Frage von BackupBone, 96

Warum heiraten viele junge Paare erst zu spät?

Da ist man jahrelang glücklich, im selben Lebensabschnitt, erlebte Höhen und Tiefen. Und dann kommt die Trennung, weil einer sich eindlich festlegen will und deshalb jemand neuen sucht.

Ich kenne einige Beispiele, wo beide eigentlich wollten, aber einer eben noch auf den Sankt Nimmerleinstag warten wollte..... Ist das ein Generationen Prinzip Problem? ("Nicht bevor ich 30 bin")

Antwort
von MaraMiez, 28

Ist doch besser, wenn man damit wartet, als wenn man es übereilt. Sollte man sich trennen, bevor man sich da festlegen konnte, kann man froh sein, dass man nicht schon verheiratet war. Dann ist eine Trennung nämlich nicht mehr mit einem "Danke, war nett mit dir." erledigt.

Man kann nicht "zu spät" heiraten, nur "zu früh".

Ich hab übrigens mit 24 geheiratet, als wir gerade mal 2 Jahre zusammen waren. Aber wir wollten das eben auch beide (nachdem wir ursprünglich beide gar nicht heiraten wollten...wir suchten immer nach einem "Wieso sollten wir?" und fanden keine Antwort. Irgendwann stellten wir die Frage mal anders rum "Wieso sollten wir nicht?" als uns darauf auch nichts einfiel, haben wirs eben gemacht...aber das ist eben nicht für jeden etwas und das ist absolut in Ordnung...auf die Frage "Warum sollten wir heiraten?" wüssten wir heute außerdem immer noch keine überzeugende Antwort.).

Kommentar von BackupBone ,

Jupp, 2 Jahre kann zu früh sein. Deshalb hab ich ja speziell nach Leuten gefragt, die schon länger zusammen sind, aber aus Prinzip noch warten. Das klassische "erst ab 30" kam ja schon...

Kommentar von MaraMiez ,

Weil es nicht nötig ist. Ich kenne Paare, die sind schon lange zusammen und glücklich mit der Situation, wie sie ist. Die haben nicht vor, sich zu trennen, die warten auch nicht auf irgendeinen besonderen Tag, die haben einfach entschieden "Nö, jetzt nicht...vielleicht später mal."

Man braucht das Stück Papier nicht, um damit irgendwas zu beweisen.

Antwort
von HalloRossi, 29

Heiraten wird heutzutage völlig überbewertet. Es gibt doch gar keinen Grund mehr, es überhaupt zu machen und wenn dann ist 30 plus doch sinnvoll?

Kommentar von BackupBone ,

Na dann würd ichs eher ganz bleiben lassen. Oder wieso ausgerechnet 30plus?

Kommentar von HalloRossi ,

Da fängt man ja langsam an, vernünftig zu werden und sich zu binden.

Antwort
von thlu1, 40

Also, wenn ich so zurück überlege, haben wir 7Jahre gebraucht, um uns das Ja-Wort zu geben. Diese Jahre hatten es allerdings zum Teil in sich. Im 6.Jahr gab es viel Streit und es war die Frage, ob wir überhaupt zusammen bleiben. Letztlich konnten wir voneinander nicht lassen.

Zu frühes Heiraten ist, glaub ich, gar nicht so gut und ich kenne viele, die mit uns zusammen Hochzeit hatten. Wir waren diejenigen, die am längsten gebraucht haben und sind als einziges nicht geschieden. Das kann, muss aber auch nicht, etwas zu bedeuten haben.

Antwort
von ShinyShadow, 29

Wer sagt, dass es zu spät ist? Wäre es besser, wenn die Leute heiraten und sich dann 2 Jahre später wieder trennen, weil sie was anderes noch erleben möchten?

In der heutigen Zeit muss man sich einfach nicht an den/die erste/n binden, den/die man findet.

Was ist denn schlimm an einer Trennung, wenn beide das möchten?

Die meisten wollen einfach ihre Erfahrungen sammeln, und deshalb heiraten die Leute auch so "spät".

Also ich finde das vollkommen in Ordnung, wie das läuft :)

(Ich bin übrigens 25, seit nem Jahr verlobt und wir haben uns ein Haus gemeinsam gekauft. Ich nimm mich also jetzt mal raus aus dem Schema :D Aber ich hab meine Erfahrungen davor gesammelt und hab schon ne andere lange Beziehung hinter mir ;))

Kommentar von BackupBone ,

Mit "was anderes erleben" würde mir nur "jemand anderes" einfallen, alles andere kann man ja verheiratet auch tun. Mir geht es hauptsächlich um solche, für die bei ner Trennung dann ne Welt zusammenbricht.

Kommentar von MaraMiez ,

Richtig. Und da sollte dann lieber eine unverheiratete Welt zusammen brechen.

Kommentar von ShinyShadow ,

Also ich kann nur von meiner ersten Beziehung reden... Ich hab meinen ersten Freund mit 15 kennengelernt, wir waren 5 Jahre zusammen.

Auch wenn er der perfekte Mann ist (so einen Mann kann man jeder Frau nur wünschen!), hatte ich so ab 18 immer das Gefühl was zu "verpassen". Ich wollte auch mal das Singleleben genießen, ungebunden sein, Party machen (und zwar mit allem drum und dran, ohne Rücksicht auf nen Mann) und ja... einfach tun und lassen was ich möchte....

Aus dem Grund hab ich mir 20 meinen damaligen Freund verlassen und eine Weile als Single gelebt. Für ihn wars damals auch ein Weltuntergang, aber er ist inzwischen anderweitig verheiratet :D

Hätte ich das nicht getan, würd ich vermutlich jetzt noch denken, dass ich was verpasse... Von daher bin ich froh, dass ich diese Erfahrung und diese Trennung schon hinter mir hab :) Und so wirds einigen gehen - manchen eben ein wenig später.

Kommentar von BackupBone ,

So eine Geschichte ist für viele die Begründung noch zu warten, obwohl sie schon längst fest im Leben stehen. Wenn beide noch nicht fest im Leben stehen(eigene Wohnung, abgeschlossene Ausbildung, "Hörner abgestossen") ist Bindung ja auch noch nicht ratsam. Hab viele erlebt, die sich getrennt haben als die Schulzeit vorbei war und das "richtige Leben" begonnen hat. Komplett Beziehungsunwillige sind ja nochmal ein anderes Thema :-P

Antwort
von konstanze85, 39

Nö, eine Zeit lang kann man sich noch zu jung dafür fühlen, ist auch legitim und richtig so, aber wenn man nach vielen Jahren immer noch nicht will, dann, weil beide nicht wollen,oder weil für einen von beiden etwas an der Beziehung nicht stimmt und sobald dann einer anfängt zu drängen, geht es in Richtung Trennung.

Kommentar von BackupBone ,

Jupp, das ist klar, dass man sich sicher sein sollte. Aber warum selbst dann nicht....

Kommentar von konstanze85 ,

Weil man sich noch zu jung dafür  fühlen kann oder eben den anderen doch nicht hreiraten will. Es gibt aber auch Menschen, die sehen keinen Sinn darin.

Frag Dich doch mal selbst: Warum willst Du unbedingt heiraten? Man kann auch ohne Trauschein glücklich sein, ser sogar. Man kann auch ohne Trauschein zusammenleben und man kann ohne Trauschein Kinder haben. Nichts davon ist an eine Heirat gebunden.

Antwort
von DrakonBukana, 41

Eigentlich ist die Frage, wozu sollte man?
Man kann auch gemeinsam leben, glücklich sein, ohne den offiziellen Part.

Der einzige Unterschied liegt im Finanziellen, in den Steuern.

Der Rest, lohnt sich nicht.

Kommentar von BackupBone ,

Verheiratet würde man sich aber nicht gleich beim kleinsten Streit trennen. und vlt auch treuer sein.

Kommentar von MaraMiez ,

Das treuer sein halte ich für ein Gerücht. Wer fremd gehen will, tut das, ob er verheiratet ist, oder nicht. Und ein Paar, das sich liebt, trennt sich nicht wegen Kleinigkeiten, auch egal ob verheiratet oder nicht. Wenn man sich nicht richtig liebt, braucht man nicht heiraten und wenn man sich aus gutem Grund trennt, sollte man das tun, auch wenn man verheiratet ist. Ist dann aber eben nicht mehr so einfach.

Kommentar von konstanze85 ,

LOL dann geht es Dir also darum den Partner an sich zu ketten, weil eine Trennung und Fremdgehen teuer und stressig werden kann? Na Glückwunsch, kein Wunder, dass viele Menschen dann die Ehe scheuen (vor allem Männer). Und genau weil einige so denken, wollen andere lieber frei bleiben und sich nicht festlegen (lassen).

Kommentar von BackupBone ,

Mir geht es darum zu verstehen warum viele aus Prinzip mit etwas warten, was beide eigentlich wollen. Ich bin kein absoluter Befürworter der Ehe.

Aber ja, ich denke durchaus, dass einige einen zusätzlichen Grund bräuchten ihre Beziehung zu retten und etwas anständiger zu sein. Scheidung ist ja trotzdem keine Unmöglichkeit wie früher, aber vlt manchmal die entscheidende Hürde vernünftig zu bleiben

Kommentar von konstanze85 ,

Das ist keine Hürde, um "vernünftig" zu bleiben. Entweder WILL man an der Ehe festhalten bzw. daran ,zusammen zu bleiben, dann handelt man dementpsrechend oder man bricht aus.

Es kann höchstens für einen Menschen eine Last sein, obwohl er nicht mehr beim Partner bleiben will oder schon unglücklich ist, dennoch in der Ehe zu verharren, weil (gerade Männer) dann ordentlich zur Kasse gebeten werden und sie Angst davor haben den guten Kontakt zu den Kindern zu verlieren. Wenn eine Frau darin einen Vorteil siehst, dann Prost Mahlzeit.

Kommentar von DrakonBukana ,

ich sehe einfach keinen Sinn (abgesehen vom Finanziellen) sich offiziell zu binden. Den emotional hat man es durch die Partnerschaft bereits getan. Der Rest ist nur Papierkram.

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