Kein Geld für die Beerdigung, komplizierter Erbfall - Erbe ausschlagen?

Folgender Fall: Die Eltern haben 2 gemeinsame Kinder, ein Elternteil ist zeitnah verstorben. Die Eltern haben ein notarielles Testament und setzen sich gegenseitig als Erben ein. Der Längerlebende wird von der Tochter allein beerbt. Die Tochter besitzt eine notarielle Generalvollmacht. Der Sohn hat vor 20 Jahren ein damals minderwertiges Haus mit Grundstück von der Mutter aus der Erbmasse der Oma geschenkt bekommen, welches heute durch Aus- und Umbau seinerseits und durch Wertsteigerung von Grund und Boden im Wert gestiegen ist. Nun heißt es im Testament, dass diese Zuwendung auf den Pflichtteil des Sohnes angerechnet werden soll. Weiterhin soll die Tochter das elterliche Grundstück bekommen und das Restvermögen etc. soll gleichmäßig aufgeteilt werden.

Nun ist es so, dass das Grundstück zu Lebzeiten der Eltern durch die Eltern verkauft wurde und der Erlös und das Vermögen innerhalb von zwei Jahren vor dem Ableben des einen Elternteils großzügig überwiegend an die Tochter und deren Kinder verteilt wurden. Mit anderen Worten, es gibt offene Rechnungen und die Kosten der Beerdigung können von dem Längerlebenden nicht aufgebracht werden und es wird erwartet dass der Sohn die Beerdigung übernimmt, da die Tochter ebenfalls nicht nur die Zuwendungen verbraucht hat.

Nun gibt es richtig Stress. Kann der Längerlebende die verteilten Zuwendungen wieder einfordern? Es gibt allerdings nur wenig Belege. Sind jetzt die Kinder im Zugzwang und müssen bezahlen? Es stellt sich heraus, dass nur der Sohn sich Vermögen erarbeitet hat. Wer sollte das Erbe ausschlagen (gleich für den Folgefall??

Familie, Recht, Erbrecht, Erbe, Erbschaft, Pflichtteil, Wirtschaft und Finanzen
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Welche Tipps könnt ihr mir geben, um ein Grundstücks zu erwerben, welches wir fast 80 Jahre genutzt und bewirtschaftet haben im Glauben, dass es uns gehört?

Hallo, ich brauche mal ein paar Meinungen, Erfahrungen und Hinweise in einer komplizierten Grundstücksangelegenheit. Ich versuche mal die lange Geschichte zu verkürzen. Meine Großeltern haben vor dem 2. Weltkrieg einen Bauernhof gekauft, der aus mehreren nebeneinanderliegenden Parzellen besteht. Erst mit unserer Übernahme wurde bemerkt, dass eine Fläche nicht überschrieben worden ist bzw. beim Kauf vergessen wurde. Diese Fläche wurde aber seit dem Kauf von den Grußeltern bzw. von uns genutzt und bewirtschaftet in dem Glauben, dass diese Fläche uns gehört. Mittlerweile sind das fast 80 Jahre. Es hat sich nie ein eventueller Eigentümer gemeldet. Unsere Nachforschungen ergaben eine Erbin, die sich aber weigerte mit uns zu kooperieren, weil die Sache für sie abgeschlossen ist (weil verkauft). Mittlerweile ist sie verstorben. Weitere Erben wurden nicht gefunden. Nun war ich zum Notar, der uns Wege aufgezählt hat, um dieses Grundstück übernehmen zu können. Bei allen gibt es aber irgendwelche Haken und ich weiß nicht was ich machen soll. Vielleicht habt ihr Ähnliches erlebt und /oder könnt mir Ratschläge und Tipps geben. Ohne jetzt die Möglichkeiten zu beschreiben freue ich mich auf eure Antworten.

eidesstattliche-erklaerung, Grundstück, Notar, Nachlassgericht
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