Frage von Lilo626, 134

Denkt ihr an Zufall oder Schicksal?

Hallo zusammen. Mich würde eure persönliche Meinung interessieren. Denkt ihr alles hat einen Sinn und ist vorbestimmt oder in irgendeiner Weise bedeutungsvoll oder dass nichts sinnvoll ist und die Natur nur launisch ist? Wir bearbeiten dieses Thema gerade in Philosophie und ich habe meinen Text dazu schon geschrieben, dabei ist mir aufgefallen, dass ich nie jemand überzeugen könnte mit meiner Meinung, da Beweise fehlen. Also egal was eure Meinung ist, denkt daran dass es andere Meinungen gibt und versucht diese zu respektieren. Diskutiert gerne und lasst uns zusammen eine Erklärung für unsere Überzeugungen finden:)

Antwort
von Enzylexikon, 48

Ich bin Buddhist und der Meinung, dass das Leben an sich keinen vorher definierten Sinn hat, sondern dass wir uns diesen Sinn selbst  definieren.

Daher glaube ich auch nicht an ein deterministisches Schicksal, dass unser Leben im Voraus diktiert und wichtige Ereignisse vorherbestimmt.

Wir werden geboren, leben, altern und sterben - diesen Ereignissen kann sich niemand entziehen. Alles dazwischen ist absolut offen.

Unser Leben wird durch unsere Geisteshaltung, Wahrnehmung und Handlungen geprägt, wir beeinflussen den Verlauf unseres Lebens also maßgeblich selbst.

Ich schließe aber nicht aus, dass es eine Art "höhere Ordnung" gibt, die wir jmit unserem Intellekt nicht nachvollziehen können, so dass Dinge chaotisch und zufällig wirken.

Allerdings bedeutet selbst solch eine höhere Ordnung nicht, das alles eine tiefer gehende, philosophische Bedeutung hat.

Wenn ein Blatt vom Baum fällt, oder ein Mensch im Alter stirbt, dann ist das nur der natürliche Lauf der Dinge und nichts, was man dramatisieren muss.

Kommentar von Lilo626 ,

so habe ich das gar nicht gesehen:) danke!

Kommentar von Nube4618 ,

Gute Antwort, danke. Nur weil wir etwas nicht verstehen, heisst nicht, dass es nicht ist, oder keinen Sinn macht. 

Kommentar von kreisfoermig ,

Besteht nicht für Buddhisten der Sinn des Lebens etwa darin, die Wurzel des Problems des Leidens—laut Buddhismus das Begehren, die Lust, usw.—zu entfernen?

Wie kommst du auf den Schluss, wenn es einen Sinn gäbe, dass es damit auch vorherbestimmtes Schicksal herrsche, oder gar dass dies deterministisch sei? Oder schließt du anders rum, dass es kein Schicksal gebe, und daher keinen Sinn? Inwiefern ggf. rechtfertigst du das?

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Schicksal und Sinn. Beide haben gemeinsam, dass sie etwas vorherbestimmtes meinen.

Ich glaube nicht an Vorbestimmung.

Den Sinn verleiht man dem Leben selbst - indem man beispielsweise an die Sinnhaftigkeit bestimmter Lehren glaubt.

Ein Mensch kann sich einen religiösen Lebenssinn suchen, einen eher materiell geprägten, oder sozial orientierten Sinn...das steht ihm frei.

Hier habe ich mal unvollständig aufgelistet, was Menschen so als Sinn ihres Lebens auffassen könnten;

https://www.gutefrage.net/frage/wo-kriegen-die-leute-heutzutage-den-sinn-des-leb...

Damit steht jedem frei an ein festgelegtes Schicksal zu glauben, oder an einen festgelegten Sinn - ich mache es jedenfalls nicht.

Antwort
von Andrastor, 60

Schicksal und Vorherbestimmung würden bedeuten dass wir keinen freien Willen hätten, da wir einen solchen jedoch haben, kann es weder Schicksal noch Vorhebestimmung geben.

Ob etwas "sinnvoll" oder "bedeutungsvoll" ist, ist völlig irrelevant. Das Leben und die Natur arbeiten/funktionieren nicht auf Basis von "Sinn" und "Bedeutung", sondern neutral und ohne jegliche Wertigkeit oder Begründung.

Kommentar von TomatenToaster ,

Meine ganz einfach Widerlegung des freien Willens:
Alles was du tust basiert auf vielen Ursachen. Es ist vollkommen unmöglich wider dieser Ursachen zu handeln, also wo ist der freie Wille? Selbst wenn du jetzt sagst, dass du einfach aus Prinzip versuchen könntest, etwas anderes zu tun als die Ursachen es hervorrufen würden nur um zu beweisen, dass es einen freien Willen gibt, sage ich dir, dass auch die Tatsache, dass du beweisen willst, dass es den freien Willen gibt eine dieser Ursachen ist.

Kommentar von Andrastor ,

Meine ganz einfache Widerlegung deiner These:

Selbst wenn die Aktionen nur ein Produkt der Ursachen sind, was gibt dir die Gewissheit dass diese Ursachen nicht von dir selbst hervorgerufen worden sind um genau diese Aktionen in Gang zu setzen?

Du reduzierst dich auf die Aussage jede Aktion sei eine Folge einer Ursache, ohne jedoch in Betracht zu ziehen dass die Ursachen selbst Produkt des freien Willens sein können.

Kommentar von Wrakas ,

Wir haben keinen freien Willen.
Wir bestehen nur aus Materie die Prozessen unterliegt. Dass und wie es passiert, ist genau so sicher wie, dass ein Stein fällt, wenn man ihn los lässt. (Alle Prozesse sind natürlich viel komplizierter.) Der freie Wille ist nur eine Illusion.

Kommentar von Andrastor ,

Wir bestehen nur aus Materie die Prozessen unterliegt

Und wie Tomatentoaster übersiehst du die Möglichkeit dass diese Prozesse steuerbar sein können. Um bei deiner Metapher zu bleiben: Du sagst es ist absolut sicher dass ein Stein fällt, vergisst aber die Umgebungsumstände und die Art des Steins zu berücksichtigen.

Kommentar von TomatenToaster ,

Eben überhaupt nicht, das sind eben alles Umstände die eingeplant sind :P (Bezogen auf den Stein)
"Du reduzierst dich auf die Aussage jede Aktion sei eine Folge einer Ursache, ohne jedoch in Betracht zu ziehen dass die Ursachen selbst Produkt des freien Willens sein können."
Du kannst nicht einfach Ursachen ein und ausblenden. Du hast Erinnerungen, Bedürfnisse, Vorwissen usw.
Du denkst gerade nicht an deine Erinnerungen? Dann hat auch dies einen Grund. Du versuchst deine Bedürfnisse nach hinten zu stellen? Hunger zum Beispiel um abzunehmen? Dann hat auch dies einen Grund, wie zum Beispiel Magersucht, eine momentane Diät, whatever.
Du kannst doch aber selbst aussuchen ob du abnehmen willst? Nah, du wirst wohl deine Gründe haben. Im Falle der Magersucht eine psychische Erkrankung, welche auch Ursachen hat.
Eine Diät aufgrund von Übergewicht? Sozialem Druck? Familie? Bist du verliebt und hast Angst der Person nicht zu gefallen? Wieso hast du diese Angst? Niedriges Selbstwertgefühl? Wieso hast du dieses? Mobbing als du noch jünger warst? Warum wurdest du gemobbt?

Ich könnte ewig weitermachen, aber ich hoffe du verstehst worauf das hinausläuft.

Kommentar von Andrastor ,

Du kannst doch aber selbst aussuchen ob du abnehmen willst?

Natürlich kann man das.

Du machst den Fehler ausschließlich äußerliche Einflüsse (Ursachen) miteinzubeziehen, nicht jedoch innere.

Nämlich Gedanken. Deiner These nach wären alle Gedanken die du als Mensch haben kannst, absolut und unweigerlich vorherbestimmt, inklusive Träumen, Ideen, Erfindungen und Erkenntnissen die man gewinnen kann.

Du machst den Gedanken zu einer logischen Folge der äußerlichen Umstände.

Dabei vergisst du dass ein Gedanke keine Ursache haben muss, dass ein Gedanke für sich selbst entstehen und sich weiterentwickeln kann und zu Folgen führt, die ihrerseits wieder Ursachen sein können.

Kommentar von TomatenToaster ,

Habe ich eben überhaupt nicht, all das was ich gerade beschrieben habe war ein einziger Gedankenstrang der sich in sich selbst entwickeln kann, es ging von Anfang bis Ende nur um die Frage, ob die Person nun etwas essen möchte oder nicht, was anscheinend trotz dem hunger Gefühl nicht der Fall ist.
Denn Ursachen funktionieren nach dem selben Schema egal ob innere oder äußere. Aber trotzdem kannst du nicht behaupten, dass Gedanken ohne äußere Einflüsse existieren. Wenn du von Geburt an taub, stumm und blind bist, keinen Geschmack empfinden und deine Haut nichts fühlen kann, denkst du es entwickeln sich Gedanken in deinem Kopf (allgemeine Bedürfnisse unter Umständen mal außen vor gelassen)?

Und selbst, wenn wir ein weniger extremes Beispiel nehmen, natürlich können Gedanken auch gegenseitige Ursachen voneinander sein. Dies ändert aber nichts an dem von mir genannten Prinzip, da auch die inneren Ursachen immernoch Ursachen sind die nur aufgrund jeweils anderer innerer oder äußerer Ursachen überhaupt existieren.

Kommentar von Andrastor ,

Wenn du von Geburt an taub, stumm und blind bist, keinen Geschmack
empfinden und deine Haut nichts fühlen kann, denkst du es entwickeln
sich Gedanken in deinem Kopf

Natürlich tun sie das, denn Gehirnfunktionen, sprich Gedanken sind nicht ausschließlich von den Informationen der Rezeptoren abhängig.

Nur würden diese Gedanken eine andere Form annehmen als wir sie uns vorstellen können.

da auch die inneren Ursachen immernoch Ursachen sind die nur aufgrund
jeweils anderer innerer oder äußerer Ursachen überhaupt existieren

Ein schönes Beispiel eines Zirkelschlusses.

"Wir haben keinen freien Willen, weil alles die Folge einer Ursache ist"

"Ursachen können weitere Ursachen zur Folge haben"

"Das macht aber keinen Unterschied weil Ursachen ebenfalls nur Ursachen von Ursachen sind und alles eine Folge von Ursachen ist."

Dabei stolperst du jedoch über deine eigenen Füße.

Du hast zwar dahingehend Recht, dass alles eine Ursache hat, keine Wiederrede, aber nur weil alles zu einer Ursache zurückverfolgt werden kann, bedeutet das nicht dass die Folge einer Ursache vorherbestimmt wäre.

Um es ganz simpel zu sagen: Nur weil man herausfinden kann welchen Weg ein Wassertropfen auf einer Fensterscheibe genommen hat, bedeutet das nicht, dass dieser Weg vorherbestimmt gewesen wäre.

Trockne die Scheibe ab und der nächste Wassertropfen wird einen anderen Weg gehen.

Gleiches mit Gedanken und vor allem Handlungen.

Nach deiner Logik dürfte es keine unlogischen Handlungen geben, von welchen die Geschichte jedoch vollgestopft ist.

Kommentar von Wrakas ,

Die Prozesse sind nicht steuerbar! Es sei denn es gibt eine Seele oder sowas, unabhängig vom Körper.

Kommentar von Andrastor ,

Das ist falsch, denn auch du übersiehst die Gedanken als Steuerung der Prozesse und Ursachen (siehe meine Antwort zu Tomatentoasters Beitrag).

Antwort
von Nube4618, 52

Ich denke weder das eine noch andere. Begründung: 

Vorbestimmt: Wäre alles vorbestimmt, hätte das Leben keinen Sinn, wir würden nur einfach das Drehbuch abspulen. Wozu, und wie soll man so etwas Lernen können? Die Natur macht keine sinnlosen Dinge. 

Zufall: Zufall ist das, was einem zu fällt. Was einem überhapt zufallen kann, bestimmt man massgeblich durch das eigene Verhalten. Wenn ich zum Beispiel nie raus gehe, werde ich wohl kaum zufällig jede Woche neue Leute kennenlernen. 

Fazit: Da eigene Denken und handeln bestimmt im Wesentlichen unsere Entwicklung, unser Sein, unseren Erfolg oder Misserfolg. Vorausbestimmung und Zufall mögen zwar auch da sein, sind aber zweitrangig.  

Kommentar von Lilo626 ,

interesante antwort:)

Antwort
von Steffile, 43

Ich glaube an Zufall, und an kein ultimatives Ziel. Das bedeutet allerdimgs nicht, dass es keinen Sinn gibt. Hoert sich jetzt ausgelutscht an. aber der Weg ist der Sinn.

Kommentar von TomatenToaster ,

Schicksal hat überhaupt nichts mit einem "ultimativen Ziel" oder einem "Sinn" zu tun :P

Kommentar von Steffile ,

Ja und? Habe ich Schicksal erwaehnt?

Antwort
von Rosenblad, 55

Aus der Systemtheorie heraus sehe ich drei entitäre (Seins) Entwicklungsfaktoren die zu Ergebnissen in "unendlichen" Ketten von Selbstorganisationsdynamiken federführend sind:

stochastische (zufällige) probalistische (wahrscheinliche - aufgrund bestehender Vorbedingungen und Rückkopplungen) und intentionale (i.B. durch menschliche Intentionshandlungen) Parameter.

Antwort
von TomatenToaster, 48

Ich sage definitiv Schicksal, eine ganz einfache Begründung:
Wenn du einfach jetzt an dieser Stelle eine exakte Kopie unseres gesamten Universums erstellen würdest und dann beide Versionen beobachtest, werden diese nach 100 Jahren (wahrscheinlich) immernoch exakt ähneln. Wieso? Naja, was sollte denn anders sein? Alles was du tust hat eine Ursache, so klein wie diese auch sein mag. Da in der exakten Kopie alle Ursachen gleich bleiben, werden auch alle Folgen gleich bleiben, welche die gleichen neuen Ursachen bringen und so weiter und so fort.

Anderes Beispiel: Du bekommst einen Kuchen vor die Nase gestellt. Isst du ihn? Deine Entscheidung beruht nun auf verschiedensten Ursachen: Hast du hunger? Magst du Kuchen bzw. diese Sorte Kuchen überhaupt? Wäre es unhöflich ihn jetzt nicht zu essen? Hast du an dem Tag schonmal Kuchen gegessen und willst wenigstens ansatzweise auf deine Ernährung achten? Alles mögliche. Diese Ursachen sind auch immer gleich und somit wirst du wohl sowohl hier als auch in unserer "Kopie des Universums" die selbe Entscheidung treffen.

Und wenn du jetzt so denkst: "Aber was ist wenn ich keinen Bock auf Kuchen habe, aber einfach um das Schicksal auszutricksen den Kuchen trotzdem esse?" Dann war es bereits vorher bestimmt, dass du über Schicksal nachgedacht hast und aufgrund dieser Tatsache den Kuchen nicht isst. In beiden Versionen.

Somit ist es meiner Meinung nach vollkommen unmöglich, dass soetwas wie ein freier Wille existiert, ich bin jedoch für Diskussionen offen.

Kommentar von Wrakas ,

Du hast recht, man kann das auch noch andere betrachten...
Ein Beobachter aus der Zukunft "könnte" uns genau sagen was passieren wird. Also ist alles zu jeder Zeit schon passiert und nicht passiert. Das und wie es passiert, steht schon fest, die Frage ist nur wann?!  
Selbst ein zeitparadoxon würde nichts ändern denn noch weiter in der Zukunft, wäre dies auch schon passiert.

Kommentar von MaggieundSue ,

Kennst du jemand der aus der Zukunft kommt? Warum sollte dies dann so sein? Könnte ja auch gut sein, dass man was ändern kann....wir wissen es nicht....

Kommentar von TomatenToaster ,

Siehe die Antwort die ich noch dazu geschrieben habe :P

Kommentar von TomatenToaster ,

Achja, noch weiter dazu: Selbst durch Zeitreise etwas an der Vergangenheit zu ändern oder in die Zukunft zu reisen und uns dann Informationen geben um unsere Zukunft zu ändern, ändert nichts am Schicksal, da auch diese Zeitreisen bereits "eingeplant" sind.

Kommentar von Wrakas ,

Ja so meinte Ich das auch.

Kommentar von Lilo626 ,

echt interessante Theorie! ich finde das super, wie du versuchst beispiele zu finden so wird das Verständnis erleichtert! danke dafür

Antwort
von silberweissgold, 7

 ES GIBT KEINE ZUFÄLLE 

Die 4 Indianische Gesetzte 

Das 1. Gesetz sagt: “Die Person, die Dir begegnet, ist die Richtige”

Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben. Alle Menschen, die uns umgeben und sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

 

Das 2. Gesetz sagt: “Das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte”

Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können. Nicht einmal das unbedeutendste Detail. Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen. Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut perfekt, auch wenn unser Verstand, unser Ego sich widersetzen und es nicht akzeptieren wollen

Das 3. Gesetz sagt: “Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”

Alles beginnt genau im richtigen Moment. Nicht früher und nicht später. Wenn wir dafür bereit sind, dass etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es bereits da, um zu beginnen.

 

Das 4. Gesetzt sagt: “Was zu Ende ist, ist zu Ende”

So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen, beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.

Wir Menschen können von diesem zyklischen Werden und Vergehen lernen, indem wir es annehmen und auf unser eigenes Leben übertragen. Sind wir in einer Phase neue Visionen für unser Leben zu schaffen, ist es sinnvoll diese Phase erst einmal abzuschließen, bevor wir die konkrete Umsetzung planen. Zu so einem Zeitpunkt ist es wenig sinnvoll darüber zu hadern, dass die konkrete, manifeste Umsetzung der Vision noch nicht vollzogen ist.

 

Wenn wir ehrlich zu uns selber sind und in uns hineinhören, wissen wir in welcher Phase wir uns gerade befinden.

 

Antwort
von Suboptimierer, 53

Letztenends macht es keinen Unterschied.

Ob Zufall oder Schicksal, wir kennen die Zukunft nicht.

Antwort
von eleteroj2, 31

also philosophisch gesprochen ist Zufall/Schicksal eine einzige Münze mit Vorder- und Rückseite des existentiellen menschlichen Problems, nämlich Leben und dessen Ereignisse nicht oder nur sehr unzureichend erkennen, steuern und regeln zu können, also das Ausgeliefertsein an unerkennbare Mächte und die mangelhafte Selbstverfügung. Ein tödlicher Autounfall: Schicksal, Zufall? Um solche Ereignissen erträglicher zu gestalten, schreibt man ihnen dann Sinn zu.

Schicksal wäre dann eine Gesetzmässigkeit, der ich nichts entgegenzusetzen habe, und Zufall wäre ein nicht-deterministisches Zusammentreffen zweier Kausalitäten.

In der Informatik ist das übrigens eine höchst schwierige Angelegenheit, zu entscheiden, ob ich zb eine echte Zufallsreihe oder etwa eine Kette von Pseudozufallszahlen vor mir habe. Und im Alltag ist eine solche Entscheidung nahezu unmöglich, und sinnvoll überhaupt nicht.

Kommentar von Maarduck ,

Wie beurteilst du die Zufallszahlen von Excel? Wenn ich z.B. ein Roulettesystem habe, das auf Excel prima funzt, habe ich dann auch in Wirklichkeit gute Chancen?

Kommentar von eleteroj2 ,

das sind durchweg sog. Pseudozufallszahlen, auch die Randomize-Funktionen bei VisualBasic oder der Visualstudio-Entwicklerumgebung für C++ oder C#. Um an wirkliche zu kommen, muss man sehr trickreiche Algorithmen verwenden, zb Spannungsschwankungen als Random-Seed.

Antwort
von Satiharu, 29

Google mal was Zukunft heisst, dann verstehst du was Zufall bedeutet

Ich selbst glaube an selbstbestimmtes Schicksal (:

Antwort
von nowka20, 11

alles hat einen sinn, der über das schicksal vorausbestimmt ist, bis auf die freiheit des einzelnen menschen.

frei ist er darin, wie er sich zu den folgen des schicksals stellt.

Antwort
von TimeosciIlator, 25

Ich glaube an den Zufall und hoffe auch, dass er existiert. Wäre alles schon durch Schicksal vorherbestimmt, dann wäre das Leben nicht so lebenswert. Man könnte sich für etwas die Arme ausreißen und wäre trotzdem letzten Endes Sklave der Vorherbestimmung.

Freiheit ist ein wichtiger Lebensfaktor. Freiheit gibt es nur dann, wenn man nicht an etwas, wie beispielsweise Schicksal, gebunden ist.

CHICAGO - "Free"


Antwort
von CorruptedWorld, 58

Wenn man GANZ tief in die Materie reingeht, könnte man meinen, dass alles seit dem Entstehen des Universums vorbestimmt ist, dass wir alle nur Teilchen sind, die miteinander reagieren :D

Antwort
von MaggieundSue, 35

Weder noch. Die Natur lebt so, wie sie will......

Kommentar von Lilo626 ,

also auch launische natur?

Kommentar von MaggieundSue ,

Genau...Laune der Natur...

Antwort
von kreisfoermig, 16

Da es noch Ferien sind (wenn du Studierender bist) empfehle ich dir dieses Reklamheftchen zu lesen:

»Apologie des Zufälligen« —Odo Marquard.

(Siehe auch fj-witsch-rothmund.de/index.php/hauptmenue/227-apologie-des-zufaelligen für eine Rezension.)

Antwort
von achimhausg, 14

Ich glaube schon an Zufall, denn das ist einfach nur das, was Einem zu fällt. Ich glaube auch an Wunder, da ein Wunder nur das ist, was Einen verwundert, aber ich habe aufgehört mich über diese schicksalshaften Zufälle zu wundern, denn das scheint normal zu sein.

Antwort
von LuckSub, 43

Gibt es einen Sinn darin, was vor 70-80 Jahren in Europa passiert ist? Oder für den IS? Ich glaube eher nicht. 

Ich glaube daran, dass alles rein zufällig passiert.^^

Antwort
von Peter501, 34

Manchmal spielt der Zufall dem Schicksal in die Karten.

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