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3 mal durch die Gesellenprüfung gerauscht. Gibt es die Möglichkeit auf eine Wiederholung?

gefragt von wgabauerwgabauer am 12.03.2009 um 15:23 Uhr

Vielleicht kann mir jemand helfden? In meinem Bekanntenkreis gibt es einen jungen Mann, der eine Ausbildung zum Stahlbetonbauer gemacht hat, aber bei der Gesellenprüfung 3 mal durchgefallen ist. Ihm wurde gesagt, dass es das gewesen wäre. Nun hat er das Problem, dass er arbeitsmäßig keine Chance auf einen Job mit einigermassen gutem Einkommen hat. Der soziale Hintergrund ist nicht gerade positiv, er ist aus einem verwahrlosten Elternhaus mit 7 Jahren zu Pflegeeltern gekommen und dort bis zu seinem 17. LJ geblieben, Dann ging er mehr oder weniger freiwillig zu seiner Mutter (Vater ist früh verstorben) zurück und verbrachte dort 4 Jahre, während er die Ausbildung machte. Die konnte ihn nicht unterstützen und es passierten auch etliche unschöne Dinge. So wurden Leistungen, die ihm versprochen wurden (z.B. "Ich bringe dich jeden Tag zu der Firma!", aber er musste letztendlich mit dem Fahrrad täglich bei jedem Wetter 20 km zum Betrieb fahren. Alles zu schreiben wäre eine Biografie mit etlichen hundert Seiten. Daher nochmal kurz und bündig: Besteht irgendeine Möglichkeit die Prüfung trotz 3-maligem Versagen noch mal zu machen. Ein anderer Beruf, z.B. Koch kommt im Grunde genommen nicht in Frage, weil er sich für was anderes nicht interessiert und da ist das Scheitern schon vorprogrammiert.

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Beruf x 14.596 Ausbildung x 5.390 Gesellenprüfung x 29

miniwo
beantwortet von miniwo am 12. März 2009 15:25
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Nein, nach 3x ist vorbei. Eine rechtlich anerkannte Prüfung von der Kammer gibt es nicht mehr, und da ist es auch egal was er für ein Vorleben hatte.


gartenfee
beantwortet von gartenfee am 13. März 2009 12:15
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ich denke, da hat er aber eine schwere hypothek mit auf den lebensweg bekommen (aus dem elternhaus). ich weiß ja nicht, wie er selbst so drauf ist. jedenfalls scheint er reichlich "negativ programmiert" zu sein. das ist zum einen kein wunder, bei dem hintergrund. aber wichtig wäre es, das ruder irgendwie rumzureißen. so schwierig das ist, aber die kraft dafür muß er letztlich selbst aufbringen. aber ganz allein wird er es auch nicht schaffen, denke ich. also ist unterstützung gut.

persönliche unterstützung wäre das beste. die aber nicht unendlich. man muß sich da auch sinnvoll abgrenzen können. ist aber ein langes thema udn zu umfangreich für hier.

institutionelle unterstützung kann es geben. hier in berlin gibt es sogenannte "kompetenzagenturen". die sind für solche jungen leute wie deinen bekannten "zuständig". wie immer, ist es aber auch abhängig davon, wie engagiert die mitarbeiter dort sind. ich weiß nicht, wo dein bekannter wohnt. schau doch mal im internet unter www.kompetenzagenturen.de nach. blöder hypermoderner name, ich weiß. aber hier laufen viele unterstützungsstrategien zusammen. das ist deren aufgabe. sie arbeiten mit case-management etc. (einzelfallhilfe, wenn man so will) und über einen langen zeitraum.

also kurz und gut. in den kompetenzagenturen (meist in kooperation mit den jugendämtern und anderen) ist es möglich, strategien für deinen kumpel zu entwickeln, wie er sein berufsziel doch noch erreichen kann (beispiel: gespräch mit jugendamt + ihk-prüfungskommission, der den familiären den hintergrund deines kumpels einschließt, überzeugen, daß er motiviert ist, dann intensive lernunterstützung organisiert durch die kompetenzagentur, evtl. psychologische untertützung, weil der prüfungsdruck dann auch sehr großt sein dürfte und zur hebung seines selbstwertgefühls etc.) das alles geht, so weit es im rahmen des möglichen ist.

es ist also nicht alles zu spät für deinen kumpel, so wie es hier steht. vieles ist möglich, man muß es nur ausloten, was noch geht. und nicht vorzeitig aufgeben.

wichtig ist jedoch, daß dein kumpel selbst es irgendwann schafft, wieder lebensenergie aufzubringen, hoffnung zu schöpfen und sich positiv "umzupolen". das ist ganz wichtig. gut, wenn er in dir dann eine unterstützung hat!


anonym
beantwortet von t124terra am 12. März 2009 15:27
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Nach Ausbildungsrecht ist da der Zug abgefahren. Der gute sollte sich mal bei der Handwerkskammer beraten lassen welcher Beruf für ihn das bessere ist. Kann man auch bei der IHK oder bei der Agentur für Arbeit. Die haben alle spezielle Berater


Blackshep
beantwortet von Blackshep am 12. März 2009 15:27
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Aus und vorbei... Eine neue Lehre in einem anderen Beruf wäre die einzige Möglichkeit noch einen Gesellenbrief zu bekommen (Natürlich nur, wenn am Ende die Prüfung bestanden wird)


Knabberstange
beantwortet von Knabberstange am 12. März 2009 15:29
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Krass..3 mal..also ich würde mich schämen.

Kommentar von 6041850e6e0ed1c6b35ebe088b9babe4smallwgabauer am 12. März 2009 15:32

Sag das mal einem jungen Mann mit 21, der auch keinen Hauptschulabschluss hat, dafür mit 12 in eine Förderschule musste, weil er den psychischen Druck der HS nicht ausgehalten hat und ausgeflippt ist. Der ist mometan sowieso "hypermotiviert!" :-(

Kommentar von 59fa89a9660bcc3e85e001e71b30f611smallKnabberstange am 12. März 2009 15:39

hmm..ja also das tut mir sehr leid...dennoch nicht aufgeben neue ausbildung machen um zu zeigen das er es doch kann.


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