Frage von DerHerrOhnePlan, 59

Starkstrom erforderlich Ja/Nein?

Ich stelle mir gerade eine Küche zusammen mit folgenden Elektrogeräten:

  1. Ofen: Kleinste erforderliche Sicherung: 10A, Spannung: 220-240V.
  2. Herd: 1x1,2-kW-Kochzone, 1 x 1,8-kW-Kochzone, 1 x 2,3-kW-Kochzone, Spannung: 230-240V. Energieverbrauch im 'Standby'-Modus: 0W. Anschlussleistung: 5300 W.

Laut Produktinformationen steht bei beiden Geräten: Spannung 230-240V Bedeutet für mich als Laie " Normale Steckdose " ABER mich verunsicheren einige Angaben des Herstellers:

zu 1. Ofen : Kleinste erforderliche Sicherung: 10A

  • Mir würde hier schon helfen einige vergleichbare Produkte aufzuzählt bekommen die der Anforderung auch entsprechen (zB. Föhn, Staubsauger etc - dann hätt ich ein besseres Bild davon :D )

zu 2. Herd : Anschlussleistung: 5300W

  • Liege ich da richtig, dass da mal schnell die Sicherung rausspringen kann? Oder wieso klingt dass so verdammt viel für mich ? Habe keine Lust ständig zum Verteiler zu rennen.

Vielen dank im voraus für die bemühten (hoffentlich Elektriker ;P ) unter Euch !!

Achja bitte kein Fachjargon :D

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik & Elektrotechnik, 59

theoertisch kannst du beide geräte mit 230 volt betreiben. aber für beide geräte ist ein eigener stromkreis erforlderlich. d,h. eine extra abgesicherte steckdose. beim ofen dürfte es, sofern die sicehrungen im haus 16 ampere sind, noch gerade eben so möglich sein, den ofen mit anderen geräten zusammen zu betreiben z.b. küchenlicht oder kühlschrank. viel mehr aber garantiert nicht...

was das kochfeld angeht, das braucht auf jeden fall eine eigene sicherung. außerdem wirst du damit rechnen müssen, dass die sicherung rausfliegt, wenn du zu viele platten auf einmal einschaltest. und oder die platten zu weit aufdrehst...

die beste lösung wäre in der tat, das kochfeld, sofern es eine 2phasige anschlussmöglichkeit beseitzt, an "starkstrom" zu betreiben. die dritte, noch freigebliebene Phase kannst du dann auch gerne für den betrieb vom Ofen verwenden...

noch was.... schon eine steckverbindung ist so wohl beim ofen, als auch beim kochfeld eigendlich zu viel. daher solltest du NIEMALS! die geräte an verlängerungskabeln oder mehrfachsteckerleisten betreiben.

lg, Anna

Kommentar von DerHerrOhnePlan ,

vielen Dank für die infos!!

Kommentar von Tomi123007 ,

Darf ich dich fragen welchen Beruf du gelernt hast liebe Anna?

Kommentar von Peppie85 ,

darfst du, ich habe beruflich mit Strippen zu tun :-D

Antwort
von kuku27, 39

nur zum Verständnis: Beim Herd geht jedes einzelne Kochfeld mit 240V aber ist gebaut für 3 Anschlüsse, also Starkstrom. Mit nur einer Phase darfst immer nur 2 Platten auf einmal voll einschalten, für kurze Zeit eventuell die kurzzeitig die beiden kleinen und eine dritte.

Bei Drehstrom hängen die beiden kleineren Kochfelder auf einer Phase, die beiden anderen sind auf die 2 restlichen Phasen aufgeteilt.

Jedes Kochleld nur auf halber Leistung geht dann auch eine Zeit lang.

Der Ofen hat maximal ca 2400W, vermutlich weniger. Ein starker Föhn braucht das auch, ein Bügeleisen eventuell sogar mehr. 

 

Kommentar von DerHerrOhnePlan ,

Was meinst du mit eine Zeit lang ? Bis die Sicherung fliegt ?

Kommentar von kuku27 ,

so ist es

Antwort
von dompfeifer, 34

Der Begriff Starkstrom wird umgangssprachlich für die Dreiphasen-Wechselspannung gebraucht. Ich vermute also, dass Du einen Vierleiteranschluss meinst. Die Spannungsangaben sind hier unwichtig, in unserem europäischen Versorgungsnetz gibt es nur 230/400 V.

Einen Vierleiteranschluss brauchst Du grundsätzlich nicht. Für den "Ofen" haben wir keine Leistungsangaben (wieviel Watt?). Wenn 10 A ausreichen, kannst Du ihn an jeder Steckdose anschließen.

Für den Herd mit 5,5 max. Leistung brauchst Du zwingend eine eigene Zuleitung mit festem Anschluss, also ohne Steckdose. Ein Vierleiteranschluss wäre hier technisch sinnvoll.

Expertenantwort
von realistir, Community-Experte für Elektronik, 50

mal wieder komisch hier, keiner fragt ob du nur ein Einphasennetz oder ein Dreiphasennetz verfügbar hast.

Ein Dreiphasennetz wäre z.B. leicht erkennbar am Stromzähler und oder an der Herd-Anschlussdose in der Küche. Wenn dort eine übliche Anschlussdose für E-Herd vorhanden und darin 5 Klemmen zu sehen sind die alle mit Drähten auch einer Seite versehen sind.

Hast du so eine Herd Anschlussdose, hast du kein Problem. Dann muss da der Herd nur fachmännisch -alos richtig- angeschlossen werden.

Da du nichts zu dem Thema gesagt hast, sollte gefragt werden. Denn nicht jeder Laie kennt solche Herd-Anschlussdosen und Kraftstrom.

Ich möchte sicher gehen, deswegen frage ich lieber, welcher Zähler ist verbaut, etc.?

Kommentar von DerHerrOhnePlan ,

Danke für die Antwort, muss morgen den Hausmeister mal fragen ob der weiß was da verbaut ist, ziehe erst zum 1.4 dort ein.

Antwort
von HelmutPloss, 42

Du kannst die Geräte auch mit 230V betreiben. Aber dafür brauchst du dann höhere Kabelquerschnitte als für normale Steckdosen.

Antwort
von HarryHirsch4711, 48

5300W sind für normale 230V Sicherungen zu viel...

ca. 23A sid erforderlich..

Also für eine Steckdose ist das zu viel.

Hast Du 4mm² dann wird es klappen....

Kommentar von DerHerrOhnePlan ,

Ich weiß nicht was mit den 4mm^2 gemeint sind sorry..

Kommentar von weckmannu ,

4mm² ist der Kupferquerschnitt der Zuleitungen.

Kommentar von germi031982 ,

In der Praxis findet man aber in Altbauten oft 2,5mm² das dann mit 25A abgesichert ist. Und das ist zum Beispiel bei Verlegeart C (z.B. Unterputz) auch heute noch zulässig. Und Schuko-Steckdosen dürfen dauerhaft nur mit 10A belastet werden, kurzzeitig sind aber auch bis 16A zulässig.

Ich würde aber beides fest anschließen lassen, sowohl Herd als auch Backofen.

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