Wenn man z.B. hört, wieviel "Dusel" jemand hatte, der gerade knapp einem Unfall entgangen ist oder der als Einziger einem Unglück entkommen ist - z.B. eben gerade nicht dort war, wo etwas passiert ist usw., dann überlegt man doch: ist das Zufall? Oder ist das Leben vorbestimmt und es gibt für Alles einen schon individuell festgelegten Zeitpunkt? Oder kann ich gar mein "Schicksal" beeinflussen? Was denkt ihr? Woran glaubt ihr?

Inzwischen, nachdem ich durch meinen Beruf tausende von schrecklichen Schicksalen erlebt habe, meine ich, daß jeder irgendwie sein"Los" hat. Junge Leute oder Kinder, die tragisch aus dem Leben gerissen werden, Leute, die gesundheitsbewußt bis hin zur Auswahl des Teppichbodens (als blödes Beispiel nur!) leben und dann mit Mitte 30 an Lungenkrebs sterben, Alkoholiker, die mehrfach im Suff in der Notaufnahme landen und ihr Leben wegwerfen und trotzdem weiterleben, böse alte Neunzigjährige, die ihr Leben lang andere schikanierten (laut Angehörige!) mit 20 verschiedenen Krankheiten noch neunzig werden, der Mensch muß ein bestimmtes Los haben, was er nicht beeinflußen kann.

Manche haben eben Glück, es gibt genug Leute, die aus solchen Situationen nicht heil herauskommen und zb. gegen den einzigen Baum weit und breit fahren.

Ich denke, dass die "Vorbestimmung" oder "Beeinflussung des Schicksals" lediglich eine Konditionierung sind. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn man sich ein grünes Auto kauft, fällt einem auf, dass plötzlich enorm viele grüne Autos herumfahren. Die waren zwar schon vorher da, aber durch den Kauf (Konditionierung) fallen sie halt mehr auf.Und nur durch eigene Entscheidungen, legt man die eigene Zukunft fest.

Schicksal ist, was unseren Lebenslauf darstellt oder beeinflusst. Es gibt zwei Arten von Schicksal: Bestimmtes (unabänderbares)und bedingtes (möglicherweise stattfindend) Holpriges Beispiel: Fahre ich aufs Meer hinaus, und mein Boot schlägt leck, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich fahre zurück, gelange ans rettende Ufer(Bedingt) oder ich bleibe auf dem Meer, mein Boot sinkt definitiv (Bestimmt).
„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal." – Talmud

Auch wenn ich es manchmal nicht Wahr haben möchte (bin halt eine Kämpfernatur) aber ich habe halt schon ein paar mal den Kampf verloren.
WolfRichter am 4. August 2007 23:45 Wer lebt, hat den Kampf nicht verloren.
schurke am 4. August 2007 23:46 manchmal kämpft man nicht für sich allein
cathystraum am 4. August 2007 23:53 @Schurke: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
schurke am 5. August 2007 00:07 ja, ich stimme Dir zu, Danke
weil es mich noch gibt, aknn es eigentlich nur so sein :o))

Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, ich schwanke zwischen vorherbestimmt und Zufall.

War mal unter Beschuß; so dicht, daß ein Geschoß an meinem Haar zupfte. Ich wußte, daß ich das überleben werde.
Ein esoterisch angehauchter Mensch würde jetzt sicher sagen, daß ich gefühlt hätte, daß es mir nicht vorherbestimmt war, zu sterben.
Ich denke, daß jeder in dieser Situation das gleiche spürt; es ist einfach eine Art Schutzreaktion der Psyche.
Wenn man es überlebt, kann man halt davon erzählen; wenn nicht, dann nicht.
Habe eben Glück gehabt.

Möchte gern an einen oder ganz viele Schutzengel glauben, aber ganz irdisch gedacht:

Weil wir schöpferische Wesen sind liegt es in unserer Macht, Zufall und Vorherbestimmung nach Belieben zu kreieren

Für die Quantenphysik und Wahrscheinlichkeitsrechnung ist alles berechenbar.
Albert Schweitzer hat mal gesagt (nicht wörtlich): "Der Zufall ist ein Pseudonym Gottes, welches er benutzt wenn er anonym bleiben will". Mir gefällt diese Aussage, damit kann ich gut leben, wenn mir einer dieser "Zufälle" im Leben passiert.

Auch wenn es für viele sonderbar klingen mag: Ich glaube an das Schicksal. Allerdings bezweifle ich, dass man eine Vorbestimmung beeinflussen kann.
Da ich in meinem Leben schon einiges erlebt habe, glaube ich an keine Zufälle mehr.
Ein Beispiel:
Bei uns gab es mal einen schlimmen Unfall mit Toten und vielen Verletzten. Dort wären mein Bruder und ich rein geraten, wenn mein Bruder nicht was vergessen hätte. Wir sind dann an den Unfallort gekommen, wo der Unfall gerade kurz vor uns passiert ist. Von daher glaube ich schon, weil ich auch schon andere ähnliche Erlebnisse hatte, das es eine Vorbestimmung in unserem Leben gibt.
Ich denke, das einiges in unserem Leben vorbestimmt ist. Nur muß jeder das beste daraus machen.

Ich gehe nach dem Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" und bin bisher damit ganz gut gefahren.

Viele Dinge werden durch das eigene Verhalten bestimmt, man kann viel selber tun und bekommt dann manches vom Schicksal passend dazu geliefert. Das stimmt wirklich sehr oft bei mir. Dann kommen Sachen ganz von alleine, die gerade passen in der Situation, "Dinge fliegen einem zu". Nur Zufall alleine kann das gar nicht sein, dafür passiert das viel zu oft.

Ich denke es gibt im weitesten Sinne schon so etwas wie "Karma", deshalb

Das Überleben bei Unfällen und Ähnlichem ist oft Zufall. Dabei ist Zufall als Gegenbegriff zu Notwendigkeit verstanden, nicht zu Absicht. Ein bestimmtes, gut vorsorgendes Verhalten kann in manchen Fällen eine Rettung beeinfussen.
Die Einstellung zum Thema hängt vom Weltbild ab. Der Determinismus vertritt die Ansicht, alles sei vorherbestimmt, durch ein allmächtiges lenkendes Wesen oder durch eine Kausalität der Naturgesetze. Manche Hirnforscher bestreiten die Willensfreiheit. Ich bin nicht vom Determinismus überzeugt.
Die Menschen haben dabei teilweise logisch nicht zusammenpassende Ansichten. So etwas wäre z. B. ein Schicksal als festgelegtes Lebensbahn, die aber trotzdem durch eine individuelle Beeinflussung verändert werden kann.
Ein passender Begriff, der den angeschnittenen Bereich zutreffend beschreibt, ist Kontingenz.

Ich denke alles hat seine Zeit und wann unsere Zeit zu welchem Thema ist, glaubt man/frau beeinflussen zu können, aber können wir es wirklich?? LG Lotusblume
...jede Situation bestimmt man normal selbst. Entweder man macht etwas - oder man lässt es.
Vorteil oder Nachteil gibt es in jedem Moment.
Wer nicht Lotto spielt, kann im Lotto nicht gewinnen.
So kommt dann die Situation - entweder mit gutem oder mit schlechtem Ende. In jeder Sekunde.
Mit der Ausnahme für selbst unkontrollierbare Taten. Sei es im Schlaf oder unter "Einfluss."

Natürlich will ich mein Leben beeiflussen! Ich bin doch kein dumpf dahin vegetierendes Pantoffeltierchen. Und wenn ein Unfall droht, versuche ich, ihm aus dem Wege zu gehen. Ist das etwa nicht normal?

ICH GLAUBE AN DAS SCHICKSAL:

Das Leben ist nicht vorherbestimmt. Das wäre lieblos von einem Gott der Liebe, der den Menschen einen freien Willen gegeben hat.
Vielmehr trifft die Aussage zu, dass Zeit und unvorhergesehenes Geschehen alle trifft (Prediger 9:11).

Das "Schicksal" ist das was durch unser Verhalten und das anderer Personen entsteht - "Zufall" ist das, was uns von Gott zu-fällt
Allen Lieben die hier geantwortet haben: Habt ihr das Wort "Zu-fall" schon mal zerlegt? Mir hat es mal wer so erklärt: Es ist genau dieser "Person zu-gefallen". Also das heisst wiederum: Schicksal und Zufall sagt demnach dasselbe aus. Allgemein denke ich trotzdem, daß man das Schicksal beeinflussen kann.. aber nur im positiven göttlichem Sinne, wirksam ist.. LG

Natürlich beeinflusst man das"Schiksal"...


NICHTS GESCHIEHT OHNE GRUND!
hier und da versucht man doch bewusst oder unbewusst Gutes zu tun um das Punktekonto im Himmel aufzufrischen. Das macht ja auch Spass und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Also: weitermachen !!
man kann es nicht wisssen wann und wo etwas passieren kann und wenn was oder wer sollte das denn beinflussen können

Ich denke, auch wenn einem etwas im Moment tragisch vorkommt und man total hernieder deshalb ist (z.B. wenn eine Bewerbung schon wieder abglehnt wurde), letzten Endes gbits es doch doch das "Happy End", auch wenn es vermutlich ganz anders aussieht, als man gedacht hat.
Meine Schwester z.B. war total kaputt, weil sie nach zig praktika und Versprechungen immer noch keine Lehrstelle hatte,m obwohl sie absolut nichts flasch gemacht hatte. Und dann traf sie sozusagen im Vorbeigehen einen Arbeitgeber, der total nett war und ihr innerhalb einer halben Stunde eine Lehrstelle gegeben hat.
Hätte sie bei den anderen Betrieben eine Lehrstelle gekriegt, wäre sie lange nicht soglücklich aus der Sache herausgekommen.
Und das ist nur eines aus vielen Beispielen....
Hervorragende Antwort, Doc.