„Ist es OK, wenn ich beim Vorstellungsgespräch von meinem Zukunftsplan „Fernstudium BWL“ erzähle“?

Hallo,

ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch. Es geht nur um eine simple Stelle, Hilfstätigkeiten in der Verwaltung, in Teilzeit, sozialversichert. Trotzdem hätte ich gerne die Stelle!

Ich habe vor einigen Jahren mein Studium abgebrochen und bin nun Mitte dreißig. Ich kann mir eben nicht vorstellen, bis zur Rente Hilfstätigkeiten auszuüben. Im Notfall würde ich das machen, aber wenn es nicht sein muss... .

Ich könnte mir eben vorstellen, parallel zu der Stelle ein Fernstudium zu absolvieren (Management...).

Ich kenne eine der Mitarbeiterinnen aus dem Unternehmen, wo morgen das Vorstellungsgespräch stattfindet, etwas privat. Sie hat mir erzählt, dass bisher die Stelle von studentischen Aushilfen besetzt wurde und sie so etwas auf gar keinen Fall mehr wollen.

Ich hatte während der letzten 1,5 Jahre mehrere Vorstellungsgespräche und u.a. ging es schon um meine Zukunftspläne, die da abgefragt wurden. Daher nehme ich an, dass das Vorstellungsgespräch morgen AUCH ggf. in eine solche Richtung gehen könnte.

Nun bin ich eben aufgrund der Aussage der Mitarbeiterin / Bekannten von mir unsicher, ob ich ggf. etwas von meinen Zukunftsideen erzählen soll oder ob das in die komplett falsche Richtung geht.

Was meint ihr?

Arbeit, Beruf, Schule, Fernstudium, Vorstellungsgespräch, Beruf und Karriere, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Als Call Center Mitarbeiterin arbeiten oder als Hilfskraft im Krankenhaus?

Hallo,

ich bin 34 Jahre alt, bin Studienabbrecherin und habe wenig Berufserfahrung. Gott sei Dank habe ich zwischen 2015 und 2016 für ein Jahr als Hilfskraft in der Verwaltung gearbeitet. Das ist so das aktuellste, was ich beruflich gemacht habe.

Derzeit jobbe ich.

Ich war länger krank, daher habe ich große Lücken in meinem Lebenslauf. Habe mehrere Klinikaufenthalte hinter mir, die leider so gut wie nichts gebracht haben.

Außerdem sollte ich unbedingt studieren (das ging so von Seiten meiner Familie aus, bis ich 25 war). Dann war ich 1/2 Jahr auf der Straße... Da war ich knapp 30.

Ich werde nun aktuell schon zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, was das Arbeiten betrifft. Aber es geht eben nur um so Stellen wie Call Center-Mitarbeiter oder Hilfskraft im Krankenhaus oder um 1/2 jährige Praktika. Ich weiß ja auch nicht, ob ich eine der Stellen überhaupt bekomme.

Wenn es nach meinem Arzt geht, dann hätte ich mich gar nicht auf die Stelle im Krankenhaus bewerben sollen, weil er meint, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht nachts arbeiten soll. Naja.

Meine Familie setzt mich sehr unter Druck, dass ich eben arbeiten soll. Ich habe eine Zeit lang Hartz 4 bezogen. Das war eben auch nicht das Gelbe vom Ei.

Um aus diesem Hartz 4-Kreislauf wieder rauszukommen, bin ich eben erstmal bei meinen Eltern wieder eingezogen. Ich leide da selbst natürlich sehr darunter.

Und last but not least Vergleiche ich mich mit ehemaligen Mitschülerinnen & Freundinnen, die nun als REchtsanwältinnen und Ärztinnen etc. arbeiten. Und ich hinke auf der untersten Stufe und komme kaum vorwärts.

Ich habe schon überlegt, in Frührente zu gehen, aber das will ich nicht, da mir dann das Dach über dem Kopf zusammenbricht und es mir noch viel schlechter geht, wenn ich nichts mache. Aber das ist eben eine sehr schwierige Situation.

Dann sind es eben nur so einfache Tätigkeiten. Naja. Ich habe mir mein Leben komplett anders vorgestellt :-(.

Meint ihr, es bringt etwas, wenn ich weiter Bewerbungen schreibe?

Beruf, Studium, Schule, Krankheit, Abitur, Call-Center, Hartz IV, Obdachlosigkeit, Vorstellungsgespräch, Ausbildung und Studium
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