Frage von sugardaddyx1, 236

Ist Buddhismus eine friedliche Religion?

Ständig ging es, wenn man das mal so betrachtet meistens um den Islam, Christentum und den Juden. Noch nie habe ich etwas über Buddhisten gehört, irgendwie sind Buddhisten quasi die Außenseiter, die alles von außen betrachten und eher friedlich sind und ihr eigenes Ding durchziehen (ich hab nur so den Eindruck) .... Ist das wirklich eine friedliche Religion? Gibt es eine Seite wo Buddhismus ausführlich erklärt wird ..? Ach ja noch eine frage, ähneln sich Hinduismus und Buddhismus sehr, was für Unterschiede gibt es da?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 86

Ich selbst bin Buddhist und äußere mich daher auch zum Thema.

Genau wie jede andere Weltreligion hat der Buddhismus seine dunklen Seiten und keineswegs eine strahlend weiße Weste.

Da wäre beispielsweise die Verfolgung und Ermordung der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar, die nicht einmal Bürgerrechte haben.

Der japanische Militarismus des Pazifikkriegs wurde ideologisch und materiell von den buddhistischen Organisationen und Lehrern des Landes unterstützt.

Von wichtigen buddhistischen Lehren sind Alkoholismus, sexueller Missbrauch, finanzielle Ausbeutung und psychische Manipulation bekannt.

Interne Machtkämpfe, etwa im Shugden-Streit innerhalb der tibetischen Gelugpa-Tradition sind im Buddhismus ebenfalls nicht unbekannt.

Es ist also keine Friede-Freude-Eierkuchen-Religion, wie sich manche Menschen das so denken und vielleicht sogar wünschen.

Allerdings sollte man immer prüfen, ob beispielsweise traditionelle Lehren zur Gewalt aufrufen, oder ob es sich um radikale Interpretationen handelt.

Letztlich wird das Leiden ja auch nicht durch die Ideologie, sondern durch den jeweiligen Menschen verursacht, der sich zur Rechtfertigung auf die Religion beruft.

Ich persönlich verurteile die Anwendung von Gewalt - auch durch Buddhisten - und sehe keine Rechtfertigung für Völkermord und Missbrauch.

Antwort
von Lennister, 80

Kommt immer auf die einzelne Richtung bzw. den einzelnen Gläubigen an. Es gibt durchaus auch Terror und Unterdrückung im Namen des Buddhismus- z.B. in Myanmar kommt es regelmäßig zu buddhistischen Pogromen gegen die muslimische Minderheit, die dort allgemein unterdrückt wird.

Aber das Klischee vom Buddhismus als nur friedliche Religion ist definitiv zu einfach. 

Kommentar von Draggyblackdots ,

Das, was in Myanmar passiert, passiert nicht im Namen des Buddhismus. Der Anlaß sind Vergewaltigungen durch muslimische Männer an Mädchen. 
Es herrscht dort panische Angst vor der hohen Geburtenrate der Muslime. Buddhisten sind aufgerufen die Erde zu schützen und momentan aufgrund der Überbevölkerung wenige Kinder zu bekommen. Die Geburtenrate der Buddhisten beträgt weltweit im Durchschnitt 1,6. 

Kommentar von Abahatchi ,

Interessant, wie Du viele Opfer für Taten andere zu Schuldigen machst. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie dies viele Deutsche Christen mit Juden machten. 

Da kann ich nur pfui sagen. 

Antwort
von Jewi14, 106

@Abuazis hat die bereits die richtige Antwort geben. 2015 haben Buddhisten in Mynamar Menschenjagd auf Moslems begannen und es gibt Indizen, dass man von einem Völkermord reden kann.

Antwort
von paranomaly, 68

Beim Hinduismus wird man nach dem Tod als Tier wiedergeboren. Beim Buddhismus gibt es das Karma, was man aussendet bekommt mach auch irgendwann wieder zurück und die normale Lehre der Weidergeburt.

Antwort
von josef050153, 49

In allen Staaten sind die meisten Menschen friedlich, egal welcher Religion sie angehören. Das eigentliche Problem sind nicht die Menschen, sondern Regierung und die staatlichen Ordnungsmächte.

Da bilden buddhistisch dominierte Staaten leider keine Ausnahme. Denk nur einmal daran, was sich in letzter Zeit in Burma abgespielt hat und wie dort die Ermordung Andersdenkender fast schon alltäglich ist.

Antwort
von AbuAziz, 126

Dass Buddhisten eher friedlich seien, wird in Deutschland immer wieder behauptet. Sie sind genauso friedlich wie alle anderen Menschen auch:

http://www.shz.de/deutschland-welt/politik/juristen-verfolgung-der-rohingya-in-m...

Buddhistische Mönche (angeblich friedlich) wettern gegen die Rohingya und lassen den Mobb los.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/fluechtling-rohingya-myanmar-malaysia

Mehr als 80 Prozent der gut 51 Millionen Einwohner Burmas sind Buddhisten. Die überwältigende Mehrheit unterstützt die Diskriminierung gegen die Rohingya. aus: http://www.spiegel.de/politik/ausland/burma-juristen-beklagen-voelkermord-an-roh...

Kommentar von sugardaddyx1 ,

"Spiegel", "Zeit" ... Dein Ernst? Ich weiß das du Moslem bist(kenne dich von meiner anderen seite), und ich weiß auch wie ihr rummeckert wenn solche Zeitungen s.heisse über euch labern. Was ein Doppemoral haha, ach ja du solltest nicht vergessen das die 4 großen Religione von 'Allah' bzw von ein und dem selben Gott kommen (laut dem Quran) also finde ich das gerade echt komisch wie du das hier ganze so darstellst. Man sollte die Religion nach dem Religion und dem Buch an sich  beurteilen, nicht nach dem Menschen die daran glauben (sonst wärt ihr ja alle terroristen, nicht wahr?) 

Kommentar von andreasolar ,

Seit wann ist die Religion eines Menschen relevant, um dir eine korrekte Antwort zu geben? 

Im 20. Jahrhundert annektierte Japan nicht nur Korea, sondern auch Teile Chinas und trat schließlich sogar an der Seite Hitlers in den Zweiten Weltkrieg ein. Rückblickend ist Gijun Sugitaní (einer der führenden Tendai-Buddhisten Japans) überzeugt:

"Was in unserer Geschichte geschehen ist, war entsetzlich. Ich muss leider zugeben, dass viele unserer buddhistischen Geistlichen die Beteiligung Japans am Zweiten Weltkrieg gut geheißen und unterstützt haben. Aber wir wissen heute, dass das ein Fehler war. Wir Buddhisten haben in Japan aufgrund der schmerzhaften Vergangenheit gelernt umzudenken."

http://www.deutschlandfunk.de/buddhismus-frieden-bedeutet-dass-voelker-in-wuerde...

Kommentar von AbuAziz ,

Ich habe mit Absicht diese Blätter ausgewählt. Die kann man ja nicht gerade als Muslimfreundlich benennen. Wenn die aber schon so darüber schreiben, dann kann jeder erkennen wie "freundlich" die Buddhisten dort sind.

Ich hätte natürlich auch muslimische Zeitungen wählen können. Dann hättest du sicher angemerkt, dass die ja Parteiisch wären und grundsätzlich gegen Buddhisten schreiben usw..

Natürlich soll man die Religion nach dem Buche beurteilen. Aber Christen(auch sogenannte "wiedergeborene" Christen) führen Kriege in Ländern, in denen sie nichts zu suchen haben. Zum Beispiel der "wiedergeborene Christ" Georg W. Bush mit seinem "Krieg gegen den Terror". Dieser Krieg hat aber den Terror nicht besiegt, sondern Terror für Millionen Muslime in Afghanistan und dem Irak gebracht.

Kommentar von quopiam ,

Mann, hab ich das über, diese gegenseitige "in-die-Schuhe-Schieberei"... @AbuAziz: Erzähl uns doch grad mal, wie superfriedlich "der Islam" ist und zwar seit den Eroberungen Nordafrikas und Europas. Der IS zeichnet sich ja auch durch sowas von Friedensliebe aus... 

ALLE haben Dreck am Stecken und dagegen hilft Verschleierungstaktik und Beschuldigen rein gar nicht, sondern allein der Griff an die eigene Nase (wie Enzylexikon das vorgeführt hat) und dann selber besser machen. q.

Antwort
von Geraldianer, 68

Während des Krieges war der Buddhismus (wie Shintuismus und Christentum) in Japan Staatsreligion und wurde wie die anderen Religionen auch zur Rechtfertigung der Gewalt genutzt.

Viele Schriften führender buddhistischer Denker aus der Kriegszeit werden heute unter Verschluss gehalten.

Auch bei vielen anderen Konflikten hat sich der Buddhismus als ebenfalls gewalttätig erwiesen.

Antwort
von andreasolar, 81

Zum Vergleich Buddhismus - Hinduismus:

http://www.diedalailamas.ch/buddhismus-vs-hinduismus.php

Antwort
von Elias0604, 73

In ihren Heimatländern benehmen sich buddisten nicht wirklich friedlich und sind auch voll unhygienisch

Kommentar von KyleBroflovski ,

deren Mönche werden trotzdem älter als 100

Kommentar von Elias0604 ,

Liegt daran das dort das meiste bio ist und sie nutzen ihre anhänger aus denn die schencken denen frische sachen usw.

Antwort
von Richard30, 28

Git es überhaubt im Buddhismus ein richtiges konzept von Gut und Böse? Ich weiss, das es Karma gibt, aber ivch glaub es geht da eher um niedere Triebe, die negatives Karma geben. Also Gier z.B ist ein Trieb, wenn man dem nachfolgt, dann sinkt das Karma.

Wenn man jedoch nicht aus niederen Trieben mordet, wie ist es dann? Also in anderen Religionen ist Mord ja direkt verboten, ist das auch im Buddhismus so, dass es sowas wie die 10 Gebote gibt?

Antwort
von Amago, 71

Ist nicht grundsätzlich jede Religion friedlich? Der Islam ist eigentlich auch Friedlich, wenn man die Schriften befolgt.
Nur weil es Islamisten gibt die Terrorakte verüben ist die ganze Religion nicht gewalttätig.
Ist das Christentum denn eine schlechtere Religion, weil es Nazis gibt?

Kommentar von sugardaddyx1 ,

Hab ich das behauptet? Ich persönlich sehe keine Religion als friedlich an, aber jeden Muslim gleich als terrorist zu bezeichnen wäre von mir falsch. Ich respektiere jeden, aber für mich persönlich sind solche Religionen einfach nichts. Allein wie homosexuelle Menschen dargestellt werden regt mich auf. Allein wie einem (im Islam Vor allem) Angst eingejagt wird, wenn man nicht das tut was 'Allah' verlangt regt mich auf. Und allein das ich meine künstlerische Leidenschaft nicht ausleben darf (laut dem Quran) regt mich einfach auf. Ich war mal Muslima, deshalb gehe ich so sehr auf den Islam ein.

Kommentar von Amago ,

Warum stellst du dann so eine Frage?! Wenn du selbst weiß das es keinen Sinn ergibt, dass eine Religion "friedlich" oder "gewalttätig" sein kann?!

Antwort
von Matermace, 105

Theoretisch schon, praktisch war das in Tibet ziemlich pervers bevor die Chinesen da einmarschiert sind.

Antwort
von Otakujeannedark, 78

1. es ist nicht die Religion die Krieg führt. Es sind dumme Menschen die behaupten für ihren Gott Krieg zu führen.
2. beim Buddhismus gibt es eben keinen Gott für den man in den Krieg ziehen könnte.
Ich bin keine Buddhistin aber siweit ich das weiss geht es darum mit der Welt in Frieden und Einklang zu leben.

Antwort
von chrisbyrd, 36

Auch im Buddhismus gibt es Gewalt, z. B. in Buthan: https://www.opendoors.de/verfolgung/news/news_2010/01/250110BT

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