Verschmutzt die BioCompany mit ihren Papiertüten die Umwelt stärker, als es mit Plastiktüten der Fall wäre?

Die Bio-Supermarktkette "BioCompany" zeigt sich mit ihrem Bann für Plastiktüten ökologisch. Ich habe mir die Sache genauer angeschaut und komme persönlich leider zu ganz anderen Ergebnissen.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verbraucht die Herstellung von Papiertüten enorme Energie, Rohstoffe und auch Chemikalien. Für eine Tüte aus Papier werden drei Liter Wasser verbraucht. Das liegt vor allem daran, dass Papiertüten viel dicker sein müssen als Plastiktüten, um dieselbe Reißfestigkeit zu haben – dementsprechend wird auch viel mehr Material verbraucht. Eine Papiertüte ist im Schnitt nämlich immer doppelt so schwer wie eine Plastiktüte derselben Größe. Zusätzlich müssen, damit besonders reißfeste lange Zellstofffasern hergestellt werden können, viele Chemikalien eingesetzt werden: Natronlauge, Sulfite und Sulfate. Das führt ebenfalls zu negativen Umweltauswirkungen und deshalb muss man in der Gesamtbilanz sagen, dass die Papiertüten einfach schlechter sind wie die Plastiktüten.

Die BioCompany hat nun also die extrem dünnen Plastik-Tüten, die für Obst und Gemüse gebraucht werden, abgeschafft und stattdessen auf ressourcenintensivere Papiertüten umgesattelt. Da kommt man sich als Verbraucher schon verarscht vor. Aber sieht halt ökologischer aus, so eine Papiertüte.

Was mein Ihr dazu?

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