Die Gebote und Verbote richten sich häufig nach der Kaste, in welcher sich jemand befindet.

Hier ein paar kastenübergreifende Gebote der Vaishnavas (Verehrer Vishnus):

Verbote:

  1. Keine Rauschmittel zu sich nehmen
  2. Kein Fleisch, Fisch, keine Eier
  3. Keine außerhelichen sexuellen Beziehungen
  4. Kein Glückspiel

Gebote:

  1. Wahrhaftigkeite
  2. Sauberkeit
  3. Genügsamkeit
  4. Barmherzigkeit

Durch das Befolgen dieser religiösen Regeln soll der Mensch von materiellen Anhaftungen in Gestalt von Lust, Gier und Zorn gereinigt werden. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, die ursprünglich allen Lebewesen innewohnende Göttlichkeit zu verwirklichen.

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Natürlich gibt es auch heute noch Karma. Das ist ein ewiges Naturgesetz wie die Erdanziehungskraft, die bewirkt, dass alles, was man nach oben wirft, wieder auf die Erde zurückfällt. Unsere guten, hilfreichen Taten haben ihre Auswirkungen ebenso wie unsere eigennützigen und für andere Menschen oder die Umwelt schädlichen Taten. Die Auswirkungen kommen im Laufe der Zeit irgendwann auf uns zurück. Wann wir welche Reaktion bekommen, können wir aber nicht absehen, genauso wenig wie wir bestimmen können, wer uns wann einen Blumenstrauß schenkt.

Viele vergessen, dass sich das Karmagesetz sogar über viele Leben hin auswirkt, d.h. wenn jemand jetzt nett zu dir ist, den du gar nicht kennst, kann es sein, dass das die Auswirkung einer guten Tat aus dem vorherigen Leben ist.

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Gewöhnlich werden alle Menschen je nach ihren verdienstvollen oder nicht verdienstvollen Taten wiedergeboren. Wer sehr eigennützig gelebt hat, wird im nächsten Leben weniger Glück haben, wer sich um seine Mitmenschen und die Schöpfung bemüht hat, darf ein vorteilhaftes Leben erwarten.

Das höchste Ziel der hinduistischen Traditionen ist jedoch, "moksha" oder "Erlösung, Befreiung" vom Kreislauf der Geburten und Tode zu erlangen. Hierzu ist man auf die verschiedenen Yoga-Pfade unter der Leitung eines spirituellen Meisters angewiesen. Je nachdem, welchen Yoga-Pfad man beschreitet, geht man nach dem Tode in die unpersönliche Energie Gottes ein, "Brahman" genannt, oder erlangt einen Planeten in der transzendentalen Welt, auf dem man mit Gott Gemeinschaft hat. Die Verwirklichung Gottes als Person wird Paramatma- oder Bhagavan-Verwirklichung genannt.

Der Ausdruck "Nirvana" ("außerhalb des Waldes") kommt zwar auch im Hinduismus vor, bedeutet dort aber nur die Verneinung der materiellen Welt. Einen positiven Zustand bezeichnet dieser Ausdruck nicht.

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Die vier Insignien Vishnus sind: Shanka (Muschelhorn), Chakra (Feuerrad, auch Diskus genannt), Gada (Keule) und Padma (Lotus). Sie stehen u.a. für die vier Elemente Erde (Keule), Wasser (Muschelhorn), Feuer (Diskus) und Luft (Lotus).

Die Keule und das Feuerrad (Diskus) sind Waffen, Muschel- (Schnecken-) Horn und Lotus sind Insignien, mit denen Er Segnungen ausspricht. Aus dem Muschelhorn gießt Er geweihtes Wasser auf die Häupter Seiner Verehrer und befähigt sie so, auf rechte Art und Weise zu Ihm zu beten. Das Muschelhorn steht für die Glücksgöttin Lakshmi, wenn es rechtsläufig ist.

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