Frage von Bella807, 59

Seit meiner Schwangerschaft pinkelt mein Hund überall hin. Was kann ich tun?

Mein 16 Monate alter Bordermix hat sich seit meiner Schwangerschaft stark verändert. Er Pinkelt überall, ohne ersichtlichen Grund hin und Verhält sich sehr komisch. Mal ganz aufgeschlossen wie sonst auch und im nächsten Moment so ängstlich als ob ihn jemand verprügelt hätte. Keiner von uns würde ihm auch nur ein Haar krümmen. Doch das ständige Urinieren treibt uns langsam in den Wahnsinn. Hat jemand eine Idee wie man an diesem Problem arbeiten kann ? Danke schonmal. :-)

Antwort
von LiselotteHerz, 12

Vielleicht merkt er, dass da irgendwas vor sich geht.

Evtl. habt Ihr schon Möbel umgestellt? Du tollst nicht mehr mit ihm herum? Du bückst Dich evtl. nicht mehr (einfach, weil es nicht mehr so gut geht), um ihn zu streicheln? Gehst evtl. nicht mehr so viel mit ihm raus wie früher?

Eine andere Erkärung habe ich nicht. Wenn das alles nicht zutrifft, geht mal mit ihm zum Tierarzt oder zu einem Tierhomöopathen . lg Lilo

Kommentar von Bella807 ,

Er wurde letze Woche komplett untersucht und ist top gesund. Es kann schon sein das ich mich ihm gegenüber auch anders Verhalte. Er ist sehr wild und da bin ich natürlich etwas vorsichtiger.

Antwort
von GoodFella2306, 11

Ich vermute einfach mal, dass er sein Revier markiert, weil er dich als Teil des Rudels ansieht und damit zeigen will, dass du unter seinem Schutz stehst. Hunde merken am Geruch recht deutlich, wenn sich etwas verändert, und unterbewusst wird er sicherlich wissen dass du schwanger bist. Das ist ganz normales Schutzverhalten. Es wäre jetzt meines Wissens nach falsch, ihn zu bestrafen, denn er macht ja etwas für den Schutz des Rudels. Wenn sich dein Verhalten ihm gegenüber in der letzten Zeit deutlich verändert haben sollte, würde ich schauen dass man doch wieder zumindest teilweise zum alten Verhalten zurückkehrt. Ansonsten einfach mal mit einem Tierarzt sprechen, ich könnte mir gut vorstellen dass dieses Verhalten relativ häufig vorkommt.

Antwort
von adventuredog, 12

Ich habe bei derartigen Fragen schon oft gedacht, bei Schwangerschaft  + Hund wird viel unbewusst hinein interpretiert.... 

Ich habe selber 3 Kinder und hatte immer Hunde, nie jedoch Verhaltensänderungen bei denen bemerkt. Vielelicht war ich einfach zu unbefangen? vielleicht waren meine Hunde zu unproblematisch? vielleicht hat man sich damals nicht den Kopf um so viele Dinge gemacht, sondern sein Leben gelebt?  zuviel (Internet-)Information kann auch verwirrend sein. Ich weiß es nicht.

Aber das was ich weiß, ist, das Hunde eine sogenannte 2.Pubertät durchmachen. diese spielt sich ungefähr in dem Alter ab, in dem deiner jetzt ist.

Die Hormone spielen verrückt und bei ihm zeigt sich das halt in häufigem Markierverhalten. 

Mit dem Hund sollte gearbeitet werden, wenn er eine Aufgabe hat und ausgepowert wird, dann liegt er zuhause in seinem Körbchen und ist froh, einfach nur schlafen zu dürfen ;-) 

Das er sich ängstlich zeigt, liegt vermutlich an eurer Körpersprache. Er hat oft genug mitbekommen das ihr ärgerlich seid wenn er gepinkelt hat, also bietet er schon mal vorab beschwichtigendes Verhalten. Hunde können uns besser lesen als wir sie. 

Wenn der Hund ansonsten gesund ist ( Blasenentzündung ausgeschlossen?) würde ich ihn mithilfe von Kinder-Türgittern davon abhalten in die Räume zu gelange, die er bevorzugt markiert. Weist ihm seinen Platz zu, er muss nicht im ganzen Haus herum rennen. Eine Rangordnung herstellen, der Hund hat sich einzuordnen und nicht die Führung (Beispiel: markieren) zu übernehmen. Google dazu Unterordnungsübungen 

Antwort
von Marsila08, 13

Hi, ich musste grade ein bisschen schmunzeln, unser Labbi (bei der Geburt unseres Sohnes 16/17 Monate alt hatte auch die zweite Pubertät oder wie mans auch immer nennen mag. Er hat alles kaputt gemacht wenn er frei im Haus lief und wir nicht da waren, hat unglaublich viel Blödsinn angestellt. Wir haben ihn früh (7Monate) kastrieren lassen weil er nicht mehr zur Ruhe kam und wir nie nen Deckrüden aus ihm machen wollten, war auch gut so, muss aber jeder für sich selber entscheiden. Heißt also bei euch könnte auch Kastration/Chip die Lösung oder ein Teil dazu sein. Ansonsten: Wenn ihr weg seid macht ihm nen Bereich (Flur o.ä.) wo er sich aufhalten kann, der Rest ist halt abgezäunt. Haben wir ne ganze Zeit lang so gehabt bis irgendwann diese Phase vorbei war. Natürlich MUSS der auch der Rasse entsprechend ausgelastet werden und erzogen werden aber das ist ja glaube ich klar :) Bei uns hat "Hundeturnen" geholfen den Anflug von Gummi im Kopf (der Ausdruck triffts doch immernoch am besten) zu minimieren, muss ja nicht gleich ewig viel kosten, wir habens mit crossdogging gut getroffen, da kannste auch viel Zuhause machen wenn der Herr Beschäftigung braucht. Einfach mal googeln, gibts ja vielleicht auch bei euch in der Nähe :) Ich hoffe ich konnte helfen- es geht auf jeden Fall vorbei!

Antwort
von Patches1, 9

Ist er kastriert? Ansonsten spürt er wahrscheinlich eine Veränderung im "Rudel" die er noch nicht greifen kann, weil er selbst noch sehr klein ist. Vielleicht beschäftigt ihr Euch doch weniger als zuvor mit ihm. Denk mal drüber nach, ob Dir etwas einfällt was vorher anders war (auch innerliche Präsenz spüren Hunde) Wenn Dir dann etwas auffällt, was anders ist, kannst Du mal Deinen Tierarzt fragen, ob er oder sie eine Idee hat, wie man das augleichen kann und dem Hund vermitteln kann, dass er seinen sicheren Platz im Rudel hat. Alles Gute.

Kommentar von Bella807 ,

Danke. Er ist noch nicht kastriert aber hatte einen Chip der in einem Monat ca. die Wirkung verliert. Meine Tierärztin sagt auch er sollte in jedem Fall kastriert werden, Haben in zwei Wochen einen Termin bekommen.

Kommentar von Patches1 ,

Das wird vermutlich auch noch einiges ändern.

Antwort
von spikecoco, 6

ich würde an deiner Stelle einen Hundetrainer kontaktieren, der sich die Situation vor Ort anschaut. Denn wenn dein Border anfängt Problemverhalten zu entwickeln kann dies sich verschlimmern, wenn das Kind erst einmal da ist. Wir können weder den Hund noch dich und auch euren Umgang mit ihm nicht beurteilen. Wir wissen nicht wie eure Kenntnisse in Sachen Haltung und Bedürfnisse eines Borders, Erziehung , Hundeverhalten sind. Border sind sensibel und bei Unwissenheit kann man leider in der Haltung und Erziehung viel falsch machen.  Gerade das Angstverhalten kann sich verfestigen und er sich im ungünstigsten Fall  zu einem Angstbeisser entwickeln. Mit einem Kind wäre dies eine unhaltbare Situation. Ich frage mich auch, was eine Kastration daran ändern soll, denn anscheinend hat er dieses Problem auch mit der künstlichen Kastration.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten