie der Westernsattel und wiegt nur ganz bisschen mehr als ein englischer Sattel.

Kommentar von VanyVeggie ,

Weiß nicht. Ich kann mir das nur schwer vorstellen, wenn ich manche Western-Reiter sehe. Die Pferde sehen immer so "voll gepackt" aus. Die meisten Westernsättel brauchen ein Pad drunter. Bringt ein angepasster Sattel dann was? Das wird doch idR so genau auf dem Rücken angepasst, dass dazu geraten wird eine dünnere Schabracke drunter zu tun. 

Kommentar von Dahika ,

Ein Westernsattel kann nicht angepasst werden. Er passt oder er passt nicht. Ich erlebe das Drama in meinem STall ständig. Zu ca 1/3 besteht er aus Westernreitern. Und die haben mit der Zeit mindestens 3 Sättel verbraucht. Pferd hat sich verändert, Sattel passt nicht mehr.
Meine Freundin hatte dann nach ebenfalls zwei Sätteln bei Rieser einen Maßsattel machen lassen, den man in einem gewissen Rahmen sogar ändern kann. Seitdem hat sie Ruhe.
Von daher würde ich, wenn ich eine Westernsattel wollte, nur einen Maßsattel dulden. Alles andere wäre mir zu teuer.
Das dicke Pad brauchen sie, weil sie nicht gepolstert sind. Auch die Riesersättel.

Kommentar von WesternCalimero ,

Ein Westernsattel hat in etwa die dreifache(!) Auflagefläche eines englischen Sattels. Daher wirkt auch nur ein Drittel des Druckes je Quadratzentimeter. Je kleiner der Druck pro Fläche, desto angenehmer.

Kommentar von Dahika ,

Die modernen Freizeitwesternsättel sind auch nicht mehr so schwer.

Ein Freund von mir - immerhin mal Europameister im Trail - besitzt für seine Stute einen original Arbeitssattel. Das Teil ist so schwer, dass ich den Sattel nur bis Bauchnabelhöhe heben kann. Und die Frau meines Bekannten  kann das Pferd nicht alleine satteln, weil sie einfach den Sattel gar nicht auf das Pferd bekommt.

Kommentar von VanyVeggie ,

Ich merke selbst die Ausrüstung bei Englisch und Western hat Vor - und Nachteile. 

Antwort
von beglo1705, 92

Egal, solang es pferdefreundlich ist. Wenn man was falsch macht, ist´s egal wie...

Ich persönlich bevorzuge englisch bzw. barock, mein Mann ist eher der gemütliche Kutschfahrer oder wenn er hoch zu Roß ist, reitet er western (der Sattel ist total bequem, möchte aber nie gegen meinen Deuber tauschen).

Beides hat seine Vorzüge und wenn es richtig umgesetzt wird, hat beides seine Berechtigung.

Antwort
von WesternCalimero, 34

Ich habe beides gelernt und bin dann beim Westernreiten geblieben.

Allerdings reite ich keinen Stil, sondern ein Pferd.........

Jeder "Stil" verpflichtet den Reiter, seinen Partner Pferd gesund zu erhalten

Antwort
von trabifan28, 14

Mit besser finden hat das meiner Meinung nach eher weniger zu tun. Solange es pferdefreundlich und dem Tier gegenüber fair praktiziert wird, dann ist beides in Ordnung. Genauso wie alle möglichen anderen Sparten, gibt ja nicht nur Western und Englisch.

Ich persönlich bin Englischreiter. Dressur. Springen. Gelände. Würde auch nicht auf Western o.ä. umsteigen. Bin allerdings auch schon das ein oder andere Westernpferd geritten und es war toll mal in den Westernbereich reinschnuppern zu können, aber ich bin einfach nicht so der Westernfan. Finde ich aber auch nicht schlimm, denn sonst wäre es ja langweilig hätte jeder den selben Geschmack, die selben Hobbys usw.

Von dem her finde ich Englisch "besser". Aber das muss ja nichts heißen. Ein anderer schwört auf Western, der andere Barock. Geschmackssache.

Antwort
von Isildur, 67

Gar nichts vom beiden finde ich besser. Kann ich auch gar nicht beurteilen, weil ich nie guten guten Unterricht im Bereich Western auf einem gut ausgebidletem Pferd genießen durfte. Von daher vermag ich die Reitweise gar nicht zu beurteilen. Richtig reiten reicht^^ Es gibt Reitweisen, bei denen ich wenig bis gar keine guten Beispiele gesehen habe und nervöse Zuckungen bekommen, wenn mir jemand mi der Reitweise entgegen kommt, aber da sist auch wirlich die extrme Ausnahme. Ansonsten ist es vollkommen Latte, ob jemand klassisch, englisch, barock, Legerte, westen, alt-kalifornisch oder sonst wie reitet, solange er bemüht ist, sein Pferd so zu fordern und zu fördern, dass es den Reiter gesund und zufrieden tragen kann und möchte und keine Gefahr, bzw. Gefährdung für seine Umwelt dastellt

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 38

Ich persönlich ziehe das Englischreiten vor. Es ist halt weitestgehend Geschmacksache.

Ich mag das Westernreiten nicht. Jedenfalls das Westernreiten, das nicht auf der altkalifornischen/iberischen Reitweise basiert. Und dann ist es fast wieder Englisch. ;-)

Englischreiten hat den Nachteil, dass es im Schnitt schwerer ist als das normale Westernreiten. Es hat den Vorteil, dass - wenn man es kann!!! - die Pferde reeller gymnastiziert werden.

Das korrekte Englischreiten hat eine längere Tradition mit einer genauen jahrhunderte alten Reitphilosophie.

Für mich persönlich hat es mehr Kultur als das Westernreiten, das halt eine Arbeitsreitweise ist. Man vergleiche dazu nur die Wiener Hofreitschule und...John Wayne (der ein sehr guter Reiter war.)

Antwort
von moonsky4, 55

"Es gibt keine gute und keine falsche Reitweise, es gibt nur gesundes und ungesundes Reiten"

Das (⬆) ist meine Meinung zu dem Thema. Persöhnlich reite ich zwar Englisch, auch, weil es in meiner Nähe keine guten Westernställe gibt, und weil mir diese Reitweise persöhnlich nicht zusagt. Aber "schlechter" als Englisch zu reiten, ist Western auch nicht (korrekt ausgeführt, gilt für beide Reitarten)

Antwort
von JolieBijou, 88

Ich persönlich finde für mich und mein Pferd Western besser, trotzdem sind beide Reitweisen !korrekt! ausgeführt nicht besser oder schlechter als die andere, einfach anders.

Was mich vom Westernreiten überzeugt hat bzw häufig mein Eindruck war ist, dass man das Pferd mehr als "eigenständiges Wesen" betrachtet. Man korrigiert mehr als das man vorbeugt. Dh im Englischen hast du zB einen stehenden Zügel, um Versammlung zu erlangen und im Westernreiten gibst du Impulse bei denen du immer wieder locker lässt, um dem Pferd auch "selbst" die Chance zu geben...

Das ist nur mein Eindruck und ich bin sicher es gibt auch da wieder ausnahmen.

Also wie gesagt Reitweise muss zu Pferd und Reiter passen 

Antwort
von BasiaLove, 74

Hi du kannst dir ja mal das Rai-Reiten ansehen. Das ist gebisslos und der Sattel ist aufgebaut wie ein westernsattel, wiegt aber nur 7 Kilo.

http://www.rai-reiten.de/, 

Kommentar von beglo1705 ,

Nur, weil´s gebisslos ist, heißt das nicht dass es automatisch besser ist. Jede Zäumung ist so scharf, wie die Hand die es führt und grad bei den gebisslosen Zäumungen bedarf es absoluter Feinfühligkeit, denn viele Pferde können Druck auf der Nase oder im Genick überhaupt nicht ab.

Kommentar von Dahika ,

Rai Reiten ist der größte Mist, den es geben kann. Da werden die Pferde "ohne Rücken" auf der Vorhand gelutscht. Tierquälerei. Ich habe auf einer Messe mal Rai Pferde gesehen. Man sollte ja erwarten, dass auf einer Messe die besseren Exemplare ausgestellt werden. Ich habe niemals schlechter bemuskelte Klepper gesehen wie auf dieser Messe. Keine Rückenmuskeln - wie auch - keine Halsmuskeln. Nichts.
Ich glaub, dass diese armen Tiere vor Schmerz schreien, wenn ein Reiter auf ihnen herumhoppelt. Und mehr als hoppeln kann man nicht auf diesen armen Tieren.

Antwort
von JulieZwerg, 7

Also ich bin beides geritten, mir gefällt Westenreiten besser... Es ist angenehmer für Pferd und Reiter ausser man ist so ein Reiter der sein Pferd mit voller Wucht gegen die Bade laufen lässt um den Sliding Stop zu üben... aber ich reite eigentlich auch mehr so freestyle...

Antwort
von beast, 53

nachdem ich einmal im Westersattel gesessen hatte - bin ich komplett umgstiegen auf Western. Ich finde es besser als englisch

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 69

Spanisch.

Was bedeutet das Bild?

Kommentar von kruemel84 ,

Das hab ich mich auch gefragt?....kopfkratz...

Antwort
von LoveDancing, 133

Western. Es ist nicht so "eng" und gezwungen. Die Pferde werden ganz fein geritten und es ist ein Vorurteil,dass westerngerittenen Pferde die ganze Zeit leiden. Außerdem sind die Sättel bequemer und die normalen (!) Trensen sind Pferdefreundlicher.

Kommentar von friesennarr ,

In jeder Reitweise kann man eng und gezwungen oder locker reiten.

In jeder Reitweise kann man fein reiten (sollte man sowieso in allen eh machen).

Meine spanischen Sättel sind noch bequemer als die Westernsättel und belasten die Pferde sogar noch gleichmäßiger.

Die Trensen sind in jeder Reitweise so pferdefreundlich, wie die Hand die sie benutzt.

Kommentar von Dahika ,

locker und ungezwungen im Westernreiten? Dat wüsst ich aber.
Nirgendwo sind die Hallentüren vor fremden Besuchern so hermetisch geschlossen wie bei Westerntrainern. Ich würde meine Stute nur mit äußerster Vorsicht, einem englisch Bereiter anvertrauen, aber bei einem Westerntrainer stände ich mit der geladenen Knarre in der Halle,um auf mein Pferd aufzupassen.

Ich fand das Westernreiten - ahnungslos, die ich war - auch mal toll und habe damals bei der WM in Aachen sehr interessiert bei der Reining zugeguckt. Und mich zuerst sehr gewundert und dann wurde ich sehr misstrauisch. Die teilnehmenden WM Pferde waren zwischen sechs und 9 Jahren. Die Neunjährigen waren bereits selten. Über Neunjährige gab es nicht.
Merkwürdig, dachte ich. Sogar bei den reinen Springern machten 17 jährige Pferde mit.  Sehr sonderbar. Ich fragte dann eine Westerntrainerin bei uns im Stall, wo sie denn wären, die älteren Pferde. "Tja", meinte sie diplomatisch. "Viele gehen dann in die Zucht."
"Ach, auch die Wallache?"  Sie wich mir dann aus und meinte, ihr eigener Trainer hätte ein sehr erfolgreiches Pferd, das schon älter wäre. "Wie alt denn?" fragte ich. "10." sagte sie ganz stolz.
Spätestens dann habe ich mich vom Westernreiten verabschiedet.

Viele Westernreiter berufen sich ganz stolz auf Dysli, den auch ich sehr bewundere. Aber für mich ist Dysli kein Westernreiter, sondern ein klassisch-iberischer Reiter im Westernsattel.

Kommentar von WesternCalimero ,

Solche Trainer habe ich auch kennengelernt, aber auch die anderen. Die, die versuchen Pferd und Reiter korrekt auszubilden sind leider in der Unterzahl.

Allerdings hat bei einer Western-WM auch schon ein 25-jähriges Pferd mitgemacht - und gewonnen.

Kommentar von Dahika ,

Im Ernst?

Kommentar von friesennarr ,

Können tut man schon - ob es gemacht wird ist eine andere Sache - aber überall kann ich gefühllos sein und überall kann man sanft sein.

Ich habe schon viele westerngerittenen Pferde gesehen, die super laufen und auch älter als 10 sind.

Kommentar von LoveDancing ,

Ich reite auch Western und ich finde einfach, dass Vorfällen die Zügel nicht so "zwanghaft sind"

Kommentar von friesennarr ,

Das kannst du nicht pauschal so sagen - die Zügel sind immer so, wie der Reiter oben drauf diese nutzt.

Es gibt Westernreiterei, wo die Zügel eher unter Touch am Hals sind, und es gibt Westernreiterei wo scharf mit Zügel umgegangen wird und alles dazwischen.

Es gibt nicht "den Reitstil" es gibt immer nur "den Reiter" (Ausführend) und wie der das handhabt.

Kommentar von beglo1705 ,

Die Zügel braucht ein guter Englischreiter auch nicht. Alles, was so Standartrepertoire beim Freizeitreiter ist, sollte mit Gewichts- und Schenkelhilfen umsetzbar sein.

Die Anlehnung, wo ein Pferd freiwillig an den Zügel tritt, ist ebenfalls notwendig um korrektes v/a reiten zu erreichen, auch selbiges muss gekonnt umgesetzt werden, sonst kann man kein Pferd auch nur halbwegs gesund erhalten in der gesamten Muskulatur.

Antwort
von Falkenpost, 32

Halte keinen Stil vehement und verbissen ein. Orientiere dich an dem, was für dein Pferd am besten ist.

Nimm von allen Stilrichtigen das Positive auf und forme deinen eigenen Stil!!

"Leere deinen Geist. Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man
Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine
Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser kann fließen und schmettern. Sei
Wasser, mein Freund.“ (Bruce Lee)

Kommentar von Dahika ,

Naja. eher nein. Seinen individuellen Stil kann man dann einnehmen, wenn man meisterlich reitet. Aber wenn man das nicht kann, sollte man beim Bewährten bleiben.
Meine RL sagte mir mal:"letztlich ist die Technik immer dieselbe. Nur muss man sie bei jedem Pferd auf dessen STärken und Schwächen anpassen". Aber sie meinte damit mitnichten: Freestyle.

Das können sich nur absolute Meister erlauben. Und von denen gibt  es immer nur ein paar auf dem Planeten.

Kommentar von Falkenpost ,

Man reitet dann meisterlich, wenn man das nachbetet, was einem vorgekaut wird? Am besten noch von einem RL, der seinen eigenen Schmarrn/Stil mit einfliesen lässt?

Wenn also ein Stil inhaltlich 80 % gut ist und 20 % völliger Mist, soll man sich erst auch den Mist aneignen, bevor man zu denken anfängt. Na ja. Eher nein!

Antwort
von netflixanddyl, 74

Was bringt dir jetzt diese Umfrage? Ich bin klar für Englisch, aber wem nützt das was?

Antwort
von saltedcaramell, 95

Englisch reiten auf jeden Fall

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