Tut eine abtreibung weh / ausscharbung?

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11 Antworten

  • zu 1: Nein, der Abbruch selbst wird unter Betäubung durchgeführt. Danach hast du eventuell Schmerzen wie besonders intensive Regelbeschwerden. Du musst keine Angst vor der Abtreibung haben. Und: Eine Geburt wäre extrem viel schmerzhafter...
  • zu 2: Ein Schwangerschaftsabbruch vermindert nicht die Chance auf eine spätere problemlose Schwangerschaft. Lass dich nicht durch Ammenmärchen der Anti-Abtreibungsmafia verunsichern.
  • Ganz entscheidend ist, die Schwangerschaft unverzüglich von einem Frauenarzt bestätigen (oder ausschließen) zu lassen. Nur wenn die Schwangerschaft ärztlich festgestellt ist, hat es Zweck, weiter darüber nachzudenken. Als Minderjährige kannst Du jederzeit ohne Termin als Notfall zu einem Frauenarzt gehen und kommst mit Sicherheit ran, wenn Du sagst, dass Du ungewollt schwanger bist.
  • Falls Du wirklich schwanger bist, solltest Du Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch ALLE Optionen und kannst Dich fundiert entscheiden.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.
  • Bis zur 12. Woche hat ein Embryo mit Sicherheit KEIN Bewusstsein, keinerlei Gefühle wie Angst und kein Schmerzempfinden. Anhaltspunkte nach Entwicklung: erste Motorik (16. SSW), Schmerzreizweiterleitung (ab 24-28, SSW), Bewusstsein (nicht vor 30. SSW) und Schmerzempfinden (35.-37. SSW): http://www.svss-uspda.ch/de/facts/embryo.htm
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hey ich bin 18 und hatte vor 3 Wochen eine Abtreibung mit der absaug Methode das einzige was daran weh tat war die Spritze für die Narkose und 2 Tage lang hatte ich schmerzen die vergleichbar sind mit regelschmerzen allerdings nur über den Mittag und am Abend also ich würde sagen nein es tut nicht weh
und Kinder kann man danach auch noch bekommen

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1. Der Prozess selbst tut nicht weh, aber es kann danach zu Unterleibskrämpfen kommen.

2. Wenn es ordentlich gemacht wird, hat das keinen Einfluss darauf, ob man schwanger werden kann, allerdings erhöht jede Ausschabung später das Risiko auf Fehl- und Frühgeburten.

3. Lass dir nichts einreden, von wegen, dass dich das psychisch belasten wird. Das kann sein, das muss nicht sein, es gibt Studien darüber, dass Frauen, die einen Abbruch haben vor nehmen lassen, nicht öfter in psychologischer Behandlung sind, als Frauen, die das nicht haben machen lassen, wohl aber dass mehr Frauen es später bereuen, eine nicht gewollte Schwangerschaft ausgetragen zu haben. So eine Schwangerschaft ist ja auch nicht ohne und man hilft keinem damit, wenn man nicht die Mittel hat, ein Kind zu versorgen, am wenigsten dem Kind.

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Kommentar von annemarie37
14.05.2016, 23:18

erhöht jede Ausschabung später das Risiko auf Fehl- und Frühgeburten.

Das mit den Fehlgeburten ist nicht nachgewiesen. Einzelne Studien fanden ein leicht erhöhtes Risiko, andere nicht. Und neuere Studien, insbesondere nach medikamentösem Abbruch, ergaben auch nicht häufigere Frühgeburten.

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Zuerst ich bin keine Frau. Als Mann sieht man das sicher etwas anders.

Ich bin aber sicher, dass es eine Form der lokalen Betäubung gibt, da oft dieser Eingriff ambulant gemacht wird. Und jeder Eingriff (sogar das Ziehen eines Zahns) kann Folgen haben ...

Ich will jetzt nicht in den Chor der Abtreibungsgegner einstimmen - die sich stolz auf die Brust klopfen - aber die späteren psychischen Folgen dieses Eingriffs, die oft auch wesentlich später auftreten können - solltest Du auch bedenken.

Du solltest Dir eine unabhängigen (kirchenferne) Beratungsstelle suchen - wo man dich effektiv beraten kann - frag mal bei Deinem Arzt nach - auch über mögliche spätere physische Folgen. Nur so kannst Du eine Entscheidung finden, mit der Du auch Leben kannst ...  Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute - wie immer Du Dich entscheidest.

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Kommentar von isebise50
14.05.2016, 13:44

Ein Schwangerschaftsabbruch ist für viele Frauen eine schwierige
Entscheidung und in jedem Fall eine schmerzliche Erfahrung. Er kann für eine Minderheit von Frauen - wie viele andere schwierige Entscheide im Leben - mit Traurigkeit, Reue, Schuld- oder Verlustgefühlen verbunden sein. Doch jede Alternative ist ebenso mit psychologischen Problemen verbunden, ganz besonders die
Aufgabe des Kindes zur Adoption.

Wenn du am Thema "Psychische Folgen einer Abtreibung" interessiert bist und nach Schlussfolgerungen aus den besten verfügbaren Studien suchst, schau mal hier:

http://www.svss-uspda.ch/de/facts/psychisch.htm

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Mit 19 Jahren bist Du nicht zu jung! Körperliche Schmerzen wirst Du kaum empfinden, eher Dir später Vorwürfe machen, weil die Abtreibung Dir im Nachhinein leid tut, wenn Du Mütter mit Kindern siehst, die Deinem altersmäßig gleich sind.

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Hallo

Bei der Abtreibung gibt es zwei Methoden: bis zur 9. Woche medikamentös oder/und (bis zur 14. Woche, das sind 12 Woche nach Befruchtung) durch Absaugung, entweder mit lokaler Betäubung oder mit Kurzschlaf.

Wenn Du Schmerzen hast, bekommst Du Schmerzmittel. Bei einer medikamentösen Abtreibung haben manche Frauen gar keine Schmerzen, andere ähnlich einer mittleren bis stärkeren Mens.

Eine Abtreibung hat heutzutage keinen nachweisbaren Einfluss auf weitere Schwangerschaften. Du kannst danach erneut schwanger werden.

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, dann mach einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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Risiken gibt es immer. Die körperlichen Schmerzen sind oft zu vernachlässigen, schlimmer ist für viele die psychische Belastungen die vielen im Nachhinein stark zusetzt.

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Bitte gehe zu Deinem Frauenarzt oder Pro Familia und lass Dich dort von Fachleuten beraten !

Ich glaube nicht das die kurzfristige Einnahme von Antibiotikum einem Fötus was anhaben kann, auch kann ich verstehen, das Du Dich mit 19 und in der Ausbildung, noch zu jung fühlst:

Normalerweise kann man nach einer Abtreibung noch Kinder bekommen.

Abtreibung jedoch ist nicht sooo leicht (körperlich und psychisch) wie Du vielleicht meinst...Das Wunder Leben sollte man nicht leichtfertig verschenken!

Bitte unbedingt Beraten lassen, vielleicht findet Ihr dann gemeinsam eine Lösung ev. mit Hilfe der Familie oder Mütterheim......??

Alles Gute!


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"Ausscharbung" gibt es nicht. Es gibt die medikamentöse Methode (bis Ende 9. Schwangerschaftswoche) und die Absaugmethode. Beide sind sehr risikoarm. Schmerzen kann es bei beiden Methoden geben, aber dagegen gibt es Schmerzmittel und sie sind erträglich und dauern meist nicht lang an.

Wenn eine Frau nach einem fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruch keine Kinder mehr bekommt, dann ist mit grosser Sicherheit nicht der Abbruch die Ursache.

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Du möchtest gerne Mutter werden, dann werde Mutter, auch junge Mütter haben ihre Vorteile

1.) Eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung  werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann.  Dies ist unabhängig davon, welche Abtreibungsmethode Du wählst.

2) Wenn Du gerne Kinder bekommen willst, dann nimm dieses Kind, Du weißt nicht welche Chancen Dir das Leben noch bietet. Eine Abtreibung hat Risiken.

Es kann zur Verletzung  oder Lockerungder Gebärmutter oder der Vernarbung des Eileiters kommen. Dadurch kann eine spätere Schwangerschaft erschwert sein. Auch kann es vermehrt zu Früh- oder Fehlgeburten kommen.

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Kommentar von annemarie37
14.05.2016, 23:24

Wenn eine Frau wohl informiert und fest entschieden eine frühe Schwangerschaft abbrechen lässt, ist das nicht eine Verlusterfahrung, sondern die Frau wird meist vor allem erleichtert sein, ihren nicht-schwangeren Zustand wieder erlangt zu haben.

Der Eingriff birgt ein sehr geringes Risiko für körperliche und psychische Folgen. Und vor allem: dieses Risiko ist geringer als das einer Schwangerschaft und Geburt - insbesondere als nach der Geburt eines UNGEWOLLTEN Kindes.

Ein erhöhtes Risiko von Fehlgeburten ist nicht nachgewiesen. Einzelne Studien fanden ein leicht erhöhtes Risiko, andere nicht. Und neuere Studien, insbesondere nach medikamentösem Abbruch, ergaben auch nicht häufigere Frühgeburten. Unfruchtbarkeit nach einem fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruch kommt kaum vor.

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