Frage von hallobirne123, 121

Darf ich das mit 14 Jahren alleine kaufen?

Ich möchte mir im MediaMarkt einen neuen Bildschirm kaufen für ca. 150 Euro darf ich das, wenn meine Elter nicht dabei sind (Meine Eltern haben keine Zeit, sie erlauben es mir aber)

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo hallobirne123,

Schau mal bitte hier:
Geld Recht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von imager761, Community-Experte für Recht, 41

Ich möchte mir im MediaMarkt einen neuen Bildschirm kaufen für ca. 150 Euro darf ich das, wenn meine Elter nicht dabei sind

Ja.
Schwebend unwirksame Kaufverträge Minderjährige sind in §§ 106 ff. BGB geregelt:
  "Ein Minderjähriger, der das siebente Lebensjahr vollendet hat, ist (...) in der Geschäftsfähigkeit beschränkt." "Der Minderjährige bedarf zu einer Willenserklärung (...) der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters." "Fordert der andere Teil [MediaMarkt] den Vertreter zur Erklärung über die Genehmigung auf, so kann die Erklärung [...] nur bis zum Ablauf von zwei Wochen nach dem Empfang der Aufforderung erklärtwerden; wird sie nicht erklärt, so gilt sie als verweigert."

Meint: MediaMarkt darf dir den Kauf verweigern, wenn er Widerruf eines schwebend unwirksamen Kaufvertrages eines beschränkt Geschäftsfähigen und damit Rückgabe angegrabbelter Ware auschliessen will. Dass der "mit Mitteln bewirkt ist, die dir dafür oder zur freien Verfügung überlassen wurden", Taschengeldparafraf 110 BGB, darf er bezweifeln.

Aber mit n. § 108 BGB erforderlicher Genehmigung, dem sog. "Muttizettel", idealerweise mit Personalausweiskopie zur Unterschriftsprüfung, worin zu lesen stünde: "Hiermit stimmen ich als Erziehungsberechtigte zu, dass mein Kindes [Name] Kaufvertrag über einen  Bildschirm bis ca. 150 EUR schliesst" kannts du getrost losziehen.

Alles andere hierzu ist ahnunglose Laberei. Nur weil mancher Laden jedem Jugendlichen alles verkauft, sicht rechtsirrig auf den Taschnegeldparagrafen zurückzieht oder Rücknahmen nach elterlicher Nichtigkeitserklärung stillschweigend riskiert, weil er die Ware sowieso einfach ungeprüft dem nächsten ahnungslosen Kunden gebraucht wieder ins Regal stellt, wird es kein Anspruch, gar Gesetz :-)

G imager761

Antwort
von FalkenRing, 66

Normalerweise schon. Wie willst du es aber transportieren denn das wird eine schwere Angelegenheit.Sonst unterliegt ein Fernseher keiner Altersbeschränkung.

Jedoch kann es auch passieren das die Mitarbeiter es dir nicht verkaufen

Antwort
von sr710815, 27

das geht üblicherweise über das hinaus, was man allein vom Taschengeld kaufen darf.

selbst monatelanges Sparen im 3-stelligen Bereich ist immer noch schwebend unwirksam, wenn die Eltern nicht zustimmen.

Es gab von der Verbraucherzentrale mal Vergleiche zu üblichen Taschengeldern eines 14-jährigen.

Antwort
von Markus1804, 34

Es ist interessant zu beobachten mit welcher Selbstsicherheit Laien hier glauben Antworten auf juristische Fragen zu haben. Zunächst einmal hier der § 110 BGB:

>>Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind<<

Für die Wirksamkeit eines Vertrages eines beschränkt geschäftsfähigen müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. die Mittel (das Geld) müssen dem Mj. zur Verfügung stehen. Also z.B. muss er das Geld in Bar in seinem rechtmäßigen Besitz haben, um sich davon Sachen kaufen zu können. Dies ist z.B. bei Handy-Laufzeitverträgen praktisch nie der Fall. Das bedeutet aber umgekehrt auch, dass wenn ein beschränkt Geadhäftsfähiger 1.000 € zur Verfügung hat, er sich damit z.B. ein Fahrrad für 999,- € kaufen dürfte. Es gibt hierbei keine "Maximalbeträge"!!

2. muss das Geld, dass der Mj. von irgendjemandem ja bekommen, für "einen bestimmten Zweck" oder "zur freien Vefügung" überlassen worden sein. Die 1. Alt. bedeutet defacto, dass eine Wirksamkeit letztlich vom Willen der Geldüberlasser abhängt. Die 2. Alt. ist daher die interessantere. Würde dieser Fall vorliegen, dann könnte hiernach der Mj. alles kaufen was er will. Das gilt "in der Regel" auch. Aber die Rechtsprechung macht hier trotzdem Einschränkungen. Denn sie geht von den "üblichen" Dingen aus, die sich ein Mj. so selbst kauft. Ein Fernseher gehört z.B. nicht zu den üblichen Dingen. Zumindest wenn die Eltern - was ja häufiger vorkommt - z.B. strikt dagegen sind, dass ihr Kind einen eigenen Fernseher bekommen soll. In diesem Fall wäre der Kaufvertrag (schwebend) unwirksam. Da ein Verkäufer nicht wissen kann, wie die persönlichen Verhältnisse des Mj. sind wäre es aus seiner Sicht nachvollziehbar, wenn er den Fernseher nicht verkauft. Natürlich bleibt es ihm unbenommen dies doch zu tun, jedoch mit dem Risiko, der potentiellen Unwirksamkeit. 

Anders ausgedrückt: Du kannst es natürlich probieren, Dir nen Fernseher ohne Eltern zu kaufen. Ob er Dir verkauft wird oder nicht, hängt letztlich vom Willen des Verkäufers ab.

Kommentar von imager761 ,

Es ist interessant zu beobachten mit welcher Selbstsicherheit Laien hier glauben Antworten auf juristische Fragen zu haben.

Stimmt, und warum musstest du dann diesen geschwurbelten Unsinn verfassen? Ausgerechnet du hast nicht mal ansatzweise verstanden, was es mit Bewirkung vertragsmäßiger Leistung mit Mitteln, die dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters "zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung (...) überlassen worden sind", auf sich hat :-O

Wenn man deine Ausführungen zu "Verfügung" unter 1. liest. rollen sich einem die Fußnägel auf :-O

Kommentar von Markus1804 ,

Ich weiß ja nicht, was Du glaubst unter § 110 BGB zu verstehen. Aber ich empfehle Dir mal in den einschlägigen juristischen Kommentaren (das sind so dicke Bücher, wo Juristen reingucken, um nachzulesen, ob ihre konkrete Rechtsauffassung mit der abstrakten Regelung des Gesetzes übereinstimmt. Klingt komisch, ist aber so) wie Palandt oder Münchener Kommentar nachzuschauen. Und im Übrigen hilft Lesen auch meistens. Denn ein verständiger Leser hätte aufgrund der gewählten Formulierung verstanden, wie diese zu verstehen ist. (im Deutschen gibts da so verschiedene Modi, um die persönliche Einstellung des Schreibers zu seiner Aussage zu definieren).

Antwort
von Menuett, 47

Ja, darfst Du.

Es bleibt aber dem Verkäufer überlassen, Dir nichts zu verkaufen.

Ist aber eher unwahrscheinlich.

Antwort
von collman1201, 60

Ja, darfst du. Ein Bildschirm unterliegt eigentlich keiner Altersbeschränkung. Von daher eigentlich kein Problem.

Antwort
von dyrico, 44

Bis zum 16 Lebensjahr darfst du keine Produkte kaufen die über 200 Euro kosten. Und da der Bildschirm 150 Euro kostet darfst du ihn auch alleine kaufen

Kommentar von collman1201 ,

"Bis zum 16 Lebensjahr darfst du keine Produkte kaufen die über 200 Euro kosten." Ich habe mir dieses Jahr im Media Markt ein Smartphone für etwas über 400 Euro gekauft und ich bin erst 14 gewesen. Irgendwie ergibt deine Aussage für mich keinen Sinn.

Antwort
von Mikromenzer, 51

Nach dem Taschengeldparagraph sollte das kein Problem sein.

Kommentar von LinkegleichSED ,

erst mal verbietet der keinen kauf und zweitens ist das bei 150€ und einer 14 jährigen schwebend unwirksam

Kommentar von Mikromenzer ,

Taschengeld ist Taschengeld, auch wenn es gespart wurde.

Kommentar von LinkegleichSED ,

nein, eben nicht

Kommentar von Mikromenzer ,

Eben doch. Ende der Diskussion

Kommentar von LinkegleichSED ,

es muss sich in einem vernünftigen rahmen bewegen, wo die zustimmung der eltern wahrscheinlich ist

so 3 monatliche taschengelder ca

es spielt außerdem überhaupt gar keine rolle, weil sie es immer kaufen darf, aber niemand etwas verkaufen muss

Ende der Diskussion

so kannst du mit deiner mutter reden, aber nicht mit mir

Kommentar von imager761 ,

Taschengeld ist Taschengeld, auch wenn es gespart wurde.

Blödsinn. Wer sein Taschengeld hortet, um sich einen Bildschirm kaufen zu können, statt sich davon regelmäßig Kleinigkeiten ohne Bitten kaufen zu können, wofür es aber von den Eltern bereitgestellt wird, bedarf für diese Verwendung der ausdrückliuchen Zustimmung der Erziehungsberechtigten, § 108 BGB. Ebenso über das Geld, was Omi zu Weihnachten schenkte, § 110 BGB.

https://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

Antwort
von Delfinn, 42

Naja das wird schwer :D du kannst es versuchen oder wen anderes erwachsenen gehen ob er mit geht ( Geschwister , Tante , Onkel ) musst es ja auch tranportieren

Antwort
von LinkegleichSED, 37

du darfst fast alles kaufen, was du willst

aber es muss dir auch niemand etwas verkaufen

das kann man nicht sagen, es kommt auf den verkäufer an

wenn deine eltern dem nicht einwilligen, ist es nichtig, das ist stress und geldverlust für den verkäufer

er weiß ja nicht, ob deine eltern es wirklich erlauben

manche machen es, manche nicht, aber ich denke, die meisten machen es

Antwort
von wiki01, 44

Dagegen gibt es kein Gesetz.

Kommentar von imager761 ,

Doch, reichlich: §§ 106 ff., 110 BGB :-)

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