Die Frage ist (wie Du an den Antworten sehen kannst) vielleicht ein wenig unglücklich gestellt. :-)

Grundsätzlich birgt jede OP Risiken. Diese Risiken sind bei einer geschlechtsangleichenden OP nicht anders, als bei jeder anderen OP. Es besteht z.B. immer das Risiko einer Thrombose, einer Lungenembolie oder das Risiko von Herzversagen während der OP. Auch kann sich der operierte Bereich entzünden und es kann zu einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, an der man dann auch sterben kann, wenn die Sepsis zu spät erkannt und behandelt wird. Man kann sich auch Keime einfangen oder an einer Infektion erkranken.

Die geschlechtsangleichenden OP´s haben sicherlich Risiken, die eine Blinddarm-OP oder die Operation eines komplizierten Beinbruchs nicht haben. Bei einem Penoidaufbau kann z.B. der Penoid absterben, es können sich Fisteln bilden und es kann zu einer Stenose kommen. Das sind aber alles Risiken, mit denen man sich vorher genau auseinandersetzen muss (weil das der beratende Arzt vom MDK - Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit den betroffenen Personen mehrmals durchkaut, bevor er dann letztendlich das OK für die OP gibt).

Kurz zusammen gefasst:

Kann man an den Folgen einer geschlechtsangleichenden OP sterben? Ja!

Warum? Weil es, wie bei jeder OP, Risiken gibt.

Ist das Risiko höher als bei anderen OP´s? Nein!

Was die Hormone angeht: Natürlich ist eine Hormonersatztherapie nicht unbedingt gesund. Schliesslich werden die Hormone chemisch hergestellt. Wichtig ist, dass man sich nichts aus dem Ausland und illegal übers Internet bestellt, sondern dass man zu einem Facharzt geht. Und es ist wichtig, dass man regelmässig den Hormonstatus kontrollieren lässt. Das macht man im Regelfall zweimal im Jahr. Ausserdem sollte man generell zu Vorsorgeuntersuchungen gehen und regelmässig bei seinem Hausarzt einen Checkup machen lassen (Blutwerte, Blutdruck, EKG, etc.).

Ich bin selber Trans mit OP und Hormonen und ich lebe noch (seit 10 Jahren mit Hormonen und 9 Jahren nach den OP´s). Ausserdem kenne ich genug Transgender, die schon seit 20 oder 30 Jahren operiert sind. Und auch die leben noch. :-)

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Conchita Wurst (eigentlich Thomas Neuwirth) hat genug vom Leben als Frau (bzw. vom Leben als Dragqueen). Er fühlt sich in dieser Rolle nicht mehr wohl und möchte deshalb in Zukunft nicht mehr als Frau in der Öffentlichkeit auftreten.

Den "Nachnamen" Wurst hat er bereits 2015 abgelegt. Und bereits 2017 hat er in einem Interview bekannt gegeben, dass er darüber nachdenkt, die Kunstfigur Conchita "sterben" zu lassen.

Im Herbst wird er als Conchita nochmal auf Tour gehen. Aber es wird wohl so sein, dass es dann bald komplett vorbei sein wird mit Conchita.

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damals nicht mehr bezahlt habe, als normalerweise üblich. Und ich hatte vorher nur einen Vornamen und jetzt habe ich drei.

Ich denke aber mal, dass das wieder so eine Sache ist, die in jedem Amt (bzw. in jedem Kreisgebiet) anders gehandhabt wird und auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Die Kosten für die Vornamensänderung bzw. für die Gutachten sind auch in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. In dem einen Bundesland zahlt man 1500 € in einem anderen kommt man mal locker an 4000 €.

Wenn Du es genau wissen möchtest, könntest Du mal fragen, ob man Dir eine Gebührenverordnung oder sowas vorlegen kann, wo die Preise drin stehen.

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***IRONIE AN:

Es gibt auch Menschen, die bewerben sich bei DSDS, obwohl sie nicht singen können. :-)

Es gibt Menschen mit Hirn und es gibt Menschen ohne Hirn. Wir bezeichnen aber beide als Menschen. Warum? Schlimm daran ist, dass Menschen ohne Hirn Staatsoberhäupter werden können... ;-)

IRONIE AUS***

Ein Kollege von mir meinte mal zu mir: "Solange DIE keinen Schw... in der Hose hat, ist DIE für mich kein richtiger Mann!" Meine Antwort darauf: "Einen Schw... kann ich mir jederzeit annähen lassen, aber ein Hirn kann man nachträglich nicht einpflanzen! Da bin ich doch dankbar, dass mich der liebe Gott mit einem Hirn ausgestattet hat und nicht mit einem Schw..."

Genetisch oder biologisch gesehen wird eine Transfrau sicherlich nie eine "richtige" Frau und ein Transmann nie ein "richtiger" Mann. Aber es geht ganz einfach darum, dass man sich in seinem Körper nicht wohl fühlt. Man findet die angeborenen Geschlechtsmerkmale eklig und kann sich nicht damit identifizieren, weil das Gehirn anders gepolt ist, als die Genetik.

Mit einer Angleichung der Geschlechtsmerkmale gleicht man dann die Geschlechtsmerkmale dem Gehirn an (also dem gefühlten Geschlecht). Man führt also eine Erhöhung der eigenen Lebensqualität herbei. Man fühlt sich damit glücklich! Das ist doch Grund genug, oder?

Beim S.x merkt man es bei einer Transfrau übrigens nur, wenn die OP schlecht gemacht wurde und / oder man gezielt nach Narben sucht. Bei einem Transmann sieht das wieder anders aus. Auch wenn die optischen Ergebnisse durchaus mittlerweile recht gut sind, sieht man doch, dass es kein Bio-Pen... ist.

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Ich habe meine damals immer bei T-Kingdom bestellt. Zum Teil bekommt man die auch bei Transtoys. Zu beiden Shops kann ich Dir ein positives Feedback geben! Ich habe da bisher keine schlechten Erfahrungen mit gemacht. Wenn Du direkt bei T-Kingdom bestellst, dann erhälst Du die Binder aus Taiwan. Das dauert dementsprechend ziemlich lange (ca. 2 Monate), aber angekommen sind sie bei mir immer und sie kosten da etwas weniger als bei Transtoys.

Ich würde von Wickeln abraten und eher was geschlossenes nehmen. Mit Klettverschluss oder Reißverschluss.

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Schau mal hier auf diese Seite und scrolle runter zu "Hier erhaltet ihr Zubehör (Wollkrepp, Mastix, Bandagen, Stuffer,...)". Da findest du einige Shops mit Packern, die auch zum Teil sehr realistisch aussehen. Aber gerade die haben natürlich auch ihren Preis. ;-)

Es gibt aber auch preiswertere Modelle.

http://www.transmann-info.de/#Linkliste

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An alle Homosexuellen, Transexuellen & Bisexuellen: Eure Eltern / Würdet ihr gehen oder soll ich bleiben?

Mich würde mal interessieren wie der Umgang zu euern Eltern ist seitdem sie wissen das ihr homosexuell-bisexuell-transexuell seid! Habt ihr euch abgewendet, habt ihr nur wenig Kontakt, lebt ihr wie bisher oder versteht ihr euch sogar besser als vorher?

Wenn ihr euch nicht abgewendet habt: Warum ist euer Verhältnis weiterhin gut? Wie homo-bi-transphob müssten eure Eltern drauf sein, dass ihr euch von ihnen abwenden würdet?

Wenn ihr euch abgewendet habt: Wie weit sind eure Eltern gegangen, was haben sie gemacht und was war der Auslöser zu gehen?

Mein Vater ist kras* homophob (ich bin schwul) und ich steh jetzt zwischen dem Stuhl Bleiben und dem Stuhl Gehen...

Punkte fürs bleiben: Er ist mein Vater - Er wurde so erzogen - Er braucht mich, damit ich ihm bei seiner Depression die ich bei ihm vermute weiter helfen kann (macht näml. keiner) - Er hat viele Macken, aber er kann ein lieber Mensch sein

Punkte fürs Gehen: Er ist nicht nur homophob sondern hat eine negative Meinung von mir, weil er mir nichts zutraut, ich ja nur auf der Hauptschule war, ich ne Matheschwäche habe, meine Wahrnehmungsstörung die mich als Kind begleitete wäre ja der größte Sch... wäre etc. - Er behandelt mich wie ein Kleinkind, weil er sich dann jünger fühlt - Er macht mir Vorfürfe dafür, dass ich mit meiner Mutter und meiner Sis zu ihrem Freund gezogen bin - Er toleriert mein schwul sein nicht mal und befiehlt mir enthaltsam zu leben - Er lässt meine liberalen Meinungen oft nicht zu - Er läuft komplett am Leben vorbei (er ist leider nicht fürs alleine leben Haushalt und so geschaffen, es ist schon fast peinlich wie er lebt) und macht mich dafür verantwortlich - Er hat meine Schwestern so in der Hand, dass die gar nicht merken wie er ist - Er kontrolliert mich ständig, ich bin froh das ich nicht bei ihm wohne etc. etc.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.... Ich könnte heulen....

Danke & Gruß :D

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Ich bin Trans (FzM) und habe mich mit Anfang 20 geoutet. Begeistert waren meine Eltern nicht, aber abgewendet haben sie sich auch nicht. Meine Mutter ist ohnehin sehr offen. Mein Vater hat zwar nach wie vor seine Probleme damit, aber es geht.

Allerdings wollte meine Mom damals auch nicht, dass ich mich operieren lasse und den Transweg gehe. Ich solle damit warten, bis sie tod sind.

Ich habe dann noch ca. 10 Jahre versucht, mein Leben als Frau zu leben und mit Anfang 30 habe ich dann gemerkt, dass es für mich so nicht weitergeht.

Ich habe meinen Eltern dann gesagt, dass ich meinen Weg als Mann gehen werde und ich die OP´s machen lasse. Sie haben es dann auch akzeptiert und wir verstehen uns nicht anders als vorher auch.

Meine Mutter hatte zwar ihre Zweifel, ob ich es nicht bereue, aber es gab im Krankenhaus nach der OP einen Moment, wo ihr klar wurde, dass ich es nicht bereuen werde.

Sie haben im KH gewartet, bis ich aus der OP aufgewacht bin und meine Mom hat mich dann gefragt, ob ich nun glücklich wäre. Ich habe an mir runter gesehen und meine flache Brust gesehen und habe nur gegrinst.

Klar, Eltern stellen sich oft was anderes für ihre Kinder vor. Aber ich denke, wenn ihnen bewusst wird, dass ihr Kind wirklich glücklich ist, dann können sie schon sehr viel akzeptieren und annehmen. 

Ich habe mit Anfang 30 aber auch nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt. Hätte ich da noch bei ihnen gewohnt und sie hätten es nicht akzeptiert, dann wäre ich den Weg dennoch gegangen und hätte mich abgewendet.

Ich habe 10 Jahre meines Lebens verschenkt, weil ich Rücksicht auf sie genommen habe. Diese Zeit kann mir niemand zurück geben! Sie leben ihr Leben doch auch so, wie sie es für richtig halten und da rede ich ihnen auch nicht rein. Also warum sollte ich mir da als erwachsener Mensch was sagen lassen? 

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Die Mastektomie kostet um die 8000 Euro, Hysterektomie weiss ich auch nicht so genau.

Der Penoid Aufbau kostet um die 65.000 Euro.

Die Kosten für die OP musst du aber nicht selber bezahlen. Die werden von der Kassen übernommen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du zum Therapeuten gehst und die Kostenübernahme für die OP´s bei der Kasse beantragst. 

Aber dazu würde ich ohnehin raten, denn wenn du das auf eigene Faust machst, dann gerätst du im meisten Fall nur an Stümper, die deinen Körper nur entstellen. 

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Ich gehe mal davon aus, dass du das Wachstum der Körpergröße meinst. ;-)

Da ich es selber auch nicht wusste, habe ich mal gegoogelt. Die körpereigene und normale Produktion von Östrogen beeinträchtigt das Wachstum demzufolge nicht. 

Man kann das Wachstum aber beeinflussen, indem man frühzeitig (also mit Beginn der Pubertät) Wachstumshormone in Verbindung mit einer geringen Menge an Östrogen verabreicht, damit man größer wird bzw. man hohe Dosen an Östrogen (bei Jungs Testosteron) verabreicht, damit man nicht weiter wächst. 

Google einfach mal "Östrogene" und "Wachstum". Da findest du einige interessante Artikel zu dem Thema.

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Der menschliche Körperbau entwickelt sich noch bis zum Ende des 19. Lebensjahres. Der Schädelknochen ist meist schon früher "fertig". Aber das ist bei jedem Menschen individuell. Es wäre also durchaus möglich, dass sich deine Gesichtsform durch Testo noch ändert, wenn du mit den Hormonen vor dem Ende deines 19. Lebensjahres beginnst. 

Aber ich denke, die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Wenn der Schädelknochen in der Entwicklung abgeschlossen ist, wird sich die Kopfform an sich auch durch die Hormone nicht mehr wesentlich verändern. Also, wenn du jetzt einen runden Schädel hast, dann wird er durch die Hormone nicht plötzlich oval.

Die Wangenknochen bleiben auch so wie sie sind.

Aber das war ja eigentlich nicht wirklich die Frage. :-)

Was sich verändern wird ist die Fettverteilung. Dadurch könnte dein Gesicht durchaus noch maskuliner werden, weil man auch im Gesicht Fettschichten hat, die sich dann halt verändern werden. 

Und dann natürlich das übliche wie der Bartwuchs, die Haut im Gesicht wird etwas dicker und grobporiger.

Unter Umständen hast du aber die Möglichkeit, die Hormone irgendwann wieder abzusetzen. Das kommt ganz darauf an, welche Operationen du anstrebst. Wenn du nur die Brust entfernen lassen möchtest und du die Gebärmutter und Eierstöcke behalten willst, dann kannst du die Hormone wieder absetzen.

Für die Brust-OP verlangen die meisten Ärzte, dass man vorher mindestens 6 Monate Testo genommen hat, weil sich die Brust durch die Hormone ein wenig verkleinert. 

Möchtest du aber alle Operationen machen lassen, dann kommst du um die Hormone nicht drumherum. Dein Körper wird nach der Entfernung der inneren Geschlechtsorgane nicht mehr ausreichend Hormone produzieren und du kommst in die Wechseljahre. Irgendwas wirst du also nehmen müssen, um dies zu verhindern.

Es ist aber durchaus möglich, den Wert vom Testosteron so einzustellen, dass er im unteren Bereich liegt, so dass sich die Veränderungen in Grenzen halten könnten. Aber das musst du dann mit einem Endokrinologen oder Urologen besprechen. 

Dummerweise ist es meistens so, dass sich alles anders entwickelt, als man es selber gerne hätte. Ich nehme seit 2008 Testo und meine Stimme ist nicht so tief, wie ich gehofft habe und auch mein Bartwuchs lässt zu wünschen übrig. Da spielen die Gene auch eine wichtige Rolle.

Wie sieht es denn bei deinen männlichen Verwandten aus? Wenn die auch eher "weichere" Gesichter haben, dann könnte es durchaus sein, dass sich bei dir durch Testo auch nicht allzu viel tut.

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Trans* steht für Transsexuell bzw. Transident und ist eine Identitätsstörung. Das heißt, man fühlt sich im angeborenen Geschlecht bzw. Körper nicht wohl, weil das Gehirn die Identität des anderen Geschlechts hat.

Ein Transmann wurde als Mädchen geboren, empfindet sich aber als Junge bzw. Mann.

Eine Transfrau wurde als Junge geboren, empfindet sich aber als Mädchen bzw. Frau.

Das Ansehen bzw. die Akzeptanz gegenüber transidenten Menschen ist in den letzten Jahren sicherlich gestiegen, weil das Thema öfters im Fernsehen behandelt wurde und auch viele jugendliche Transidente eigene YouTube Channels haben, in denen sie ihren Weg beschreiben.

Aber es gibt leider immer noch Menschen, die damit ein Problem haben und der Meinung sind, dass man es halt akzeptieren soll, wenn der liebe Gott einem den falschen Körper gegeben hat und dass man damit leben soll, ohne was dagegen zu unternehmen.

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Wenn du den Termin hast, dann wird der Psycho das mit den Kosten regeln. Er wird einen Antrag an die Kasse schicken und die Anzahl der Therapiestunden angeben. Selber zahlen brauchst du nur, wenn es ein privater Psychologe ist. Das übernimmt die Kasse nicht. Oder nur in Ausnahmefällen. 

Du solltest dir auch erst einmal kein Gutachten schreiben lassen. Das kommt erst später. Und auch die Gutachten (du brauchst später 2 Stück von 2 unterschiedlichen Gutachtern) musst du nicht gleich alleine zahlen. Du kannst Prozesskostenhilfe (PKH) beantragen. Dann übernimmt der Staat erst einmal die Kosten.

Allerdings musst du das Geld irgendwann, wenn du besser verdienst, an den Staat zurück zahlen. Das musst du aber auch nicht auf einmal, sondern du kannst das in Teilen zurück zahlen.

Die Kosten für die Gutachten sind sehr unterschiedlich. Ich habe damals (2008 in NRW) für ein Gutachten 500 Euro bezahlt und für das andere 800 Euro. Die Gerichtskosten die anfallen, wenn du die Vornamensänderung beantragst, halten sich mit knapp 200 Euro in Grenzen. 

Das variiert aber von Bundesland zu Bundesland. Ich kenne einige, die insgesamt um die 3000 bis 4000 Euro bezahlt haben. 

Das Problem ist, dass die Amtsgerichte nicht jeden Gutachter akzeptieren. Da solltest du dich vorher informieren. Kann aber auch sein, dass sie dir schreiben werden, welche Gutachter sie haben wollen.

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Das kommt auf die sexuelle Orientierung des Transsexuellen an. Wenn ein Transmann auf Männer steht, dann ist er schwul und wenn er Frauen steht, dann ist er Hetero. 

Natürlich könnte man sagen, dass du lesbisch wärst, wenn der Transmann noch weibliche Geschlechtsteile hat. Aber das halte ich für unsinnig. Man verliebt sich in die Identität eines Menschen bzw. in die Person an sich und nicht in seine Geschlechtsteile. Die bekommt man nun auch erst einmal nicht unbedingt so schnell zu Gesicht. 

Primär sind Geschlechtsteile zur Fortpflanzung gedacht. Für alles andere braucht man nur ein bisschen Fantasie... ;-) 

Was wäre denn bei einem Intersexuellen, der beide Geschlechtsteile hat? Ist man dann Bisexuell, wenn man sich in die Person verliebt? Natürlich nicht! 

Auch hier ist die Frage, als was sich der Intersexuelle selber sieht. Als Mann oder als Frau und welche sexuelle Orientierung er selber hat.

Die wichtigere Frage, die du dir selber stellen solltest, wenn er noch weibliche Geschlechtsteile haben sollte: Kannst du damit umgehen? Wäre dir ein männliches Geschlechtsteil wichtiger als der Mensch an sich?

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Du kannst mit deiner Mutter zum Frauenarzt gehen und dir dort Gestagene wie z.B. die Minipille Cerazette verschreiben lassen. Das geht im allgemeinen auch ohne einen Endokrinologen. Durch die Einnahmen von den Gestagenen wird die Regelblutung gestoppt. 

Diese Pille wird ohne Pause durchgenommen. Bei einer normalen Anti-Baby-Pille wird ja eine Pause eingelegt, damit die Regelblutung nach wie vor einsetzt. Die Gestagene stoppen die Regelblutung komplett.

Zumindest in den meisten Fällen. Es gibt auch Transmänner, die noch eine leichte Blutung haben.

Wenn du dann später beim Psychologen bist und er dir die Diagnose Trans stellt, dann wird er dich irgendwann an einen Endokrinolgen überweisen und dir eine Indikation über Testosteron ausstellen. Dann beginnt die männliche Pubertät und die Regelblutung bleibt von alleine aus.

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Zum Psychologen musst du. Ohne den geht´s leider nicht, weil er die Diagnose Trans stellen muss. Angst davor brauchst du nicht zu haben. Er wird dich halt fragen, seit wann du so empfindest, wie deine Kindheit für dich war, wie du dir deine Zukunft in deinem gefühlten Geschlecht vorstellst, etc...

Er stellt dir halt eine Menge Fragen, um herauszufinden, ob du wirklich Trans bist oder ob es nur eine Phase ist oder ob vielleicht andere Gründe vorliegen (z.B. andere psychische Erkrankungen).

Er wird dich halt auch ein wenig begleiten, was den Alltagstest angeht. Der ist ja nun im Grunde auch nichts schlimmes. Du musst dich halt in deinem sozialen Umfeld outen und dich deinem gefühlten Geschlecht entsprechend kleiden und verhalten und dem Psychologen dann immer erzählen, wie du dich dabei gefühlt hast. 

Das war es auch schon. Das schlimmste, was dir passieren kann ist, dass du an einen Psychologen gerätst, der keine Ahnung von dem Thema hat und der dir deswegen nicht weiterhelfen möchte oder kann. Dann suchst du dir einfach einen, der Ahnung hat. War bei mir damals auch so. 

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Es wird eine normale gynäkologische Untersuchung gemacht, wie sie jede Frau einmal im Jahr machen lassen sollte. Es geht sich dabei lediglich darum, dass Krankheiten ausgeschlossen werden können, die sich durch die Einnahme von Testo verschlimmern könnten. Es ist für einen Transmann unangenehm (aber das ist es ja auch für jede Frau), aber es ist leider notwendig.

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