Frage von Nigge98, 144

Pferd wehrt sich gegen den Zügel/Hand?

Hallo ich wollte fragen welche Erfahrungen Ihr schon gemacht habt? Ich besitze eine Fribi-Stute welche 6 Jahre alt ist. Leider wehrt Sie sich beim reiten gegen den Zügel. In Dehnungshaltung geht Sie problemlos auch arbeitet Sie immer motiviert mit, nur dass uns noch die Anlehnung fehlt.Wir haben schon sehr viel ausprobiert in diesen Jahren doch nichts hilft. Gesundheitlich ist alles top. Zähne, Rücken ets. sogar den Osthio hatten wir. Sie hat immer Freilauf auf der Weide und wird in der Woche 4-6 mal geritten.

Für Eure Tipps wäre ich sehr dankbar.

Antwort
von sukueh, 60

Bei solchen Problemen kann man - wie bereits in den anderen Antworten  festgestellt - aus der Ferne eigentlich überhaupt nicht viel helfen. Zu viele Gründe können die Ursache für das Verhalten des Pferdes sein. Zudem liegt es ja nicht immer nur am Pferd, sondern eben auch am Reiter, wie ein Pferd läuft und wie es sich unter dem Reiter verhält.

Wenn dir die derzeitige Trainerin auch nicht mehr weiterhelfen kann, wirst du meiner Meinung nach um einen Trainerwechsel nicht herumkommen. Es ist wichtig, dass jemand vor Ort dich und das Pferd sieht, um passende Lösungsvorschläge für das Problem zu unterbreiten. Aus der Ferne, ohne etwas zu sehen, geht es nicht.

Mit solchen Versuchen macht man meiner Meinung nach mehr falsch als richtig - denn so verkommt die Lösung des Problem zu einem "Versuch macht Klug"-Projekt und dabei können einige Maßnahmen entweder das Problem eher noch verstärken oder noch ganz anderen Baustellen eröffnen, da das Pferd vollends verwirrt ist.

Wie lange ist deine Fribi-Stute denn schon unter dem Sattel ? Wir haben auch eine und die Ausbildung hat wirklich ziemlich lange gedauert, weil Madame sich auch nicht so bereit gezeigt hat, es mal als "Reitpferd" zu versuchen....

Wir hatten sie wirklich sehr lang in Beritt (unsere Bekannten haben uns vermutlich alle für komplett Gaga gehalten), aber die Geduld hat sich wirklich ausgezahlt. Unser Pferd läuft jetzt wirklich super - auch wenn man natürlich auch immer Bedenken muss, dass es sich um ein Kaltblut handelt, die aufgrund des gesamten Körperbaus einfach manchmal etwas anders zu reiten sind, als z. B. ein Warmblut oder ein Quarter (unser Fribi wird Western geritten).

Kommentar von Nigge98 ,

Sie wird seit 3 Jahren geritten und hatte ein Fohlen wurde aber trotzdem geritten. Ich weiss das sie sehr schnell eingeritten wurde für den Feldtest. Deshalb gaben wir sie noch 1.5 Jahre in die Ausbildung wobei sie auch Fortschritte zeigte (ausser Kopf). Verstärkungen in den Gangarten und Versammlung klappt top auch das Gleichgewicht top. Mit meine Frage wollte ich eig. nicht komplette Lösungen nur Anregungen oder eben Erfahrungen von Anderen die ev. das gleiche durchmachten oder gute Bahnfiguren die das Pferd gut lösen. Ich weiss ja auch das jedes Pferd/Reiter anders ist. Ja die Fribis brauchen wohl länger:)

Kommentar von sukueh ,

Na ja, da das Wehren gegen den Zügel ja auch beispielsweise an einem nicht passenden oder nicht akzeptierten Gebiss oder der Hand des Reiters liegen kann, ist es wirklich schlecht, da aus der Ferne einen Rat zu geben.

Außer, mal einen anderen Trainer zu Rate zu ziehen, fällt mir eigentlich nicht viel dazu ein.... Vielleicht hat der auch Vorschläge in Richtung anderes Gebiss oder so ?

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 82

Ohne das Pferd zu sehen und Dich reiten zu sehen, ist es nicht möglich, da wirklich etwas Fundiertes zu raten. Ursachen kann es eine Menge geben - das falsche Gebiss, die falsche Trensenzäumung, vielleicht mag es auch gar kein Gebiss, vielleicht mangelte es in der Grundausbildung des Pferdes, bielleicht in der des Reiters, vielleicht sitzt der Sattel nicht vernünftig, vielleicht ist der Aufbau des Trainings falsch, vielleicht ist die Hand zu unruhig, zu starr, zu hoch, die Handhabung viel zu breit oder viel zu tief, der Reiter zu schwer, sein Bein zu unruhig........

Mein Rat: Nimm Dir einen richtig guten Trainer - für Dich, für Dein Pferd und lass Dir vor Ort von ihm/ ihr helfen. Denn nur wer tatsächlich sieht und erkennt, kann auch tatsächlich den richtigen Rat geben.

Kommentar von Nigge98 ,

Wir haben eine Trainerin die uns unterstütz, doch leider kann Sie uns langsam auch nicht mehr weiterhelfen da mein Pferd ein Sturrkopf ist ;) Auch haben wir eine Dressurreiterin die echt top reitet sie kriegt das Pferd jedoch auch nur mit (Mühe runter). Der Sattel und alles wurde erst gerade angepasst und mit dem Gebiss ist Sie auch zufrieden, also kaut schön ab etc.

Kommentar von Sallyvita ,

So zufrieden scheint das Pferdchen aber dann doch nicht zu sein.... Manchmal muss man ganz schon viel durchprobieren, bis man den richtigen Weg gefunden hat. 

Was hältst Du denn mal von der Teilnahme an Lehrgängen, die von entsprechend gut beleumdeten Trainern (Richter, erfolgreiche Reiter in deiner Sparte der Reiterei) gehalten werden? Das wäre Deine Chance, Dein Pferd von anderen begutachten zu lassen und auch Deine Hilfengebungen und Dein Reiten. Denn auch wenn man immer das Beste möchte, man macht als Reiter ja dann leider doch immer wieder mal Fehler und versierte Hilfe "von unten" ist da der einzig richtige Weg. Und wenn Deine Trainerin an Ende ihrer Weisheit ist, dann brauchst Du vermutlich einen weiseren Menschen.

Kommentar von Nigge98 ,

Vielen Dank :) Wir haben immer ein Wintertraining besucht Dressur/Stangenarbeit. Leider gibt es bei uns wirklich sehr selten Lehrgänge (komme aus der Schweiz) sonst würde ich schon lange bei einem Teilnehmen.

Kommentar von Sallyvita ,

Ich tippe mal, dass Du trotzdem mal einen alternativen Unterricht versuchen solltest. Du lebst zwar in der Schweiz - aber dann doch wohl nicht am Ende der Welt. Auch aus der Schweiz kommen echt gute Reiter. Für einen guten Lehrgang kann man ruhig mal 100 km fahren. 

Kommentar von Dahika ,

Nimms mir nicht übel, aber da stimmt womöglich vorne und hinten was nicht. Wenn eine Dressurreiterin ,die echt top reitet, das Pferd nur mit Mühe herunterbekommt, besagt das für mich alles. Mehr muss ich eigentlich nicht wissen, denn in mir klingeln alle Alarmglocken. Ich kenne so viele Dressurreiter, die angeblich top sind, die alles andere als eine gute Hand haben. Das Pferd kaut schön ab? Woran machsst du das fest? Ein Pferd soll nicht *kauen*, sondern eher fein lutschen am Gebiss. Das sieht man kaum von außen.

Dann schreibst du:
"Deshalb gaben wir sie noch 1.5 Jahre in die Ausbildung wobei sie auch
Fortschritte zeigte (ausser Kopf). Verstärkungen in den Gangarten und
Versammlung klappt top auch das Gleichgewicht top."

Glaub ich nicht. Ich habe eher den Verdacht, dass da Ausbildungsschritte übersprungen wurden. Das Pferd wehrt sich gegen den Zügel, geht aber problemlos in Dehnungshaltung??? Och komm.... wem willst du das weismachen. Wir reden hier von reeller Dehnungshaltung, die lange vor der Versammlung kommt. Da soll  das Pferd mühelos und vertrauensvoll dem nachgebenden Zügel folgen. Wenn das Pferd sich aber gegen den Zügel wehrt, wie du ja selbst schreibst, kann wird es das sicher nicht tun. Denn vertrauensvoll  und sich wehren sind ja zweierlei Dinge.

Wie gesagt, ich kenne Reitlehrer, denen man beim Reiten nicht zugucken kann. Die sind absolut nicht selten. Von daher würde ich vielleicht mal einen anderen RL suchen. Jemand, der sich die reelle Ausbildung auf die Fahne geschrieben hat. Vielleicht gibt es bei euch jemanden, der Heuschmann etc...nahesteht.
Meiner Meinung nach muss man bei der Stute noch mal 1 Jahr Ausbildung zurückdrehen! Ich fürchte, du bist an eine/n RL geraten, der die Ausbildung schnell, schnell in das Pferd rein"kloppt." Meine eigene RL, die bis S ausbildet, hat jede Menge dieser Pferde. Es sind alles Korrekturpferde.

Kommentar von Nigge98 ,

Ist schade das du alles praktisch nicht glaubst. Aber trotzdem danke für deine Antwort. Das Pferd geht tätsächlich gut in der Dehnungshaltung. Die Reitlehrerin bildet selber gute und junge Pferde aus und ritt auch in der Dressur. Und die Reiterin ist jemd. Der sehr viel von Pferden versteht von treiben odr Beckenarbeit Sie reitet auch mit einer sehr feinen Hand. Da kann auch der beste Reiter nichts dafür wenn das Pferd sich anfängt zu spannen sobal es ums rundgehen geht. Vl. Muss ich mich mit einem Sternengucker anfreunden😊

Kommentar von Dahika ,

dann erkläre mir bitte,wie ein Pferd gut in Dehnungshaltung gehen kann, wenn es kein Vertrauen in die Reiterhand hat? Doch, ein Reiter kann etwas dafür, wenn ein Pferd zum Sternengucker wird. Das ist, wenn keine organische Ursache vorliegt, ein Reiterfehler.
Und was die Reiter angeht.... ich kenne eine Frau, die das Goldene Reitabzeichen hat. Wenn ihr Auto auf dem Parkplatz vorfährt, fängt in der Box ihr Pferd an, mit den Zähnen zu knirschen.

Kommentar von Nigge98 ,

Heii Du kennst dich meiner Meinung nach gut aus mit Pferden etc. denkst du eine Schenkeltrense könnte helfen also einfach für eine weichere Zügelführung?

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 20

Übertreten lassen, abwechselnd in aussen - und innenstellung reiten, übergänge, an den äusseren Zügel heranreiten, Achten reiten...

Aber ich denke auch, wenn sich an dem Pferd schon Fachleute vergeblich versucht haben, Kann man ihm das Reiten in dieser Form wohl nicht recht schmackhaft machen. 

Ich hoffe, deine Fachleute können beurteilen, ob du dem Pferd zumindest etwas Graderichtung angedeihen lassen kannst, damit es sich an dir nicht kaputt trägt. Dann reit damit halt spazieren, oder führe es einem anderen Verwendungszweck zu, siehe Ponyfliege.

Antwort
von FelixFoxx, 72

Das solltest Du einen Trainer vor Ort fragen, denn wir wissen weder, wie Du reitest (z.B. harte Hand, springender Zügel, zu wenig Treiben, etc.) noch kennen wir die Anatomie Deines Pferdes (z.B. dicke Ganaschen).

Kommentar von Nigge98 ,

Wir haben eine Trainerin die uns unterstütz, doch leider kann Sie uns langsam auch nicht mehr weiterhelfen da mein Pferd ein Sturrkopf ist ;) Auch haben wir eine Dressurreiterin die echt top reitet sie kriegt das Pferd jedoch auch nur mit (Mühe runter). Mein Pferd spannt immer die Ganaschen an, der Osthio hat aber gesagt das sei kein Problem den eig. hätte sie grosse Ganaschen Freiheit.

Kommentar von sukueh ,

Aber selbst einen Sturkopf kriegt man mit ausreichender Geduld und Kompetenz hin. Es dauert halt ein bißchen länger :-)

Wie gesagt, ich spreche aus Erfahrung. Die Ausbildung unseres Pferdchens hat ein bißchen länger als 1.5 Jahre gedauert.

Kommentar von ponyfliege ,

das problem liegt vermutlich darin, dass der hauptgedanke ist, das pferd "runter" zu kriegen.

ein versammeltes pferd läuft in AUFRICHTUNG und ist vorn höher als hinten.

Kommentar von Dahika ,

und ein versammeltes Pferd hat lange vorher die vertrauensvolle Anlehnung gelernt!!! Skala der Ausbildung: Anlehnung kommt Jahre vor der Versammlung.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 15

Wenn sie meine wäre, würde ich ihr eine babypause gönnen und dann ganz neu beginnen, und zwar mit Westernreiten,, damit sie in der Haltung gehen kann, der ihr behagt.

(Ich tippe auf Ganaschen, die einfach im weg sind. Natürlich kannst Du dafür ein wenig Physiotherapie machen, aber gegen die natur kommt man nicht wirklich an - falls das das Problem ist)

Kommentar von Nigge98 ,

Ja das Westernreiten ist eine schöne Art für sich. Wir haben es uns auch schon überlegt, dass man es mal versuchen könnte. Wäre ja auch gut für den Rücken da der Sattel sich mehr verteilt als der Dressursattel.

Kommentar von Dahika ,

Pferde sind leider zum Reiten nicht geboren.Und wenn man sie in der haltung laufen lässt, die ihnen behagt, laufen sie mit durchgedrücktem Rücken auf der Vorhand. Man muss Pferden (leider) zeigen, wie sie mit Reiter laufen sollen. Auch Westernpferde dürfen daher nicht die Haltung einnehmen, die ihnen erst mal behagt.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 31

akriv von hinten nach vorne reiten und die hand mal weich machen.

und mal korrektes VA üben.

den vorwärts abwärts geschieht in anlehnung. ein pferd, das mit nahezu auf dem boden schleifenden kopf dahinlatscht, geht NICHT vorwärts-abwärts.

die dressurreiterin mal gegen eine austauschen, die eine ahnung hat, wozu ein reiter kreuz und schenkel benutzt.

und den trainer mal gegen einen austauschen, der vom fach ist.

im endeffekt ist anständiger reitunterricht günstiger als dilettantischer, wo die stunde bloss halb so viel kostet. beim anständigen reitunterricht wird drauf abgezielt, dass man reiten lernt.

das pferd muss vernünftig gymnastiziert und nach dem muskelaufbau von hinten nach vorn geritten werden.

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ist natürlich auch möglich, dass deine stute eins von den pferden ist, die man besser zum gebirgstragtier ausbildet, vor den wagen spannt oder als rückepferd einsetzt.

der durchschnittliche freiberger ist leider kein übermässig gutes reitpferd.

falls dein pferd das eine nicht kann und auch auf die dauer nicht lernt, muss man seine begabungen halt woanders suchen.

Kommentar von Dahika ,

"der durchschnittliche freiberger ist leider kein übermässig gutes reitpferd."

Eine Freundin von mir hat eine sehr durchschnittliche Freibergerstute. Die Stute war eigentlich als Fohlen zur Schlachtung vorgesehen, wurde dann aber gerettet. Das Pferd ist alles,nur kein gutes Dressurpferd. Und zu dick ist es meistens  auch. Das Pferd wird von meiner Freundin zusammen mit meiner RL ausgebildet. Seit gut vier Jahren. Jetzt kratzt das Pferd an der reellen, wohlgemerkt, L-Kandarenreife. Irgendwann wird es M gehen.

Dieses Pferd hat keinerlei Anlehnungsprobleme, aber die hat es auch gelernt, bevor es mit Versammlung geplagt wurde.

Kommentar von Nigge98 ,

Haha ja vielen Dank.

Wir hätten im Sinne mit ihr einmal Springen zu versuchen. Jedoch wäre ja die Grundlage die Dressur wo eig. Ja eben auch gut geht. Wer weis vlt. Enspricht das mit dem Kopf gar nicht ihrem Sinne😊

Antwort
von LyciaKarma, 26

Ich tippe mal schwer darauf, dass dein Pferd nicht möchte.

Die ist 6 und wird fast nur geritten. Wo ist da die Abwechslung, die so ein junges Pferd braucht? 

Was sagt dein Trainer dazu?

Kommentar von Nigge98 ,

Wir arbeiten mit ihr ja nicht 5st am tag sondern 30min-1h power hat sie genug und muskel sowie ausdauer hat sie auch. Sie macht auch motiviert mit. Natürlich hat sie auch abwechslung mit parelli, longieren und ausritten oder freitagen😀

Kommentar von LyciaKarma ,

Darum gehts nicht, sondern darum, dass so ein junges Pferd nicht jeden Tag geritten gehört. 

Wenn du 4-6 Mal die Woche reitest, hat sie 2-0 Tage Alternativprogramm..

Kommentar von Nigge98 ,

Achso nein auch in den 4-6 Tagen hat sie ein anderes Programm nicht nur reiten. Meinte einfach das sie in diesen Tagen bewegt wird oder gefördert wird mit Bodenarbeit etc. Die anderen Tage hat sie frei

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