Mischlingshunde sind ja in der Anschaffung um einiges billiger als Rassehunde. Angeblich aber genauso oft krank und genauso intelligent. Was spricht gegen Mischlinge, wenn man keinen Wert darauf legt, einen Hund edler Abstammung Gassi zu führen?

Gar nichts. Gemeinhin wird Mischlingshunden ein ausgeglichener Charakter und eine bessere Gesundheit als bei Rassehunden nachgesagt. http://de.wikipedia.org/wiki/Mischlingshund

es spricht gar nicht dagegen, im Gegenteil. Viele reinrassige Hunde sind eher überzüchtet und damit wesentlich anfälliger bzw. nicht so restistent wie Mischlinge und sind bedingt durch die Mischung häufig auch vom Wesen her verträglicher.
Meine Erfahrung als langjähriger Hundebesitzer und Mitglied in einem Hundeverein.
Bist du im Dackelclub?
Ich muss dem widersprechen. Ich bin Besitzer eines Rüden aus einer guten VDH-Zucht und habe in nun 8 Jahren niemals Probleme mit seiner Gesundheit gehabt. Ich bin Trainerin und sehe auch viele Hunde, dabei gab es weinige aus guten Zuchten, die krank waren oder sind. Wichtig ist immer die Zuchtstätte.
Mikatto am 26. April 2007 11:16 da magst du recht haben, ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten. Grundsätzlich pauschalieren kann man es sicher nicht.
Als Kind hatte ich so eine Promenadenmischung, gesund, intelligent und sehr gut erziehbar, er hatte keine Nachteile. Später hatte ich dann einen Zwergschnautzer ab so dem 8. Jahr wurde er Herzkrank wir waren oft beim Tierarzt mit ihm, aber er hat es doch bis 13 Jahre geschafft. Er war ebenfalls ein unglaublich lieber Kerl. Wenn ich mir wieder einen Hund hole, wahrscheinlich aus dem Tierheim, muss eigentlich nur die Chemie stimmen ob Rasse oder Mix ist mir persönlich egal.

Ich würde mich immer für einen Mischlingshund aus dem Tierheim oder von privat entscheiden. Viele Gründe wurden dafür schon von meinen "Vorrednern" genannt (Gesundheit etc.).
Es gibt aber m.E. noch 2 Punkte, die man bedenken sollte. Zum einen die Tatsache, dass unsere Tierheime sämtlich überfüllt sind und dort sicher für jeden der richtige Hund zu finden ist (auch Rassehunde und Welpen). Ein Züchter sorgt dafür, dass noch mehr Hunde "auf den Markt" kommen und dabei werden oftmals die Hündinnen als "Wurfmaschinen" benutzt und sobald sie dazu in der Lage sind werden sie wieder und wieder gedeckt. (Natürlich gibt es auch andere Züchter aber die sind leider eher die Ausnahme). Ein weiterer Punkt ist, dass auch der Beste Züchter letzendlich damit Geld verdient.
Ein evtl. Nachteil bei einem Mischling ist, dass man nicht unbedingt vorhersagen kann, ob ein Hüte- oder Jagdtrieb oder gar ein Schutztrieb vorhanden oder vielleicht sogar stark ausgeprägt ist. Wobei ich das nur relevant finde, wenn es sehr kleine Kinder im Haus gibt. Wenn man sich z.B. einen Bordercollie aussucht (oft fälschlich als Anfänger- und Familienhund empfohlen), der aus einer Arbeitslinie stammt oder seinen Hütetrieb (der IMMER vorhanden ist) extrem auslebt, kann es tatsächlich passieren, dass kleine Kinder so extrem "gehütet" werden, dass sie an einer Stelle bleiben müssen. Größere Kinder können dementsprechende Reaktionen lernen, bei kleinen Kindern kann es für sie unangenehm sein. Es bedeutet einfach nur, dass ich bei einem Rassehund eher rassespezifische Eigenheiten und Merkmale einschätzen kann.
Aber wie gesagt, ist das eh nur relevant wenn man kleine Kinder hat. Ansonsten ist es bei einem Mischling wie bei einem Kind - alles ist möglich... Allerdings liegt es zum größten Teil an mir als Halter wie sich der Hund tatsächlich verhält und entwickelt.
Morgaine am 26. April 2007 12:23 Folgendes möchte ich noch ergänzen:
So extreme Verhaltensweisen sind bei einer Mischung von Rassen wohl eher nicht wahrscheinlich.
Also noch ein Punkt für Mischlinge ;-)

Allgemein heisst es eigentlich immer,dass Mix-Hunde robuster sind, da sie nicht so überzüchtet sind. Meine Eltern hatte hintereinander 3 reinrassige Rauhhaardackel, die waren viel krank.
Der einzige Nachteil, wenn überhaupt, ist, dass man mit Mischlingshunden nicht züchten kann. Ansonsten sind sie klüger, robuster und bei weitem nicht so krankheitsanfällig wie reinrassige Hunde. Ich selbst hatte bisher 2 Reinrassige und 3 Mischlingshunde.
Rassehunde sind vor einer Verpaarung auf Erbkrankheiten untersucht. Ich weis auf welches Verhalten ich mich einstellen kann um den Hund artgerecht zu halten. Bei den Mischlingen weis ich nie ob sich nicht 2 Hunde mit erblichen Krankheiten verpaart haben. Das Verhalten (z.B. Jagd- oder Hütetrieb) kann ich bei Mixen nicht einschätzen. Wer sich einen Hund kauft, der sollte nicht auf den Preis achten, sondern auf die Gesundheit des Hundes. oft zahlt man im Nachhinein mehr an Tierarztkosten. Reinrassigkeit hat nicht viel mit guter Zucht zu tun, denn es gibt unter den Züchtern auch schwarze Schafe und viele Hunde werden über Händler aus dem Ausland angeboten. Mein Rat: sich mehrere Züchter ansehen und besuchen, zunächst die Rasse auswählen, die auch in die Familie passt.
Ich habe bisher immer nur Mischlinge gehabt und sage: meine Hunde sind immer super, vom Aussehen, vom Charakter und auch sonst. Einen Nachteil haben Mischlinge allerdings wenn mann nur einen Elterteil kennt-man weiß oft nicht wie groß die Tiere werden. Unser Hugo hatte eine kleine Schäferhundmischlingsmutter- er ist aber ein Labbi mit Roti Aussehen geworden und hat auch die Größe (sozusagen Überraschung), aber das spielt keine Rolle. Ich kenne sehr viele "reine" Hunde, aber oft haben die Erbkrankheiten und entsprechen z.T. auch nicht den versprochenen Eigenschaften (z.B.Schäferhunde, Westis).