Soll ich meine Mutter in der Psychiatrie besuchen?

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37 Antworten

Hallo Liebes.

Deine Frage und die ganzen Antworten haben mich sehr berührt und ich habe mich gefragt wie ich wohl handeln würde.

Ich kann deine Situation nicht einmal ansatzweise nachempfinden, aber ich kann sagen, dass du eine sehr starke und bewundernswerte Frau bist. Du hast das Richtige getan, indem du zum Jugendamt gegangen bist. Du hast dafür gesorgt, dass deine kleinen Geschwister gut aufgehoben sind und du wieder du selbst sein darfst. Du hast sehr lange die Rolle deiner Mutter übernehmen müssen und ich weiß, dass das auf Dauer sehr anstrengend ist, gerade neben der Schule und in einer so schwierigen Lebensphase. Großes Kompliment meinerseits, du hast das ganz toll gemacht! Und darauf darfst du stolz sein.

Nun zu deiner eigentlichen Frage, nämlich dem Besuch in der Klinik. Hast du Angst vor dem Verhalten deiner Mutter? Würden die positiven oder die negativen Gefühle überwiegen? Ich glaube ich würde sie nicht sehen wollen. Ich würde ihr zeigen, dass ich an sie gedacht habe, aber nicht indem ich sie besuchen gehe. Ich glaube ich würde einen Brief schreiben und ihn in der Klinik abgeben. Frage nach ihrem Zustand und bitte jemanden deiner Mutter den Brief zu überbringen. 

Ich kann es nicht beurteilen, aber ich denke sie wird sich beruhigen. Natürlich war sie wütend auf dich, weil du dafür gesorgt hast, dass man ihr ihre Kinder wegnimmt und sie zwangsweise in eine Klinik eingewiesen wird, aber es wird der Punkt kommen, an dem sie merkt, dass du es getan hast um dir, deinen Geschwistern und vor allem auch ihr zu helfen. Ob sie dann noch einmal den Kontakt mit dir aufnimmt bleibt abzuwarten. Da du aber geschrieben hast, dass sie vor ihrer Sucht eine sehr liebenswerte und tolle Mama war, gehe ich davon aus, dass sie das tun wird. Ich hoffe es sehr für dich und deine kleinen Geschwister.

Alles alles Gute für die Zukunft!

LG

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Kommentar von Henrietta2000
28.02.2016, 17:01

Meine Geschwister sind schon immer der Mittelpunkt meines Lebens gewesen, seit ich denken kann. Dadurch, dass meine Mutter nach dem Verschwinden meines Vaters so abgesackt ist, habe ich viel mit ihnen gespielt, sie in den Kindergarten gebracht und ihnen vorgelesen. Wir haben ein sehr enges Verhältnis und ich liebe sie von meinem ganzen Herzen.

Meine Mutter liebe ich auch. Ich bin nicht wirklich wütend auf sie- nein, viel mehr auf meinen Vater. Er hat SIE und UNS nämlich im Stich gelassen und sie hatte keine Wahl- sie konnte nicht wegrennen. Er war ihre erste und einzige Liebe. Sie hat versucht für uns dazu sein, doch irgendwann hat sie gegen den Alkohol kapituliert. Sie hat eine psychische Erkrankung und deshalb kann ich ihr nicht wirklich die Schuld geben.

Ich habe Angst vor ihren und meinen Gefühlen. Weil der Schmerz, den ihr Verhalten ausgelöst hat, wird wohl nie verschwinden. Und deswegen habe ich Angst..

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Kommentar von MamiMitHerz2014
29.02.2016, 18:47

Vielen vielen Dank für dieses einheitlich positive Feedback, ich bin völlig überwältigt!

Ich hoffe sehr für dich, dass ihr irgendwann ein klärendes Gespräch führen könnt und sich alles zum Guten wendet. Ich kann es dir nicht versprechen, aber sie ist, so wie du es beschreibst, eine ganz tolle Mama und ich bin mir eigentlich recht sicher, dass sie einen Schritt auf dich zugehen wird.

Egal wie du dich entscheidest, ob du deine Mutter an ihrem Geburtstag besuchen gehst oder nicht, du tust das Richtige. Denn es ist egal was Andere davon halten, du musst auf dich und deine Gefühle achten, deshalb kannst du dich gar nicht falsch entscheiden. Bitte mache dir keine Vorwürfe wenn du nicht dort warst oder bereue deine Entscheidung nicht, denn in dem Moment, in dem du deine Entscheidung getroffen hast, war es die richtige Entscheidung für dich.

Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen alles Gute und bin mir sicher, dass du auch diese Hürde meistern wirst! 

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Das Dein Vater Euch verlassen hat,hat Deiner Mutter bestimmt den Boden unter den Füssen weggerissen. Deine Mutter war ja bis dahin eine liebevolle,verantwortungsvolle Mutter. Sie hat das nicht verkraftet,die Trennung. Sie ist Dir böse,weil Du einen Schritt gewagt hast,einen Schritt in eine bessere Zukunft und Besserung für Deine Mutter. Das kann ja jetzt anders sein,nachdem Sie schon einige Zeit dort ist. Ich würde Sie besuchen,auch wenn ich angst hätte,ich wäre aber neugierig auf Ihre reaktion und vielleicht besteht ja doch die Möglichkeit,sich mal auszusprechen.Ich wünsche Euch Alles Gute!

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Kommentar von Bambi201264
29.02.2016, 16:22

Ihre Mutter sollte ihr nicht böse, sondern im Gegenteil sehr, sehr dankbar sein! Den Schritt hätte sie normalerweise selbst tun müssen als Mutter!

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Liebe Henrietta

Ich würde auf der Abteilung anrufen und mich erkundigen wie es Deiner Mutter geht. Ev. kannst Du auch zu einem Gespräch vorbeigehen, um mit der Betreuungsperson / Ärztin Deiner Mutter zu reden, ohne sie zu sehen.

Da kannst Du erfahren ob Deine Mutter stabil ist. Ich meine damit nicht das Alkohlproblem sondern die psychische Verfassung. Wenn sie einigermassen ausgeglichen ist und ev. sogar einsieht dass das die beste Lösung war, dann würde ich es wagen, sie zu besuchen, aber mit einer Begleitperson aus der Klinik.

Wenn sie aber immer noch der Meinung ist Du hättest sie verraten etc. dann würde ich in der Klinik ein Brief und ev. ein Geschenk abgeben.

Neben der Liebe die Du für Deine Mutter empfindest, solltest Du unbedingt auch auf Dich selber acht geben. Es ist sehr schwer zu vergessen, verkraften wenn man einen Menschen in der Klink sieht. Das kann sehr heftig sein. Ich spreche da leider aus Erfahrung, meine Schwester war lange Zeit in einer Klink und die Eindrücke habe ich nicht so schnell vergessen.

Du kannst ihr auch gut mit einem Brief zeigen dass Du sie gerne hast und an sie denkst. Wenn Du diesen Schritt getan hast, dann lass sie auf Dich zukommen. Lass sie den zweiten Schritt tun, dann weisst Du auch dass es ihr nun etwas besser geht.

Die schwierigste Erkenntnis ist: Jeder Mensch kann sich schlussendlich nur selber helfen. Man kann Hilfestellung geben aber die Verantwortung für sein Leben trägt jeder selber.

Ich wünsche Dir alles Liebe, bleib weiterhin so ein unglaublich starker und liebensenswerter Mensch.

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Klär das vorab mit ihren Therapeuten, ob ein Besuch derzeit Sinn macht!

Wenn sie immer noch die Therapie verweigert, schadet ihr euch beide mit dem besuch! Nimm dir ihre harschen Sprüche nicht so zu Herzen... der Alkohol hat sie immer noch im Griff und das verändert das Denkvermögen. Sie ist deswegen im Moment nicht fähig, empathisch zu reagieren oder auf dich irgendwie einzugehen. Sie ist psychisch schwer krank.

Dir alles Gute und deiner Mum eine baldige Besserung des Zustandes.

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Zunächst einmal bist Du keine miese Tochter, da Du nicht nur eigennützig, sondern auch im Interesse Deiner Mutter und Geschwister gehandelt hast. Dass sie uneinsichtig ist, ist leider oftmals bei Alkoholikern so. Offenbar handelt es sich um einen Schwerefall, wenn sie Therapien verweigert. Solange keine Einsicht bei ihr Einkehrt und sie die Therapie verweigert, glaube ich nicht, dass ein Besuch Deinerseits etwas nützen wird. Im Gegenteil riskierst Du, Öl aufs Feuer zu giessen. Schreib Ihr lieber vernünftig. Da kann sie entscheiden, ob sie es liest, wann, ob sie es sich zu Herzen nehmen will oder nicht. Lass ihr eine Tür offen, sich bei Dir zu melden. Eine Massnahme wäre, diese Frage dem behandelnden Arzt/Psychiater zu stellen. Der wird die Reaktion am besten beurteilen können.

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Vor Deinem (möglichen) Besuch kannst Du das Gespräch mit dem Personal der Abteilung (Psychiatrie) suchen. Frage nach, wie es Deiner Mutter geht, wie sie möglicherweise auf einen Besuch reagieren würde. Ob sie also zur Zeit über-haupt in der Lage ist, Besuch zu empfangen. Dann weißt Du etwas mehr.

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Hut ab vor so viel Mut. Du hast das richtige getan für dich und deine Geschwister. Etweder versteht deine Mutter irgendwann das sie sich ändern muss und ist dir dankbar für deine Hilfe oder sie ist ein Hoffnungsloser Fall verdammt dazu ein elenedes Leben und ein trauriges ableben zu haben. Ihr Geburtstag ist für sie vielleicht wichtig, für dich sollten aber jetzt deine Geschwister zählen. Halte den kontakt zu ihnen. es wird ihnen nicht leicht fallen und vielleicht hängen sie an deiner mutter (bzw. der vorstellung eine liebender Mutter) viel mehr als du. Es kann sein dass sie dich irgendwann dafür hassen, dass du ihnen das Leben geretet hast, mach ihnen das nicht zu leicht. Nimm sie mit wenn du zu deiner mutter gehst. Zeig deiner mutter und deinen Geschwistern dass du stark bist. Für mich bist du eine Heldin!

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Kommentar von Henrietta2000
28.02.2016, 15:39

Meine Geschwister fühlen sich in der Pflegefamilie sehr wohl. Sie sind zum ersten Mal seit Jahren richtig glücklich. Für sie war ich eine Art Ersatzmama. Wir sehen uns mehrmals die Woche, da ihre Pflegeeltern und die Eltern meiner besten Freundin im regen Kontakt stehen. Ich bin froh, so viel Unterstützung zu bekommen.
Deswegen möchte ich meiner Mom etwas zurückgeben, besser gesagt abgeben. Ich möchte, dass sie weiß, dass ich sie immer lieben werde. Ich werde zwar nie vergessen, was passiert ist und der Schmerz darüber wird wohl nie weggehen, aber ich habe ihr schon längst verziehen, da ich keinen Hass in mir möchte.

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Hier sind ja schon einige gute Ratschläge. Ich hätte da noch eine Idee : Wie wäre es, wenn Du alles was Dich und die Beziehung zu Deiner Mutter bewegt in einem Brief festhälst und in diesem Brief - der an Deine Mutter in der Klinik gehen soll - dann anschließend SIE fragst, ob sie Dich überhaupt noch sehen möchte. Schreibe ihr, daß Du ihr gerne noch eine Chance (auf Versöhnung) geben möchtest, Du es aber akzeptierst, wenn sie sich von Euch Kindern abwendet. Dann hast Du zunächst mal eine Rückinfo, wie es Deine Mutter selbst sieht - und Dir selbst hast Du dann nichts vorzuwerfen.

Im Übrigen Hut ab, daß Du Dich der Mutter Deiner Freundin anvertraut hast und auch Hut ab vor ihr, daß sie sofort reagiert hat und mit Dir zum Jugendamt ist...

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Kommentar von Henrietta2000
28.02.2016, 15:36

Ich kam mir feige vor und verstehe nicht, wieso ihr das alle so gut findet.
Mir kam es vor wie Verrat, als ich meine Mutter beim Jugendamt anzeigte.

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Bleibe von Deiner Mutter weg!!!:))))

Du kannst Dir vorstellen Deine Mutter lebt in ihrer Krankheit auf dem Mond. Da wird eine andere Sprache gesprochen, da nehmen die Menschen anders wahr. So lange Deine Mutter ihre Erkrankung lebt ist sie schlicht unfähig wahrzunehmen wie sehr sie sich und auch Euch geschädigt hat. 

Sollte Deine Mutter mindestens zwei Jahre trocken sein, regelmäßig eine Selbsthilfegruppe besuchen und auch eine Therapie erfolgreich abgeschlossen haben magst Du dann mit ihr Kontakt haben wenn sie Dich darum bittet. Ansonsten

Es ist sicherlich sehr schwer zu akzeptieren dass bis dahin ihre Äußerungen und Handlungen nur Ausdruck ihrer Krankheit sind und sonst Nichts. Aber sowohl falsche Rücksichtnahme als auch der Versuch sich falsche Vorwürfe anziehen zu wollen schaden ihr und auch Dir nur. 

Du darfst erwarten dass sie noch reichlich schimpft, beleidigt und auch weit unter die Gürtellinie zu verletzten weiß. Deshalb ist es das Beste wenn Du ihr schreibst dass Du für sie erst wieder erreichbar bist wenn sie die von mir genannten Bedingungen erfüllt hat. 

Für Dich ist empfehlenswert zur nächsten Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren zu gehen. Wo die ist findest Du online. Mache einen Beratungstermin als Kind einer Alkoholikerin aus. FÜR DICH. Sollten sie einen Kurs für Angehörige anbieten nehme an ihm teil. Und dann frage da nach Kontakt bestenfalls zum Blauen Kreuz. Es arbeitet seit manchen Jahren mit Fachmenschen zusammen um gerade den Kindern von Alkoholikern helfen zu können.

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Deshalb ist wichtig dass Du Dir selbst Hilfe suchst um die Schäden welche diese Krankheit verursacht hat abbauen zu können. 

Bis hierhin hast Du schon sehr mutig gehandelt und sehr gesund. Fühle Dich berechtigt weiter gut für Dich zu sorgen. :)))) Dann kannst Du auch eine gute Schwester sein.

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Kommentar von Pizhopenda
25.03.2016, 02:51

Da kann man eher kein Patentrezept geben.

Dass die Mutter eine andere Sprache spricht, ist wohl wahr und natürlich hat jede(r) Angehörige(r) für sich selbst zu sorgen, aber Bedingeungen in einem Brief nennen?!

Wenn die Mutter eines Tages längere Zeit trocken ist, Selbsthilfegruppen besucht usw., würde man sich doch als Tochter wünschen, dass dies geschieht, weil sie selbst von dem Sinn dieser Handlungen überzeugt ist und weil sie soweit ist, sich auf den Weg der Genesung aufzumachen, und nicht weil jemand sie dazu drängt.

Ich finde es auch gefährlich zu sagen, dass die Äußerungen und Handlungen eines psychischen kranken und/oder süchtigen Menschen "nur Ausdruck der Krankheit sind und sonst nichts". Selbst in den schwersten Lebenskrisen und selbst bei mangelnder Krankheitserkenntnis, gibt es in jedem Menschen einen gesunden Anteil. Er darf nicht vergessen oder verschwiegen werden, denn gerade in ihm steckt die Hoffnung auf Genesung.

Ich würde es wichtig finden, meine Mutter an ihrem Geburtstag zu schreiben, ihr ein Zeichen zu geben, an sie gedacht zu haben. Es kann auch ein Zeichen sein, dass sie ein Teil menes Lebens sein kann. Wenn sie so weit ist und sie das irgendwann wieder möchte.

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Hallo Henrietta, das was du da schreibst klingt ja alles sehr traurig, aber dur darfst deiner Mutter nicht böse sein sie hat war verzweifelt und wer da dann anfängt es mit Alkohol zu lösen kommt in einen Teufelskreis und fällt immer tiefer ohne es zu bemerken.

Was ich dir Raten möchte nimm Kontakt auf mit der Klinik aber nicht gleich mit deiner Mutter sondern mit dem behandelnden Arzt, sag ihm das du gerne Kontakt zu deiner Mutter aufbauen möchtest und das du aber Angst davor hast. Ich bin mir sicher die in der Klinik helfen dir dabei und deine Mama wird sich auch freuen schreib ihr ein paar Zeilen warum du zum Jugenamt gegangen bist und das du einfach wolltest das man ihr helfen wird damit ihr wieder zu einer Familie werdet schreib dir alles von der Seele und dann bringst du ihr einen kleinen Blumenstrauß mit dem Brief und vergesse nicht rein zu schreiben das du deine Mutter ganz lieb hast und sie vermissen tust.

Weist du deine Mutter braucht jede Unterstützung wo sie bekommen kann um aus diesem Teufelskreis wieder heraus zu kommen es kann zwar sehr lange dauern bis sie da wieder rauskommt aber sie ist noch jung und kann es schaffen glaube mir zeig ihr das sie gebraucht wird.Aber lasse sie bitte nicht hängen sie ist deine Mutter und hat dich neuen Monate in ihrem Bauch gehabt,Ich wünsche dir alles gute für die Zukunft vor allem viel Kraft. 

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Kommentar von Henrietta2000
28.02.2016, 15:34

Ja, du hast schon recht. Sie war früher, als wir noch eine Familie waren, eine tolle Mutter. Da hat sie mir vorgelesen und ist mit mir auf den Spielplatz gegangen. Aber ich habe Angst sie so zusehen.

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Hol Dir die Erfahrung ab u. besuche Sie mal ,es kann für Deine Mutter auch gut sein! Und ich glaube das du es eigentlich auch möchtest

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Kommentar von Goodnight
28.02.2016, 23:17

Es sollte jetzt aber darum gehen was Henrietta gut ist. Sie muss nämlich lernen sich selber in den Vordergrund zu stellen. Man darf sie nicht weiter drängen Verantwortung für das Wohl ihre Mutter zu übernehmen. Das hat sie zu ihrem eigenen Schaden schon mehr als genug getan.

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Hllo

Ich schließe mich der  Meinung von der ersten antwort du sollstes ein brief schreiben wo das drinne steht das du denkst den deinen mutter dan liest und hofentlich nochmal über alles nachdenkt das habe ich genau so gemacht den meine geschichte ist das ich meine frau wegen einem drogen und alkohol problem einweisen musste und ich habe auch ein brief geschrieben und sie ist dan wieder zur vernunft gekommen und hat ein entzug gemach.

lg

lolipop2305

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Also das ist ganzschön krass, man muss halt verstehen sie ist in einer Art anderen Welt und kann warscheinlich nichts dafür.. Meine mutter hat eine psychische Krankheit genauso wie meine Tante darum weiß ich das.. Das wichtigste ist einfach dass sie jetzt jemand unterstützt  auch wenn du es nicht bist irgendwer sollte da sein und ihr zeigen sie ist nicht alleine, ich an deiner stelle würde die ärtzte fragen wie ihr momentander zustand ist und wenn sie Fortschritte macht dann solltest du sie unbedingt besuchen und ihr zeigen dass sie nichalleine ist!!! Egal wie schlecht sie zu dir war sie ist immernoch deine Mutter und du immernoch ihre Tochter!

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Sehr bewegende Geschichte! Ich denke, du solltest in dich gehen und dann das tun, was du für richtig hältst. Ein Außenstehender wird dir da kaum weiter helfen können!

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Ich hoffe, dass man Dir mitgeteilt hat, dass es eine Möglichkeit für
Dich und Deine Geschwister gibt für eine begleitende psychologische
Betreuung.

Inzwischen ist der Termin des Geburtstages ja
verstrichen. Es wäre für alle User von GF interessant, die sich mit
Deiner Frage beschäftigt haben, ob du zu Deiner Mutter ins
Psychiatrische Krankenhaus gefahren bist und wie der Verlauf des
Besuches war.

Ich gehe daher bewusst nicht mehr auf Deine ursprüngliche Frage ein, da diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr die Relevanz hat.

Ich beschäftige mich jetzt lieber mit der Entwicklung dessen, was es jetzt für Euch zu bewältigen gibt und auf was künftig geachtet werden sollte.

Du solltest Dich bei den betreuenden Ärzten und
Psychologen Deiner Mutter erkundigen, welche Form es gibt der
psychologischen Begleitung der Angehörigen.

Dies ist gerade bei Kindern von wesentlicher Bedeutung.

Was
Deinen Vater anbelangt, solltest mal Kontakt mit ihm aufnehmen und ihn
bezüglich der Hintergründe seines Verhaltens  befragen.

Es ist wichtig verstehen zu lernen, was da abgelaufen ist.

Möglicherweise ist ja die Alkoholsucht Deiner Mutter nur eine typische Begleiterscheinung einer anderen Krankheit.

Steckt beispielsweise eine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung als primäre  Erkrankung dahinter, wäre es auch nicht weiter verwunderlich, wenn es zu einer Beziehungsproblematik gekommen ist, die natürlich noch verstärkt
wird, wenn Alkohol mit im Spiel ist.

Suchterkrankungen sind eben sehr typisch bei einer ADS/ADHS.

Wenn Du Interesse hast an weiteren Informationen, kannst gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Ich wünsche Dir und Deinen Geschwistern alles erdenklich Gute, aber auch Deiner Mutter.

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Eine sehr traurige Geschichte, aber Respekt. Du scheinst stark zu sein sonst wärst Du nicht diesen Weg gegangen.

Insofern rate ich Dir: geh hin. Sie hat wirklich nur einmal im Jahr Geburtstag. War ja nach Deinen eigenen Worten eine gute Mutter. Auch, wenn Du Dich nicht mehr erinnern kannst.

Traurig ist, daß sie die Hilfe nicht annehmen konnte und nun auch noch da durch muß. Aber ich weiß leider selbst wie schwer es ist mit Suchtkranken umzugehen.

Wenn Du hingehst zeigst Du wieder Stärke. Wirst wahrscheinlich irgendwann froh sein es getan zu haben. Und weißt auch hinterher, wieviel Du Dir noch zumuten kannst. Denn Du mußt auch an Dich denken. Deine Kindheit war nicht schön. Deine Oma war toll. Aber Dein Vater war auch nicht für Dich da.

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Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Deine Mutter ist krank und hat die schlimmen Dinge aus ihrer Krankheit heraus gesagt. Dass sie die Therapie verweigert, zeigt leider, dass sie noch einen langen Weg vor sich hat. Weißt du denn, ob sie gern Besuch von dir hätte? 

Vielleicht rufst du mal in der Klinik an und fragst dort, ob ihr ein Gespräch gemeinsam mit einem Pfleger oder Thearepeuten machen könnt, in dem ihr beide über eure Gefühle sprechen könnt. Du könntest ihr aber auch einfach einen Brief schreiben mit genau dem, was du hier geschrieben hast: dass du sie gern besuchen würdest, aber Angst davor hast und dass du weißt, dass sie vor ihrem Alkoholproblem eine gute Mutter war. Versuche dabei, dich auf deine Gefühle zu beziehen (in der ich-Form schreiben) und keine Vorwürfe zu machen,  auch wenn es schwer ist.

Auch du solltest schauen, ob du evtl Hilfe in Anspruch nimmst, damit du jemanden hast, mit dem du über genau diese Probleme reden kannst und der hilft, nicht co-abhängig zu werden.

Ich wünsche dir, dass deine Mutter bald versucht, gesund zu werden und dann wieder so eine tolle Mutter sein kann, wie sie es vorher war.

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Nicht Deine Mutter hasst Dich. Es ist der Alkohol, der da zu Dir spricht.

Wie Du in Deinem jungen Leben schon schmerzvoll erfahren musstest (Oma UND Mutter), ist Alkohol eine gefährliche Droge und es ist sehr schwer, sie im Griff zu halten. Viele schaffen es nicht. Du kannst stolz auf Dich sein, dass Du selbst bisher weitgehend schadlos davongekommen bist.

Ich verstehe Deinen Wunsch, Deiner Mutter zu Geburtstag gratulieren zu wollen, aber tu es dieses Jahr nicht. Das ist im Moment nicht Deine Mutter, sondern eine kranke Person, die nicht weiss, was sie redet (unzurechnungsfähig ist eine krasse Diagnose und wird nur gestellt, wenn es auch so ist). Vielleicht nächstes Jahr wieder.

Eurer Familie wünsche ich, dass Deine Mutter die Therapie doch noch annehmen und durchstehen wird und dann wieder, zumindestens für Deine kleinen Geschwister, da sein kann.

Was Dich betrifft: Weiter so! Du scheinst eine überaus starke Persönlichkeit zu haben, lass Dir das nicht kaputt machen. :)

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Mein Gott, so jung und schon so viel Leid erlebt :'( Liebe Henrietta, das klingt alles ganz schlimm. Du bist ein ganz starkes Mädchen und dass Du immer noch an Deine Mama denkst und sie nicht vergessen willst, das ist ein ganz toller Charakterzug.

Deine Mama kann sich tatsächlich nur selbst helfen, alles andere sind nur Hilfestellungen für sie.

Dass Du im Zwiespalt bist - mach ichs, mach ichs nicht - ist völlig klar. Wenn Du sie besuchst, rechne damit, dass sie Dich beschimpft, vermutlich aufs Übelste. Rechne damit, dass sie in einem erbärmlichen Zustand ist. Erwarte nichts positives. Aber dann hättest Du die innere "Ruhe", sie nicht allein gelassen zu haben, sich doch für sie interessiert und gekümmert zu haben.

Würdest Du den Anblick, die Beschimpfungen etc. jedoch nicht ertragen können, dann bleib lieber fern. Behalte sie von weitem im Auge, frag beim Klinikpersonal, wie es ihr geht - vielleicht bringt die Zukunft eine positiv Wende. Dann wäre sie auch bereit, positiv mit Deinem Besuch umzugehen.

Ich wünsche Dir alles Gute, Dir und Deinen Geschwistern. Es ist ein hartes Los, alles alles Gute für Dich. Und sei Dir sicher - egal was Du tust, wenn Du es mit vollem Herzen tust (also Dich mit vollem Herzen für oder gegen einen Besuch entscheidest), dann ist es auch das Richtige ♥

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Kommentar von cyberoma
29.02.2016, 10:27

Das ist eine realistische Einschätzung der Lage und sicher ein guter Rat. Wenn Henrietta sich für einen Besuch bei der Mutter entscheidet, finde ich, sie sollte nicht allein hingehen. Vielleicht kann die Mutter der Freundin, die ihr bisher schon geholfen hat, mitgehen...oder die Freundin selbst.  

 Es ist in einer schwierigen Situation gut zu wissen, dass draußen jemand auf einen wartet, der einen auffängt, wenn es vorbei ist - vor allem, wenn man erst 15 ist - aber nicht nur dann!

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Oh mann...ersteinmal großen respekt vor dir! Du bist eine sehr, sehr starke junge frau und ich finde, du hast alles richtig gemacht in deinem bisherigen leben! 

Dass deine mutter so reagiert hat ist normal bei suchtkranken, sie sehen die fehlehr bei anderen und wälzen jegliche schuld an der situation auf andere ab! 

Zu deiner frage, ob du hingehen sollst oder nicht...ist schwierig zu sagen, du musst dir im klaren sein, dass es auch nicht so ablaufen kann, wie du dir erhoffst :( im schlimmsten fall möchte sie dich nicht sehen...andererseits, du brauchst dir kein schlechtes gewissen zu machen, dass du es nicht versucht hast! 

Ich glaube mir würde es helfen, wenn ich hingehen würde, schon allein weil ich selbst wenn es negativ läuft etwas mehr damit abschließen könnte!

Lg mia

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Kommentar von Henrietta2000
28.02.2016, 15:35

Ich liebe meine Mutter nach wie vor, aber als ich sie zuletzt gesehen habe, war es, als stünde vor mir eine Fremde. Ich habe Angst vor diesem Gefühl.

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