Bodenschadstoffanalysen - welche Varianten wählen?

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2 Antworten

Wenn es keinen begründeten und fundierten Verdacht auf hohe Belastungen an einer bestimmten Stelle hätte, würde ich keine der Analysen durchführen.

Zunächst wäre eine pH-Analyde des Bodens sinnvoll. Bei leicht alkalischen oder neutralen Böden sind die meisten Schwermetalle so wenig mobil, dass sie nicht von Pflanzen aufgenommen werden können.

Wer nicht grade glaubt auf einer Uranmine zu wohnen, kann auch auf die Urananalyse gut verzichten. Uran ist in kleinsten Mengen fast überall vorhanden. grössere Ansammlungen sind sehr ungewöhnlich udn kommen meist in Umgebungen aus Plutoniten (Granit) vor. Wenn das Grundstück nicht in einer Granitzone mit Uranbergbau liegt wird man also mit ziemlicher Sicherheit nichts besonderes finden können.

Analysen auf Benzin und Öl lohnen nur, wenn in den letzten Jahren dort unsauber mit Benzin und Öl gearbeitet wurde. Gefahr besteht dann hauptsächlich für das Grundwasser.

Arsen und Thallium kommen (in D) manchmal in der Nähe von alten Zementwerken oder durch Aufbringen kontaminierter Dünger (Klärschlamm) vor. Besteht kein begründter Verdacht darauf, dass das mit dem Grundstück passiert ist, so kann man auch darauf verzichten. In Chile liegen leider arsenhaltige Gesteine an und das Arsen gelangt sogar in überhöhten Dosen ins Trinkwasser. Hier, wo es sinnvoll wäre, werden diese Analysen leider nicht oder kaum gemacht.

Wenn es denn zur Beruhigung sein soll, so würde ich mit einer Bodenanalyse von Gartenerde von einer representativen Stelle auswählen. Nur wenn dabei üerhöhte Werte oder Werte ganz dicht an den Grenzen gefunden werden, könnte man daran gehen, das Gelände weiter zu beproben. Wenn keine Bodenbesonderheiten vorliegen, würde ich aber eine gleichmässige Zusammensetzung vermuten.

Man sollte sich auch fragen, was man mit dem Ergebnis der Analyse anfangen will und ob man sie auch selbst richtig interpretieren kann. Eine Bodensanierung mit Austausch von Schwermetallen ist ohnehin schwer bis unmöglich. Am ehesten würde dann ein Austausch anstehen.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Na ja, wenn man einen Gemüsegarten möchte und sich fragt, ob man die Äpfel und Walnüsse bedenkenlos essen kann, würde ich schon sagen: Lieber schauen. Zumal das Grundstück wirtschaftlich genutzt wurde (als Mühle) und im Garten z.b. ein altes Stahlfaß stand. Es war zwar leer, aber wer weiß... Zu DDR-Zeiten hat man ja Umweltschutz nicht so groß geschrieben :) Und da eine Riesen LPG direkt daneben ist, bin ich auch lieber vorsichtig. Im Keller des Hauses ist darüber hinaus Wasser, das abgepumpt werden muß und da dort auch ein überfluteter, großer alter Elektromotor steht, könnte da ja Restöl drin sein - wenn das durch Abpumpen in die Nähe der Bäume gerät.... wer weiß...

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@desputin

Elektromotoren enthalten kein Öl.Das leere Stahlfass diente wohl als Wassertank. Du machst dir zu viele Gedanken.

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@jobul

Ich würde mir wesentlich mehr Sorgen wegen des nassen Kellers und möglichem Schimmelbefalls machen...!

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Hallo, wenn Du Dir nicht sicher bist mache so viel bist Du der Meinung bist das Obst und Gemüse esse ich auch.

Sollte dann überhaupt nichts raus kommen bist Du mit Dir im reinen und kannst ohne Bedenken auch mal was Verschenken.

Das Ungewisse wird Dich so lange Belasten bist Du die Untersuchungen für Deinen Boden doch gemacht hast.

Fange mit dem an was Du Vermutest oder wo von  der ganze Ort Redet, die Leute die dort wohnen wissen am besten Bescheid und werden die Geschichte kennen und beim irgendwelchen Ämtern wird keiner was sagen.

Viel Erfolg

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