Man kann artübergreifend Gene transferriren. So können z.B. Bakterien z.B. dazu gebracht werden, Spinnenseide herzustellen. Was artübergreifend nicht möglich ist:

  • komplexe Strukturen wie Spinndrüsen zu übertragen. Hierzu sind viele Gene mit ihren Steuermechanismen notwendig. Insbesondere die Gensteuerung ist aber noch nicht voll verstanden. Selbst wenn man dieses könnte, so müssten die Strukturen aus körperfremden Eiweis gebildet werden, das das Immunsystem des Körpers sofort abstossen würde.
  • Gene (insbesonders komplexer Art) auf Erwachsene oder Lebewesen mit schon differenzierten Zellen zu übertragen. Es wird zur Zeit bestenfalls damit experimentiert Stammzellentherapien (also undifferenzierte Zellen) dazu benutzen, um z.B. im Pankreas die insolinproduzierenden Zellen, die bei einigen Diabetikern beschädigt sind, zu ersetzen.
  • Neue Organe in Individuen zu erzeugen. Dies funktioniert noch nicht einmal mit Organen des betreffenden Individuums ohne die Komplikationen der artübergreifenden Transplantation. Dabei wird an dieser Möglichkeit stark geforscht, um z.B. Invaliden zu helfen und amputierte Glieder zu ersetzen.

Dazu kommen physikalische Unmöglichkeiten bei einigen der erwähnten Phänomene. So steigt die Körpermasse z.B. kubisch mit dem Durchmesser, die Oberfläche quadratisch und die Abmessungen linear an. Damit ist das Gewicht eines doppelt so grossen Lebewesens acht mal so gross und die Oberfläche, mit der es sich anhaften könnte, 4 mal so gross. Die potentiellen Haftorgane würden mit der Haftkraft also nicht mit dem erhöhten Gewicht Schritt halten können.

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Leben und Tod sind auch aus chemischer Sicht interessant. In einem lebenden Wesen muss eine gewisse Ordnung erhalten bleiben. DIes wiederspricht bis zu einem gewissen Punkt der Thermodynamik, derzufolge alle Systeme ja eienr maximalen Unordnung (Enthropie) zustreben. Das Aufrechterhalten der Odrnung bedarf einer beständigen Energiezufuhr durch den Metabolismus, der dann nach dem Tod aufhört die Energie zu liefern. Es gibt also eine Verbindung zur Thermodynamik. Bei der Verwesung entstehen durch Abbau einiger Aminosäuren Amine wie Cadaverin und Putrecin. Diese snd nicht nur schlecht riechend, sondern auch stark neurotoxisch. So etwas ist fatal bei Siamesischen Zwillingen... Über den Prozess, der zur Bildung führt, kann man sicher auch einige Minuten referieren.

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Coffein ist eine polare und liecht basische organische Verbindung, ein alkaloid. Sie löst sich in Wasser in Gegenwart von Säuren relativ gut, aber nur schlecht in basischen Umgebungen. Deshalb wurden den Drinks Ammoniak zugegeben. Dieses erhöht den pH-Wert und verringert so die Löslichkeit des Coffeins in Wasser. Dichlormethan ist wie Coffein eine polare aprotische Verbindung. Aprotisch bedeutet, dass sie keine Wasserstoffbrücken ausbildet. Daher löst sich Coffein recht gut in Dichlormethan und kann extrahiert werden. Die Formel von Dichlormethan ist H2CCl2, also ein Kohlenstoffatom umgeben von 2 Wasserstoffatomen und zwei Chloratomen.

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Natron ist Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) und bleicht nicht. Es erhöht allerdings den pH. Man erhält also eine Lauge, die Fette angreifen und lösen kann, wodurch es (sehr schlecht aber immerhin) zum Waschen geeignet ist. Wenn das Wasser sehr hart ist fällt ausserdem Calciumcarbonat oder Magnesiumcarbonat aus. Auf der einen Seite ist dies zum Waschen gut, da so mit der Seife keine Kalkseife mehr gebildet wird, auf der anderen Seite bestsht aber die Gefahr, dass sich der Kalk an der Wäsche festsetzt.

Wäschebleiche ist meist entweder Chlorbleichlauge (Natriumhypochlorid NaOCl) oder ein Peroxid. Als Peroxide werden meist Wasserstoffperborat und ein Addukt aus Wasserstoffperoxid und Natriumcarbonat eingesetzt.

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Chemiker werden sehr vielfältig eingesetzt. Jedes Einsatzfeld hat so seine eigenen unangenehmen Seiten. Beim Einsatz als Pharmavertreter z.B. würde mich die dauernde Beschreibung von Krankheiten udn die Tatsache etwas verkaufen zu müssen stören. (Andere hingegen werden das sehr gerne machen, insbesondere, wenn es gut bezahlt wird).

Bis man Chemiker wird (also während des Studiums) hat man kaum Freizeit, wenn man nicht mehrere Semester in den Praktika verlieren will. Wenn einem Chemie Spass macht sieht man es allerdings andersrum: Man kann viel Feizeit mit seinem Hobby verbringen, ohne auch noch dafür zahlen zu müssen (ausser eventuell Studiengebühren).

Die Gefahren des Chemikerlebens und die möglichen gesundheitlichen Schäden werden meist überschätzt. Die Lebenserwartung der Chemiker liegt wenn ich mich richtig erinnere sogar über dem Mittel der Bevölkerung und das Unfallrisiko ist deutlich geringer als das eines typischen Freiluftberufs wie Waldarbeiter. Wer es nicht glaubt kann gerne einmal nach den Statistiken googeln. Selbst im 19. Jahrhundert als viele Substanzen noch durch Abschmecken charakterisiert wurden, lag die Lebenserwartung eines Chemikers nicht unter der der restlichen Bevölkerung. Rauchen ist sicher ein höheres Gesundheitsrisiko als ein Chemiestudium.

Die Geruchsbelästigung in der Chemie existiert ganz sicher bis zu einem gewissen Punkt. Einige Parfüms und Zigarettenrauch stören mich persönlich aber deutlich stärker als die Gerüche der meisten Laborchemikalien und das obwohl ich jahrelang mit Phosphor- und Schwefelverbindungen gearbeitet habe, die mit zu den geruchsträchtigsten Verbindungen zählen. Auch in vielen anderen Berufen vom Kanalarbeiter über die Fischmehlfabriken, Müllanlagen oder Tierkörperbeseitigung findet man Gebiete, die vom schlechten Geruch her locker mit einem Labor mithalten können.

Ein negativer Punkt ist noch das Image des Chemikers in der Bevölkerung, da dort die Chemie fast nur mit ihren negativen Auswirkungen in Verbindung gebracht wird, während die positiven Seiten anderen Wissenschaften wie Materialwissenschaften, Pharmazie, Medizin etc. zugeordnet werden. Darüber mit dem Gros der Leute zu diskutieren ist aber meist wenig sinnvoll, da sie von ihrer vorgefassten Meinung kaum abzubringen sind.

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Du solltest vermutlich nicht das Zusammenkrunkeln oder nicht des Papiers beobachten, dondern dass durch das Öl das Papier durchscheinender wird. Dieser "Fettfleck" ist ein Nachweis von Fett. Da auch Eidotter Fett enhält, müsste auch hier das Papier durchscheinender werden. Normalerweise extrahiert man das Fett für diesen Versuch allerdings vorher mit einem organischen Lösungsmittel (z.B. Waschbenzin), das man dann verdunsten lässt. Bleibt ein Fettfleck zurück, so war Fett vorhanden, wenn nicht eben nicht. Im Eiklar und im Wasser sind keine Fette enthalten. Hier sollte also kein Fettfleck zurückbleiben.

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Ich nehme an, dass es sich um eine fiktive Gleichung handelt. Wasserstoffperoxid ist normalerweise kein Produkt einer einfachen Redoxreaktion.

Die von Dir angegebenen Oxidationszahlen solltest Du Dir noch einmal gut ansehen. Denke daran, dass Halogene (also Fluor, Chlor, Brom und Iod) in ihren Verbindungen mit Metallen immer die Oxidationszahl -I besitzen und dass die Summe aller Oxidationszahlen in einem neutralen Salz 0 sein muss.Die Oxidationszahl eines Metalls ist damit gleich der Zahl an Halogenidionen, an die es in einem neutralen Salz gebunden ist.

Bei Deiner Reaktion "CrCl2 -> CrCl3 + 2e- + 2H3O+" ist auch etwas schief gegangen. Ein Reaktionspfeil ist im Prinzip wie ein Gleichheitszeichen in der Mathematik. Links und rechts muss das selbe (die selbe Anzahl der selben Atomsorten) stehen und auch Ladungen können nicht aus dem Nichts auftauchen.

In Deinem Fall würde ich Dir empfehlen noch HCl mit in die Reaktionsgleichung aufzunehmen also aus HCl + O2 + CrCl2 die Produkte CrCl3 und H2O2 zu machen. Damit lässt sich aus alles Andere leicht ausgleichen.

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