Frage von harmonia77, 208

Ab wann ist die Situation mit einem sog. "Problempferd" aussichtslos? Wie lange kämpfen?

Vom Problempferd zum Traumpferd? Soll man durchhalten? Wie soll man durchhalten?

Vor ca. einem 3/4 Jahr habe ich mir eine Stute bei einem Pferdehändler angesehen. Sie sei aus Ungarn, ist aber schon 1,5 Jahre in D. War vorher angeblich bei einem jungen Mädl & ist aus Ostfriesland (Fazit: lange Fahrt - bis nach Bayern). Aber bei der kaufst was braves, sehr zuverlässig. Was mich ein wenig verunsichert, sie hatte/ hat Narben im Gesicht....

Probereiten: sie war klasse. Kräftige Stute mit mega tollem Trab. Beim Ausritt in das Dorf nervös. Aber das "sei nur weil sie noch nicht lange da is". Beim Putzen und satteln machte sie keinen entspannten Eindruck. Aber das legt sich bestimmt, dachte ich mir.... Eine mega süße Maus! Verliebt & zack, gekauft.

2  Wochen später wurde sie gebracht. Total nass und verschwitzt stand sie im Hänger. Ein ganz anderes Pferd. Mit der anderen Stute gab's anfangs großen Stress. Standen auch getrennt. Konnten Schnuppern & sich begrüßen...

Anfangs ging alles gut. Ausreiten war nach 2 Wochen kein Problem. Doch dann begann es; auf der rechten Hand sprang sie nicht mehr in den Galopp. Wurde immer ruppiger& plötzlich ging nichts mehr. Beim Reiten Bocken & stehen bleiben. Sie hatte keine Lust mehr. Ausreiten?! Keine Chance. Madame dreht um & rennt heim. Keine Chance sie zum Stehen/ Umdrehen zu bekommen... Dann kam das erste Mal der Schmied. Eine pure Katastrophe! "Verkauft den Sch***-Gaul. Die ist lebensgefährlich". klasse!!! Hört man gerne :(

Nach und nach arbeiteten wir uns hoch. Dauerte nicht lange an. Beim Führen stieg sie direkt hinter mir. Sie geht auf den kleinen Hund los, ist männerfeindlich (plötzlich wieder. Meinen Vater hatte sie zwischenzeitlich akzeptiert!)

Hufpflegerin kam & Thema Hufschmied ist auch zum positiven "gedreht". Durch die viele Freiarbeit mit ihr kann ich besser mit ihr zusammenarbeiten. Sie nimmt mich wahr & überrumpelt mich nicht mehr (so oft. Sobald Futter da ist, bin ich wertlos und werde überrant!). Ein weiterer positiver Punkt. Longieren & Reiten (in allen 3 GGA) auf beiden Händen ist wieder möglich.

Doch die Aussetzer bleiben. Manchmal macht es "Klick" & sie dreht vollkommen durch. Rennt auf mich los - so richtig aggressiv. Gerade dann wenn ich ein wenig mehr von ihr verlange. Dann mach ich Freiarbeitt & auf eibmal ist sie wieder da... und achtet auf mich. Der Futterneid ist jedoch immer noch da. Sobald man ihr am morgen das heunetz reinhängt darf man sie 1-3 Minuten nicht anfassen. Sonst droht sie schnappt und beißt zielgerichtet.

Wir haben viel auf und ab hinter uns. Doch die entscheidende Frage ist: denkt ihr Ich bekomme aus diesem dermaßen traumatisierten Pferd irgendwannein zuverlässiges Freizeitpferd?? 

Sie bleibt ruhig beim putzen; lässt sich reiten, geht spazieren & gewinnt langsam an Freude am "Spazieren gehen". I darf sie mittlerweile überall anfassen...

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Denkt ihr Ich hab eine Chance sie zum zuverlässigen freizeitpferd?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 66

Mein erster Gedanke, als ich Deinen Text las, war: "unseriöser Händler mit miesen Methoden." Wie hier schon erwähnt, bedienen sich einige Händler echt mieser Methoden. Da werden tagelang Tränken abgestellt, ein Pferd auch mal eine ganze Nacht in die Führanlage gestellt oder auch mal 2 Stunden lang longiert oder eben unter Beruhigungsmittel gesetzt. 

Der ahnungslose und gutgläubige Kunde verliebt sich dann in das sanfteste und liebste Pferd, das er jemals erlebt hat und kauft voller Euphorie. Die ersten Rumpler werden dann mit Umgewöhnung, Eingewöhnung, Startschwierigkeiten und Fremdeln wegerklärt und schön geredet.

Aber nach und nach zeigt das Pferd dann seine Facetten.

Erfolgsstorys gibt es immer wieder und Reiter, die Unglaubliches mit wirklich krassen Problempferden geschafft haben, aber eine Garantie, dass Du das auch schaffen wirst, die kann Dir keiner geben - egal wie viel Liebe und Geduld Du da auch noch weiter investierst. 

Denn leider gibt es proportional deutlich mehr Reiter, die an schwierigen Pferden gescheitert sind und aufgegeben haben, weil sie mit allem am Ende waren - mit ihrer Geduld, mit ihren Kräften, mit ihrem Können und mit ihrer Gesundheit.

Solange Du aber noch einen Lichtstreif am Horizont siehst, Hoffnung hast und es noch zu verantworten ist, versuche es weiter. Gewisse Fortschritte habt Ihr bereits geschafft und die Option, dass Liebe, Konsequenz, Sachverstand, Haltung und Geduld zu einem guten Ziel führen, ist durchaus möglich.

Aus eigenem Erfahren weiß ich, dass ein Pferd großes Vertrauen fassen kann und zwar mitunter  nicht alle miesen Angewohnheiten ablegt, sich jedoch von einigen Bezugspersonen durchaus gut händeln lässt. 

Nur an der Stelle, an der Du mit Deinen Kräften am Ende bist, keine Hoffnung mehr hast und der Umgang mit dem Pferd zu gefährlich ist, sollte man realistisch und ehrlich sein und unter Umständen einen Endpunkt setzen. Es nützt nichts, wenn man sich selbst belügt und an etwas glauben will, für das es keine Garantie gibt.

Generell bewundere ich Dich für Deine Geduld und Deinen bisherigen Einsatz. Pass aber auf Dich auf und überlege, ob es nicht eine gute Option wäre, professionelle Unterstützung hinzuzuziehen. Jemand von außen beurteilt die Situation vielleicht weniger emotional als man selber, der man mit so viel Herzblut am Pferd hängt.

Kommentar von Sallyvita ,

Herzlichen Dank! Ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du Dich für den für Dich richtigen Weg entscheidest.

Antwort
von beglo1705, 76

Oh ich sage dir, du hast einen Glücksfall wenn man dies überhaupt so titulieren kann...

Mein Traum(a)hengst ist nun seit ca. 5 Jahren bei mir und es wird allem Anschein nach kein Verlasspferd mehr werden. Warum? Weil ich nicht weiß, was mit diesem Tier genau passiert ist. Möchte weder angeben noch große Sprüche reißen, aber dennoch erlaube ich mir zu sagen ich kann reiten und hab ein Händchen für Pferde. Jeder andere hätte diesen Hengst schon lang aufgegeben und kapituliert, bin auch schon hi und da an meine Grenzen gestoßen und dennoch: es muss weiter gehen. Heut würd ich das nicht mehr machen um ehrlich zu sein.

Das mit dem "Klick" kennen wir nur zu gut: Eben noch eine Übung gemacht, die schon 1000Mal erfolgreich und positiv beendet wurde und von jetzt auf gleich wird wegen Nonsens durchgegangen, gestiegen oder gebuckelt.

Das ist der Preis, den man bezahlt für ein Pferd dass man aus Sympathie kauft (Mitleid ist der mieseste Ratgeber überhaupt), damit muss man leben und mit umgehen können, ohne dass man irgend eine Art "des Dankes" in Form von zuverlässiger Reitbarkeit erhält. Erfolg und Dankbarkeit in dem Sinne erhält man in Form von: das Pferd hat dieses Mal gute Arbeit geleistet, man weiß nicht wie und ob das das nächste Mal funktioniert.

Ich würde dir gern eine andere Antwort geben, aber das ist ein schweres Unterfangen, dass du dir da eingehandelt hast und ein berechenbares Ende gibt es definitiv nicht mit Traumapferden....

Kommentar von Bruce15 ,

Also Hallo erstmal, ich weiß ja nicht wie deine Stute vom Charakter her ist aber für mich hört sich das so an als ob bei euch die Rangordnung  nicht geklärt ist. Wenn das der Fall sein sollte solltest du es vielleicht mit Join up probieren. Wenn sie eher nicht so ist würde ich sie ganz klar koriegieren das heißt sie vielleicht einfach ein paar schritte rückwärtsrichten oder warten bis sie ausgesponnen hat also beispielsweise wenn sie beim Ausreiten zurück rennt, rennen lassen warten bis sie fertig gerannt ist und dann weiter reiten. 

Hoffen ich konnte dir helfen 

Viel Erfolg 

Kommentar von beglo1705 ,

Äh, ich hab einen Hengst der hi und da Probleme macht, keine Stute (hab ich auch die ist aber lammfromm) und unsere Rangordnung ist geklärt. Ohne wenn und aber.

Von Join Up halte ich bei bereits domestizierten Pferden gar nix. Das verstört die Pferde mehr, als es nützt und man kann u.U. vieles an Vertrauen kaputt machen, was bei Problempferden sowieso wie ein rohes Ei behandelt werden muss.

Kann´s sein, dass du das versehentlich zu mir rein kommentiert hast?

Antwort
von Isildur, 78

Was heißt aussichtslos. Gelernt ist gelernt, das trifft auf positives, wie auch auf negatives zu, auf Pferd, Hund, Katze oder Mensch.

Ihr Verhalten beinhaltet ja in gewisser Weise Problemlösestrategien, die bis dato immer funktioniert haben, die werden nie ganz gelöscht werden, nur vll. seit ihr irgendwann soweit, dass du sie gut genug kennst und fein genug reagieren kannst, dass sie diese Strategien nicht mehr anwenden muss.

Ich habe mal einen Isi zur Verfügung gestellt bekommen, mit rundherum vernarbten Fesselbeugen und - keine Ahnung wie der Kerl da ran gekommen ist. Wenn der Stress bekam, schoss er los - kopflos und haltlos. Hat man rechtzeitig versucht zu parieren, stand er senkrecht in der Luft. Der lief am Ende brav und artig und wirklich wirklich anständig über Jahre. Bis wir zum ersten Mal einer Wattkutsche begegnet sind, er war aufgeregt wegen dem Watt, plus weiteren Eindrücken und Wummps ins alte Muster zurück. Trotzdem ein tolles Pferdchen, nur würde ich den nie im Leben als zuverlässig beschreiben.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 104

Das kann niemand wissen. Mir der Frage, wann das Pferd so wird, wie Du es Dir wünschst, setzt Du sie und dich unter Druck.

Entweder, du bist bereit, das Pferd auch so zu nehmen, wie es nun mal ist, ohne die Gewissheit , ob sich deine Mühe " lohnt", oder Du gibt's gleich wieder ab. Wirklich vertrauen wirst du so einem Pferd sehr lange nicht können - oder auch nie...?

Es ist halt auch die Frage, wie gefährlich das ganze  realistisch betrachtet für dich ( oder auch weitere Personnen?) ist, und ob du das Pferd so sehr ins Herz geschlossen hast, dass es Dir ein relativ hohes Risiko wert ist. Geduld jedenfalls brauchst du wohl unendlich, darauf mußt Du dich einstellen.

Und wer weiß, ob es nicht auch körperliche Ursachen hat. Hormone, oder etwas im Gehirn...? Wer kann das wissen?

Antwort
von LyciaKarma, 57

Theoretisch möglich - kommt drauf an. 

Kurzfassung: Meiner war 4, als ich ihn gekauft habe, stand bis dahin 4 mal beim Händler und hatte 5 Besitzer, von denen ich weiß. 

Er hat sich weder aufhalftern, führen, anfassen, putzen, Hufe machen lassen, geschweige denn reiten. Wolltest du hingehen, hast du sofort einen Huf vor den Kopf bekommen. 

Er hat alle Pferde, Menschen und Gegenstände zerlegt. Alles, was nicht nachgegeben hat; teilweise hat er auch scheinbar grundlos angegriffen. 

Hat sich losgerissen und nachgetreten.

Nach über 3 Jahren harter Arbeit kann ich mit ihm arbeiten - und nur ich. 

Ich bin der einzige Mensch, den mein Pferd wirklich akzeptiert. Und selbst da hapert es noch manchmal. 

Also ja, es ist möglich. Aber nur, wenn du "Horse sense" hast, ich nenns mal so. Außerdem brauchst du eine gute Portion Erfahrung mit solchen Pferden und/oder einen entsprechenden Trainer. 

Hast du sie denn mal komplett durchchecken lassen? Zähne, Rücken, Beine usw? Geröngt, manuellen Therapeut dran gehabt, Sattler? 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 66

wenn du ihr - wie der händler - regelmässig beruhigungsmittel gibst oder sie dursten lässt... 

dein pferd hat seine ersten drei jahre vermutlich in freiheit verbracht. dann wird eingefangen, eingepfercht, die pferde kriegen sattel und zaumzeug drauf (die, die nicht spuren auch schon mal mit stacheldraht "unterlegt". dann wird sich draufgesetzt und das pferd solange geritten, bis es zusammenbricht. das macht man zwei- dreimal. dann ist es "eingeritten".

ich möchte dir die weitere geschichte ersparen.

einen freizeitpartner nach deinen wünschen machst du aus dem pferd nicht mehr. irgendwann wird immer der "ausraster" kommen.

sollte dem pferd jemals wer über den weg laufen, den es sofort akzeptiert - sieh zu, dass diese person das pferd kauft.

oder du machst eine lebensaufgabe draus. wenn du auf die dauer was erreichen willst bei dem pferd, darfst du NICHTS erwarten.

und im übrigen - es gibt keine problempferde. oder - maximal eins von 10.000 pferden ist ein problempferd - aber das ist dann bereits angeboren. und diese pferde werden meist nicht alt. die sterben aufgrund von weideunfällen und verletzungen.

Kommentar von harmonia77 ,

Vielen Dank für deine Antwort. Leider kenne ich mich zu wenig mit den Umständen in Ungarn aus. Aber deine Geschichte... puuh. Das klingt echt hart. Der Stacheldraht würde allerdings z.b. die Narben im Gesicht erklären.... okai... Vielen Dank! Ich denke das wird meine Lebensaufgabe werden. Zum Händler geben oder Schlachter möchte ich Sie definitiv nicht! Lieber kämpfen wir :) Ja mit der "Definition" hast du rechg. Aber wie würdest du dieses Pferd anders & kurz beschreiben? ;)

Kommentar von ponyfliege ,

traumatisiert.

vermutlich eine zeitbombe.

unser pony hatte auch einen "spaten gefressen". heute weiss ich - das tier war definitiv lebensgefährlich. dadurch habe ich einiges gelernt, was ich sonst nicht gelernt hätte. egal welche situation - ich hab noch nie AUF einem pferd angst gehabt. ich hab noch nie VOR einem pferd angst gehabt - das heisst nicht, dass ich nicht sehr vorsichtig bin, wenn das verhalten oder wesen des pferdes es erfordert.

mein vater war der, bei dem es "klick" gemacht hat. der konnte ALLES mit dem machen - sogar ihn zum hufe auskratzen auf den rücken legen oder ihn an den vorderbeinen hochheben und mit ihm walzer tanzen. aber ich... nee... ich nicht.

aber ich hab ihn soweit gebracht, dass er mich fast akzeptiert hat, nachdem ich mich mit seinen macken einfach abgefunden habe. allerdings - er war tiptop angelernt worden und hat seine böse zeit erst danach erlebt. ich glaube, das macht einen unterschied.

guter erstkontakt ist unersetzbar.

Kommentar von harmonia77 ,

okei... danke dir für deine Worte :)

Antwort
von JolieBijou, 39

Die Frage ist auch, was wäre die Alternative. Ich möchte dir kein schlechtes Gewissen machen, aber du scheinst sie zu mögen und verhältnismäßig gut mit ihr klar zu kommen. Die Frage wäre  a) wer kauft so ein Pferd? Und b) landet sie durch Probleme und häufigen Besitzerwechsel nicht irgendwann beim Schlachter?

Ich finde eigentlich, dass euer Ansatz schon recht gut klingt und ein 3/4 Jahr ist ja auch noch keine Zeit. Ich habe fast 3 Jahre gebraucht um mich mit meinem Problempferd richtig zusammen zuraufen, aber es hat sich gelohnt. Klar ein paar Macken bleiben, aber die hat ja jeder und ich möchte sie nicht mehr missen :)

Antwort
von Livlionsea, 3

Ich denke schon das aus ihr einmal ein gutes Freizeitpferd werden kann. Meine Freundin hat auch so ein Pferd. früher stieg es vor ihr, heute sind 4 Jahre vergangen die sie gekämpft hat! Und es hat sich gelohnt. Sie springt und Galoppiert jetzt mit und ohne sattel, was früher nicht möglich war.

Du schafst das mach weiter. Kämpfe für sie!

Ich würde viel Bodenarbeit machen,

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Lg Liv

Kommentar von harmonia77 ,

Hey :) toll, dass noch eine Antwort kam. Danke dir! Wir kämpfen uns jeden Tag weiter. In den letzten 2 Monaten hat sich einiges getan. Sie lässt sich am Kopf anfassen, ist bei der Dressurarbeit unterm Sattel mit voller Konzentration dabei ( da kann man jetzt echt schon von Dressurarbeit unterm Sattel sorechen*-*) &auch beim ausreiten wirds langsam. Sie dreht mittlerweile nicht mehr um. Jedes mal ein paar Meter weiter... :) Wir sind auf nem guten Weg :) Was bin ich froh!! Rückschläge gab's immer wieder... Aber wir kämpfeb! :)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 76

Wie alt bist du und wie viel Erfahrung hast du in der Ausbildung bzw. Reparatur von Problempferden?

Kommentar von harmonia77 ,

Bin seit 15 Jahren regelmäßig im Umgang mit Pferden. Eine fachmännische Ausbildung habe ich leider nicht. Bin jedoch bereits in den ein oder anderen Genuss mit schwierigeren Pferden gekommen ;)

Kommentar von harmonia77 ,

Klar - ich bin kein Bernd Hackl oder so, aber Erfahrung ist da.

Kommentar von friesennarr ,

Du hast mich nicht verstanden - dein Alter ist wichtig für mich um einschätzen zu können wie du denkst und wie reif du bist.

15 Jahre regelmäßigen Umgang mit Pferden sagt mir nichts, das könnte dich 15 bis 100 Jahre alt sein lassen.

Ich habe auch nicht gefragt ob du fachmännisch in Punkto Pferdeerziehung unterwegs bist, sonder was du am Pferd schon so erzogen hast.

Kommentar von harmonia77 ,

Ich bin 20 :) für mein Alter jedoch schon weiter. Das Alter ist nur eine Zahl :) Ausgebildet von Anfang an habe ich ein Pferd nicht. Nein

Kommentar von friesennarr ,

Nein - das Alter ist nicht nur eine Zahl - sonst sag ich dir auch eine Zahl - ich mach Pferdeausbildung jetzt seit genau 41 Jahren.

Wenn man mal ein normales Jungpferd ausgebildet hat, dann weis man wie es aussehen sollte solange alles seinen gewohnten Weg geht, deshalb frage ich.

Ein Pferd, das eine Macke hat braucht jemanden mit Erfahrung und ganz viel verständnis von der Pferdesprache und sorry aber das habe ich bei noch keinem 20 jährigen Menschen mich eingeschlossen gesehen.

Diese Pferdesprache lernt man erst durch jahrelange Beobachtung von Pferden und die Deutung dessen was man gesehen hat, ganz ohne menschliche Interpretation.

So jetzt kann ich dir einen Rat geben.

Hol dir einen wirklich guten Pferdemenschen zur Seite - lerne von Ihm/Ihr dein Pferd zu lesen, zu wissen was los ist und warum sie wann wie ist.

Du kannst das schaffen, aber nicht alleine und nicht mit Hilfe von anderen Laien. Gruß

Kommentar von harmonia77 ,

Bei dieser Stute jedoch habe ich von vorne angefangen. Freiarbeit, Bodenarbeit, Longieren & langsam wieder ans Reiten gegangen. Kleine Erfolge sind sichtbar.... Der Trend "nach oben" ist auch vorhanden.... Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das jemals aus ihr rausbekomme :(

Kommentar von friesennarr ,

Das bekommst du raus, wenn du dir Hilfe von einem Fachmenschen holst. Es ist leichter, ungefährlicher und günstiger so.

Kommentar von harmonia77 ,

oke. Danke für deine Einschätzung ;)

Kommentar von beglo1705 ,

Dem kann ich nur beipflichten, was Friesennarr geschrieben hat. Es geht nicht alles und man kann nicht alles selbst und allein perfekt machen. Ohne vernünftige und erfahrene Bereiter hat man verloren, als Mensch und als Pferd, weil´s nicht nur eine Richtung/einen Gedankengang gibt.

Vielleicht hätte der nächste Bereiter sich mehr Zeit gelassen und dies oder jenes anders belohnt, vielleicht war man zu langsam und hat den eigenen Erfolg übersehen?

Bin der Meinung, dass es nie verkehrt ist, sich Hilfe oder zumindest eine 2. oder 3. Sicht der Sachlage einzuholen.

Oftmals sind´s auch Kleinigkeiten (z.B. brav beim Putzen stehen bleiben oder beim Schmied, TA usw), die als großer Erfolg zu verbuchen sind.

Oft ist wirklich der Weg das Ziel, die Frage ist dann nur, möchtest du das wenn es ungewiss ausgeht? Nein, mag keiner gern. Darum beziehe ich gerne mehrere Ansichten und Möglichkeiten in mein Handeln ein, um mehrere Optionen (die ggf. zum "Sieg" führen) offen zu lassen.

Kommentar von friesennarr ,

Ich habe mehr den Pferdemenschen gemeint, als den Bereiter - aber in etwa so.

Antwort
von saltedcaramell, 106

Ich hatte selbst ein kleines problempferd. Aber nach einem 3/4 Jahr ausführlichen und vertrautem Training hat sich das geleckt und sie war ein absolutes traumpferd.

Kommentar von harmonia77 ,

Wie bist du im Training vorgegangen? :)

Kommentar von friesennarr ,

War dein Pferd auch so verkorkst - hat dich angestiegen und ist auf dich losgegangen?

Kommentar von saltedcaramell ,

Auf mich losgegangen ist sie nie aber wenn ich gekommen bin hat sie ihre Ohren angelegt und hat gebissen. Am Halfter laufen geschweige Trensen ging garnicht da sie sich sofort losreißen wollte und gebockt hat. Wenn ich sie dennoch auf den Platz bekommen habe ist sie quer durch ihn gelaufen um vor mir wegzurennen damit ich sie nicht mal an die Longe bekomme. An reiten war natürlich nicht zu denken . Wenn ich mit Hilfe von anderen im Sattel saß rannte sie in einem Mordstempo los und bockte mich runter.

Kommentar von friesennarr ,

Und das hast du alleine repariert? Weil ich bring das nicht alleine hin, obwohl ich schon seit rd. 30 Jahren verkorkste Pferde wieder repariere - aber na gut.

Antwort
von Nikita1839, 97

Ich denke, sie hat einfach nur Mal schlechte Erfahrung mit Besitzerwechsel gemacht. Hatte auch so ein Problem Pferd, ging am Ende auch. Aber es braucht eben richtig viel Zeit

Kommentar von harmonia77 ,

Darf ich fragen.. wie lange habt ihr gebraucht? Und wie bist du dorthin gekommen?

Kommentar von Nikita1839 ,

So 1,5 Jahre und ich bin so weit gekommen, das sie nur Sprache zum reagieren brauchte und sie allg. Traum/Verlasspferd war.. Allerdings gabs ein Rückschlag dank der 2. Besitzerin..

Kommentar von harmonia77 ,

okei... hört sich ja gut an! soetwas ermutigt einen :) danke!

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