Frage von talpar62, 69

Kopfschmerzen beim Karten legen?

Hallo
Ich lege seit Jahren Tarot Karten nun hab ich eine Kundin die sehr verzweifelt ist und eine beängstigende Energie hat und immer wenn ich ihr Karten legen bekomme ich sowas von höllische Kopfschmerzen und die Karten ergeben dann auch kein sinn sonst klappt immer alles nur bei ihr nicht aber ich möchte ihr auch halt helfen und nicht sagen wegen dir kriege ich Kopfschmerzen bei dir lege ich nicht sonder wie bei anderen eine Bedeutungsvolle legung legen
Wisst ihr vlt warum

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FlyingCarpet, 54

Ich weiss nicht mit welcher Technik Du legst, spontan würde ich ein anderes Deck nehmen und sie soll die Karten nicht anfassen. Ausserdem sagt sie Dir nicht die Wahrheit!

Kommentar von talpar62 ,

Ich habe 2 verschiedene legungen gelegt bei beiden hatte ich so dolle Kopfschmerzen dannhat sie einzelne Fragen gestellt da hatte ich wieder doll kopfschmerzen
Und sie hat geweint und hatte eine angsthabende Energie

Kommentar von FlyingCarpet ,

Ihr ist etwas wiederfahren, worüber sie nicht sprechen kann/will, entweder in Verbindung mit der Mutter oder der Arbeit. Leg erstmal für Dich selbst mit der Fragestellung nach den Kopfschmerzen.

Dann würde ich es wirklich mit einem anderen Deck versuchen (evtl. das Motherpeace), wenn Du dann nicht klarkommst, solltest Du Ihr zu einem Psychologen raten, falls Du da keine Ausbildung hast. 

Kommentar von MissMarplesGown ,

...solltest Du Ihr zu einem Psychologen raten, falls Du da keine Ausbildung hast.

Ach Du je, @FlyingCarpet, das ist nicht Dein Ernst, oder? Ein studierter Mensch ist in der Lage vernünftiges Deutsch zu schreiben und beherrscht Orthografie und Interpunktion - und kann auch seine Kopfschmerzen in einer Beratungssituation problemlos selbst erklären, anstatt dazu ausgerechnet auf GF irgendwelche psychologischen Laien zu fragen. Eine Psychologin MUSS sich vernünftig und auf den Punkt ausdrücken können, ihr Sprachvermögen ist ihr ARBEITSWERKZEUG.

Sie ist keine Psychologin, noch ist sie in der Lage zu entscheiden, wann jemand einen Psychologen braucht. Sie erkennt ganz offensichtlich keine psychologischen Muster. Auch als Kartenlegerin sollte sie bereits mehr über psychische Hintergründe Bescheid wissen. Bei sich selbst und den Kunden.

Antwort
von MissMarplesGown, 33

Deine Kopfschmerzen sind eine reine Spannungsreaktion auf diese für Dich schwierige Kundin - daran ist nichts "spirituell".

Sie stresst Dich mit dem emotional geladenen Paket von Anspannung und Angst, das sie ausstrahlt. Das hat weder mit dem Deck noch mit Kartenlegen ansich zu tun, es ist eine rein menschlich-emotionale Sache, auf die Du hier  verständlicherweise empfindlich reagierst.

Menschen mit derart aufgestauten Emotionen können auf andere Menschen exakt so wirken und Kopf- und Nackenschmerzen, aber auch Unruhe, Konzentrationsmangel und sogar Aggressionen bei anderen Leuten auslösen. Und in diesem Zustand bringst Du dann auch nichts Brauchbares zustande.

Wenn Du einigermaßen Ahnung von psychologischen Themen und Hintergründen hättest, würdest Du diese Dinge besser "orten" und einsortieren und auch sinnvoll auf ihre innere Spannung und emotionale Stimmung eingehen können - nur Kartenlegen anhand irgendwelcher gläubigen Vorstellungen und Weltbilder reicht nicht für eine gute menschliche Beratung mit Karten. Der Tarot bietet sich förmlich an, sich einmal tiefer nicht nur in spirituelle Dinge, sondern auch in psychologische Themen hinein zu begeben, hier gäbe es eine Menge zu lernen.

Tarot ist weniger esoterisches Trallala als pure Tiefenpsychologie. Mancher Tarot-Kartenleger hat dies noch nicht "bemerkt" und verstanden und geht mit Tarot fälschlicherweise eher als etwas "Magischem" um - oder er hat kein Händchen für Psychologie und erkennt Psychologie selbst beim Kartenlegen mit Tarot nicht, wenn er ihr begegnet.

Wo Psychologie gefragt ist, ist mit rein spirituellen Ansichten nicht gut geholfen, insbesondere dann nicht, wenn es um Ängste geht. Die sollten grundsätzlich so nahe wie möglich an der realen Lebenssituation besprochen werden. Solche Klienten brauchen vor allem eines nicht: Aussagen über Zukünftiges. Sie brauchen im Gegenteil eine Analyse der jetzigen Situation, denn nur das Verstehen der Dinge, die waren und jetzt sind, kann bewirken, dass Angst sich legt und der Boden unter den Füßen fester wird. Sie sollte eine knackige, griffige Lebensberatung erhalten, keinen esoterischen Firlefanz, keine Zukunftsorakelei. Eine solche Beratung geht auch mit Karten, sie müssten nur als das gebraucht werden, wofür sie ursprünglich gedacht waren.

Tarot ist NICHT zur Zukunftsschau gedacht, sondern zur Analyse bestehender innerer und äußerer Situationen im Leben von Menschen. Ihre innere "Situation" fliegt Dir um die Ohren, ihre äußere kennst Du sicher. Eine Analyse über die Karten plus Beratung an der Realität ist aber wesentlich komplizierter als zu orakeln. Was machst Du mit den Karten?

Darf ich fragen, ob ihre Lebenssituation etwas ist, das Du von Deinem Alter und auch von Deinem Erfahrungshintergrund her sachlich "bedienen" kannst?

Bitte entschuldige, wenn ich Dir sage, dass Du hier einer Antwort, die unbrauchbaren esoterischen Firlefanz enthält, den Stern gegeben hast. Als Kartenleger haben wir eine Menge ernsthafte Verantwortung, insbesondere, wenn sich Menschen in nervlichen oder seelischen Ausnahmesituationen an uns wenden. Du hast mit dieser Dame kein Problem, das irgendwie "spirituell" zu lösen wäre, kein anderes Kartendeck oder das Vermeiden der Berührung des Decks sind hier eine vernünftige und erwachsene Lösung. Dein Problem mit der Kundin ist rein psychologisch - bei ihr und auch bei Dir.

Das Problem ist: Du hast nicht gelernt, mit dem Ausduck psychischer Problematik bei Deinem Gegenüber sorgsam umzugehen, solche Dinge richtig einzuordnen und damit verantwortungsvoll und souverän zu händeln - vor Dir selbst und vor der Kundin.

In solchen Situationen psychologisch sinnvoll agieren zu können bedeutet zu allererst auch dies:

- Zwischen eigenen Emotionen und denen des Gegenübers sauber und messerscharf unterscheiden zu können - dies währed des gesamten Kartenlegens und Gesprächs.

- die eigenen Emotionen im Griff zu haben

- eine gesunde emotionale Distanz einnehmen zu können

- die Hintergründe für die emotionalen Ausbrüche der Kundin nach zu vollziehen und letztlich auch

- zu wissen, was zu tun ist und der Kundin wirklich helfen würde. Dies kann keine Zukunftsorakel-Hoffnungspille sein, sondern ein Gespräch dicht an der Lebenssituation der Kundin - mit kompetenten Erklärungen und realistischem Rat.

Sie braucht keine zweifelhafte Beruhigung über Zukunftsaussagen, sondern Hilfe bei der Einnahme anderer und besserer Perspektiven auf die angstauslösende Situation - und dazu konkrete sinnvolle Vorschläge und Anregungen, wie sie in ihrer Situation handeln könnte, um die Dinge zu verändern, Einfluss zu nehmen... oder auch mit Schwierigkeiten, die sich nicht "mal eben" bessern oder beenden lassen, zumindest besser und weniger ängstlich umzugehen.

Kommentar von MissMarplesGown ,

OK, @talpar62... Dein Profil behauptet nicht nur, dass Du "12" Jahre alt bist, sondern vor allem auch, dass Du rückwärts alterst. (Das ist ziemlich spooky, oder?)

Meine Antwort ist daher wohl sozusagen das Ernstzunehmendste an dieser Frage hier.

Das Beispiel in Deiner Frage zeigt trotz wahrscheinlichem Fake sehr gut, was hier und da beim Kartenlegen (ausgelöst durch Kunden wie die oben beschriebene, denn solche gibt es) geschieht - und das ist tatsächlich ein Problem. Insbesondere Kartenleger, die überwiegend "Orakel" bedienen, haben öfters einmal solche "schwierigeren" Kunden, da sie entsprechende Kundschaft anziehen, die das Klischee von Kartenlegen bedient finden will, da dies ihren Vorstellungen von "Macht, Schickal, Glück/Unglück" entspricht - und der Vorstellung, der Mensch sei hier ausgeliefert und habe selbst wenig Einfluss.

Daher, liebe Kartenlege-Interessierte: Solche Fälle kommen vor, sind schwierig zu händeln und es gibt Erklärungen und Antworten dazu.

Antwort
von Trigox1234, 44

Ich denke du verstehst die Wahre bedeutung von Tarot nicht.

Antwort
von konstanze85, 69

Sorry, ich glaube nicht daran.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Ich glaube auch nicht an Tarot - und ich bin Kartenlegerin seit 27 Jahren. Ich habe Tarot verstanden, da gibt es nichts zu "glauben". GLAUBEN ist etwas für diejenigen, die Tarot nicht (ganz) verstanden haben.

Tarot ist kein Zauberwerkzeug, keine Magie, nichts "Wundersames" und "Geheimnisvolles", sondern reine Tiefenpsychologie. Und Psychologie war zuletzt "Magie", als man auch geglaubt hat, dass die Nachbarin auf ihrem Besen zur Walpurgisnacht reitet, wenn niemand hinsieht.

Heute weiß man, "Psychologisches" ist ganz weltliche Geisteswissenschaft - über den ganz normalen und manchmal zeitweise etwas spinnerten Menschen - was ebenfalls normal ist! ;-)

Du musst wissen, dass es auch unter Kartenlegern "Gläubige" und "nicht Gläubige" gibt. Denn zum Kartenlegen gehört absolut nicht, dass man hierbei gläubig sein muss. Das Kartenlegen selbst braucht keinen Glauben, mancher Kartenleger braucht den Glauben. Aus ganz persönlichen Gründen und Entscheidungen heraus - nicht aber deshalb, weil er Karten legt. Er wäre auch ohne Kartenlegen gläubig. Aber mancher Kartenleger wäre womöglich gar nicht "gläubig", wenn ihm einmal jemand ordentlich erklären würde, was Kartenlegen tatsächlich ist und warum man hierzu nicht in Glaubenskonzepte einsteigen muss.

Lass Dich nicht irritieren durch Kartenleger, die von Wesen aus anderen Sphären, von Engeln oder "Akasha-Kroniken" reden - sie vertreten nicht "DEN" Kartenleger schlechthin, denn dies ist absolut nicht allgemeiner "Standard". Sie wissen womöglich nur nicht, wie umfangreich und weit unser Unterbewusstsein funktioniert und wozu es in der Kommunikation mit dem Unterbewusstsein anderer Leute fähig ist. Das Unterbewusstsein ist menschliche Psychologie, nicht "Esoterik".

Kartendecks sind auch kein "heiliges" Ding mit geheimnisvollen Kräften (meine Karten darf jeder berühren und sie sich beliebig ansehen), sondern sie sind bedruckte Pappe. Sie müssen weder "entladen", "gereinigt" oder "geweiht" werden, noch kann jemand anders das Deck einer Kartenlegerin durch Berührung entweihen. Das ist eine persönliche Glaubensvorstellung, an der manche aus rituellen Gründen festhalten möchten, aber es ist kein allgemein geglaubter Fakt. Ich lege seit vielen Jahren gleich gut Karten, egal, ob mit meinen Decks oder mit denen anderer Leute - oder mit nagelneuen aus der Packung.

Das Unterbewusstsein des Kartenlegers bzw. das seines Klienten, wenn der Kartenleger nicht selbst die Karten mischt, sind hier die Ebenen, auf denen die wesentlichen Dinge geschehen. Darum ist die Fragestellerin auch so mächtig mit den emotionalen "Turbulenzen" ihrer Kundin kollidiert. Weil diese durch ihr Unterbewusstsein hindurch gehen wie durch Butter. Hätte sie dies auf ihre bewusste Ebene "geholt", hätte sie es dort kontrollieren können. Dem Unterbewusstsein fehlen kontrollierende "Instanzen", die bewusst und willentlich gesteuert werden könnten. Erfahrene Kartenleger wissen das in der Regel.

Solche "Übertragungen" lassen sich vermeiden, wenn man Erfahrung und Übung damit hat und wenn man diese psychologischen Aspekte zwischen Menschen als das erkennt, was sie sind, anstatt sie lediglich "spirituell" oder sogar "magisch" zu betrachten. Ich hätte jetzt beinahe noch drangehängt: "Ich hoffe, ich konnte helfen." ;-)

Kommentar von konstanze85 ,

Wenn Du Recht hättest, wären die Karten unnötig, dann bräuchte es lediglich ein vier Augen Gespräch in entspannter, aber konzentrierter Atmosphäre.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Inhalte und Themen des Unterbewusstseins spiegeln sich unmittelbar in den Karten wieder.

Das menschliche Bewusstsein u. Unterbewusstsein reagiert und interagiert sehr deutlich und spontan und ohne stärkere Aktivierung störender Abwehrmechanismen auf/über Bilder und Symbolik. Es ist über Bilder viel zugänglicher und offener als über jede bewusste Mensch-zu-Mensch-Kommunikation und Frage, die an den Verstand und das Denken gerichtet wird - dies würde rein über die wachen Denk-, Kontroll- und Wertungsinstanzen des "angeschalteten Kopfes" laufen.

Dies sind keine esoterischen Behauptungen, sondern Erkenntnisse aus der Psychoanalyse, die ebenfalls viel mit Bildern - und daher z.B. auch mit den Träumen von Patienten als unmittelbarer Ausdruck unterbewusster Inhalte arbeitet. Psychoanalytiker verwenden nicht selten auch die Symbolik des Tarot, da dieser entlang der "Ur-Bilder" und Archetypen menschlichen Empfindens Wahrnehmens und Wertens aufgebaut ist und die Symbolik auch umgekehrt funktioniert: Sie triggert emotionale Reaktionen und das Erkennen innerer Zustände und Prozesse, wenn Bildinhalte als etwas erkannt werden, das mit der eigenen empfundenen Realität zu tun hat. Dann kann darüber gesprochen werden - über das Bild, das in verschlüsselter Symbolik den Punkt thematisiert.

Der Umweg über Bilder funktioniert hier wie bei Kindern, die Erlebnisse zu verarbeiten haben - mit ihnen kann man über Bilderbücher, Bilder, Märchen arbeiten: Sie ertragen die Erkenntnis über Erlebtes und innere Zusammenhänge, die Konfrontation mit belastenden Emotionen wesentlich besser, wenn das Thema sich ihnen in einer Bildsprache zeigt, die verschlüsselt bleibt. Sie könnten nicht unmittelbar über sich sprechen, aber Bilder geben ihnen die Möglichkeit, hier über das zu sprechen, was "der Bär in dem Buch" erlebt. Dies gibt dem Kind heilsame und wichtige Erkenntnisse auch auf unterbewussten Ebenen, führt es an Lösungen heran und hilft ihm, eine neue und weniger beängstigende Perspektive zum Thema einzunehmen.

Menschliches Unterbewusstsein bedient sich seit Beginn der Menschheit bereits unterbewusster Bilder, drückt sich über sie aus und besitzt Mechanismen, anhand dieser schwierige Lebensthemen zu verarbeiten und zu kommunizieren. Tarot nutzt diese Wege.

Der unmittelbare Zugang auf "Unterbewusstes" und seine thematischen Hintergründe ist im normalen Gespräch nicht mal eben möglich.

Ich denke, Du hast keine vollständigen Vorstellungen, wie sehr gerade auch Tarot ans "Eingemachte" geht, wenn man es zur Problem-Analyse nutzt. Menschen meinen zu wissen, was ihr Problem ist - können aber zumeist nicht viel mehr als die Symptomatik nennen - und stellen dann fest, dass sie aber keinen Zugfang zu den tieferen Begründungen und Motivationen ihres Unterbewusstseins haben, um z.B. die Ursachen alter Denk- und Reaktionsmuster und Verhaltensstrukturen zu erkennen.

Tarot hilft unbewusste emotionale und Verhaltensmuster heraus zu arbeiten. Diese werden auf Anfrage ("Frau Maier, woran hängt es, was ist da bei Ihnen im Weg, so im tiefsten Innern?") nicht mal eben beantwortet - sonst hätte Frau Meier ja keinen Grund, ausgerechnet eine Kartenlegerin auf ihre Situation schauen zu lassen. Wer lediglich wissen möchte, wann der Job kommt, ob der Ex zurück kommt, ob Glück "vor die Füße fällt" oder das Auto durch den TÜV kommt, rauscht an einer guten und hilfreichen Analyse der Problematik Lichtjahre vorbei.

DAS ist das Klischee über Kartenlegen, wie es viele Kartenleger - aber auch die meisten harten Skeptiker von Kartenlegen - aus Mangel an Verstand, Information über das Prinzip von Kartenlegen und psychologischem Wissen zumeist verstehen.

Das Klischee von Kartenlegen, das sich hartnäckig in unserer Gesellschaft hält, wird von gläubigen Esoterikern genauso wie von Esoterik-Gegnern zugleich aufrecht erhalten und "gefüttert" - als ein angeblich "magischer" Vorgang, der sich in den geheimnisvollen Nebeln von Avalon verbirgt. Und unbedachte oder gläubige Kartenleger bedienen schlichtweg das, was die Gesellschaft vom Kartenlegen erwartet - Kunden erhalten, was sie unter Kartenlegen verstehen - oder finden analytische Kartenleger.

Kartenlegen ist noch keine Hellwahrnehmung, es ist Tiefenpsychologie, hier kommuniziert das eigene Unterbewusstsein auf ganz "unmagisch" psychologischen Wegen. Unterbewusstes ist auf diesem Weg besser zu erreichen als ein herkömmliches Gespräch dies jemals könnte - vor allem nicht innerhalb dieser kurzen Zeit. Für manche Inhalte brauchen Gesprächstherapeuten Wochen, um komplexe Muster soweit ins Bewusstsein zu holen, dass sie erkannt werden, auf den Tisch kommen und betrachtet werden können.

Tarot gibt es nicht erst seit dem Mittelalter, die Ursprünge finden sich in China und Ägypten. Aber erst im 18. Jahrhundert begann es "Mode" zu werden, Tarot für Zukunfts-Orakelei zu missbrauchen. Tarot war dafür nie gedacht, was man auch an der Struktur, dem Aufbau der Symbolik und Bedeutungen erkennen könnte, wenn man sich damit auseinander setzt.

Kommentar von konstanze85 ,

Wie ich schon sagte, ich glaube nicht daran.  Eine Hypnose z.B. oder eine Psychotherapie brächte dieselben -wenn nicht bessere bzw. überhaupt- Erfolge.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Das hier ist keine Missionierung. Ich habe buchstäblich nichts davon, wenn Du etwas "glaubst", es ist wurscht. Ich schrieb Dir im Gegenteil, das ICH ebenfalls nicht an Kartenlegen glaube.

Ich hatte an dieser Stelle erklärt, warum man hier NICHT glauben muss. Ich hatte deutlich psychoanalytische Vorgänge und Prozesse beschrieben. Auch die Psychoanalyse ist eine Form der Psychotherapie, auch viele herkömmliche Psychotherapien verwenden zumindest analytische Ansätze. Somit ist psychologische Arbeit kein Pendant zu analytischem Kartenlegen.

Auch geht es beim Kartenlegen doch gar nicht um die Behandlung psychischer Krankheit von Patienten, sondern:

um Analysen ganz normaler Alltags- und Lebensproblematik eines Menschen, der voll im Leben steht, selbständig und ohne dramatische Altlasten, die das Leben blockieren.

Wenn Frau Meier nicht sicher ist, ob ihre Ehe ihr noch gut (genug) tut oder wenn sie einen für sie als problematisch empfundenen Konflikt mit einer Arbeitskollegin oder ihrer Schwester hat oder sich damit auseinander setzen möchte, wie es um ihre Spiritualität oder um ihr Verhältnis zu ihrem Körper steht (und wo hier "Knackpunkte" für sie sind, an denen sie arbeiten möchte), dann lässt sie sich NICHT auf die 1-jährige Warteliste zu einer ausführlichen Psychotherapie setzen, um diese auf Krankenkassen-Kosten dann 1.5 Jahre lang abzusitzen, sobald sie einen Therapeuten hat... und sie besorgt sich auch keinen Hypnose-Termin, um im Büro den Konflikt mit der Kollegin zu lösen - sondern sie wird viel eher das gesamte Problem einmal von einer Kartenlegerin ansehen lassen, um dabei womöglich von neuen, weiteren und anderen Perspektiven auf die Beteiligten und den Konflikt zu profitieren - und dann allein und selbständig vielleicht zu besseren Lösungen zu kommen, als es ihr ohne diese Hilfe und Anregung gelungen wäre - und diese dann aktiv umzusetzen.

Daher ist dies

Eine Hypnose z.B. oder eine Psychotherapie brächte dieselben -wenn nicht bessere bzw. überhaupt- Erfolge.

für die Katz und am Thema vorbei. Wenn Tiefenpsychologie und psychoanalytische Methoden sogar bereits bei Alltags- und Lebensproblematik der ganz normalen Art zur Verfügung stehen und innerhalb von Tagen erreichbar sind, ist dies nicht schlechter als alles Andere, sondern eine gute Situation und den Versuch allemal wert. Umso mehr, weil es hier NICHT um ernsthafte Krankheitszustände und tiefliegende, emotional verzwickte innere Dauersituationen geht, sondern lediglich um persönliche Bedürfnisse nach Auseinandersetzung und Reflexion an ganz konkreten privaten Themen, die gerade Relevanz haben, da das Leben sie einem vor die Füße wirft.

Innere und äußere Alltags- und Lebenskonflikte werden nicht immer gleich im Rahmen einer Psychotherapie angegangen, sondern in der Regel selbständig und über ganz verschiedene Möglichkeiten der Reflexion gelöst. Kartenlegen KANN hier eine Option sein - alternativ zu Gesprächen mit Freunden, der Mutter, Schwester, dem Partner, dem Lesen von Fachmaterial oder Lebenshilfe-Ratgebern jeder Art, der Suche im Net, Rat durch ein Forum, das das jeweilige Thema kommuniziert, Meditation, Entspannung, Kunst, eine Kur, ein Urlaub zum Luftholen und Nachdenken, Heizungsrippen-Abzählen oder Kopf-in-den-Sand-stecken.

Eines vergessen die "Skeptiker" von Kartenlegen zumeist:

Wer sich die Karten legen lässt, ist nicht unwilliges und unmündiges, verführtes Opfer, sondern tut dies in der Regel sehr gern und auch immer wieder mal. Nicht, weil man keine hilfreichen Alternativen kennen würde, sondern aus einem ganz einfachen Grund:

Viele Menschen LIEBEN die persönliche Auseinandersetzung über Bilder. Sie MÖGEN es einfach, wenn sie ihre eigene Situation in Bildern beschrieben sehen - und sie haben SPASS daran, sich die daran angebotenen Gespräche ab und zu zu gönnen.

Viele Kartenlege-Kunden wenden sich nicht erst an Kartenleger, wenn ihnen der Kittel brennt, sondern auch zwischendurch und "einfach so", um mal "drüber gucken zu lassen".

Weil sich zwischen Kartenlegern und ihren Kunden auch Vertrautheit, Freude und Sympathie entwickelt und das Ganze dann auf der selben Ebene stattfindet wie ein Besuch bei der Friseurin oder der Kosmetikerin. Man vermisst das nette und wohltuende Gespräch, aus dem man immer neue Inspiration und wichtige Impulse für die ganz persönlichen Lebensthemen mitnimmt, man meldet sich mal wieder.

Es ist immer auch ein wenig Seelenhygiene... wie ein schöner Massagetermin mit anschließendem Gespräch über dies und das, eine Auszeit, ein Termin, bei dem es nur um einen selbst geht (Frauen kümmern und sorgen sich ständig um andere Leute) - und es tut gut, mit seinen Sorgen und Freuden erkannt und verstanden worden zu sein, viele Anregungen, Anerkennung, sanfte Kritik, aber auch Zuversicht, rationale Überlegungen, Einwände und andere Perspektiven erhalten zu haben. Analytisches Kartenlegen ist etwas für Aufgeschlossene und Mutige, die den Dingen auf den Grund gehen möchten, nicht für Gläubige, Unsichere und ewige Zweifler.

Kommentar von konstanze85 ,

Ich bitte Dich, meine Meinung einfach zu akzeptieren, dass ich Kartenlegungen für Bauernfängerei halte und mich nicht weiter mit ellenalngen Texten von Deiner Sicht überzeugen zu wollen. Ich lese sie auch nicht mehr durch. Danke

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