Hallo,

ich habe nur einen kurzen Blick auf diese Keratin Behandlung geworfen aber glücklicherweise hast du ja nur nach den molekularen Interaktionen gefragt.

Formaldehyd hat im Rahmen der Keratin Behandlung quasi eine indirekte Kleber-Wirkung. Wenn es erhitzt wird, zum Beispiel durch Föhnen oder ein Glätteisen, reagiert es chemisch mit den Keratin Proteinen der Haare. Da wir es mit Proteinen zu tun haben, bestehen diese natürlich aus einzelnen Aminosäuren. Formaldehyd kann Bindungen zwischen Aminosäureketten herstellen, sogenannte cross-links. Soviel zur molekularen Wirkung. Welches Endresultat das Ganze dann im Rahmen der Keratin Behandlung hat... tjoah, ich schätze das wird einen glättenden und eventuell Bruch-reparierenden Effekt haben. 

Bezüglich Alternativen, müsstest du auf cross-link agents zurückgreifen. Ein Kandidat wäre zum Beispiel N-(1-Hydroxy-2,2-dimethyloxyethyl)acrylamid.
Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt zu einem Kosmetiker gehen solltest und vorschlägst das zusammenzumischen.

Trotzdem wünsch ich viel Erfolg mit der Haarbehandlung :)

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Moin,

ich hab keine Ahnung, was dein Lehrer da mit Venen und Verkrampfungen meint.

Du hast völlig richtig erkannt, dass das Herzgewicht einer Spezies zunimmt, wenn man Populationen in kälteren Regionen betrachtet. Das ist die Kernaussage der Hesseschen Regel und eigentlich nicht viel mehr. Zurückzuführen ist das schlicht und einfach darauf, dass ein größerer Herzmuskel in der gleichen Zeit mehr Blut durch den Körper pumpen kann. Dadurch kühlt zum einen das Blut in den peripheren Blutgefäßen nicht so schnell ab und zum anderen werden sämtliche Zellen mit mehr Nährstoffen versorgt. Da in kälteren Regionen mehrere Prozesse, unter anderem die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, verstärkt ablaufen müssen, ist die erhöhte Närhstoffversorgung eine Grundvorraussetzung. Fertig...

Klar hast du bei einem Verlust der Körperwärme auch eine leichte Blutgefäßverengung, was die Durchflussgeschwindigkeit und damit die Körpertemperatur erhöht aber das hat nichts mit der Hesseschen Regel zu tun.

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Hi,

es gibt keine allgemeingültige Antwort auf deine Frage.

Wie effektiv du Lerninhalte aufnehmen kannst, hängt von viele Faktoren wie zum Beispiel Müdigkeit, Interesse, Aufmerksamkeit und auch genetischer Veranlagung. Sicher hast du doch schon von Morgenmuffeln, Nachtschwärmern, Frühaufstehern und so ähnlich gehört. Diese Menschen besitzen jeweils eine mehr oder weniger gut funktionierende, teilweise vererbte, teilweise erlernte Eigenschaft, zu bestimmten Tag-/Nacht Phasen gut oder schlecht neue Dinge aufnehmen und effektiv abspeichern zu können.

Da der erste Teil deiner Frage so nicht wirklich beantwortbar ist, würde ich mich gern dem zweiten Teil ("wenn ja, wieso") zuwenden:

Tjoah, schwierig :D

Eine evolutive Erklärung ist in solchen Fällen vielelicht nicht immer das aufschlussreichste aber immerhin das am besten greifbarste.

wenn ja wieso?

Weil die Spezies Mensch effektiver und konkurrenzstärker ist, wenn es Individuen gibt, die eher Tagsüber aktiv und leistungsfähig sind, und gleichzeitig welche, die nachts aktiv sind. Da der Mensch ein Gruppentier ist, wird damit eine größere Zeitspanne (im Idealfall 24 h) überbrückt, in der die Gruppe wachsam ist auf Umwelteinflüsse reagieren kann.

Jau, das klingt sehr nach Steinzeit, Säbelzahntigern und so weiter ;-) Aber auch in der heutigen Zeit hat es enorme Vorteile, wenn einige Menschen "Frühaufsteher" und andere dagegen "Nachteulen" sind. Damit kann die Spezies "Mensch" quasi jede Minute des Tages sinnvoll nutzen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, worauf es zurückzuführen ist, dass manche Menschen eher früh aktiv sind und manche eher später. Wir alle besitzen eine innere Uhr, die viel mehr bedeutet als uns bloß ein Gefühl von Zeit zu vermitteln! Sie beeinflusst gleichzeitig unseren Hormonhaushalt, unsere Gehirnaktivität und den gesamten Kreislauf. Da, wie schon erwähnt, die innere Uhr bei Menschen nunmal unterschiedlich tickt, sind auch diese Faktoren bei Nachteulen und Morgenmenschen unterschiedlich. Das hat dann zur Folge, dass der eine besser morgens lernen kann und die andere besser abends.

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Hi,

eine berechtigte und sinnvolle Frage, die hier anscheinend noch nicht im Kern erfasst wurde ;-)

Erstmal vorweg: Ein Neuron macht viel mehr als lediglich eine Information von A nach B zu transportieren. Es beeinflusst weitere Neruone und Gliazellen und verändert sich selbst dabei. Es werden Stoffe abgegeben, die benachbarte Zellen beeinflussen, neue Ionenkanäle und andere Proteine gebildet, das Wachstum des Neuron angeregt und weitere Verknüpfungen gebildet. All diese Prozesse sind teil der Informationsverarbeitung. Nicht einfach nur die Informationsweiterleitung.

Nun habe ich keine Ahnung, in welchem Rahmen sich deine Fragestellung bewegt. Handelt es sich um den Bio-Unterricht der 8. bis 12. Klasse, ist das oben geschriebene erstmal unwichtig. In dem Fall kannst du ja einfach im Hinterkopf behalten, dass Nervenzellen sehr unterschiedlich sind (z.B keineswegs die gleiche Hemmschwelle besitzen) und sich mit jeder "Nutzung" verändern.

Zu deiner Frage:

Klar, wenn im Unterricht immer nur von Informationsweiterleitung gesprochen wird, fragen sich die Leute, die mitdenken, irgendwann, wo denn da überhaupt der Ursprung ist. Die Antwort liegt hier zum einen in den Sinneszellen (welches spezialisierte Nervenzellen sind) die Reize aus der Umwelt durch verschiedene Verfahren aufnehmen und ins Gehirn weiterleiten können. Ein Beispiel dafür wären Stäbchen und Zapfen in der Retina. Ein anderes Beispiel Thermorezeptoren. Diese Sinneszellen sind dafür verantwortlich, die Informationen, die dann durchs Gehirn geistern zu erzeugen. Bei den oben genannten handelt es sich um Exterorezeptoren, also Sinneszellen, die Reize aus der Umwelt aufnehmen. Genauso hast du jedoch einen ganzen Haufen an Enterorezeptoren, also Sinneszellen, die Informationen aus deinem eigenen Körper sammeln und ans Gehirn senden. In den meisten Fällen werden diese Informationen jedoch nicht bewusst wahrgenommen. Dennoch stellen diese Neurone einen Großteil der Sinneszellen dar. Der Urpsrung, nach dem du fragst, liegt also in den Zellen, die dafür verantwortlich sind, alle möglichen Informationen aus der Umwelt und deinem eigenen Körper zu sammeln. Dieser Vorgang findet zu jeder Sekunde deines Lebens statt.

Die andere Seite der Medaille ist die "grundsätzlich vorhandene Aktivität im Gehirn". Irgendwann als kleiner Embryo beginnt die Aktivität im Gehirn und von diesem Punkt an gibt es bis zum Hirntod keine Ruhe mehr. Unentwegt wird da gefeuert, ausgebaut, abgebaut und verändert. Es ist also sehr schwierig, bei der "Informationsweiterleitung" von der man in der Schule so hört, einen Anfang und ein Ende zu finden, da die Aktivität / die Informationen, die schon vor dem Reizinput (beispielsweise ein Lichtreiz) schon vorhanden sind bei der Informationsweiterleitung und -verarbeitung mit reinspielen.

Gibt es also da besondere Neurone die anders funktionieren oder ist das eine Art ewiger Kreislauf? Ich weiß das ist eine sehr spezielle Frage :D

Im Gegenteil ;-)

Das ist eine sehr allgemeine Frage. Aber wie zu Beginn schon erwähnt, ja es gibt sehr viele sehr unterschiedliche Neurone mit vielen verschiedenen Eigenschaften. Manche feuern beispielsweise nur 3 mal und dann eine ganze Zeit gar nicht, Manche feuern erst ganz schnell und dann langsamer, andere genau umgekehrt, manche feuern erst, wenn sie Input von 500 anderen Neuronen gleichzeitig bekommen, manche schon bei einem einzigen.

Kreisläufe, genauer gesagt Schaltkreise, sind natürlich ebenfalls vorhanden. Da gibt es Neurone, die andere Neurone aktivieren, welche dann ein Neuron blockieren, welches das erste blockiert (disinhibition) und vieles vieles mehr.

Das alles ist aber, wie schon erwähnt, nicht Klausurrelevant in der Schule. Dennoch freut es mich sehr, dass du weitergehende Fragen stellst =)

Bleib dran !

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Hi,

nein, die Ladungen der Kationen und Anionen im Zellinneren gleichen sich aufgrund verschiedener Konzentrationen nicht vollständig aus. In der Regel sind etwas mehr Anionen als Kationen vorhanden, was den Zellinnenraum der Nervenzellen negativ geladen werden lässt. Neben Chlorid-Anionen spielen hier vor allem organische Anionen eine große Rolle.

Beide Lösungen, also Intrazellular- sowie Extrazellularraum sind negativ geladen. Die Differenz dieser beiden negativen Gesamtladungen ergibt dann das Ruhemembranpotential. Dieses unterscheidet sich jedoch von Nervenzelle zu Nervenzelle (etwa -50 bis -80 mV). Eine allgemeingültige Konzentration gibt es also nicht.

Ich hoffe, das konnte weiterhelfen =)

lieben Gruß

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