Wie eng dürfen Ausbinder maximal sein, ohne dem Pferd Schmerzen zu bereiten?

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8 Antworten

Nun könnte man natürlich generell über das für und wider bestimmter Reitweisen diskutieren.

Das ist aber hier nicht wirklich die Frage. Ich will versuchen, sie zu beantworten:

1)nein, Die Reaktion der Reitlehrerin war keinesfalls gerecht. Durch wildes herumscheuchen lernt das Pferd nichts; sie demonstriert lediglich ihre Macht. Was sie damit vielleicht bezwecken kann, ist, das das Pferd willenlos wird wie im man das von früher aus dem Wilden Westen kennt  - barbarisch und auch unserer Zivilisation völlig unwürdig.

2) nein, Ausbinder gehören ( von " FN-reiten" ausgehend) zwar zum longieren u. U. etwas kürzer als beim reiten, aber niemals so kurz, dass das Pferd an oder gar hinter die Senkrechte kommt. Im Idealfall sollte das Pferd sogar zum Longieren mit einer anderen Art Ausbinder ausgestattet werden als beim Reiten. 

3.) und nein, schnelles im Kreis rum scheuchen( der noch dazu so zwischen Reitstunde und Stalltür vermutlich  nicht den vorgeschriebenen Mindestradius von 7m , also 14m Durchmesser entsprach) ist wohl reitweisenübergreifend verpönt, weil das die Gelenke, Bänder und sonst nach was überlastet.

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Hallo, vor vielen Jahren hatte ich auch Klassischen Reitunterricht ich war Jung und habe das nicht groß hinterfragt, auch nicht wenn ein Pferd geschlagen wurde. 

Als meine eigene Tochter anfing zu Reiten sah ich den Umgang mit Pferden schon sehr kritisch. Meine Tochter hat keine klassische Reitausbildung bekommen sondern ist zum Ponyhof gegangen. Da stand Pflege und Gemeinschaft im Vordergrund.

Durch meine Tierschutzarbeit fing ich an mich mit den Auswirkungen unseres Handelns aus das Tier - Pferd zu beschäftigen. Nun sehe ich das die Reitlehrer gar nichts von Pferden verstehen und die Tierquälerei beim Reit, Trab und Springsport eine traurige Tradition hat.

Ich bin froh das du das Verhalten der Reitlehrerin hinterfragst. Auch deine Reitlehrerin ist noch vom alten Schlag. Von Pferden versteht sie nichts.

Mach dich Schlau und hinterfrage die Erziehungsmethoden in der Reiterei! Schau mal bei Peta und im Internet. Frag dich ob du Teil davon sein willst oder ob es nicht eine andere Art von Umgang mit dem Pferd gibt.

Meine Tochter reitet Heute noch aber auf schonende Art und ohne Trense.

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Punkt 1 ausbinder sind immer schlecht und verursachen schmerzen und der Reitschüler lernt mit einem Ausgebunden Hotti rein garnichts. Punkt 2 das was du da beschreibst ist kein Bestrafen sondern ehr sinnloses Traktieren von Tieren. Das Pferd lernt aus dieser Situation rein garnichts. Und wird es das nächste mal genau so machen. Zudem ist Buckeln nicht immer ein Zeichen davon das ein Pferd ungehorsam ist, sondern sehr oft ein Zeichen von unwohlsein oder schmerzen. Wobei wir wieder bei Punkt eins landen....

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Wie schon gesagt wurde, das Pferd weiß nicht warum es bestraft wurde. Wenn, dann sofort und kurz. Die viel zu kurzen Ausbinder (Kopf darf nicht hinter die Gerade = Rollkur) verletzten das Pferd möglicherweise im Maul und verursachen Verspannungen, vorallem wenn sie es (wahrscheinlich in viel zu kleinem Radius) rennen lässt. Ist also kontraproduktiv. Irgendwann stumpft das Tier völlig ab.
Ich weiß die Meinungen gehen da auseinander und ich bin im Allgemeinen dagegen ein Pferd zu bestrafen (ohne sehr viel Erfahrung schafft mans nicht im richtigen Moment und verschreckt das Tier nur sinnlos), aber wenn mans tut, sollte doch ein kleiner Gertenhieb, der das Tier nicht verletzt ausreichen...

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Ich halte nicht viel von ausbindern! Also Ausbinder dürfen maximal bis zur senkrechte eingestellt werden, wenn sie hinter der senkrechte sind schadet das dem Pferd! Und das Verhalten der reitlererin kommt drauf an wie man es sieht. Vilt wollte sie das sich das Pferd aus powert aber es ist auch nicht richtig das Pferd wie wild im Zirkel rumm zuhetzen.

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Ob mit Hilfszügeln oder ohne - das Pferd soll, egal in welcher Kopf-Halshaltung die Nase stets vor der Senkrechten bzw maximal an der Senkrechten haben.

Und nein, die Reaktion der Reiterin war nicht gerechtfertigt. Das Pferd weiß nicht, warum es "gehetzt" wird und verliert dadurch das Vertrauen in den Menschen.

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Hallo, 

traurig... :( Ausbinder haben absolut gar nix am Pferd zu suchen. Ein Pferd hat immer Schmerzen, wenn es nicht korrekt geritten wird (was mit Ausbinder´n nur schwer möglich ist). Longieren mit Ausbindern ist umso zweckloser. 

Hier werden starke Schmerzen der Pferde vertuscht. Die Ursache wird nicht angepackt. 

Also nein die war nicht gerecht. Generell sollte man nie mit Bestrafungen arbeiten. Weder beim Pferd, noch beim Hund noch beim Kind. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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Kommentar von DonkeyDerby
01.03.2016, 12:20

Generell sollte man nie mit Bestrafungen arbeiten. Weder beim Pferd, noch beim Hund noch beim Kind.

Dem kann ich allerdings nicht zustimmen. Nur muss der Zusammenhang klar werden. Einem Hengstfohlen, das einen Menschen beißt, kann mit einer klaren, gezielten Strafe (kurzer, gezielter Schlag auf den Nasenrücken) schon in den ersten Lebenswochen dieses Verhalten dauerhaft abgewöhnt werden. Das erspart viel Leid im späteren Leben.

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Kommentar von Boxerfrau
01.03.2016, 12:41

sorry aber was hat mit dem Hengstfohlen mit dem zu tun was hier beschrieben wurde. das mit dem Fohlen ist auch nicht bestrafen sondern ehr maßregeln. Also man reagiert sofort auf das Fehlverhalten und nicht erst 5 Minuten später. Das Tier begreift den Zusammenhang nicht, wenn es wenn es 5 Minuten später sinnlos im Kreis gejagt wird. Wie auch... Das einzige was damit erreicht wird, ist das Pferd komplett zu versauen.

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Kommentar von Boxerfrau
01.03.2016, 12:46

das würde wohl ehr noch mit einem Kind funktioniern. dem kann man noch erklären warum es jetzt eine Strafe bekommt und das auch noch 5 min später. z.b Es bekommt keinen Eis weil es das oder jenes getan hat. Das Kind weis dann das dass Verhalten falsch war und überlegt sich das nächste mal ob es das wieder tut. bei keinem Tier funktioniert so etwas....

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Es würde mich sehr wundern, wenn das Pferd imstande wäre, einen Zusammenhang zwischen seinem Verhalten in der Reitstunde und der Straflongiererei danach herzustellen.

Ein solches Pferd ist einfach nicht ausreichend ausgebildet, um ein Schulpferd zu sein.

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Kommentar von Sesshomarux33
01.03.2016, 12:43

Ein solches Pferd hat wahrscheinlich nur Schmerzen und sich gewehrt. Es hatte schließlich Ausbinder drin, als ob das nicht schon genug wäre passt die Ausrüstung wahrscheinlich schon lange nicht mehr bzw. war das noch nie der Fall. Selbst ein top ausgebildetes Pferd würde auf Schmerzen entsprechend reagieren.

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