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Kann ich von der Stadt verlangen einen Baum zurecht zu schneiden, weil er meinen Satelliten-Empfang behindert?

gefragt von Chris1981Chris1981 am 07.06.2007 um 22:00 Uhr

Hi! Ich habe letzen Sommer eine Satelliten-Schüssel am Balkon angebracht. (Durfte und wollte nicht bohren, da Mietwohnung) Die Anlage hat auch super funktioniert. Allerdings ist der Baum, der letztes Jahr noch schräg daneben stand, so weiter gewachsen, dass seine Zweige nun in einem Abstand von etwa 1,5m vor der Schüssel hängen und ich keinen Empfang mehr habe. Der Baum steht auf städtischem Grund. Kann ich von der Stadt verlangen den Baum zurecht zu stutzen, um wieder Empfang zu haben? Evtl. mit Berufung auf die Informationsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 GG, da in dem Haus kein Kabelfernsehen vorhanden ist? Und wenn ja, würde mich das etwas kosten?


Reply


Kai aus  Berlin
beantwortet von Kai aus Berlin am 7. Juni 2007 22:08
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Nein. Dann müßten die Städte ja ganze Wälder abholzen oder auch Gebäude abreißen. Abgesehen davon ist es nicht so überraschend, dass Bäume wachsen.
Gibts bei Euch noch kein kein DVB-T?

Kommentar von 90ad1ea219d459cf1fd7617878114a64smallChris1981 am 7. Juni 2007 22:15

Nein, leider gibt es noch kein DVB-T. Aber das terrestrische Antennenfernsehen ist natürlich trotzdem schon abgeschalten. :-(

Kommentar von 0be3f38dc2e1d93bdb932d581b9a02easmallXy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 7. Juni 2007 22:45

kai aus berlin: es geht nicht um waldabholzung, sondern um einen baumverschnitt. das ist zumutbar für den besitzer eines baumes.

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smallKai aus Berlin am 8. Juni 2007 13:36

@ xyungeloest: Das hab ich schon verstanden. Man muss so ein Problem "global" betrachten. Wo will man eine Grenze ziehen, wenn man für einen Betroffenen irgendwo einen Ast abschneidet? Wenn irgendwo anders der Baumstamm stört oder auch mehrere Bäume, dann ist es nicht nur ein "Baumverschnitt". Ich habe früher selbst professionell Satellitenemfangsanlagen installiert. Mit "irgendwo ein Ästchen abschneiden" ist das nicht getan. So, und wenn noch 5 andere Nachbarn ein ähnliches Problem haben, steht irgendwann nur noch ein kahler Baumstamm. Wenn in einem Fall sowas erlaubt wäre, könnte man es anderen kaum verweigern. Wahrscheinlich hätten wir nur noch Bonsais in der Botanik herumstehen.

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 8. Juni 2007 21:53

Kai hat absolut Recht, genau so eine Antwort geben auch die Stadtoberen auf solche Fragen.


Delot
beantwortet von Delot am 7. Juni 2007 22:12
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Wie wäre es mit freundlich nachfragen, statt verlangen? LG Detlef

Kommentar von Simple_avatar4smallFabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe am 7. Juni 2007 22:16

Prima Idee.


gri1su
beantwortet von gri1su am 7. Juni 2007 22:18
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Die Stadt wird Dir schlicht und einfach etwas husten. Der Baum war vor Deiner Schüssel da, Du hättest damit rechnen müssen und die Schüssel so anbringen sollen, dass der Empfang gewährleistet ist. Wenn die Stadt den Baum tatsächlich stutzen sollte (was ich sehr bezweifle), dann wird sie auch gutes Geld dafür verlangen. Im Übrigen macht der Ton die Musik: Mit "verlangen" wirst Du ganz bestimmt nichts erreichen.


Sabine Maack
beantwortet von Sabine Maack am 7. Juni 2007 22:31
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Kannst Du denn nicht deine Schüssel auf dem Dach angringen lassen ? Oder frage Deinen Vermieter doch mal .


Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^›
beantwortet von Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 7. Juni 2007 22:42
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ich weiß gar nicht wo hier das problem ist.

warum soll die stadt denn nicht den baum etwas abstutzen, wenn bürger dadurch in ihrer informationsfreiheit behindert sind?

jeder gartennachbar hat mit seinem gestrüpp auf den anderen rücksicht zu nehmen, also.

und wenn in dem haus kein kabel liegt, kann ja der mieter nix dafür.

ich würde schon mal bei der gemeinde oder stadt, was auc immer vorstellig werden und das vortragen.

es handelt sich auch nur um einen baumverschnitt, nicht um die fällung eines waldes.





Chris1981
beantwortet von Chris1981 am 7. Juni 2007 22:26
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Ok, ok! Das mit dem Ton und dem freundlichen nachfragen versteht sich ja von selbst! Aber hätte ich gefragt, ob ich bei der Stadt freundlich nachfragen kann, ob sie den Baum zurecht schneidet, hätten alle geantwortet: 'Klar, warum nicht!' ;-)


Mismid
beantwortet von Mismid am 8. Juni 2007 08:32
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Ich denke da müßten viele Bäume gestutzt werden, oder womöglich entfernt werden! An einem einzelnen Ast wirds sicher nicht liegen und einen Baum zu kürzen und damit die Krone zu entfernen ist gar nicht erlaubt - zumindest nicht aus solch einem Grund. Kein Bürger hat irgendeinen Anspruch auf ungestörten Satelittenempfang und schon gar nicht auf dem Balkon. Das kommt halt vor daß es auf einem Balkon keinen Empfang gibt. Das gleiche kann passieren wenn ein Haus gegenübersteht. Es gibt ja aber immer die Möglichkeit eine Satschüssel aufs Dach zu montieren oder Kabelanschluß. Du kannst von deinem Vermieter verlangen, daß er dir eine Möglichkeit bietet Fernsehen zu empfangen. Wenn es mit Satelittenschüssel auf dem Balkon nicht geht, muß er halt Kabel legen lassen oder eine Dachschüssel für die Allgemeinheit installieren.

Kommentar von 90ad1ea219d459cf1fd7617878114a64smallChris1981 am 9. Juni 2007 03:52

Hmm, könntest Du mir bitte vielleicht noch eine Rechtsgrundlage nennen, aus der ich vom Vermieter sowas verlangen könnte? Ich weiß da leider keine! :-(




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