Frage von Silberlilie, 145

Können mich meine Eltern zur Konfirmation zwingen?

Ich bin 12 Jahre alt und Evangwlisch. In einem Jahr müsste ich zum konfi Unterricht. Meine Zwillingsschwester will sogar schon dieses Jahr, weil sie dann mir unseren Freundinnen konfirmiert wird.

Ich will mich aber nicht konfirmieren lassen, weil ich

  1. Einfach nicht an Gott glaube

  2. Ich den Unterricht deshalb uninteressant, unnötig etc finden würde

  3. Und das Ganze meiner Meinung nach, für MICH (für andere bestimmt nicht) eine einzige Zeitverschiebung ist.

Ich finde es einfach unnötig, wenn ich nicht an Gott glaube und will auch nicht zu einem komischen Konfi Zeltlager.

Meine Mutter will aber unbedingt, dass ich konfirmiert werde. Wenn ich mich nicht täusche, habe ich aber gelesen, dass man ab 12 Jahren seine eigene Religion wählen darf und somit kann ich ja auch entscheiden, ob ich konfirmiert werden will, oder nicht?

Dürfen mich meine Eltern dennoch dazu zwingen?

Antwort
von Rockige, 43

Ab 14, allerdings kannst du auch mit dem Pastor sprechen der den Konfirmationsunterricht leitet. Sprich mit ihm und sage das du es nicht möchtest. Begründe dies so gut es geht. Das wird mit Sicherheit respektiert.

Denn, was soll man jemanden konfirmieren der dies nicht von Herzen möchte?

Das Patenkind meiner Mutter wollte nie konfirmiert werden und blieb standhaft. Begründete es damit das er eben nicht an Gott und die Kirche an sich glaubt, nicht akzeptieren mag wenn im Namen des Glaubens Kriege geführt werden und Menschen dafür sterben müssen, und er wollte auch darauf verzichten weil er nicht konsumge** ist (so wie manch andere Jugendliche die das nur machen wegen der zu erwartenden Geschenke). Nach einigem hin und her hatte es seine Verwandschaft respektiert.

Kommentar von Silberlilie ,

Vor allem die Argumente waren sehr hilfreich^^

Antwort
von ThomasJNewton, 36

Wenn du in Deutschland wohnst, bist du ab 14 völlig religionsmündig, kannst also frei über deine Religion entscheiden.
Also eintreten, austreten und umtreten.

Ab 12 ist es nicht zulässig, dich zu einer bis daher nicht ausgeübten Religion zu zwingen.

Aber letzlich ist das nicht so wichtig, vermute ich.
Oder muss man bei einer Konfirmation nicht bestätigen, dass man glaubt?
Also aus eigenem Munde oder eigener Teilnahme, und nicht per Brief seiner Erziehungsberechtigten.

Wollen sie dich in der Kirche vor Aller Augen so lange verprügeln, bis du "ja" sagst?
Sag einfach nichts, oder drohe damit. Das sollte reichen.

Da nützt es ihnen gar nichts, wenn sie dich zwingen können, hinzugehen.
Für dich sprechen dürfen sie nicht.

Naja fast, https://de.wikipedia.org/wiki/Konfirmation schreibt:
In einigen Kirchen geschieht das durch das Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses, in anderen wird kein spezifisches Bekenntnis verlangt, sondern die Teilnahme an der öffentlichen Feier gilt als öffentliche Bekräftigung des Glaubens.Da bleibt es dir überlssen, ob du dem Pfaffen sagst, dass du gegen deinen Willen da bist, und/oder ob er möchte, dass du laut schreist:
Ich wurde hier gegen meinen Willen und gegen meinen Glauben hergezwungen.

Du glaubst gar nicht, wie feige Eltern und Pfaffen sein können.

Sie dürfen dich in die Kirche zwingen, aber nicht dazu, an der Konfirmation aktiv mitzuwirken.

Antwort
von Giustolisi, 31

Ich habe es gemacht, obwohl ich nicht an irgendwelche Götter glaube. Es hat sich aber gelohnt, weil es finanziell recht einträglich war. Ohne die Kohle würden das wohl nicht mehr viele machen.

Kommentar von Silberlilie ,

Ich brauche das Geld aber garnicht und will es auch nicht, weil ich da irgendwie immer ein schlechtes Gewissen dabei habe...

Kommentar von Giustolisi ,

Wenn du das Geld nicht brauchst ist das was Anderes. Ein schlechtes Gewissen müsstest du aber nicht haben, denn du könntest es einfach als Lohn für deine Mühen sehen.

Antwort
von DerBuddha, 28

da bei uns die religionsfreiheit besteht, bedeutet es auch, NICHT an einen gott glauben zu müssen und es bedeutet zudem, dass man NIEMANDEN zu einer religiösen handlung zwingen darf............. in deinem fall wäre es ein zwang und du hast die möglichkeit, dich durch entsprechende ämter beraten und sogar vertreten zu lassen, um deine interessen und dein kindswohl durchsetzen zu können................

manche denken und behaupten, dass du durch dein alter zu allem gezwungen bist, was deine eltern wollen, dass ist jedoch falsch, denn es gibt kinder- und jugendschutzgesetze und so ein zwang fällt unter religionsfreiheit UND kindswohlgefährdung.......... beide punkte zusammen rechtfertigen also einen "einspruch" deinerseits, den du jedoch nur durch entsprechende unterstützung und ämter durchsetzen kannst.............. am besten einfach mal beraten lassen...........:)

zitat:

Zur Religionsfreiheit gehört zudem die Freiheit von Religion,
somit die Freiheit eines Menschen, keiner Religion oder keiner
bestimmten Religion angehören zu müssen, beziehungsweise das Recht, nicht an einen Gott zu glauben.

wenn du hilfe brauchst, schau mal hier:

http://www.kinderrechte.de/

Antwort
von anonymos987654, 52

Deine Eltern können dich nicht zur Konfirmation zwingen, sondern das ist im Idealfall deine eigene Entscheidung.

Doch damit du wirklich eine eigene Entscheidung treffen kannst, gibt es ja vorher den Konfi-Unterricht.

Man kann sich ja schließlich nur für oder gegen was entscheiden, das man vorher genauer kennen gelernt hat.

Antwort
von josef050153, 10

Mit 13 dürfen dich deine Eltern dazu zwingen. Allerdings steht es dir frei, dich dort so aufzuführen, dass du rausfliegst. Schwätze mit deinem Nachbarn, telefoniere während des Unterrichts (das ist keine Schule, deshalb darf dir der Pfarrer das Handy nicht wegnehmen), wirf Stinkbomben und sage dem Vortragenden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, dass du das Ganze (ihn eingeschlossen) für Sch**ße hältst und du nur da bist, weil dich deine Eltern dazu zwingen.

Das letzte ist wichtig, da du damit vor jedem Gericht eine haltbare Begründung für dein Verhalten lieferst.

Der Konfiunterricht ist für dich dann schnell zu Ende.

Antwort
von Almalexian, 94

Das geht leider erst mit 14. Trotzdem kannst du deiner Mutter sagen dass du nicht an Gott glaubst und diesen Kram nur unter Zwang mitmachst, desweiteren das ganze rückgängig lassen machst und nur die Konfirmationsgeschenke abräumen wirst. Vielleicht überlegt sie es sich nochmal wie sinnvoll das ist.

Kommentar von Silberlilie ,

Ich wohne in Bayern, auf Wikipedia steht, dass man da sogar erst mit 18 Relifionsmündig ist ):

Kommentar von Almalexian ,

Naja, die Bayern halt...

Kommentar von andreasolar ,

In Bayern und im Saarland wird jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Zustimmung der Eltern zur Nichtteilnahme am Religionsunterricht verlangt. Dort können sich Jugendliche gegen den Willen der Eltern nur durch Kirchenaustritt der Teilnahme am Religionsunterricht entziehen.

Kommentar von Silberlilie ,

trotzdem danke für den tipp^^

Kommentar von Almalexian ,

Gerne, bin ja selbst mal aus dem Verein ausgetreten und jetzt das was die Christen Heide nennen.

Antwort
von GTH2014, 46

Du hast vollkommen recht. Das ganze ist schwachsinnig und macht nur Sinn wenn du es willst.
Es ist egoistisch von den Erzwingern solcher Aktionen wie Taufe, Hochzeit, Kommunion. Die denken nur an Tradition, gesteuert von ihrer dummer und rückständigen Nostalgie und Angst.
Einfach nicht machen. Lass dir nie etwas aufzwingen. Viel Glück.

Kommentar von Silberlilie ,

Gegen die Taufe konnte ich als Knirps ja nicht so viel machen^^ Hiergegen schon. Ich glaube es lieg auch wirklich daran, dass meine mom Katholisch ist und schon so nachgiebig gegenüber unserem Vater war und uns evangelisch taufen lassen. Jetzt will sie nicht nochmal nachgeben...

Kommentar von GTH2014 ,

Natürlich konntest du dich nicht verteidigen oder eine eigene Entscheidung treffen. Du wirst aber vielleicht selbst einmal Kinder haben und andere, möglicherweise deine Verwandten, werden versuchen dich zu einer Taufe des Kindes zu zwingen. Mach auch das nur wenn du es für dein Kind für richtig hältst !

Antwort
von azervo, 19

Die "Konfirmation" ist eine von den viele Sauereien, die religiöse Leute ihren Kindern aufdrängen wollen.

Auf der einen Seite ist das eine Zeremonie, wo Du nachträglich Deine Religionszugehörigkeit "bestätigen" sollst (die man Dir per "Taufe" aufgedrängt hat) (Du "konfirmierst", was bedeutet Du stimmst zu)  und auf der anderen Seite versucht man Dir einzureden, dass Du das machen musst, weil es Deine Eltern wollen.

Mit anderen Worten ... Du wirst gezwungen etwas zu akzeptieren, was Du gar nicht willst. Das nennt man in unseren Gesetzbüchern "Nötigung" und dafür kann jemand eine Gefängnisstrafe bekommen!

Meine Mutter war Pfarrerstochter und hat mir damals geraten mich konfirmieren zu lassen, weil sie meinte, ich könnte sonst später vielleicht nicht heiraten. Ich habe mir dann den Konfirmations-Unterricht angeschaut.

Zuerst habe ich dann festgestellt, dass die "Schäflein", von einem Hilfsvikar und nicht vom Pfarrer, angelernt wurden. Der ungehobelte "Pfarrer" hat sich noch nicht einmal für ein paar Minuten blicken lassen, um die Kinder zu begrüssen.

Dann sollte ich den ganzen Katheschissmuss auswendig lernen. Den habe ich dann gar nicht gekauft (ich habe noch icht einmal einen geklaut, obwohl da einige rumgelegen haben) und auch nichts auswendig gelernt. Jede Woche hat der Vikar dann, die Menge der auswendig zu lernenden Verslein, herabgeschraubt.

Eine Woche vor der Konfirmation erklärte mir der Vikar, wenn ich einen Satz aus dem Katheschissmuss, nicht auswendig kenne und wenn ich keinen Anzug und keine Kravatte anziehe, werde ich nicht konfirmiert, weil ich die "Prüfung" nicht bestanden habe.

Ich habe mir dann noch die Konfirmation angeschaut, in Jeans und ohne Kravatte und ohne auch nur einen Satz auswendig zu lernen.

Da die Religiösen ja immer die Wahrheit sagen ... gehe ich davon aus, dass der Vikar nicht gelogen hat und ich NICHT konfirmiert wurde. Das ist eine echte Win-Win Situation, das hat mir einen Kirchenaustritt erspart.

Ich würde an Deiner Stelle entweder jetzt ganz brutal NEIN sagen ... oder das Ganze "auf später" verschieben, weil Du Dich noch nicht "Reif" genug dafür findest. Dann hofft Deine Mutter auf später ... und wenn Du dann endgültig NEIN sagst, dann bist Du etwas älter und kannst das besser durchsetzen.

Kommentar von Silberlilie ,

Okay, deine Geschichte hat mich gerade sehr motiviert XD Danke auf jeden Fall^^

Antwort
von blutwurst712, 64

die religionsfreiheit ist soweit ich weiß erst ab 14 das habe ich mal in der schule gelesen (also damit du dir deine religion aussuchen kannst sonst entscheiden das deine eltern)

und tut mir sehr leid das du solche eltern hast

Kommentar von Silberlilie ,

Eigentlich ist ws nur meine mom, mein Vater glaub auch nicht an Gott...

Kommentar von blutwurst712 ,

red mal mit deinem vater wenn es nicht anders geht ,sonst rede mit deiner mutter oder geh einfach zu deiner kirche und laber mal mit nem priester

Kommentar von Silberlilie ,

auf Wikipedia habe ich gerade erfahren, dass ich, wenn ich in Bayern lebe sogar erst mit 18 Relifionsmündig bin....):

Kommentar von blutwurst712 ,

ok das ist echt hart ,ich könnte mir auch nicht vorstellen wie es bei mir wäre wenn meine eltern (meine mutter) mich dazu zwingen würde...

tut mir sehr leid ,ich hoffe das du das nicht machen musst und deiner mutter es sich überlegt

Kommentar von Silberlilie ,

Naja, danke auf jeden fall^^

Antwort
von Andrastor, 71

Da du minderjährig und von deinen Eltern abhängig bist, dürfen sie tatsächlich darüber bestimmen ob du konfimiert wirst oder nicht.

Sobald du 18  und/oder nicht mehr von einen Eltern abhängig bist, kannst du deine Religion nach belieben wechseln oder aufgeben und ohne Bekenntnis leben.

Bis dahin kannst du entweder versuchen deine Eltern davon zu überzeugen dass du das nicht möchtest und warum du das nicht möchtest oder du gehst den Konflikten aus dem Weg und machst mit, bis du dann alt genug bist um auszutreten.

Kommentar von Silberlilie ,

Das bezieht sich wie ich gerade erfahren habe auf Bayern und Saarland. Ich wohne in Bayern...):

Kommentar von CTape ,

die antwort ist falsch. man ist glauve ich ab 14 frei seine eigene religion zu wählen. rede mal mit einem lehrer darüber

Kommentar von Andrastor ,

@CTape:

Solange man von den Eltern abhängig ist und in ihrem Haus lebt, haben sie das Recht den Kindern Menschenrechte im Zuge der Erziehung zu entziehen.

Das bezieht sich auch auf die Religionsfreiheit.

Silberlilie bleibt die Konfrontation mit ihren Eltern, bzw. das Durchstehen und Warten bis sie 18 und/oder ausgezogen ist.

Kommentar von azervo ,

@C TApe  das was Du da sagst ist völlig unakzeptabel. Das wiederspricht den Menschenrechten. Demnächst erzählst Du uns dann noch dass "Beschneidungen" und ähnliche religiöse Wahnsinnstaten von den Eltern angeordnet werden dürfen?

Kommentar von Silberlilie ,

Das man kinderleichte entziehen darf, kann doch garnicht sein, oder? Ist das nicht gegen das Gesetz?

Kommentar von Silberlilie ,

*kinderrechte

Kommentar von Andrastor ,

Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit- Hausarrest entzieht dieses

Jeder Mensch hat das Recht auf Besitz- Eltern dürfen Besitztümer ihrer Kinder beschlagnahmen

um nur 2 Beispiele zu nennen.

Solange die Entzüge nicht an Misshandlung grenzen sind die Eltern durchaus berechtigt die Rechte zu entziehen.

Kommentar von Silberlilie ,

Hast recht....

Antwort
von robbenkk, 7

Nein du darfst es nicht entscheiden . Es ist auch Gut so unser glaube braucht nachwuchs ! . Hättest ja früher mal so reden können da währe was los gewesen :D

Antwort
von sunnyhyde, 44

nein, dürfen sie nicht und deine argumente sind doch super...geh einfach nicht zum konfa...(wenns hart auf hart kommt)

Antwort
von GuterKevin7, 56

Ja , du bist 12 dann können sie mit dir machen was sie wollen

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