Auch wenn mein Herz als Nathan dabei blutet:

die Anhänger der selbsternannt tolerantesten und barmherzigsten Religion von allen gebärden sich in allen Medien als die härtesten Betonköpfe von allen. Der Islam ist so eine schöne Religion, und trotzdem wird sie unentwegt von Idioten in den Dreck gezogen. Das ist sehr, sehr schade.

Und bitte verschone uns mit scholastischen Auswendigversen — von wegen der Prophet sagte hier dies und dort das.

Scholastik lockt im Abendland der Aufklärung nun wirklich seit 300 Jahren niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

...zur Antwort

Moralische Schwäche (zumindest im klassischen Sinn) ist Handeln gegen die innere Überzeugung.

Es handelt sich also um keine Schwäche des Willens, sondern mehr um eine Kapitulation gegenüber äußeren Drücken, die eigenes Leben und Existenz bedrohen.

Gutes, aktuelles Beispiel: der Deutsche Ethikrat. Tiefer kann man sich als Philosoph nicht ducken.

...zur Antwort

Nein. Naivität ist nicht zwingend Dummheit.

Naivität beruht vielmehr auf Mangel an Erfahrung. Schlaue Menschen können naiv sein, wenn sie noch am Anfang eines Lernprozesses sind, erheben sich aber immer mehr über diesen Status mit gesammelten Erfahrungen (und somit gelernten Lektionen).

Dumme Menschen richten sich in ihrer Naivität ein, intelligente (also lernfähige) wachsen aus ihr heraus.

...zur Antwort

Shavian.
Wenn es um den nennenswertesten Versuch geht, die englische Sprache direkt lesbar zu machen.

Bliss.
Wenn es darum geht, moderne Glyphen zu schaffen. (Ein Vergleich zu Emojis wäre noch mehr als spannend!)

Die »alllerkomischste« Schrift ist aber sicherlich Maya-Glyphen. Und Linear B.

...zur Antwort

Es gibt leider keine Regeln für die Hauptbetonung eines Wortes im Russischen. Auch nicht per Erfahrung (es sei denn, man hat profunde Kenntnisse über indogermanische Wurzeln.)

Die Hauptbetonung eines Wortes muss man für jede Vokabel einzeln lernen. Sei aber froh, wenn das dein einziges Problem mit dieser Sprache bleibt ;)

...zur Antwort
Pessimist.

Optimismus frustriert nur auf lange Sicht.

Pessimismus hingegen sorgt immer wieder für gute Laune, wenn man nichts erwartet und genau dies eintrifft.

...zur Antwort

Es ist leider nicht ganz so simpel — aus typographischer Sicht.

Eine Leerzeile zwischen zwei Absätzen ist natürlich das einfachste der Welt in einem Feld-Wald-Wiesen-Textprogramm. Zweimal Enter nach einem Absatz gedrückt: voilà: eine Leerzeile.

Aber: eine Leerzeile nach einer Überschrift hat beiweitem nicht denselben Abstand als zu einem Absatz. Sprich: Eine Leerzeile von einer Überschrift zu einem Absatz ist in der Regel viel größer als eine Leerzeile zwischen zwei Absätzen. Gerade bei Drucksachen, und wenn man auf tadellose Typographie achtet, spielt die Registerhaltigkeit ein. Diese erfordert einen festen Zeilenabstand, und einen konsistenten, fixen Zeilenfall.

Wenn du es dir erlauben kannst: mach es selbst. Wenn es allerdings perfekt sein soll: Bezahl den Profi.

...zur Antwort

Liebster earnest,

»Die Antwort kann weg«
als auch »Isso«
ist kaum Zweck
noch Argument für ein Disso.

Wer immer dich zum Experten erkoren
wäre besser vor Anno Peter-Prinzip geboren.

...zur Antwort

Das Gedicht ist VOLL Gegenwartslyrik. Weil:

  1. Es wird auf Sprache referenziert, ohne von Sprache die geringste Ahnung zu haben
  2. Zeichensetzung für den Misthaufen
  3. Trotzdem Kursive, um tiefe Bedeutungen herauszuholen (einself!)
  4. hermetisches Geschwurble (ohne den Leser zu treffen oder ihn abzuholen)
  5. kein klares Ziel, weder des Geschwurbels, noch zum treffenden Punkt im lyrischen Du.

Ist keine Kunst, sondern kann weg. Ist sicher schon 2006 vergessen.

...zur Antwort

Die Frage sollte hier nicht »ist das normal?« sein, sondern: »ist das okay für dich?«. Und offenbar scheint das für dich nicht okay zu sein, da dich die Sache ja überfordert.

Wichtig ist vor allem, dass ihr eine offene und unverhohlene Kommunikationsbasis dafür findet. Falls du dich als Person nicht gewertschätzt fühlst, sondern auf einen reinen Mittel zum Zweck herabgesetzt, ist das das erste, wo du ansetzen solltest. Versuch mal herauszufinden, wieviel ihr eure Beziehung bedeutet.

Wenn ihre Romantikvorstellungen deutlich von deinen abweicht, riskier nicht zu viele Gefühle dafür, nimm mit, was du kriegen kannst und lass sie dann im richtigen Moment weiterziehen. Das ist besser als sich zu verbiegen und ihr ewig danach hinterherzutrauern.

...zur Antwort

Da fehlen noch Metal-Zeichen oben und unten.

Escañor. Escanór. Eśćanor. Esçanor. Ëscanor. Escänor.

Mit anderen Worten: das kann man auch sein lassen. Dein Blag wird eher nicht durch einen außergewöhnlichen Namen aufgewertet werden. Viel wahrscheinlicher wird das Gegenteil der Fall sein.

...zur Antwort

f' — runter bis zum e' schaff ich es nur morgens nach dem Aufstehen.

...zur Antwort

Natürlich sind Augen etwas faszinierendes, wenn nicht das faszinierendste an einer Frau. Im Gesicht.

Entweder lobst du also das faszinierende ihrer Augen (was sicher über 5 Millionen Male vorher probiert wurde, und darum wohl kaum kopiert werden sollte) oder du suchst dir eine andere Besonderheit ihres Wesens, bitte kein äußerliches, das dir besonders an ihr aufgefallen ist.

Desto empathischer du lobst, desto grader wird dein Weg.

...zur Antwort
Ist das was positives oder eher negatives.

Sowohl als auch, und beides nicht.

Kitsch wird häufig als abwertender Begriff für »Unnützes« gebraucht, oder für affirmative Kunst, die nicht weiter zum Denken anregen will, sondern eher davon ablenkt und bekannte Emotionen verstärken will.

In dem Sinne kann es kein absolutes Urteil darüber geben, was Kitsch ist und was nicht. Das liegt, wie so oft, im Auge des Betrachters.

Es gibt anerkannte Kunst, die als Kitsch verachtet wird (Koons); Kitsch, der später als Kunst rezipiert wird (Riehl); und hohe Kunst, die so oft reproduziert und allgegenwärtig ist, bis sie verkitscht (Der vitruvianische Mensch, Le Petit Prince, Carmina Burana.)

...zur Antwort
Weitere Inhalte können nur Nutzer sehen, die bei uns eingeloggt sind.